Rechtsstreit um Paramount–WBD-Megadeal: Was die Fusion für AEW bedeuten könnte
Die geplante Übernahme von Warner Bros. Discovery (WBD) durch Paramount Skydance hat in den vergangenen Wochen neue Hürden bekommen – und damit auch Auswirkungen auf die Zukunftsperspektive von AEW, deren TV- und Streaming-Partner derzeit WBD ist. AEW-Präsident und CEO Tony Khan hatte sich bereits zuvor optimistisch zur anstehenden Fusion geäußert und betont, der Zusammenschluss werde „riesig für AEW“ sein. Laut Dave Meltzer zeigte sich Khan zudem „deutlich glücklicher“ darüber, dass Paramount das Bieterrennen gegen Netflix gewonnen hat. Hintergrund: Khan soll Bedenken gehabt haben, was es für AEW bedeuten würde, wenn Netflix als Haupt-Streamingpartner von WWE gleichzeitig WBD übernimmt – insbesondere in einem Szenario, in dem HBO Max zwar weiterbesteht, die linearen TV-Sender von WBD aber nicht übernommen würden. Die Fusion von Paramount Skydance und WBD war ursprünglich für das dritte Quartal dieses Jahres anvisiert. Doch Anfang der Woche bekam der Deal einen schweren Dämpfer: Laut einem Bericht des Branchenmagazins The Hollywood Reporter haben zwölf Generalstaatsanwälte verschiedener US-Bundesstaaten, angeführt von Kalifornien, Klage eingereicht, um die Übernahme zu stoppen. Sie argumentieren, dass der Zusammenschluss gegen US-Kartellrecht verstoße. Zusätzlich reichte die Writers Guild of America (WGA) am 14. Juli eine eigene Klage gegen die Fusion ein. Die Klage der Generalstaatsanwälte sieht vor, dass Paramount den Deal nicht abschließen darf, bevor das Gerichtsverfahren beendet ist. Sollte dies dennoch geschehen oder ein Abschluss näher rücken, sind die Kläger nach eigenen Angaben bereit, eine einstweilige Verfügung (Temporary Restraining Order) zu beantragen, um die Fusion vorübergehend zu blockieren.
The Hollywood Reporter weist außerdem darauf hin, dass Paramount empfindliche finanzielle Strafen drohen, falls sich der Abschluss verzögert: Laut Vertragswerk stehen den WBD-Aktionärinnen und Aktionären ab dem 30. September 650 Millionen US-Dollar pro Quartal beziehungsweise rund 6,9 Millionen US-Dollar pro Tag zu, solange der Deal nicht vollzogen ist. In der jüngsten Ausgabe des Wrestling Observer Newsletter wird berichtet, dass die Haltung von AEW in dieser Situation klar sei: Man gehe davon aus, dass ein möglichst schneller Vollzug der Fusion am besten für AEW und die gemeinsamen TV-Partner wäre, da sich die Wrestling-Programme dann zügig in die neue Paramount-Struktur integrieren ließen. Gleichzeitig wird dort eine „allgemeine Einschätzung“ wiedergegeben, wonach die Klage-Koalition die Übernahme letztlich wohl nicht verhindern wird. Begründet wird dies mit der aktuellen politischen und rechtlichen Atmosphäre in den USA; in einer anderen Zeit wären die Erfolgsaussichten demnach möglicherweise höher gewesen. Zugleich betont The Hollywood Reporter, dass sich das Verfahren „über Jahre hinziehen“ könnte. Für AEW ist der medienrechtliche Rahmen zentral: Der aktuelle TV- und Streamingvertrag mit WBD läuft offiziell bis 2027, mit einer Option für ein weiteres Jahr bis 2028. Meltzer bewertet die erwartete Phase der Paramount-Übernahme von WBD bis ins Frühjahr 2027 als eine der kritischsten Perioden in der Geschichte von AEW. In dieser Zeit könnte Paramount unter anderem prozentual an den Pay-per-View-Erlösen auf HBO Max beteiligt werden und zugleich verstärkt Einfluss auf die Gewichtung von TV-Ratings nehmen – insbesondere in den werberelevanten Zielgruppen der 18- bis 49-Jährigen sowie 25- bis 54-Jährigen. Wie schnell die Fusion tatsächlich voranschreitet und ob die Klagen den Zeitplan spürbar nach hinten schieben, bleibt vorerst offen. Klar ist jedoch, dass die medienpolitische Entwicklung rund um Paramount und WBD für die weitere Ausrichtung von AEW im TV- und Streamingbereich eine Schlüsselrolle spielen dürfte.
Weiteres Titelmatch für AEW Redemption bestätigt
Für den kommenden AEW Redemption-Pay-per-View ist nun eine Titelverteidigung der AEW World Tag Team Championship bestätigt worden. Wie AEW in einem Social-Media-Post in der Nacht auf Freitag bekanntgab, werden Adam Copeland und Christian Cage ihre Titel in Montreal, Québec, Kanada gegen Claudio Castagnoli und PAC von den Death Riders aufs Spiel setzen.
All Elite Wrestling „Redemption 2026“
Ort: Bell Centre in Montréal, Quebec, Kanada
Datum: 26. Juli 2026
AEW World Championship
Singles Match
Kenny Omega (c) vs. Kevin Knight
AEW Women’s World Championship
Singles Match
Thekla (c) vs. Willow Nightingale
AEW International Championship
Singles Match
Kyle Fletcher (c) vs. Bandido
AEW National Championship
Singles Match
Mark Davis (c) vs. Andrade el Idolo
AEW World Tag Team Championship
Singles Match
Adam Copeland & Christian Cage (c) vs. Death Riders (Claudio Castagnoli & PAC)
Singles Match
„The Painmaker“ Chris Jericho vs. Tomasso Ciampa
Für die Buy-In-Preshow angekündigt:
* Ehrung der Rougeau-Familie




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