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UFC Newsblock vom 1. August: Neuer LHW Contender in Sicht, Weitere Updates zu TUF und Middleweight Contendern & mehr

01.08.12, von Oliver "Randy van Daniels" Kmetec

Hallo und herzlich Willkommen zum neuen UFC Newsblock, der den Monat August eröffnet. Bereits in der Nacht von Samstag auf Sonntag findet das nächste UFC Event, UFC on Fox 4, statt, welches besonders im Newsblock vom Samstag im Fokus stehen wird. Bereits heute gibt es aber eine große Meldung über das Event, denn die 4 Light Heavyweight Fighter in den beiden Main Events stehen nach dieser Meldung noch mehr im Blickfeld. Außerdem wird es (mal wieder) ein erneutes Update zum Middleweight und den Querelen der Findung eines neuen Contenders von Anderson Silva gehen. Außerdem verraten wir euch welche möglichen TUF Co-Trainer auf Roy Nelsons stehen und welche beiden Fighter eine der kommenden Staffeln übernehmen könnten. Zum Abschluss gibt es wie gewohnt Kurzmeldungen und neue Fights

UFC Light Heavyweight Contender – All Eyes on UFC on Fox 4

Noch zuletzt hat man sich weitläufig beklagt, dass „UFC on Fox 4: Shogun vs. Vera“ eine schwach besetzte Card sei, durch eine geschickte Maßnahme versuchte UFC Präsident Dana White nun das Interesse der Fans zu wecken. Zuerst hieß es, dass der Sieger des Main Events, Mauricio „Shogun“ Rua vs. Brandon Vera, einen Shot auf den UFC Light Heavyweight Titel bekommen wird und durch diese Maßnahme wurden dann auch die Fans wach. Da viele Lyoto Machida und Ryan Bader (die den Co-Main Event bilden) eher als Contender anstelle von Brandon Vera sehen, haben sie ihrem Unmut über diese Entscheidung lautstark kund getan – und Dana White reagierte. Nur einen Tag später heißt das Statement in Whites erstem Videoblog dieser Woche, dass derjenige der 4 Fighter, der die beste Vorstellung abliefert den Titelshot bekommt.

Die erste Entscheidung wäre übrigens von Machida mitgetragen worden, der behauptete, dass ein Titelshot für ihn aktuell nicht das Hauptziel sei. Sein Gegner Ryan Bader hätte sich hingegen mit einem Sieg über „Rampage“ Jackson und einem möglichen weiteren gegen Machida sehr wohl als Contender gesehen. Bader hat nun also seinen Wunsch erfüllt bekommen und versprach, dass er sich nicht nur mit seinem Wrestling auf den außergewöhnlichen Stil Machidas einstellen werde – was er nach Whites Ankündigung auch muss, damit er einen möglichst beeindruckenden Sieg erzielt.

Vera, den viele UFC Fans vor seinem letzten Sieg schon abgeschrieben haben und überrascht waren, dass er jetzt einen Fight gegen Ex-Champion Rua bekommt, sah schon den Fight gegen Rua im Main Event als Lottogewinn an. Dass er nun möglicherweise noch Contender werden kann ist für ihn der absolute Jackpot.

Eine interessante Randnotiz ist übrigens, dass der aktuelle Champion Jon Jones bereits alle 4 Fighter besiegt hat. Angesichts dieses Faktes postete er via Twitter, dass er sich „am Kopf kratze“. Aber nachdem der nächste Contender in der Light Heavyweight Division gekrönt wurde ist auch noch gar nicht klar gegen welchen Champion er antritt – denn Jones selbst muss seinen Titel bei UFC 151 am 1. September erst ein Mal gegen Dan Henderson verteidigen, der nach 2 fehlgeschlagenen Versuchen und Titel bei PRIDE und Strikeforce endlich UFC Gold um seine Hüften sehen will.

Ein weiteres Light Heavyweight, das bald eine große Chance bekommen soll ist Alexander Gustafsson. Laut Dana White wird er in seinem nächsten Fight einen großen Namen als Gegner vorgesetzt bekommen – möglicherweise wird er danach neuer Contender.

UFC Middleweight – Wer wird nun der nächste Gegner von Anderson Silva

In den letzten Wochen haben wir bereits in zahlreichen UFC Newsblöcken über die Middleweight Division und den neuen Contender um Anderson Silvas Titel spekuliert und mittlerweile sind mit Michael Bisping & Brian Stann sowie Alan Belcher & Vitor Belfort 4 der möglichen Contender mit neuen Fights versorgt. Bleiben realistisch betrachtet die beiden aktuellen großen Gewinner Tim Boetsch und Chris Weidman, sowie Nick Diaz, der den wahrscheinlichsten Superfight abgeben würde. Am lautesten davon positioniert haben sich jetzt Weidman und Diaz.

Wie wir im Newsblock vom 28. Juli berichteten, hat Cesar Gracie, seines Zeichens Trainer und Manager von Nick Diaz, ein Statement veröffentlicht, indem er das Comeback des eigentlich zurückgetretenen Nick Diaz ankündigte und gleichzeitig Gespräche um einen Superfight gegen Anderson Silva lostrat. Da sich Silvas Manager aktuell mehr um einen möglichst erträglichen Fight statt einer Titelverteidigung ihres Mandaten kümmern, kam es wenig überraschend, dass mit Ed Soares einer der beiden Manager von Silva sofort Interesse signalisierte. Der veröffentlichte via Twitter folgendes Statement:

Ich denke die Idee Silva vs. Diaz ist ziemlich gut. Wollen wir mal sehen was die UFC denkt.

Auch Gracie äußerte sich in dieser Woche wieder, dabei ging es ihm vor allem um 2 Themen. Dass es ein Superfight und keine Titelverteidigung werden soll und dass Nick Diaz so schnell wie möglich in’s Octagon zurückkehrt. Wie er das umsetzen will, könnt ihr nun selbst lesen:

Nick versucht nicht respektlos gegenüber den anderen großartigen Middleweights zu sein. Da sind eine Menge großer Middleweights, die ganz vorne in der Schlange für einen Titel Shot stehen. Hier geht es um’s Kämpfen und einen Superfight. Nicht um den Titel.

Wir wollen die ganze Situation um Nick endlich ausräumen und versuchen für ihn einen Fight auf Übersee zu bekommen, eine Chance die schon anderen Fightern ermöglicht wurde. Dana (White) hat in der Vergangenheit gesagt, dass die NSAC (Anmerkung: Nevada State Athletic Commission) die schlechteste Commission sei, also wollen wir erreichen, dass er seinen Taten auch Worte folgen lässt und Nick befreit. Ich werde Dana White fragen warum andere Typen die Chance bekommen haben das zu tun, für Nick aber immer eine andere Regelung gilt. Das macht keinen Sinn.

Wie wir bereits im Newsblock vom 28. Juli berichteten wird Gracie am 6. August mit Dana White ein Meeting haben. Bisher war der Plan zu erreichen, dass Diaz‘ Suspendierung bis Ende des Jahres aufgehoben wird (Anmerkung: Sie läuft bis Februar nächsten Jahres), nun peilt man also einen Fight in einem anderen Land an, um die Suspendierung zu umgehen. Man sollte jedoch noch ein Mal anmerken, dass sich bisher weder Silva noch Diaz persönlich gemeldet haben und am Ende sowieso alles von Dana White und UFC Matchmaker Joe Silva abhängen wird.

Bei diesem Thema konnte natürlich auch einer der aktuellen Titelcontender nicht anders als sich einmischen. Chris Weidman hat zuletzt stark die Werbetrommel gerührt, damit er einen Titelshot bekommt und äußerte sich zu der ganzen Thematik eindeutig.

Es kommt mir so vor als ob sie versuchen meinen Namen komplett aus dem Titelgeschehen herauszuhalten. Sie versuchen mit anderen Namen abzulenken, sodass die Leute über diese Namen als Möglichkeit nachdenken aber die Leute die sie sich ausgesucht haben sind GSP oder Diaz, das sind beide Welterweights. Der Typ ist aber ein Champion der 185 Pfund Division, er sollte gegen Contenders antreten. Du forderst keine Leute heraus die nicht für immer fighten können und Leute die leichter sind als du. Warum forderst du nicht Jon Jones heraus? Das macht Sinn, ich bin mir sicher, dass es eine Menge Leute gerne sehen würden, ich selbst auch. Falls du nicht gegen ihn kämpft, kämpfe gegen mich, ich bin bereit loszulegen.

Auch auf die Aussage von Silvas Manager Jorge Guimaraes, dass alle Contender nur „Amateure“ seien (Wir berichteten im UFC Newsblock vom 28. Juli) hatte Weidman eine Stellungnahme verfasst:

Dies ist etwas, das wir als Lebensunterhalt bestreiten und dann kommt so ein Manager aus Brasilien und nennt uns Amateurkämpfer und mich einen Witz. Das ist definitiv etwas verrückt und ich weiß, dass ich nicht wollen würde, dass mein Manager so über andere Fighter spricht. Die Manager haben kein Recht professionelle Athleten schlecht zu machen.

Mit Silvas anderem Manager, Ed Soares, hatte Weidman auch noch eine kleine Auseinandersetzung auf Twitter. Soares erwähnte dort zum wiederholten Male, dass Silva mehr Titelverteidigungen als Weidman Kämpfe im Octagon hat, was Weidman zwar so anerkannte, aber dahinter keine richtigen Punkt sah. Soares erwiderte, dass er diesen Fakt ohne etwas Bestimmtes nur erwähnen wollte und dass es nichts persönliches gegen Weidman sei.

The Ultimate Fighter 16 – Das Rätsel um Nelsons Coaches & Wer in Zukunft TUF leiten könnte

– Im Newsblock vom 28. Juli verkündeten wir bereits das Trainterteam von Shane Carwin und einige mögliche Kandidaten für Team Nelson, darunter Olympiasieger und Pro Wrestler Kurt Angle. Nelson ist aktuell aber etwas besorgt, dass er seine Liste auch bei der UFC durchbekommt.

Momentan habe ich Mo Lawal, weil er ein großartiger Wrestling Coach ist und mir beim letzten Mal geholfen hat. Dann noch Jeff Mayweather und James Johnson. Das sind die wichtigsten, die ich bisher habe, dazu arbeite ich noch an Anthony Brown.

Die bekanntesten Namen der Liste sind Jeff Mayweather, der der Bruder von Floyd Mayweather Senior ist. Dessen Sohn Floyd „Money“ Mayweather Junior ist ein sehr bekannter, ungeschlagener Boxer. Der andere bekannte Name ist natürlich Muhammed „King Mo“ Lawal, der vom Dachverband Zuffa nach einem positiven Dopingtest aus seinem Vertrag bei Strikeforce entlassen wurde und aktuell eine gleichzeitige Karriere als MMA Fighter (Bei Bellator) sowie als Pro Wrestler (Bei TNA) anstrebt, sobald seine Suspendierung augehoben wird.

Wenig später veröffentlichte er in einem Post noch eine komplette Liste seines möglichen Trainerstabs:

COACHES: Hier sind meine Assistenten/Gästetrainer. Die Nicht-UFC Coaches werden mithelfen, aber nicht auf dem Set, weil sie schwarz, kriminell, weiß oder Olympioniken sind.

Nicht von der UFC erlaubt: Muhammed Lawal, Kurt Angle, Victor Conte.

Von der UFC erlaubt: Royce Gracie, James Johnson, Jeff Mayweather, GSP, Nick Diaz, Nate Diaz, Rashad Evans, Forrest Griffin, Chael Sonnen, Jake Shields, Gilbert Melendez, Martin Kampmann, Amir Sadollah, Mike Pyle, Gray Maynard, Ron Frazier, Anthony Brown.

Ich bin zuallererst immer noch ein Schüler, erst dann ein Lehrer. Lasst uns diesen Jungs eine einmalige Möglichkeit geben. EIN UFC SUPER CAMP.

– Auch in Bezug auf neue Coaches für The Ultimate Fighter spielt UFC on Fox 4 eine größere Rolle. Machidas Manager Ed Soares (Genau derselbe wie von Silva) fände es nämlich möglich, dass sein Schützling und Mauricio Rua bei jeweiligen Siegen am Wochenende trotz des Titelshots die Coaches für die nächste „TUF: Brazil“ Staffel werden könnten. Bisher trafen die beiden 2 Mal aufeinander, im ersten Fight verteidigte Machida umstritten via Decision die UFC Light Heavyweight Championship, im direkten Re-Match konnte Rua via KO den Titel gewinnen.

News Kurt & Kompakt

– Es gibt Veränderungen im Camp „Blackzillians“. Zum einen hat Wrestlingcoach Mike Van Arsdale das Team verlassen um zurück zu seiner Familie zu ziehen und wird nur noch zeitweise mit dem Team trainieren, zum anderen hat es Zuwachs in Form des UFC Fighters Thiago Silva bekommen, der dafür das American Top Team verlassen hat. Falls sich jemand über den Namen wundert, das Team, welches von Rashad Evans gegründet wurde, als dieser Jackson’s Martial Arts nach dem Streit mit Jon Jones verließ, erlang den Namen Blackzillians da die Gründungsmitglieder zur Hälfte aus Afroamerikaner und zur anderen Hälfte aus Brasilianer (Anmerkung: Mehrere Brasilianer verließen nach einem Streit mit dem Management das American Top Team und gründeten anschließend zusammen mit Evans das Team) bestand.

– Zusätzlich wird Silva in naher Zukunft (am 13. Oktober) seinen nächsten Fight bestreiten. Dieser Fight und viele neue angekündigte mehr jetzt in unserer Übersicht:

UFC 150 – Middleweight bout – Jake Shields vs. Ed Herman
UFC 151 – Welterweight bout – Charlie Brenneman vs. Kyle Noke
UFC on FX 5 – Flyweight bout – John Dodson vs. Jussier da Silva
UFC on FX 5 – Heavyweight bout – Matt Mitrione vs. Rob Broughton
UFC 153 – Light Heavyweight bout – Thiago Silva vs. Stanislav Nedkov
UFC 153 – Featherweight bout – Diego Brandao vs. Joey Gambino
UFC 153 – Welterweight bout – Jon Fitch vs. Erick Silva

– Zum Abschluss des Newsblocks noch eine Entlassungsmeldung: Das frühere Welterweight und aktuelle Lightweight John Alessio musste erfahren, dass er zum mittlerweile dritten Mal von der UFC entlassen wurde. Seinen ersten UFC Fight bestritt der heute 33-jährige Veteran bereits im Jahre von 20 Jahren bei UFC 26, wo er ein Welterweight Titelfight gegen Pat Miletich verlor. 6 Jahre später folgten 2 Niederlagen gegen Diego Sanchez und Thiago Alves und der Vorwurf eines unspektakulären Kampfstils. In den nächsten Jahren gewann er die Welterweight Titel der WEC und von Tachi Palace Fights, ehe es weitere 6 Jahre später erneut zur UFC ging, wo er zuerst als kurzfristiger Ersatz Mark Bocek unterlag und kürzlich auch gegen Shane Roller verlor. Alessio selbst war über seine Entlassung sehr aufgebracht, da er seiner Meinung nach noch einen Fight verdiene, da er zuletzt versuchte aufregend zu kämpfen, was nach der früheren Kritik an ihm erwartet worden wäre, während seine Gegner nur versucht haben ihn am Boden zu halten. Wer aber alle seiner 5 Fights im Octagon verliert, hat bei Dana White trotz einer sonst soliden Karriere keine Zukunft.

Und das war es dann heute mit UFC News. Wie bereits oben erwähnt, wird der Fokus im Newsblock vom Samstag verstärkt auf UFC on Fox 4 liegen und ich hoffe, dass ich euch dafür wieder begrüßen werde.

Quellen: fightline.com, mmamania.com, MMAJunkie.com

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