TKO mit starkem zweiten Quartal, WWE überschreitet Milliardenmarke und zahlt 105 Millionen US-Dollar für Vergleich

05.08.26, von Thomas "Tommy" Windmann

WWE news Neutral beitrag HQ Titan Towers

John O'Neill (jjron)
WWE Corporate HQ, Stamford, CT, jjron 02.05.2012, bearbeitet, CC0 1.0

TKO hat die Geschäftszahlen für das zweite Quartal 2026 veröffentlicht. Der Mutterkonzern von WWE und UFC erzielte zwischen April und Juni einen Umsatz von 1,547 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem Anstieg von 18 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der Nettogewinn belief sich auf 303,9 Millionen US-Dollar.

Auf WWE entfielen im zweiten Quartal 620,9 Millionen US-Dollar. Im Vorjahr hatte der Umsatz im gleichen Zeitraum 556,2 Millionen US-Dollar betragen. Für die erste Jahreshälfte kommt WWE damit auf einen Gesamtumsatz von 1,0966 Milliarden US-Dollar. Im Vorjahreszeitraum waren es 947,7 Millionen US-Dollar.

TKO erhöhte zudem die Umsatzprognose für das Gesamtjahr von 5,775 auf 5,825 Milliarden US-Dollar. Das Unternehmen verwies unter anderem auf WWE WrestleMania 42, UFC Freedom 250 sowie die umfangreichen Aktivitäten von On Location bei der Fußball-Weltmeisterschaft. Dort wurden mehr als 600.000 Hospitality-Pakete für die einzelnen Spiele verkauft. Auch die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles werden als wichtige Wachstumsmöglichkeit betrachtet.

Der UFC-Umsatz stieg im zweiten Quartal von 415,9 Millionen auf 535,7 Millionen US-Dollar. Für das Gesamtjahr liegt der Umsatz der MMA-Promotion bislang bei 936,9 Millionen US-Dollar. UFC Freedom 250 im Umfeld des Weißen Hauses war nicht als Veranstaltung mit Ticketverkauf konzipiert, weshalb UFC und TKO die Kosten selbst tragen mussten. Laut TKO sorgte das Event jedoch für einen sogenannten Earned Media Value von einer Milliarde US-Dollar.

Bei WWE entwickelte sich vor allem das Geschäft mit Medienrechten, Produktion und Inhalten positiv. In diesem Bereich wurden 359,7 Millionen US-Dollar umgesetzt, 80,8 Millionen mehr als im Vorjahreszeitraum. Als wesentlicher Faktor wurde der nationale Vertrag mit ESPN genannt.

Auch die Erlöse aus Fanartikeln und Lizenzen stiegen um 12,7 Millionen auf 46 Millionen US-Dollar. Das Wachstum wurde vor allem mit dem Verkauf von WWE-Produkten wie Trading Cards und anderen Sammlerstücken im Rahmen der Zusammenarbeit mit Fanatics begründet. Die Einnahmen aus Partnerschaften und Marketing erhöhten sich auf 63,2 Millionen US-Dollar.

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Ein Rückgang war hingegen bei den Live-Events und Hospitality-Einnahmen zu verzeichnen. Dieser Bereich fiel um 33,7 Millionen auf 152 Millionen US-Dollar. Als Hauptgrund wurde ein Rückgang der Ticketeinnahmen bei WrestleMania 42 in Las Vegas im Vergleich zum Vorjahreszeitraum genannt. Zudem wirkten sich höhere Kosten für Wrestler, die Produktion und weitere veranstaltungsbezogene Ausgaben auf das Ergebnis aus.

WWE veranstaltete im zweiten Quartal 22 internationale Events. Im Vorjahreszeitraum waren es lediglich zwei gewesen. TKO plant, das internationale Geschäft unter anderem mithilfe von Netflix und dem weltweiten Netzwerk von IMG weiter auszubauen. Die damit verbundenen Kosten werden laut Unternehmensführung als langfristig gerechtfertigte Investition betrachtet.

WrestleMania 42 stellte mit 32 Partnern und Sponsoren einen neuen WWE-Rekord auf. Im dritten Quartal wird WWE mit SummerSlam allerdings nur ein Premium Live Event veranstalten. Im dritten Quartal des Vorjahres waren es noch vier gewesen, was sich auf die Einnahmen auswirken dürfte.

TKO COO Mark Shapiro erklärte, WWE hätte SummerSlam auch an einem Abend veranstalten und dadurch möglicherweise höhere Einnahmen pro Zuschauer erzielen können. Man habe sich jedoch bewusst für zwei Tage entschieden, um das Fanerlebnis zu verbessern, eine umfangreichere Übertragung für ESPN zu ermöglichen und mehr Aufmerksamkeit für WWE zu generieren. Außerdem wollte WWE mit der Veranstaltung in den Mittleren Westen zurückkehren, da dort zuletzt vergleichsweise wenige Premium Live Events stattgefunden hätten.

Laut TKO CFO Andrew Schleimer ist das Unternehmen weiterhin zuversichtlich, gemeinsam mit Netflix die internationalen Einnahmen in diesem Jahr und darüber hinaus zu steigern. Auch die Rückkehr von WrestleMania nach Las Vegas sei eine bewusste strategische Entscheidung gewesen. Veranstaltungen würden nicht mehr ausschließlich als Live-Events betrachtet, sondern auch als Medienereignisse, die Zuschauerzahlen, Fanbindung und die Vermarktung wichtiger Marken steigern könnten.

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Im Zusammenhang mit der Klage von WWE-Aktionärinnen und WWE-Aktionären wurde erstmals eine konkrete Vergleichssumme genannt. WWE beziehungsweise TKO soll 105 Millionen US-Dollar beisteuern. Davon sollen voraussichtlich 75 Millionen US-Dollar durch Versicherungszahlungen abgedeckt werden. Für WWE bliebe damit ein erwarteter Verlust von 30 Millionen US-Dollar.

Im Juni 2026 hatten sich die Parteien grundsätzlich auf eine Beilegung sämtlicher Ansprüche gegen alle Beklagten geeinigt. Der ursprünglich für den 8. Juni angesetzte Prozess wurde daraufhin abgesagt. Der Vergleich muss noch ausgearbeitet und anschließend vom zuständigen Gericht geprüft und genehmigt werden. Ob Vince McMahon im Rahmen des Vergleichs persönlich einen Betrag zahlen muss, ist weiterhin nicht bekannt.

Auch die UFC verzeichnete in mehreren Bereichen Wachstum. Die Einnahmen aus Medienrechten, Produktion und Inhalten stiegen von 260,5 Millionen auf 325,2 Millionen US-Dollar. Als Gründe wurden unter anderem der Vertrag mit Paramount sowie die Verteilung der Übertragungsrechte genannt. Gleichzeitig fand im Vergleich zum Vorjahr ein nummeriertes Event weniger statt.

Die Einnahmen aus Live-Events und Hospitality sanken von 58,5 Millionen auf 47,8 Millionen US-Dollar. Dafür stiegen die Einnahmen aus Partnerschaften und Marketing deutlich von 85,8 Millionen auf 144,8 Millionen US-Dollar. Als wesentliche Faktoren wurden UFC Freedom 250 sowie mehrjährige Vereinbarungen und Verträge mit 25 neuen Marketingpartnern genannt. Die Einnahmen aus Fanartikeln und Lizenzen erhöhten sich leicht von 11,1 Millionen auf 17,9 Millionen US-Dollar.

Shapiro erklärte, dass über einen Zeitraum von zwei Tagen mehr als 130.000 Menschen den Bereich Ellipse in Washington, D.C. besucht hätten. Zudem sollen 20 Millionen Haushalte mehr als 200 Millionen Stunden UFC-Programm auf Paramount+ gesehen haben. Dies entspreche dem 23-Fachen des durchschnittlichen Werts der UFC Pay-Per-Views aus den vergangenen zwei Jahren. Laut Shapiro habe sich die Entscheidung, die doppelte Bezahlschranke zu entfernen, damit als richtig erwiesen.

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Das jüngste UFC Pay-Per-View in Newark, New Jersey, war laut TKO die umsatzstärkste Veranstaltung in der Geschichte des Prudential Center. Bei der Veranstaltung in Baku wurden 10.500 Zuschauerinnen und Zuschauer gezählt, von denen 40 Prozent aus mehr als 70 Ländern angereist sein sollen.

Im zweiten Quartal veranstaltete die UFC insgesamt zwölf Events, darunter zwei nummerierte Veranstaltungen, UFC Freedom 250 und neun Fight Nights. Ohne die Veranstaltung am Weißen Haus wären die Gewinnmargen im Jahresvergleich laut TKO deutlich stärker gestiegen. Für das dritte Quartal sind zwölf Events geplant, darunter neun Fight Nights und drei nummerierte Veranstaltungen.

Auf die mögliche Zusammenarbeit zwischen MVP und Jake Paul angesprochen, erklärte Shapiro, dass Konkurrenz das Unternehmen stärker mache. Zu Zuffa Boxing sagte er, die Verantwortlichen hätten den Ruf, große Veranstaltungen auf die Beine zu stellen. Dana White stehe zudem seit jeher dafür, die Interessen der Kämpferinnen und Kämpfer sowie der Fans in den Mittelpunkt zu stellen.

TKO sei derzeit nicht aktiv auf der Suche nach Fusionen oder Übernahmen. Shapiro wies entsprechende Spekulationen zurück und erklärte, das Unternehmen plane auch keine vorgezogene Neuverhandlung der Medienrechte. TKO wolle jedoch weiterhin nach Möglichkeiten suchen, besondere Erlebnisse an bekannten Veranstaltungsorten umzusetzen. Solche Projekte würden zwar viel Zeit in Anspruch nehmen, könnten aber zusätzliche Aufmerksamkeit für die Events erzeugen.

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Hab mich - noch - nicht näher mit den Zahlen befasst, aber auf den ersten Blick sehen die Zahlen doch ziemlich gut aus...

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