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Warum All Elite Wrestling trotz Top-Stars hinter WWE zurückbleibt – und was Tony Khan ändern muss
Stell dir vor: Einer der größten Stars deiner Liga kehrt nach monatelanger Pause zurück – und niemand merkt’s. Genau das passiert bei All Elite Wrestling. Ein Kommentar.
Nicht einmal der größte Kritiker kann bestreiten, dass sich das Roster von All Elite Wrestling vor keinem anderen auf diesem Planeten verstecken muss – auch nicht vor dem WWE-Kader. Ob Mercedes Moné, MJF, „Hangman“ Adam Page, Will Ospreay, Swerve Strickland, Kenny Omega, die Young Bucks (Nick Jackson & Matt Jackson) oder auch Legenden wie Adam Copeland (bei WWE als Edge bekannt) und Christian Cage – über mangelndes Talent kann sich der AEW-Fan nicht beschweren.
Und das macht sich auch in den Shows bemerkbar. „Where the best wrestle“ ist längst nicht nur ein Slogan der Liga von Tony Khan, sondern in fast jeder Show zu sehen. Die Qualität der Matches ist – Ausnahmen bestätigen die Regel – durch die Bank wahnsinnig hoch.
Woran also liegt es, dass AEW weiter so weit hinter WWE hinterherhinkt? Natürlich gibt es Fans, die sich ans WWE-Produkt gewöhnt haben und Alternativen gar nicht in Erwägung ziehen. Doch die Probleme liegen tiefer.
Einer der größten Stars kehrt zurück – und keiner bekommt es mit?
Paradebeispiel: Einer der größten Stars, „Hangman“ Adam Page, hat sich nach der Niederlage gegen MJF bei „Revolution“ am 15. März 2026 eine Pause genommen. Ehemaliger Men’s World Champion, vielleicht der Wrestler, der bei AEW die spannendste Entwicklung nahm: Viele Fans fieberten darauf hin, dass der Cowboy wieder zurückkehrt – was er dann auch tat.
Aber wie und wann? Bei einer „Collision“-Ausgabe, die nicht nur gegen AAA und den „G1 Climax“-Auftakt von New Japan Pro Wrestling, sondern auch gegen UFC, die Conor McGregor angekündigt hatte, lief. Und angekündigt wurde die Rückkehr ganze 15 Stunden vor Start der Show. Nicht im TV, nein, natürlich auf Social Media. Warum wird darüber nicht bei „Dynamite“ gesprochen?
Nächstes Beispiel gefällig? Die amtierenden AEW World Tag Team Champions Cage & Cope (Adam Copeland & Christian Cage) verteidigten ihre Titel bei der „Dynamite“-Ausgabe am 15. Juli gegen die Death Riders (Daniel Garcia & Wheeler Yuta). Vielleicht nicht das größte Match – aber doch eins, das Interesse hervorrufen könnte, würde man es nicht eine Stunde vor Showstart (!) ankündigen. Und die Liste lässt sich beliebig fortführen.
Was ist die Strategie von Tony Khan?
Zur Erinnerung: Die ganze Wrestlingwelt wusste bereits vorher, dass CM Punk nach vielen Jahren zurück in den Ring kehren würde – damals bei All Elite Wrestling. Die „Rampage“-Show hieß „The First Dance“, in den Wochen davor brodelte die Gerüchteküche, Punk habe einen AEW-Vertrag unterschrieben. Die Folge: Volle Hütte, tolle Zahlen, man könnte sagen: Alles richtig gemacht. Warum also ist man von diesem Weg abgewichen?
So lassen sich natürlich auch die seit Jahren unbefriedigenden Ticketverkäufe erklären. Fans kaufen Karten für Shows, ohne zu wissen, was passieren wird. Natürlich sind dann eines Tages immer weniger Menschen bereit, die Katze im Sack zu kaufen. Tony Khan wird hinter seinem Vorgehen sicher eine Strategie haben. Der TV-Vertrag und starke PPV-Zahlen mögen ihm auch teilweise recht geben, AEW veranstaltet „Dynamite“ und „Collision“ inzwischen zumindest in kleineren Hallen. Um näher an WWE heranzurücken, wäre es aber sicherlich schlau, darüber nachzudenken, große Namen und Matches frühzeitiger anzukündigen.
Was meint Ihr? Wie wird der weitere Weg von All Elite Wrestling aussehen und wird man dem Marktführer zukünftig näherkommen können?




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