Boxer Ryan Garcia mit WWE-Auftritt bei Monday Night RAW – das Ende der Moral?

28.07.26, von David "VidDaP" Parke

wwe news beitrag

Quelle: wwe.com

Boxer Ryan Garcia mit WWE-Auftritt bei Monday Night RAW – das Ende der Moral?

Logan Paul, Auftritte im Weißen Haus, Saudi-Arabien: Dass es mit der Moral bei WWE nicht immer groß bestellt ist, ist schon länger klar – doch der Auftritt von Boxer Ryan Garcia bei Monday Night RAW ist ein neuer Tiefpunkt um den moralischen Kompass von WWE. Ein Kommentar.

„Sie packen einen homophoben Drogensüchtigen in WWE-Storylines?“, „Ja, lasst uns rassistische Boxer einsetzen!“, „WWE stellt sich an die Seite eines weiteren Rassisten“ – die Reaktionen in den sozialen Medien waren eindeutig. Bei Monday Night RAW trat der skandalträchtige Boxer Ryan Garcia auf und attackierte an der Seite von Dominik Mysterio und JD McDonagh Danhausen und Joe Hendry.

Siehe auch  WWE Monday Night RAW #1735 Ergebnisse und Bericht aus Ottawa, Ontario, Kanada vom 24.08.2026 (inkl. Videos und Abstimmung)

Dass die WWE moralische Kompromisse eingeht, ist kein Novum. Doch der Auftritt von Ryan Garcia bei Monday Night RAW markiert einen neuen Tiefpunkt: nicht nur, weil der Boxer durch rassistische, homophobe und queerfeindliche Äußerungen sowie Doping- und Gewaltdelikte auffiel – sondern weil sein Einsatz einzig dem Zweck diente, seinen nächsten Kampf gegen Conor Benn zu bewerben. Der Boxkampf wurde von UFC-Eigner Dana White bestätigt und von Zuffa Boxing, die zu UFC und damit zu TKO gehören, durchgeführt. Ein weiterer Beleg dafür, dass unter dem Dach von TKO (UFC/WWE) Profit über Prinzipien steht.

Natürlich kann man aus gutem Grund sagen, dass WWE seit dem Zusammenschluss mit UFC zu Muttergesellschaft TKO machtlos ist, derlei Auftritte zu unterbinden. Dennoch reiht es sich ein in eine Ansammlung von Dingen, bei der der geneigte Wrestlingfan ein oder beide Augen zudrücken muss.

Siehe auch  WWE AAA Ola de Calor 2026 Ergebnisse & Bericht aus Edinburg, Texas, USA vom 30.08.2026 (inkl. Videos & Abstimmung)

Logan Paul, Robert F. Kennedy Jr., Ryan Garcia – WWE sammelt skandalträchtige Persönlichkeiten wie andere Sammelkarten

Logan Paul, der trotz all seiner ethisch bedenklichen Geschäfte und geschmackloser Videos inzwischen fester Bestandteil des WWE-Kaders ist, ist das eine. Auftritte im Weißen Haus mit Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr., der sich die zweifelhafte Errungenschaft anheften darf, Masern in den USA groß gemacht zu haben (Make Measles Great Again?), das andere.

Die Auftritte in Saudi-Arabien – wo Menschenrechte systematisch missachtet werden – sind ein klassisches Beispiel für Sportswashing: WWE nutzt ihre Plattform, um das Image des Regimes aufzupolieren, im Austausch für Millionen. TKO und damit auch WWE beweisen immer wieder, dass Aufsehen und Geld wichtiger sind als alles andere.

Siehe auch  Der neue Partner von Shinsuke Nakamura ist Kyoki – Blake Monroe debütiert doch nicht im Main Roster – Lil Yachty bekommt Debütmatch bei Sunday Night's Main Event – Erstes Match für SmackDown angekündigt

Dass die WWE unter TKO-Führung Profit über ethische Standards stellt, ist System und Konzernpolitik. Wenn WWE mit Rassisten und homophoben Menschen Geschäfte macht – wo ist die Grenze? Derzeit hat Moral im Konzern TKO keinen Platz mehr.

8 Meinungen

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Seit wann haben Publicity Stunts, big business bei WWE irgend eine Art von Moral?
Und was bedeutet es, wenn niemand irgendwie konsequenzbereit ist? Ihr berichtet doch auch weiter über WWE, statt nicht mehr zu berichten, weil die Moral und vor allem eure journalistischen Grundsätze etc. das Gebahren von WWE zu sehr im Widerspruch stehen?

Es gibt doch n Haufen Gründe seit zig Jahren, die WWE kritisch zu beäugen
- Das 10 Jahres-Investment von Saudi Arabien
- Der Umgang mit Übergriffen gegenüber Workern (Ashley Massaro) und der Folgen, das Fehlen des BAckups gegenüber Angestellten und deren Schutz
- Präsentationsfläche für fragwürdige Gestalten... von Trump über Tyson, Logan Paul, Hogan usw. waren da doch einige bei...

Die eigentliche Frage ist... warum soll ausgerechnet erst jetzt dass Fass der fehlenden Moral leer sein?

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Super Kommentar. Stimme zu 100 Prozent zu. Mir fällt es mittlerweile echt schwer, die Shows zu genießen - und das liegt nicht nur an der miesen Qualität des Bookings, sondern auch zunehmend an solchen Aktionen. Irgendwie hoffe ich ja immer noch, dass WWE sich irgendwann von TKO loslöst. Man muss allerdings auch sagen: Der Saudi-Deal und die Connections zur MAGA-Bewegung waren ja schon vor der Übernahme ein Thema.

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WWE sammelt skandalträchtige Persönlichkeiten wie andere Sammelkarten

Und über Allen schwebt ER. Wie ein Damoklesschwert. Wie ein böser Dämon:

VKM. 😠

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Die eigentliche Frage ist... warum soll ausgerechnet erst jetzt dass Fass der fehlenden Moral leer sein?

Es ist sicherlich richtig, dass man diese Art von Kommentar schon zu früheren Gelegenheiten hätte schreiben können. Mir war es jetzt einfach ein Anliegen, das zu tun. Aber sicher hätten auch der Umgang mit Janel Grant, der Deal mit Saudi-Arabien und, und, und einen ähnlichen Kommentar gerechtfertigt.

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Dennoch reiht es sich ein in eine Ansammlung von Dingen, bei der der geneigte Wrestlingfan ein oder beide Augen zudrücken muss.

Muss man nicht, man kann auch sagen was einen stört, es klar benennen und sich vom Marktführer abwenden. Es gibt genügend Alternativen auf dem Markt, wenn es um Wrestling geht. Jeder darf schauen was man will und niemand ist verpflichtet einer großen Firma mit flexibler Moral seine Lebenszeit, Geld und Nerven zu geben. Das gilt nicht nur für WWE/TKO auch andere Medienkonzerne und Großunternehmen können einen nur selten dazu zwingen.

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Boxer Ryan Garcia mit WWE-Auftritt bei Monday Night RAW – das Ende der Moral?​

Logan Paul, Auftritte im Weißen Haus, Saudi-Arabien: Dass es mit der Moral bei WWE nicht immer groß bestellt ist, ist schon länger klar – doch der Auftritt von Boxer Ryan Garcia bei Monday Night RAW ist ein neuer Tiefpunkt um den moralischen Kompass von WWE. Ein Kommentar.

„Sie packen einen homophoben Drogensüchtigen in WWE-Storylines?“, „Ja, lasst uns rassistische Boxer einsetzen!“, „WWE stellt sich an die Seite eines weiteren Rassisten“ – die Reaktionen in den sozialen Medien waren eindeutig. Bei Monday Night RAW trat der skandalträchtige Boxer Ryan Garcia auf und attackierte an der Seite von Dominik Mysterio und JD McDonagh Danhausen und Joe Hendry.

Dass die WWE moralische Kompromisse eingeht, ist kein Novum. Doch der Auftritt von Ryan Garcia bei Monday Night RAW markiert einen neuen Tiefpunkt: nicht nur, weil der Boxer durch rassistische, homophobe und queerfeindliche Äußerungen sowie Doping- und Gewaltdelikte auffiel – sondern weil sein Einsatz einzig dem Zweck diente, seinen nächsten Kampf gegen Conor Benn zu bewerben. Der Boxkampf wurde von UFC-Eigner Dana White bestätigt und von Zuffa Boxing, die zu UFC und damit zu TKO gehören, durchgeführt. Ein weiterer Beleg dafür, dass unter dem Dach von TKO (UFC/WWE) Profit über Prinzipien steht.

Natürlich kann man aus gutem Grund sagen, dass WWE seit dem Zusammenschluss mit UFC zu Muttergesellschaft TKO machtlos ist, derlei Auftritte zu unterbinden. Dennoch reiht es sich ein in eine Ansammlung von Dingen, bei der der geneigte Wrestlingfan ein oder beide Augen zudrücken muss.

Logan Paul, Robert F. Kennedy Jr., Ryan Garcia – WWE sammelt skandalträchtige Persönlichkeiten wie andere Sammelkarten

Logan Paul, der trotz all seiner ethisch bedenklichen Geschäfte und geschmackloser Videos inzwischen fester Bestandteil des WWE-Kaders ist, ist das eine. Auftritte im Weißen Haus mit Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr., der sich die zweifelhafte Errungenschaft anheften darf, Masern in den USA groß gemacht zu haben (Make Measles Great Again?), das andere.

Die Auftritte in Saudi-Arabien – wo Menschenrechte systematisch missachtet werden – sind ein klassisches Beispiel für Sportswashing: WWE nutzt ihre Plattform, um das Image des Regimes aufzupolieren, im Austausch für Millionen. TKO und damit auch WWE beweisen immer wieder, dass Aufsehen und Geld wichtiger sind als alles andere.

Dass die WWE unter TKO-Führung Profit über ethische Standards stellt, ist System und Konzernpolitik. Wenn WWE mit Rassisten und homophoben Menschen Geschäfte macht – wo ist die Grenze? Derzeit hat Moral im Konzern TKO keinen Platz mehr.

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Was soll man dazu noch schreiben...Kapitalismus im Endstadium.

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Ryan Garcia ist halt auch Entertainment pur und zieht seine eigene Zuschauerschaft mit an. US Wrestling war schon immer Politisch republikanisch bis rechts und in erster Linie kapitalistisch. Würde ich Wrestling aus meiner Politischen Brille mit anschauen, dann könnte ich zu keiner einzigen Wrestlingshow gehen. Grenzen gibt es im US Wrestling kaum.

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Ryan Garcia ist halt auch Entertainment pur und zieht seine eigene Zuschauerschaft mit an. US Wrestling war schon immer Politisch republikanisch bis rechts und in erster Linie kapitalistisch. Würde ich Wrestling aus meiner Politischen Brille mit anschauen, dann könnte ich zu keiner einzigen Wrestlingshow gehen. Grenzen gibt es im US Wrestling kaum.

Das ist mir persönlich zu einfach "hingenommen". Dann hätte man Vinny nicht aussortieren brauchen, Lesnar nicht aus den Shows nehmen müssen, etc.
Vorallem der Satz mit der politischenn Brille sehe ich nicht.
Es ist ja auch nicht so, dass Homophobie und Rassismus zum Beispiel Themen sind, die die Reps prinzipiell fördern. Da gibt's rund um Trump sicherlich den eigenen oder anderen, aber vom Grundsatz her steht die Partei nicht dafür. Das soll nicht heißen, dass sie Homosexualität zwingend befürworten, dafür sind sie zu Konservativ. Aber sie schnüren auch keinen Hass dagegen. Und auch Rassismus aller Trump wurde von den vorherigen Rep.Präsidenten nicht so fokussiert wie von dem Clown, der jetzt das sagen hat.
Ich finde, man kommt heute nicht mehr drumherum, vorallem auch bei Sport über Politik zu reden. Ob es das Sportswashing ist, ein Trump, der eine rote Karte rückgängig machen kann.... Ich weiss, dass man dann gerade bei Politik gerne whataboutism anwendet. Aber Scheisse bleibt nunmal Scheisse, egal wie Scheisse etwas anderes ist....

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