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UFC Hall of Famer Mark Coleman: Kämpfen war der Traum, den ich lebte

15.05.11, von "wrestling-infos.de"

Als Randy Couture sich verabschiedete und uns beim Verlassen des Octagons glaubwürdig machte, dass dies das letzte mal in seiner professionellen Kampfsportkarriere war, stand Mark Coleman mit 55.000 weiteren Fans im Rogers Centre und wie jedem von ihnen schwirrten  sämtliche Emotionen in ihm rum.

„Ich fühlte einiges. Randy ist jemand, über den man einfach nichts schlechtes sagen kann, der mir oft in meiner Karriere geholfen hat und sein Gym für mich offen hielt. Ich weiß nicht, ob man das Wort benutzen sollte, dich für mich persönlich war er eine Art Held.“

1997 wurde Mark Coleman der erste UFC Heavyweight Champion, indem er MMA Legende Dan Severn in der ersten Runde des Titelkampfes zur Aufgabe zwang.

Fast 15 Jahre ist das nun her und der ehemalige Olympische Ringer hat mehr erreicht als viele denken würde: Er gewann den Pride FC 2000 Openweight Grand Prix, trat gegen viele der besten der Besten auf der größten Bühne der Welt an und wurder in die UFC Hall of Fame eingeführt. Er hat die Höhepunkte und Tiefpunkte des Lebens entdeckt, und nun ist es noch unklar, ob er mit 46 Jahren nach seiner letzten Niederlage gegen Randy Couture bei UFC 109 noch ein weiteres mal in den Käfig oder Ring steigt.

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„Die Leute fragen mich ‚Wann wirst du nochmal kämpfen?'“, sagte Coleman, der zwar von der UFC entlassen wurde, jedoch nie ankündigte, vom Sport zurückzutrten. „Ich weiß nicht, ob ich am Ende bin oder nicht, aber ich spüre die körperlichen Auswirkungen einer 30-jähigen Kampfsportkarriere.“

Gegen Ende seiner Karrere trainierte er weniger hart als er es vielleicht hätte tun sollen. Oft war es mangelnde Motivation. In anderen Zeiten hatte er teils nicht das Geld, um sich ein wirkliches Trainingscamp leisten zu können. Es gibt Grenzen, bis wo man etwas erreichen kann, wenn man im eigenen Wohnzimmer trainieren muss.

Es ist noch nicht unbedingt vorbei, doch sollte er in regionalen Promotions gegen leichtere Kaliber antreten? Daran ist er nicht sonderlich interessiert, sagte er. Anstattdessen ist sein Fokus zum Alltag zurückgekehrt. Es gab Ideen für ein eigenes Gym in seiner Heimatstadt Columbus, wie er sagte, und ebenso will er eventuell einen lokalen Sport-Talk im Radio ins Leben rufen.

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„Ich habe keine Wahl,“ so Coleman. „Ich bin 46 und der Körper wird schwächer. Zu kämpfen war ein Traum und den habe ich gelebt. Wenn man zurückguckt zu den ganzen Leuten da draußen, diese jungen Kämpfer, dann wird einem klar dass man den Traum gelebt hat. Ist es ein hartes Leben? Oh ja, aber es hat sich gelohnt.“

Things like this week’s Zuffa ‚fighter summit,‘ or the newly announced health insurance plan for UFC and Strikeforce fighters, that’s all great stuff, Coleman said. He wishes it had been around when he was coming up. But the fighters from his era never made the big paydays that current stars get, even though it was their blood and sweat that helped lay the groundwork for today’s crop.

„Man kann Geld leicht ausgeben, aber schwer behalten. Man hört es oft aus dem Sport. Wie merkt man, dass es vorbei ist? Viele Menschen wissen es nicht. Viele gute Freunde von früher und ich versuchen es herauszufinden.“

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Und für Coleman? Er ist dankbar, dass die Fans nich wissen, was er für den Sport getan hat. Dass jemand sein Debüt bei UFC 10 oder seinen Runbeim Grand Prix erinnert, ist eine große Ehre und unglaublich für ihn. Errungenschaften aus der dunkelsten Zeit des Sports, sie scheinen oft verloren zu gehen beim Hype der heutigen Zeit.

„Bei kleinen Shows frage ich Fighter, was ihr Plan ist? Sie alle sagen ‚Ich will in der UFC kämpfen‘. Es ist gut, dass sie sich hohe Ziele setzen, aber was ist der Plan dahinter? Man muss dran denken, was als nächstes kommen soll.“

Und was ist mit den Superstars von heute? Diejenigen, die sich noch nicht vorstellen können, dass die goldenen Zeiten bald vorbei sein könnten und sie nicht mehr diejenigen sind, die sich morgens im Spiegel bewundern? Coleman kennt die Situation. So auch Couture. Aber niemand bleibt für immer jung.

„Man sollte realisieren, dass die Uhr stetig tickt“, so Coleman. „Es geht schnell. Die nächste Erkenntnis ist immer, dass es vorbei ist.“




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