By Collision Conf - https://www.flickr.com/photos/collisionconf/52162076422/, CC BY 2.0, Link
AEW-Topstar Chris Jericho spricht über geheimes AEW-Comeback
Nach fast einem Jahr TV-Abstinenz kehrte Chris Jericho am 01. April bei Dynamite in Winnipeg zurück. Sein Vertrag soll ursprünglich Ende 2025 ausgelaufen sein, letztlich unterschrieb er jedoch eine neue, mehrjährige Vereinbarung mit AEW.
In Renee Paquettes Format „Close Up“ schilderte Jericho, dass seine Rückkehr über mehrere Monate geplant worden sei. Um die Überraschung zu wahren, reiste er am Vorabend per Privatjet an und zog sich für rund 24 Stunden in sein Hotelzimmer zurück, ohne Kolleginnen und Kollegen zu treffen – selbst enge Freundinnen und Freunde, die für die Show angereist waren, seien nicht eingeweiht gewesen. Am Showtag wurde er direkt vom Hotel in die Arena gebracht, wartete im Auto hinter „Gorilla“ und ging erst wenige Sekunden vor seinem Auftritt durch den Entrance.
Sein Comeback in seiner Heimatstadt Winnipeg leitete Chris Jericho mit den Worten „I’m home“ ein. Er erklärte, dass er sich dabei an eine Philosophie aus seiner Zeit bei WWE orientiert habe: Man müsse nicht alles in eine einzige Promo packen. Die bewusst kurz gehaltene Ansprache sollte zunächst den Überraschungsmoment wirken lassen, während die ausführlichere Erklärung in der darauffolgenden Woche nachgereicht wurde. Nach Jerichos Darstellung steigerte sich die Publikumsreaktion auf seine Rückkehr von Winnipeg über Edmonton bis Vancouver weiter, weshalb er den Auftritt als eine Art „Reset“ beschreibt, der viele Zuschauerinnen und Zuschauer überrascht habe.
Tony Khan reagiert auf geplante WBD–Paramount-Fusion
AEW President und CEO Tony Khan blickt der geplanten Fusion von Warner Bros. Discovery (WBD) und Paramount Skydance positiv entgegen. In der aktuellen Ausgabe von „Wrestling Observer Radio“ berichtete Dave Meltzer, dass es zuvor auf Seiten von Khan und AEW deutliche Sorgen gegeben habe, falls stattdessen Netflix WBD übernommen hätte.
Hintergrund der Bedenken war demnach die enge Geschäftsbeziehung zwischen Netflix und WWE. Der Streamingdienst wird in den kommenden Jahren RAW in den USA ausstrahlen und international wöchentlich Shows sowie Premium Live Events von WWE anbieten. Aus AEW-Sicht hätte ein Einstieg von Netflix bei WBD bedeutet, dass WWE mit einem Unternehmen kooperiert, dessen Führungsebene möglicherweise nicht den Fokus auf Wrestling-Fans legt, während gleichzeitig Unklarheit über die Zukunft der linearen TV-Sender bestanden hätte.
Meltzer führte aus, dass innerhalb von AEW insbesondere das Szenario kritisch gesehen worden sei, in dem Netflix zwar HBO Max übernommen, die linearen TV-Networks von WBD – darunter TBS und TNT, auf denen wöchentlich AEW Dynamite und Collision laufen – aber nicht erworben hätte. Die TV-Stationen wären in diesem Modell weiterhin eigenständig geblieben, während Netflix HBO Max separat geführt hätte. Laut Bericht sei Khan deutlich zufriedener mit der nun eingeschlagenen Richtung und sehe der geplanten WBD–Paramount-Transaktion mit Spannung entgegen.
Wie bereits andernorts berichtet, wurde die Übernahme von WBD durch Paramount Anfang des Monats vom US-Justizministerium genehmigt. Das Vorhaben ist jedoch noch nicht final: Die Zustimmung der US-Regulierungsbehörde FCC, der Europäischen Union und weiterer Aufsichtsstellen steht noch aus. Zudem bereiten mehrere US-Bundesstaaten, darunter Kalifornien, Klagen vor, um die Fusion zu blockieren.




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