Neunstellige Forderung im WWE-Rechtsstreit: Prozessstart vorerst abgesagt
Im Rechtsstreit rund um die Fusion von WWE und UFC zur TKO Group Holdings gibt es eine überraschende neue Entwicklung. Der Prozess, der ursprünglich am 8. Juni 2026 vor dem Delaware Chancery Court beginnen sollte, wurde vom Gerichtskalender genommen. Ein konkreter Grund für die Streichung des Termins wurde zunächst nicht genannt. Damit ist aktuell offen, wann und in welcher Form das Verfahren fortgesetzt wird.
Im Zentrum des Rechtsstreits steht eine Aktionärsklage gegen frühere und aktuelle Verantwortliche von WWE. Die Kläger werfen dem früheren WWE-Chef Vince McMahon vor, den Verkaufsprozess der Company so beeinflusst zu haben, dass er selbst auch nach der Fusion mit UFC weiterhin Einfluss und Macht behalten konnte. Nach Ansicht der Kläger stand damit nicht allein das bestmögliche Ergebnis für die WWE-Aktionäre im Mittelpunkt. Stattdessen soll der Deal so strukturiert worden sein, dass McMahon seine eigene Position absichern konnte.
In einem vor dem ursprünglich geplanten Prozess eingereichten 75-seitigen Pre-Trial-Briefing machten die Kläger deutlich, dass sie von einer erheblichen Unterbewertung der WWE im Zuge der Transaktion ausgehen. Demnach fordern sie Schadensersatz im neunstelligen Bereich. Die Argumentation lautet, dass WWE bei der Fusion mit Endeavor beziehungsweise UFC einen höheren Wert hätte erzielen können, wenn der Verkaufsprozess anders geführt worden wäre.
Die Fusion von WWE und UFC unter dem Dach von Endeavor wurde im Jahr 2023 abgeschlossen und führte zur Gründung der TKO Group Holdings. Seitdem sind WWE und UFC Teil eines gemeinsamen börsennotierten Unternehmens. Die Klage richtet sich allerdings nicht grundsätzlich gegen die Existenz von TKO, sondern gegen die Bedingungen, den Ablauf und die Entscheidungsprozesse rund um den damaligen Deal.
Laut Fightful sollten im Rahmen des Verfahrens unter anderem Vince McMahon, Ari Emanuel, Nick Khan und Paul „Triple H“ Levesque als mögliche Zeugen eine Rolle spielen. Gerade deshalb hatte der geplante Prozess in der Wrestling- und Medienbranche für Aufmerksamkeit gesorgt.
Ob der Rechtsstreit nun auf eine außergerichtliche Einigung zusteuert oder lediglich zu einem späteren Zeitpunkt neu angesetzt wird, ist derzeit offen. Die aktuelle Entwicklung bedeutet zunächst nur, dass der ursprünglich geplante Prozessbeginn nicht wie vorgesehen stattfindet. Der Rechtsstreit um die WWE-UFC-Fusion bleibt damit weiter ungelöst.
Quellen: Fightful, Wrestling Observer
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Eine Antwort auf „Neunstellige Forderung im WWE-Rechtsstreit: Prozessstart vorerst abgesagt“
Reiner Korruptionsstaat da drüben mittlerweile. Allerdings wird die Rechtsbeugung umso sichtbarer, desto mehr sie sich aus dem Fenster lehnen. Ich glaube nicht, dass man den Bogen noch sehr viel weiter überspannen kann. Das Bewusstsein, dass wir mittlerweile ein großes Milliardäre-Problem haben nimmt mehr und mehr zu.