Informationen zum internen Ablauf der aktuellen WWE-Entlassungswelle bekannt – Weitere hochrangige WWE-Mitarbeiter:innen verlassen die Company – Ehemaliger NXT North American Champion Bronson Reed über seine Entlassung, WWEs Anforderungen, das aktuelle NXT 2.0 Produkt und mehr!

06.11.21, von Benjamin "Cruncher" Jung

Quelle: wwe.com

– Wie wir bereits berichteten, entließ World Wrestling Entertainment in der Nacht von Donnerstag auf Freitag mehr als ein Dutzend Talente. Federführend zeigte sich hierbei John Laurinaitis, der die Betroffenen per E-Mail von ihrer Entlassung in Kenntnis setzte. „Johnny Ace“ sendete insgesamt zwei Mails an die Belegschaft – eine mit den NXT-Entlassungen und eine mit den Main Roster Cuts – wobei er „Budgetkürzungen“ als den Grund für die vorgenommenen Kündigungen angab. Obwohl B-Fab erst kürzlich mitsamt ihren Hit-Row Kollegen zu SmackDown gedraftet wurde und laut Bryan Alvarez in der Vorwoche einen neuen Vertrag unterschrieb, führte man sie in der NXT-Mail anstelle in der des Main Rosters auf. Neben Briana Brandy, so B-Fabs bürgerlicher Name, inkludierte die NXT-Liste auch Scarlett, Franky Monet, Ember Moon, Jessi Kamea, Jeet Rama, Katrina Cortez, Zayda Ramier und Oney Lorcan, wobei der Name des Letzteren fälschlicherweise „Oney Lorkan“ geschrieben wurde. Die Liste des Main Rosters umfasste Mia Yim, Keith Lee, Eva Marie, Nia Jax, Gran Metalik, Lince Dorado und Karrion Kross. Die Mail las sich im Wortlaut wie folgt:

„Aufgrund von Budgetkürzungen, wurden die folgenden WWE Talente am heutigen 4. November 2021 entlassen. Vielen Dank, John.“

Auf NXT-Seiten hieß es in der Nachricht vom Director of Talent Relations hingegen:

„Aufgrund von Budgetbezogenen Kürzungen, sind wir zu dem Entschluss gekommen, die nachfolgenden NXT-Talente, mit umgehender Wirkung, aus ihren Verträgen zu entlassen. Wir wünschen diesen Individuen nur das Beste in ihrem zukünftigen Bestreben.“

– Neben den Talententlassungen drehte sich auch im Hauptquartier das Personalkarussell. Nachdem bereits Stan Stanski seine Koffer packen durfte, veröffentlichte WWE nur einen Tag nach Bekanntgabe der Geschäftszahlen für das dritte Quartal 2021 (wir berichteten HIER), dass WWE Chief Financial Officer Kristina Salen die Company nach nur 15 Monaten wieder verlassen wird. In besagter Pressemitteilung wird Salen wie folgt zitiert:

„Ich habe während der globalen Pandemie bei WWE angefangen und bin stolz auf das, was ich mit Vinces Führung und dem großartigen Team geschafft habe. Wir kehrten zu Live-Event-Touren zurück, übertrafen jegliche Erwartungen, hoben die Jahresprognose an und haben ein starkes Fundament für die Zukunft gelegt. Ich freue mich auf den anhaltenden Erfolg der WWE.“

Im selben Atemzug wurde das langjährige Mitglied des WWE Board of Directors und der ehemalige Interim Chief Financial Officer Frank A. Riddick III als neuer WWE Chief Financial Officer & Chief Administrative Officer ernannt. Damit untersteht Riddick, der seit über 13 Jahren für die Company arbeitet, direkt dem Chairman of the Board & Chief Executive Officer Vince McMahon. Des Weiteren berichtet Fightful Select, dass Laura Petrucelli (WWE Vice President of Branding, arbeitete über neun Jahre lang für WWE), John Stamatis (über vier Jahre lang WWE Senior Vice President of Global Marketing and Sales Strategy), Laura Todd (WWE Vice President of Partnership Marketing, arbeitete über 14 Jahre lang für WWE) und Mike Giacco (seit über acht Jahren Mitarbeiter der Talent Sales & Global Partnerships Abteilung, ehemaliger WWE 24/7 Champion) ebenfalls die Company verlassen haben. Diese Personalentscheidungen sind allerdings auf Umstrukturierungen (und nicht auf Budgetkürzungen) zurückzuführen.

– Der ehemalige NXT North American Champion JONAH (Bronson Reed) sprach kürzlich in einer Episode von „The Wrestling Inc Daily“ über seine Entlassung, seine WWE Karriere und auch seine Zeit in Japan. Reed erzählte, dass er seinen ersten Vertrag damals 2013 bei Pro Wrestling NOAH unterschrieb und wurde 2014 zu seinem ersten Tryout beim Marktführer eingeladen. WWE suchte ein offenes Gespräch und teilte JONAH mit, was sie von ihm sehen wollten. Bis WWE und Bronson Reed dann letztendlich zueinander fanden, sollten noch ein paar Jahre ins Land ziehen.

Zur Erinnerung: 2014 war in etwa die Zeit, als Topstars wie Sami Zayn, Kevin Owens und Samoa Joe unter NXT Vertrag standen.

Weiter erzählt JONAH, dass WWEs Anforderungen an ihn sich stetig änderten. Wenn man sich jetzt NXT 2.0 anschaut, so hätte er 2014 dort perfekt reingepasst, denn er war jung und auch formbar. Zu diesem Zeitpunkt wollte WWE jedoch bereits Wrestler die perfekt auf ihr Produkt zugeschnitten waren. Sie wollten die Spitze der Indie-Wrestler und genauso klang auch ihre Anweisung an ihn „Geh mehr raus, geh mehr wrestlen“. Und JONAH folgte dem Ruf und tat genau das. Er tourte durch die Staaten, durch Europa, Großbritannien und Japan. Mittlerweile sähe die Anweisung von WWE allerdings anders aus, da man mittlerweile mehr Wert auf Athleten legt.

Weiter verriet der Australier, dass Triple H und Vince McMahon bezüglich der Veränderungen bei NXT zunächst nicht aneinander gerieten und beide versuchten, NXT voranzutreiben und als dritte, gleichwertige Marke aufzubauen und zu etablieren. So kam es auch im ersten Jahr bei den Superstars an. NXT war immer noch ein Teil von WWE, aber etwas anderes. Es schien so, als würde Vince sich nicht wirklich darum kümmern und somit wurde es zu Hunters Baby. Allerdings änderte sich diese Stimmung des ersten Jahres und in den letzten sechs Monaten stieg die Frustration Backstage immer weiter an, so der ehemalige Jonah Rock.

Auch äußerte sich JONAH zum Wednesday Night War zwischen NXT und AEW. So hätten einige der Topleute und auch HHH selbst die Ansicht, dass sie nicht in direkter Konkurrenz zu AEW stehen und sich deswegen auf ihr eigenes Ding konzentrieren können. Es wird versucht das eigene Produkt so gut wie möglich zu machen. Dabei wäre allerdings allen klar, dass es natürlich etwas Konkurrenz gibt und JONAH wüsste auch nicht, was die Chefs davon hielten, dass sie Woche für Woche gegen AEW verloren. Gleichzeitig fühlt man sich von den Chefs alleine gelassen, da man das Gefühl vermittelt bekomme, dass sich nicht genug mit dem Produkt befasst wird. Wenn sich die Chefs also bisher nicht mit dem Produkt befassten, wie können sie dann jetzt, nach der kompletten Umstrukturierung behaupten, dass das Produkt nun funktioniere?

Quellen: WWE Corporate, WrestlingInc., Fightful Select

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