Menzies: „Ich war wohl der Erste“
Luke Menzies hat WWE und dessen Mutterkonzern TKO vorgeworfen, von ihm eine Gehaltskürzung um 56 Prozent verlangt zu haben. Der frühere Ridge Holland äußerte sich am Donnerstag auf X — und stellte sich damit in eine Reihe mit Kofi und Austin Creed, die zuletzt über ein ähnliches Angebot berichtet hatten.
„Ich glaube ehrlich gesagt, ich war vielleicht der Erste, der die neue TKO-Version von ‚Vertragsverhandlungen‘ erlebt hat. 56 Prozent Gehaltskürzung … autsch!“
Anlass war ein Scherz von AJ Francis, der bei WWE als Top Dolla auftrat. Francis hatte auf X gepostet, er wolle niemanden übertrumpfen, aber WWE habe im September 2023 eine Kürzung um 100 Prozent von ihm verlangt — eine bittere Anspielung auf seine Entlassung. Darauf antwortete Menzies mit seiner Zahl.
Die 58-Prozent-Frage: derselbe Vertrag?
Ridge Holland nannte in seinem Post keinen Zeitpunkt. Das ist relevant, denn eine Zahl von ihm liegt bereits vor — und sie lautet anders.
Im November 2025 hatte Menzies bei „Busted Open Radio“ erklärt, sein 2024 unterschriebener Vertrag habe 58 Prozent weniger vorgesehen als seine vorherigen Bezüge im Main Roster. WWE habe ihm damals zunächst einen Dreijahresvertrag zu diesen Konditionen angeboten; auf seine Nachfrage nach der Begründung habe man ihm gesagt, man sehe in ihm keinen Mehrwert. Menzies bestand daraufhin auf einer Laufzeit von einem Jahr, um sich in NXT zu beweisen.
Ob es sich bei den nun genannten 56 Prozent um denselben Vorgang handelt, ist offen. Sein Hinweis, er sei „vielleicht der Erste“ gewesen, spricht dafür: TKO hatte WWE im September 2023 übernommen, die Vertragsverhandlung fiel ins Jahr darauf. Einzelne Berichte ordnen die Aussage dagegen als Angebot unmittelbar vor seinem Abgang im Herbst 2025 ein. Eine Klarstellung von Menzies steht bislang aus.
Kritik auf X, fünf Tage später die Entlassung
Menzies hatte am 13. Oktober 2025 öffentlich gemacht, dass WWE seinen zum 14. November auslaufenden Vertrag nicht verlängern werde. Zu diesem Zeitpunkt fiel er mit einer Lisfranc-Verletzung aus, die er im September bei TNA-„iMPACT!“-Tapings im Rahmen der Kooperation beider Ligen erlitten hatte.
Nachdem er sich auf X unzufrieden geäußert und erklärt hatte, er fühle sich im Stich gelassen, beendete WWE den Vertrag am 5. November vorzeitig und wertete die Beiträge als Vertragsverletzung. Die restlichen Vertragstage wurden ihm nicht mehr vergütet. Die Kosten für seine anschließende Nackenoperation — ein Bandscheibenersatz an C5 bis C7 — übernahm WWE trotz beendeten Vertrags. Seit April 2026 ist Menzies wieder freigegeben und tritt unter anderem für PROGRESS Wrestling und Appalachian Mountain Wrestling an.
Kofi und Austin Creed: Kürzung lag nicht bei 75 Prozent
Über die Höhe des Angebots an die früheren New-Day-Mitglieder kursierten zuletzt unterschiedliche Zahlen. Conrad Thompson erklärte im „Grilling JR“-Podcast, er habe gehört, dass WWE Kofi und Creed sogar eine Gehaltskürzung von 75 Prozent angeboten habe.
„Als wir vor mehr als 90 Tagen erfahren haben, dass New Day bei WWE Geschichte ist, gab es viele Gerüchte darüber, dass ihnen eine Kürzung um 50 Prozent angeboten wurde“, erklärte Thompson. „Was ich gehört habe, ist, dass es tatsächlich eine Kürzung um 75 Prozent gewesen sein soll.“
Thompson stellte selbst klar, dass Kofi Kingston und Austin Creed diese Zahl nicht bestätigt hätten. Bryan Alvarez hat sie inzwischen zurückgewiesen.
„Die von New Day verlangte Gehaltskürzung lag nicht bei 75 Prozent“, stellte Alvarez klar. „Es war genau das, was sie selbst gesagt haben: etwas mehr als 50 Prozent.“
Damit deckt sich seine Darstellung mit den Aussagen der beiden, die WWE im Mai 2026 verlassen hatten und inzwischen als The New Level bei AEW auftreten.
Honestly I think I may have been the first to experience the new TKO version of “contract Negotiations”
56% paycut…. OUCH! https://t.co/WHseg3MwVI
— Luke Menzies (@LDMenzies) September 3, 2026










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