Auch WWE betroffen? Saudi-Arabien fährt Investitionen in den Sport deutlich zurück

13.05.26, von David "VidDaP" Parke

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John O'Neill (jjron)
WWE Corporate HQ, Stamford, CT, jjron 02.05.2012, bearbeitet, CC0 1.0

Auch WWE betroffen? Saudi-Arabien fährt Investitionen in den Sport deutlich zurück

Saudi-Arabien zeigt sich in den vergangenen Jahren als großer „Gönner“ in der Welt des Sports. Fußball, Golf, Tennis, Wrestling – kaum eine Sportart ist inzwischen verschont geblieben von der Sportswashing-Kampagne des Königreichs. Zuletzt aber fuhr Saudi-Arabien die Zahlungen deutlich zurück. Der Golfsport beispielsweise hat eine handfeste Krise.

Die Fußball-WM 2034 wird in Saudi-Arabien stattfinden. In dem Land spielen viele Altstars des Fußballs, allen voran Cristiano Ronaldo. Im Golf führten die investierten Milliarden zu einer regelrechten Spaltung, auch die Snooker-WM sollte in Saudi-Arabien stattfinden (verblieb dann aber doch in Großbritannien).

Mit der Strategie bemühte sich der Staat offiziell, unabhängiger vom Ölexport werden zu wollen. Viele Menschenrechtsvereinigungen weisen aber darauf hin, dass die Strategie dazu dienen soll, von den Vorwürfen der Menschenrechtsverletzungen abzulenken. „Die Investitionen der PIF in hochkarätige Sport- und Unterhaltungsveranstaltungen sowohl auf nationaler als auch internationaler Ebene dienen dazu, die verheerende Menschenrechtsbilanz des Landes weißzuwaschen“, sagt beispielsweise Human Rights Watch (HRW).

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Zuletzt aber plötzlich ein Strategiewechsel: Saudi-Arabien zieht sich aus dem Golfsport zurück, die vom Staatsfonds Public Investment Fund (PIF) organisierte Golforganisation „LIV Golf“ wird eingestellt. „Die erheblichen Investitionen“ der Serie „stehen nicht mehr im Einklang mit der aktuellen Phase der Investitionsstrategie der PIF“, so die offizielle Begründung. Die Spieler, die der PGA‑Tour im Streit den Rücken kehrten, stehen vor einer ungewissen Zukunft.

Saudi-Arabien verkauft Anteile und will Prioritäten prüfen – Kritiker warnen vor Abhängigkeit

Auch im Fußball änderte sich die Strategie: Am Erstligaverein Al Hilal sowie an der Saudi Professional League, der obersten Liga, wurden Anteile in Höhe von 70 Prozent verkauft. Allerdings hält man weiterhin den englischen Verein Newcastle United. Bis zur WM 2034 wird man die Sparte wohl nicht ganz aufgeben, auch Investitionen im MMA-Bereich bleiben bestehen.

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Allerdings kündigte man Verträge über das Snookerturnier „Saudi Arabia Masters“ nach zwei Ausgaben auf (der Kontrakt lief ursprünglich über zehn Jahre). Auch die Unterstützung des Tennisverbands der Frauen (Women’s Tennis Association, WTA) fällt flach. Ein Turnier zum Saisonabschluss wurde abgesagt. Ebenfalls verfolgt man nicht länger das Interesse, die Rugby-Weltmeisterschaft 2035 und die Asiatischen Winterspiele 2029 auszurichten.

Yasir al-Rumayyan, Leiter des saudischen Staatsfonds, bestätigte zuletzt, dass man aufgrund der Folgen des Krieges zwischen den USA und Israel gegen Iran und der geringen Rendite der Investitionen „die Verträge prüfen und Prioritäten neu bewerten“ wolle. Al-Rumayyan ist zeitgleich Vorsitzender von Newcastle und der staatlichen Ölgesellschaft Aramco, die als Sponsor unter anderem in der Formel 1 auftritt.

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Viele Kritiker sahen schon zu Beginn das Risiko, sich dem vielen Geld Saudi-Arabiens „auszuliefern“, da man sich verwundbar mache – wie am Beispiel Golf zu sehen ist. Die WWE-Shows sollen weiter mindestens zweimal jährlich in Saudi-Arabien stattfinden. Im kommenden Jahr wird erst einmal „WrestleMania“ dort über die Bühne gehen. Der Vertrag läuft noch bis Ende 2027. Dem Vernehmen nach erhält WWE jährlich 55 Millionen US‑Dollar. Für UFC‑Events werden da noch einige Millionen hinzukommen. Wie groß das Interesse Saudi-Arabiens im Anschluss ist, den Vertrag zu verlängern, ist aufgrund der derzeitigen Einsparungen fraglich.

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4 Antworten auf „Auch WWE betroffen? Saudi-Arabien fährt Investitionen in den Sport deutlich zurück“

Herert sagt:

Überraschung auch die Saudis scheißen kein Gold.
Es wird schon länger gemunkelt, dass es finanziell nicht so gut aussieht, wie man es gerne darstellt.

Vieles ist auf Pump finanziert und auch ein Staat wie Saudi Arabien kann nicht alles kaufen.

Amschti sagt:

Wer sich jetzt Hoffnungen macht, sie werden die WWE absägen, irrt.
Golf kostete den Saudis monatlich 100 Mio. Die WWE kostet Jährich soviel.
wenn die WWE Führung ein gutes händchen hat, sollten sie jetzt noch ein paar hunnis bezüglich sicherheitsbedenken rauspressen können.
Ich empfehle dem Wat8en sowieso, die Saudis langsam abzusägen und alles rauspressen was diese noch haben, Dann können sie ja anfangen Lines schnupfen als sie zu bauen, haben sie mehr davon 🤣

Paige sagt:

Na dann hoffe ich als Radsportfan mal, dass auch UAE mit ihrem pogacar bald Geschichte ist.

SCSA sagt:

Doch die Saudis scheissen Gold hahahah

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