AJ Styles hintefragt Entlassungen von The New Day und Motor City Machine Guns
AJ Styles hält es offenbar für fragwürdig, dass WWE sowohl The New Day als auch die Motor City Machine Guns entlassen hat. In seinem neuen Podcast „AJ Styles Show“ sprach Styles über Alex Shelley, Chris Sabin, Kofi Kingston und Xavier Woods und stellte infrage, wie sinnvoll die Entscheidung gewesen sei.
„Ich weiß nicht, ob es die klügste Entscheidung war, diese beiden Tag Teams gehen zu lassen“, erklärte Styles. Zwar sei er aufgrund seiner persönlichen Beziehungen zu den vier Wrestlern nicht unvoreingenommen, dennoch würde er nicht darauf wetten, dass WWE damit die richtige Entscheidung getroffen habe.
Styles kennt Shelley und Sabin bereits seit vielen Jahren. Mit Xavier Woods, der außerhalb des Wrestlings unter dem Namen Austin Creed bekannt ist, verbindet ihn eine mehr als zwei Jahrzehnte lange Freundschaft. Auch Kofi Kingston bezeichnete Styles als großartigen Menschen.
Nach Ansicht von Styles verfügen alle vier nicht nur über große Fähigkeiten im Ring. Shelley, Sabin, Woods und Kingston hätten sich über die Jahre auch eine ausgeprägte Match-Psychologie erarbeitet. Er wünsche den vier Wrestlern unabhängig von ihrer weiteren Laufbahn viel Erfolg.
Die 90-tägigen Non-Compete-Klauseln von Shelley und Sabin liefen in der vergangenen Woche aus. Anschließend traten die Motor City Machine Guns bei AEW Collision auf. Eine offizielle Bestätigung für die nächsten Schritte von Kingston und Woods gibt es bislang nicht. Da beide Wrestler jedoch ihre WWE-Verträge beendet haben, wird auch ein baldiger Wechsel zu AEW erwartet.
Kingston und Woods hatten am 29. Juli in einem Video auf ihre bevorstehende Free Agency hingewiesen. Ihre WWE-Abgänge waren erstmals am 2. Mai berichtet worden. Demnach entschieden sich beide für eine Entlassung, nachdem sie einen neu strukturierten WWE-Vertrag mit Gehaltskürzung nicht annehmen wollten.
Seid ihr der gleichen Meinung wie AJ Styles? HIER kannst du uns deine Meinung in die Kommentare schreibenJeff Cobb bezeichnet WWE als seinen „Traumjob“ & erster Auftritt nach Entlassung
Derweil feierte Jeff Cobb einen Überraschungsauftritt bei der jüngsten Veranstaltung von PRODUCE Wrestling. Cobb nahm am Dollar King Of New York Royal Ranbo Match teil, das letztlich von Jonathan Gresham gewonnen wurde. Cobb war im April von WWE entlassen worden. Seine 90-tägige Non-Compete-Klausel ist inzwischen ausgelaufen. PRODUCE Wrestling gehört zu den Independent-Promotions, deren Veranstaltungen über die Plattform MyAEW gestreamt werden. Aufgrund der Klausel wäre ein Auftritt Cobbs dort vor Ablauf der Sperre voraussichtlich nicht möglich gewesen.
Zudem hat sich der in der WWE bekannte JC Mateo über seine kurze Zeit bei WWE geäußert. Der 43-Jährige debütierte im Mai 2025 und wurde anschließend als JC Mateo an der Seite von Solo Sikoa eingesetzt. Im Mai 2026 endete seine weniger als ein Jahr andauernde Zeit bei der Company. Im Gespräch mit Denise Salcedo bei der WrestleCon erklärte Cobb, dass WWE bereits seit seiner Kindheit sein großes Karriereziel gewesen sei. Vollständig erfüllt hätten sich seine Erwartungen allerdings nicht:
„Ich bin als Fan der World Wrestling Federation aufgewachsen und dachte deshalb immer: ‚Genau das muss ich machen.‘ WWE war mein Traumjob. Es war zwar nicht alles so, wie ich es mir vorgestellt hatte, aber wer bin ich, mich darüber zu beschweren? Es ist nicht meine Company. Trotzdem ist es eine schöne Auszeichnung für mich, sagen zu können, dass WWE mich unbedingt verpflichten wollte, ich viermal Nein gesagt und beim fünften Mal schließlich zugesagt habe. Ich hatte dort eine schöne Zeit. Hätten sich die Dinge in eine bessere Richtung entwickeln können? Natürlich. Trotzdem werde ich meine Zeit dort und die Erfahrungen, die ich sammeln durfte, immer in guter Erinnerung behalten.“
Weniger begeistert zeigte sich Cobb von der Entscheidung, seinen Charakter mit einer Gesichtsbemalung auftreten zu lassen. Er habe die Idee zwar umgesetzt, sich damit aber weder optisch noch körperlich wohlgefühlt:
„Als man mir sagte, ich solle Gesichtsbemalung tragen, dachte ich nur: ‚Habt ihr euch das Produkt überhaupt angesehen?‘ Bei New Japan hatte ich mein Gesicht schließlich auch nicht bemalt. Trotzdem wollte ich es versuchen und habe das Beste daraus gemacht. Mit der Bemalung zu wrestlen, war allerdings wirklich schwierig. Das Abschminken tat weh und meine Haut sah danach furchtbar aus. Es war schrecklich.“
Joe Gacy über seine NXT 2.0 Zeit
Joe Gacy blickte unterdessen auf seine Zeit bei NXT 2.0 zurück. Seine WWE-Laufbahn endete im April 2026, als er gemeinsam mit weiteren Mitgliedern von The Wyatt Sicks entlassen wurde. Inzwischen tritt Gacy unter seinem bürgerlichen Namen Joseph Sawyer wieder im Independent-Bereich auf und war unter anderem bei GCW, The Wrestling REVOLVER und ALW zu sehen.
Im Gespräch mit The FiveMarks erinnerte sich Sawyer an die Entstehung seines Cult-Leader-Gimmicks bei NXT. Shawn Michaels habe ihm zunächst die Idee eines Anführers mit einer Scientology-ähnlichen Struktur vorgestellt. Die Figur sollte Menschen zunächst über gesellschaftspolitische Themen ansprechen und sie anschließend in eine Sekte hineinziehen.
Seine erste Promo in dieser Rolle sorgte für Schlagzeilen bei rechtsgerichteten Medien, die darin eine Verhöhnung des politischen linken Spektrums sahen. Sawyer erklärte, dies sei nicht seine Absicht gewesen, könne aber nachvollziehen, wie die Promo auf andere gewirkt habe.
Nachdem WWE und Sawyer in mehreren Berichten mit der Kontroverse in Verbindung gebracht worden waren, habe Vince McMahon zunächst seine Entfernung aus dem TV-Programm angeordnet. Einen Tag später soll McMahon die Promo selbst gesehen und seine Meinung geändert haben. Anschließend habe er die Idee unterstützt.
Besonders stressig sei für Sawyer die Woche nach seinem Debüt gewesen. Rund 30 Minuten vor Beginn der Show sei er zu Shawn Michaels, einem Headwriter und Bruce Prichard in einem Telefonat gerufen worden. Dort habe man ihm eine dreiseitige Promo übergeben, die er innerhalb von etwa 45 Minuten auswendig lernen und noch am selben Abend live im Fernsehen vortragen sollte. Zu Beginn seiner NXT-Zeit habe WWE von ihm verlangt, die Texte weitgehend wortgetreu vorzutragen. Erst später habe man ihm mehr Freiheit beim Schreiben eigener Promos eingeräumt.











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