
Quelle: World Wrestling Entertainment
Trotz Forderung von Vince McMahon: Kläger im „Ring Boy“ Skandal dürfen vorerst anonym bleiben
Nachrichtliche Meldungen in Bezug auf Vince McMahon drehen sich heutzutage primär um Skandale, Gerichtsverfahren und Fehlverhalten. Und auch in diesem Fall ist es nicht anders, obgleich der eigentliche Skandal bereits Jahrzehnte zurückliegt. Es handelt sich dabei um den sogenannten „Ring Boy“ Skandal, der erstmals 2024 gerichtlich als Klage eingereicht worden ist und unter anderem Vince und Linda McMahon, WWE und TKO als Angeklagte listet.
James K. Bredar, Bundesrichter in Maryland, entschied in den ersten Prozessen vor einer möglichen Hauptverhandlung, dass die Namen der acht klagenden Personen bis zur Hauptverhandlung zunächst anonym bleiben und sie weiterhin unter ihrem gewählten Pseudonym „John Doe“ öffentlich agieren dürfen. Damit weist der Richter die Bemühungen von Vince und Linda McMahon zurück, die aktiv in der Vorverhandlungsphase gefordert hatten, die Namen öffentlich zu machen. WWE und TKO haben sich bezüglich der Enthüllung der Namen nicht geäußert.
Doch worum geht es genau? Bei dem „Ring Boy“ Skandal handelt es sich um einen weitreichenden Skandal in den 80er und 90er Jahren, bei dem unter anderem dem ehemaligen Ringsprecher Mel Phillips und dem ehemaligen Wrestler und WWE Hall of Famer Pat Patterson vorgeworfen wird, aktiv junge Teenager für die Ringcrew geworben zu haben, mit der Absicht, diese dann sexuell zu belästigen und zu missbrauchen. Ein Kläger gibt zudem an, speziell von Patterson mutmaßlich sexuell missbraucht worden zu sein. Die Beschuldigten sind in den Jahren 2012 und 2020 bereits verstorben. Die Klage gegen die McMahons, WWE und TKO richtet sich gegen die missachtete Sorgfaltspflicht und den fahrlässigen Umgang mit den Vorwürfen und dem bereits länger bekannten Skandal. Als weiterer Anklagepunkt gilt das Versäumnis, die betroffenen Personen vor missbräuchlichem Verhalten zu schützen.
Die acht Kläger dürfen in der Öffentlichkeit somit zunächst weiterhin anonym bleiben, auch wenn die beschuldigten Parteien die Identität der Personen bereits kennen. Gegen die Offenlegung ihrer Identitäten hatte sie argumentiert, dass es sie retraumatisieren würde und auch Menschen in ihrem Familien- und Bekanntenkreis davon erfahren würde, die von den Vorfällen bisher noch nichts wissen.
Finn Balor: WWE-Promos machen mich immer noch nervös
Finn Balor sprach in einem vor WrestleMania 42 aufgezeichneten Interview in Stephanie McMahons Podcast „What’s Your Story“ über seine Stärken und Schwächen und enthüllte die Tatsache, dass seine Promo-Arbeit bei World Wrestling Entertainment ihn weiterhin unbehagen bereitet. Grund dafür ist seine intensive Arbeit an seinen Fähigkeiten im Ring, sodass er die Kunst der Promos erst bei World Wrestling Entertainment richtig lernte und NXT dort eine wichtige Lernphase für ihn darstellte.
Das ist eine weitere Sache, die mir in meiner Karriere wirklich schwergefallen ist: das Trash-Talking. Ich bin nicht bereit, meine Würde zu opfern, um Dinge zu sagen, die ich nicht ernst meine, denn – und ich wiederhole mich – ich weiß, dass es besser wäre. Ich habe das Gefühl, dass ich diese Position erreicht habe, indem ich mir treu geblieben bin, also sollte ich das niemals ändern. Und ich habe ja in England angefangen, wo hauptsächlich das Mat-Wrestling im Foku stand. Dann ging ich nach Japan, wo es um Strong-Style-Wrestling ging. Promos hatten keine Priorität.
Das erste Mal, dass ich tatsächlich eine Promo machen musste, war, als ich zu NXT kam. Und ich erinnere mich, dass ich so nervös war, weil das NXT-Video lief und ich herauskommen und sagen musste: ‚Ich bin Finn Balor und ich bin die Zukunft.‘ Und ich erinnere mich, dass ich so nervös war, mir diesen Satz merken zu müssen, denn das ist Schauspielerei. Wenn ich wrestle, dann muss ich nicht schauspielern. Ich bin im Flow. Ich lasse mich einfach von meinen Emotionen leiten und folge dem, was ich in meinem Herzen für richtig halte. Aber sobald der Promo-Part begann, war das ein echter Lernprozess.
Weiter führte Balor aus, wie ein Tipp von Paul Heyman ihm die Kunst der Promos wirklich näherbrachte:
Und eine Sache, die ich erst seit Kurzem zu begreifen beginne – und das verdanke ich Paul Heyman –, ist, dass man seine Promos wie seine Matches behandeln muss, so als wäre man vor einem Match nicht nervös. Man kennt nicht jeden Move, den man ausführen wird. Man lässt sich einfach treiben, ist einfach da und befindet sich in diesem Zustand. Aber bei deinen Promos versuchst du, jedes Wort auswendig zu lernen. So führst du deine Matches auch nicht durch. So solltest du deine Promos entsprechend auch nicht durchführen. In letzter Zeit habe ich mir das also mehr zu Herzen genommen.
Quellen: f4wonline.com, fightful.com



