Bryan Danielson und Adam Cole sprechen nach „All Out“ über ihre Entscheidung Pro AEW, welchen Einfluss die Fans dabei hatten, was die beiden von WWE-Chairman Vince McMahon halten & mehr!

12.09.21, von Marko "Killcobain" Welzenbach

Quelle: John Manard, Adam Cole Apr 2019, bearbeitet, CC BY-SA 2.0

– Im Anschluss an den denkwürdigen All Out Pay-per-view von AEW kam es zu einer Presserunde mit Präsident und COO Tony Khan und den drei Neuankömmlingen Ruby Soho (Ruby Riott), Bryan Danielson (Daniel Bryan) und Adam Cole (Bay Bay).

Bryan Danielson

„The American Dragon“ Bryan Danielson sprach unter anderem für seinen Entschluss bei AEW zu unterschreiben, so sei es nicht eine bestimmte Sache gewesen, die zu diesem Entschluss geführt habe, sondern eine Reihe an Ereignissen und Themen, die ihn beschäftigten. Letztendlich sei die treibende Kraft dahinter sich All Elite Wrestling anzuschließen, dass er den Drang verspüre körperlich an seine Grenzen zu gehen gewesen. Auch sei er im privaten Leben eher ein Langweiler, weshalb „diese wilde Seite“ seines Lebens unentbehrlich sei und ebenfalls zu seiner Entscheidung beigetragen habe. Besonders AEWs Tribut-Show zu gedenken des verstorbenen Jonathan Huber, „The Exalted One“ Brodie Lee, habe ihn über den Schritt zur Company aus Jacksonville nachdenken lassen.

Über seinen ehemaligen Arbeitgeber World Wrestling Entertainment und insbesondere seinen dortigen Boss Vince McMahon hat der 40-Jährige nur Positives zu berichten. Vielmehr würden der WWE-Chairman und er eine tolle Beziehung zueinander pflegen und er habe nichts als Liebe für McMahon übrig, ebenso wie für viele weitere Personen bei WWE, die er sogar als einen Teil seiner Familie bezeichne. Vince meine es jedoch mit seinem Beschützerinstinkt in Bezug auf Danielson oft ein wenig zu gut, so der „Yes-Man“. Weiter enthüllte er, dass man ihm bei WWE erlaubt habe, außerhalb der Company Aufträge annehmen zu dürfen, wobei er nicht spezifizierte, ob ein Wrestlingmatch für eine andere Promotion hier mit inbegriffen gewesen ist.

Außerdem hege Bryan den Wunsch, in Mexiko und für NJPW in Japan zu arbeiten. Dass seine Frau Brie Bella ebenfalls zu AEW überläuft, hält der ehemalige WWE-Champion jedoch für unwahrscheinlich. Seine bekannte „Yes“-Catchphrase aus WWE-Zeiten werde er jedoch aus Respekt zu den Leuten dort und ihrem geistigen Eigentum selbst nicht mehr verwenden, doch gefalle es ihm sehr, wie frenetisch die Fans ihn mit diesen Rufen in Empfang genommen haben.

Adam Cole

– Die Entscheidung zugunsten von AEW sei ein relativ einfach gewesen, verkündete der zweite der Debütanten des Abends Adam Cole während der Presserunde nach All Out. Für WWE zu arbeiten sei schon seit seinem neunten Lebensjahr sein großer Traum gewesen, doch zu sehen, welche Leidenschaft die Crew und Fans von All Elite Wrestling an den Tag legen, haben ihn den Entschluss fassen lassen, seine Koffer bei WWE zu packen und sich AEW anzuschließen. Selbst wenn er seinen Kindheitstraum aufgeben musste, habe er tief in seinem Herzen bereits früh erkannt, dass er zur Company von Tony Khan kommen möchte.

Auch der 32-Jährige hatte keine schlechten Worte für seinen Ex-Arbeitgeber zu verlieren und sagte, dass die WWE-Verantwortlichen keine Schuld treffe. Seine vier Jahre bei WWE seien eine exzellente Erfahrung gewesen, doch er habe mit einer Crew arbeiten wollen, mit der er sich am liebsten rund um die Uhr umgeben möchte und die genauso passioniert in Bezug auf das Pro Wrestling sind, wie er es ist. Auch die AEW Fans seien besonders und würden sich so fühlen wie die Wrestler selbst, spezifizierte Cole die Leidenschaft zum gemeinsamen Konsens.

Das Auslaufen seines Vertrages habe ihn genauso überrascht wie die Fans und die WWE-Offiziellen, so sei er im Glauben gewesen, nicht vor Dezember ein Free Agent zu werden. Er habe gedacht, sein Vertrag laufe sechs Monate länger, doch da sein Arbeitspapier beim Marktführer im Juni auslief, habe er sich zu dem Zeitpunkt, als er davon erfuhr, auf Vertragsverhandlungen in bereits drei Tagen einstellen müssen. Der ehemalige Undisputed Era Anführer bestätigte zudem, eine kurzfristige Verlängerung mit WWE unterschrieben zu haben, um sein damals noch laufendes Programm mit Kyle O´Reilly, welchen er als einen seiner besten Freunde auf der gesamten Welt bezeichnete, zu beenden.

Vince McMahon beschrieb er indes als „furchteinflößend“, doch die Gespräche mit dem WWE-Chef seien durchweg positiv verlaufen. Angesprochen auf seinen Twitch Kanal gab Cole preis, dass ihm dieser sehr viel bedeute. Aus einer Leidenschaft zu Video Spielen wurde etwas, dass er schon lange machen wollte, aber erst durch die Pandemie in die Tat umgesetzt habe. Die Community, die sich mit ihrer Liebe zu Video-Games um ihn versammelt sei ihm besonders wichtig, so erreichen ihn Nachrichten von Leuten die eine schwere Zeit durchleben und sich nach einem kräftezehrenden Tag einfach auf Coles Stream freuen. Dieses Feedback gebe ihm das Gefühl mit den Fans verbunden zu sein und ist der Grund, weshalb er sich geehrt fühle, diese Rolle einnehmen zu können. Er sei glücklich und schätze seine Arbeit auf Twitch und denke nicht im Entferntesten daran, in absehbarer Zeit damit aufzuhören.

Quelle: Wrestling Observer

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7 Antworten auf „Bryan Danielson und Adam Cole sprechen nach „All Out“ über ihre Entscheidung Pro AEW, welchen Einfluss die Fans dabei hatten, was die beiden von WWE-Chairman Vince McMahon halten & mehr!“

Ehrenhater sagt:

Bin immer kein Freund dieser Schönrederei aber natürlich muss man den Schein nach außen hin waren.
Ob das wirklich alles so harmonisch und toll mit der WWE & dem Ende dort ablief mag ich mal bezweifeln. Vince McMahon wird immer in vollen Zügen gelobt von seinen Ex-Workern aber sonst hört man immer was für ein Riesen-Hurensohn er ist. Schon alles komisch.

Anonymuhs sagt:

Es ist einfach erwachsen Türen hinter sich niemals vollends zuzuschlagen. Man sieht sich immer 2x im Leben. Und es bringt einem auch nix nachzutreten. Das wirft auf dich n schlechtes Licht und verbaut dir eventuell Sachen an die du zu dem Zeitpunkt nicht denken kannst.
Ausserdem wissen die Leute auch ohne Nachtreten wie in etwa das bei WWE aussieht. Also kein Grund hier unnötig Stress anzufangen.

NxTRulez sagt:

@Anonymuhs: Schön geschrieben. Sehe das auch so. Warum sollten solche „Transfers“ nicht auch ohne Streit bzw Krieg von statten gehen.
Wir werden irgendwann auch die umgekehrte Version (von AEW zu WWE) sehen. The time will come.

Michhier sagt:

@Ehrenhater
Ich denke das auch die Art des Abgangs viel mit der anschließenden Beziehung zu tun hat.

DDP81 sagt:

Beide sind ja auch nicht mit Streit gegangen. Daher mit Punks Situation nicht zu vergleichen.
Cole ist ein Indy guy und lässt daher auch viel besser zu AEW, vorallem mit seiner connection zu vielen dort und auch zu seiner Britt. Hier wird zwar oft geschrieben, dass es auch funktioniert wenn einer bei einer anderen Promotion arbeitet. Aber full-time ist das sicherlich schwierig, vorallem im Mainroster bist du viel unterwegs. Von daher von daher alles nachvollziehbar. Auch wenn man bedenkt, was Cole im Mainroster erwartet hätte.

Danielson hat sicherlich auch ne gute connection zu Vinny gehabt. Bis auf, dass man ihn die in ring Freigabe nicht geben wollte, gab’s da nie was zu lesen. Und dieses macht sie WWe halt aus Schutz. Für beide Seiten…Und das man für ihn die verbotenen Türen nicht öffnet war auch klar. Er hätte es höchstens so wie Jericho machen können, immer wieder kurzzeit Verträge, immer mal wieder Abstecher. Aber ganz ehrlich, genau wie ein Styles oder Owen’s.. Bei AEW ist er besser aufgehoben. Dort kann er an seine Grenzen gehen, hat im Ring mehr Freiheiten.auch hier, nachvollziehbar.

Ehrenhater sagt:

Muss mich wohl entschuldigen.
Vielleicht habe ich übertrieben.
Als außenstehender Betrachter der eigentlich auch will, dass die WWE wieder positive Schlagzeilen und Shows aufweisen kann ist es für mich schwer die Contenance zu wahren.
Ja, die Abneigung und diese Verachtung welche oft in meinen Kommentaren zu lesen sind richtet sich nur gegen eine Person: VKM.

Michhier sagt:

@Ehrenhater
Entschuldigen musst du dich nicht (denke ich jedenfalls), man hat einfach manchmal so einen Moment wo es raus muß.

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