Quelle: John Manard / WikiPortraits , Austin Creed GalaxyCon Oklahoma City 052026-1, bearbeitet, CC BY-SA 4.0 & Gage Skidmore, Kofi Kingston by Gage Skidmore, bearbeitet, CC BY-SA 3.0
Kofi fragte sich nach WWE-Abgang, ob seine Karriere vorbei sei
Kofi gehörte von 2006 bis 2026 zum WWE-Roster und wurde aufgrund seiner langen Zugehörigkeit von vielen Fans als möglicher WWE-Lifer angesehen. Umso ungewohnter sei für ihn die Situation nach dem Ende seiner Zeit bei der Company gewesen. Im Gespräch mit Ariel Helwani erklärte der ehemalige WWE Champion, dass er zwar nicht an seinem eigenen Können gezweifelt habe, sich aber durchaus die Frage gestellt habe, ob er überhaupt noch weitermachen wolle.
„Ich glaube nicht, dass es wirklich eine Vertrauenskrise war, aber ich hatte schon diese Fragen im Kopf: ‚War es das jetzt? Will ich das überhaupt noch weitermachen?‘“
Besonders beschäftigt habe ihn, dass sein Abschied so plötzlich erfolgt sei. Hätte er gewusst, dass sein letztes WWE-Match tatsächlich sein letzter Auftritt für die Company sein würde, hätte er diesen Moment vermutlich ganz anders wahrgenommen.
„Wenn ich gewusst hätte, dass mein letztes Match bei WWE das SmackDown vor WrestleMania sein würde, dann hätte ich den Moment wahrscheinlich bewusster aufgesogen. Es fühlte sich einfach nach einem abrupten Ende an, obwohl ich noch sehr viel im Tank habe.“
Genau deshalb sei für ihn letztlich auch klar gewesen, dass seine Karriere nicht auf diese Weise enden sollte.
„Ich wusste, dass ich meine Karriere nicht so beenden wollte. Ich hätte sicherlich irgendwo mit irgendjemandem ein Match bestritten, damit ich zumindest ein echtes letztes Match haben könnte. Aber wie gesagt: Ich habe noch viel im Tank.“
Für Kofi sei es letztlich darum gegangen, selbst Einfluss darauf zu haben, wie seine eigene Geschichte endet.
„Manchmal möchte man seine Geschichte auf seine eigene Weise schreiben. Man möchte, dass sie so endet, wie man es selbst will, und nicht so, wie jemand anderes einem sagt, dass sie enden wird. Das war eine von vielen Emotionen, die in mir herumgingen, als wir diese Informationen bekommen haben.“
Wechsel zu AEW kam für Kofi nur gemeinsam mit Austin Creed infrage
Dass Kofi seine Karriere nun bei AEW fortsetzt, war nach eigener Aussage von Anfang an eng mit Austin Creed verbunden. Gegenüber „TMZ’s Inside The Ring“ erklärte er, dass ein Wechsel ohne seinen langjährigen Tag-Team-Partner für ihn kaum vorstellbar gewesen sei.
„Es wäre immer gemeinsam gewesen, egal was passiert. Wenn ich das nicht mit Austin machen kann, dann weiß ich nicht, ob ich es überhaupt machen möchte.“
Gerade die schwierige Phase nach dem WWE-Abgang habe ihm gezeigt, wie wichtig die gemeinsame Situation für beide gewesen sei. Zwar würde er niemandem wünschen, seinen Arbeitsplatz zu verlieren, dennoch sei er dankbar gewesen, dass er diesen Prozess nicht allein durchlaufen musste.
„Ein oder zwei Wochen nach Beginn dieses ganzen Prozesses habe ich zu ihm gesagt: ‚Dude, ich würde wirklich niemandem wünschen, seinen Job zu verlieren oder arbeitslos zu sein. Aber die Tatsache, dass du und ich das gemeinsam durchmachen, dafür bin ich unglaublich dankbar.‘“
Dass beide vor denselben Fragen standen und dieselben Ziele verfolgten, habe die Situation erheblich erleichtert.
„Ich könnte mir nicht vorstellen, das alles allein durchgemacht zu haben. Es hilft enorm, jemanden zu haben, mit dem man sprechen kann und der genau weiß, was man gerade erlebt, weil er dasselbe durchmacht und dieselben Dinge möchte.“
Kofi beschrieb die Verbindung zwischen ihm und Creed dabei als eine Art gemeinsames Denken.
„Wir haben praktisch einen gemeinsamen Verstand. Wir denken immer dasselbe, sind immer auf derselben Seite und haben dieselben Gedanken. Diesmal war es nicht anders. Es war also immer klar, dass wir zusammenbleiben würden – im Wrestling und auch darüber hinaus.“
Austin Creed wird bei AEW mit seinem ursprünglichen Wrestling-Namen angekündigt
Für Austin Creed hatte das gemeinsame Debüt bei „AEW All In“ noch eine weitere persönliche Bedeutung. Beim Einzug im Wembley Stadium wurde er als „Awesome“ Austin Creed angekündigt – jenem Namen, den er bereits zu Beginn seiner Wrestling-Karriere im Alter von 17 Jahren verwendet hatte. Creed erklärte, dass ihm die Bedeutung dieses Details zunächst gar nicht vollständig bewusst geworden sei. Erst als er den Einzug am folgenden Morgen noch einmal ansah, sei er emotional geworden.
„Während des Einzugs hatte ich keine Tränen in den Augen, aber als ich ihn am nächsten Morgen noch einmal angesehen habe, schon. Ich konnte währenddessen draußen kaum etwas hören, weil wir so aufgedreht waren. Aber dann habe ich gehört, dass sie mich tatsächlich als ‚Awesome‘ Austin Creed angekündigt haben. Das ist mein ursprünglicher Wrestling-Name.“
Anschließend habe er mit seinem früheren NWA-Tag-Team-Partner Patrick Ellrich darüber gesprochen, was ihn erneut emotional werden ließ. Für Creed steht dieser Moment sinnbildlich für die Entscheidungen, die er und Kofi im Laufe ihrer Karrieren getroffen haben.
„An diesem Moment hängt einfach so viel. Der größte Punkt ist, dass es jedes Mal funktioniert hat, wenn wir an uns selbst geglaubt und auf uns gesetzt haben. Wir haben im Wrestling die richtigen Entscheidungen getroffen.“
Er verwies zudem darauf, dass beide stets versucht hätten, respektvoll mit ihren Weggefährten umzugehen und ihre Begeisterung für das Wrestling nie verloren hätten.
„Wir haben versucht, zu jedem gut zu sein, dem wir begegnet sind. Wir haben dieses Business geliebt, wir lieben diese Industrie und so vieles daran. Und jetzt bekommen wir die Möglichkeit, bei AEW im Wembley Stadium herauszukommen, während ‚New Level‘ von ASAP Ferg aus den Lautsprechern läuft, und sie nennen mich bei meinem ursprünglichen Wrestling-Namen, den ich schon mit 17 Jahren hatte.“
Kofi und Creed debütierten bei „AEW All In“ als Überraschungspartner von Swerve Strickland. Gemeinsam gewannen sie unmittelbar die AEW World Trios Championship. Unter dem Namen The New Level steht für die beiden damit nach ihrem WWE-Abgang ein neues Kapitel ihrer gemeinsamen Karriere an.










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