Dustin Rhodes hofft auf baldiges Comeback – neue Details zu seinem möglichen Karriereende – Update zur Klage von Ryan Nemeth gegen AEW

11.06.26, von Thomas "Tommy" Windmann

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Dustin Rhodes hofft auf baldiges Comeback – neue Details zu seinem möglichen Karriereende

Dustin Rhodes steht offenbar kurz vor einer Rückkehr in den Ring von AEW beziehungsweise Ring of Honor. Der 57-Jährige hat seit seinem Match gegen Kyle Fletcher bei Collision im Juli 2025 kein Match mehr bestritten. Grund dafür war eine Operation an beiden Knien, von der er sich weiterhin erholt. Im „What Happened When“-Podcast von Tony Schiavone erklärte Rhodes nun, dass er mit einer baldigen Ringfreigabe rechnet.

Rhodes sprach offen über die erschwerte Reha-Phase nach dem Eingriff und beschrieb insbesondere die ersten beiden Monate als sehr hart. Seine Ehefrau habe ihn in dieser Zeit intensiv unterstützt, gleichzeitig hätten die Ärztinnen und Ärzte viel Bewegung gefordert, weshalb er so viel wie möglich gelaufen sei. Inzwischen sei er bereits wieder in seiner Rolle als Coach für AEW tätig, formal aber noch nicht als aktiver Wrestler freigegeben. Er gehe jedoch davon aus, dass die Ringfreigabe „sehr nah“ sei und betonte, dass er sich auf die kommenden eineinhalb bis zwei Jahre freue, bevor er seine Karriere beenden wolle.

Im Hinblick auf ein mögliches letztes Match äußerte sich Rhodes ebenfalls. Er lobte Tony Khan dafür, wie dieser ihn während seines gesamten Runs bei AEW behandelt habe, und machte deutlich, dass er sich zwar ein besonderes Abschiedsmatch wünsche, letztlich aber geschäftliche Entscheidungen akzeptieren werde. Konkrete Pläne für sein Retirement-Match will er zwar nicht öffentlich machen, deutete jedoch an, dass Tony Khan und ein weiterer beteiligter Wrestler darüber informiert seien.

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Rhodes erklärte, er könne sich vorstellen, für seinen Abschied ohne Facepaint anzutreten und so eine Art Rückgriff auf seinen „The Natural“-Charakter aus den frühen 1990er-Jahren zu wagen – allerdings in seinem heutigen Bodysuit und nicht in der damaligen Ringgear. Er verwies darauf, dass er zwar aktuell wieder sein altes Highschool-Gewicht erreicht habe, die Fans ihn aber seit Jahren im Bodysuit kennen und er diesem Look treu bleiben wolle, möglicherweise mit leicht abgewandelten Farben für den „letzten großen Auftritt“.

Dustin Rhodes ist mittlerweile seit 38 Jahren im Wrestling aktiv und hofft, die Marke von 40 Jahren im Ring zu erreichen. Sein langfristiger Vertrag mit AEW soll auch über seine aktive In-Ring-Karriere hinauslaufen. Im Podcast machte er deutlich, dass er sich glücklich schätzt, sowohl vor als auch hinter den Kulissen Teil von AEW zu sein.

Update zur Klage von Ryan Nemeth gegen AEW

Abseits von Rhodes’ Zukunftsplänen gibt es ein Update zur rechtlichen Auseinandersetzung zwischen Ryan Nemeth und AEW. Am 5. Juni reichte AEW beim U.S. District Court im Middle District of Florida einen Antrag ein, um Nemeth zu verpflichten, den Streitfall bei einer JAMS-Schiedsstelle in der Nähe von Duval County, Florida, unter Anwendung des Rechts des Bundesstaates Florida klären zu lassen.

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Laut einem Bericht von John Pollock (POST Wrestling) wirft AEW Ryan Nemeth vor, das Unternehmen durch sein Verhalten im Zusammenhang mit der freiwilligen Rücknahme seiner im Februar 2025 eingereichten Klage in die Irre geführt zu haben. Nemeth soll sich zunächst mit einer Verlagerung des Verfahrens in ein privates Schiedsverfahren einverstanden erklärt haben. In der Folge zog AEW eigene Anträge beim Bundesgericht in Florida zurück, um das Schiedsverfahren voranzutreiben.

Bei JAMS handelt es sich um einen privaten Dienstleister zur Streitbeilegung, den AEW vertraglich für solche Fälle vorgesehen hat. Das Unternehmen mit Sitz in Irvine, Kalifornien, betreibt weltweit 29 Standorte. AEW gibt an, dass Nemeth eine Schiedsverfahren-Forderung bei einem JAMS-Standort in Orange County, Kalifornien, eingereicht und dabei zusätzliche, aus Sicht von AEW unbelegte Ansprüche nach dem California Labor Code ergänzt habe. AEW vertritt die Position, dass diese arbeitsrechtlichen Vorschriften nicht anwendbar seien, da Nemeth als Independent Contractor und nicht als Angestellter beschäftigt gewesen sei.

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Für das Schiedsverfahren erhielten beide Parteien eine Liste mit zehn möglichen Schiedsrichter:innen, darunter sechs in Kalifornien, drei in Florida und eine Person in New York. AEW argumentiert, dass die Mehrzahl der in Kalifornien ansässigen Schiedsrichter:innen eher im Sinne von Nemeth sei als die drei Optionen in Florida.

In einem separaten Schriftsatz beantragen AEW und Tony Khan zudem, bestimmte Informationen zu den drei Independent-Contractor-Verträgen, die Nemeth zwischen 2021 und 2023 mit dem Unternehmen abgeschlossen hat, unter Verschluss zu halten. Zur Begründung heißt es, die Verträge enthielten vertrauliche und geschäftskritische Angaben, etwa zu internen Geschäftsabläufen, Vergütungsstrukturen und geistigem Eigentum.

Ryan Nemeth hatte im Februar 2025 Klage gegen Tony Khan, AEW und CM Punk eingereicht. In der Klageschrift werden unter anderem Vorwürfe wegen Assault, Vertragsbruch, Verletzung der Pflicht zu Treu und Glauben („implied covenant of good faith and fair dealing“) sowie „intentional interference with prospective advantage“ erhoben. Teile der Klageunterlagen sind öffentlich einsehbar.

Wird Rhodes in seinem letzten Run auch Teile seines WWE-Gimmicks „Golddust“ einfließen lassen?








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