Details zu den RAW- und SmackDown-Verträgen mit NBCUniversal und FOX offengelegt

08.05.26, von Jens "JME" Meyer

WWE news Neutral beitrag HQ Titan Towers

John O'Neill (jjron)
WWE Corporate HQ, Stamford, CT, jjron 02.05.2012, bearbeitet, CC0 1.0

Details zu den RAW- und SmackDown-Verträgen mit NBCUniversal und FOX offengelegt

Brandon Thurston von Wrestlenomics hat eine ausführliche Analyse der Medienrechteverträge für RAW und SmackDown im Zeitraum 2019 bis 2024 mit NBCUniversal und FOX vorgelegt. Die Unterlagen wurden im Rahmen einer Aktionärsklage zum WWE-Merger vor dem Chancery Court in Delaware vollständig und ohne Schwärzungen öffentlich.

Der Vertrag für Monday Night RAW lief von Oktober 2019 bis September 2024. NBCUniversal zahlte im Rahmen des fünfjährigen Deals jährlich 265 Millionen US-Dollar, wobei die Gebühren im Lauf der Vertragszeit anstiegen. RAW wurde im Zuge dieser Vereinbarung weiterhin auf dem USA Network ausgestrahlt. Für SmackDown galt im gleichen Zeitraum – Oktober 2019 bis September 2024 – ein eigenständiger Vertrag mit FOX. Hier belief sich die jährliche Vergütung auf 205 Millionen US-Dollar.

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Beide Vereinbarungen enthielten Exklusivitätsklauseln, die den TV-Partnern untersagten, andere Wrestling-Programme zu zeigen. NBCUniversal verpflichtete sich, auf allen eigenen Plattformen keine Non-WWE-Wrestlinginhalte zu senden. Im SmackDown-Vertrag mit FOX war eine ähnliche Bestimmung enthalten, wobei FOX ausdrücklich klarstellte, dass MMA, Amateur- und College-Wrestling, UFC, Bellator sowie Glory Kickboxing nicht unter dieses Verbot fallen.

Auf kreativer Ebene behielt WWE in beiden Fällen die finale Entscheidungshoheit über RAW und SmackDown. Im RAW-Vertrag war festgehalten, dass NBCUniversal zwar Konsultationsrechte in Bezug auf Produktion und kreative Elemente besitzt, die letzte Entscheidung aber bei WWE liegt. WWE durfte zudem keine wesentlichen Formatänderungen vornehmen – RAW musste als wöchentliche Flaggschiff-Show in der vorgesehenen Form produziert werden und durfte nicht etwa zu einem reinen Highlight-Format von SmackDown umgebaut werden. Im FOX-Deal für SmackDown kam eine vergleichbare Formulierung zum Einsatz, allerdings legte FOX besonderen Wert darauf, bestehende Beziehungen zu anderen Sportrechten zu schützen. Eine weitere Besonderheit: FOX war vertraglich verpflichtet, SmackDown in einer Weise zu bewerben, die dem Promotionsniveau für NFL, MLB und NASCAR entspricht.

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Auf dem Term Sheet zu SmackDown war zudem festgehalten, dass FOX der exklusive Broadcast-Partner für WWE-Programmierung sein sollte. Für die Dauer des Vertrags durfte RAW daher nicht im NBC-Hauptprogramm ausgestrahlt werden. NBCUniversal erhielt jedoch das Recht, spanischsprachige Wiederholungen von RAW auf Telemundo zu senden. „Saturday Night’s Main Event“ begann erst nach Abschluss des FOX-Deals wieder auf NBC zu laufen. Im Hinblick auf mögliche Vertragsverlängerungen lag der nächste Schritt formal bei WWE: Das Unternehmen musste NBCUniversal eine Zwei- oder Drei-Stunden-Variante von RAW für eine Verlängerung anbieten. Aktuell stellt sich die Lage der TV-Deals anders dar: RAW läuft inzwischen bei Netflix, SmackDown wird auf dem USA Network ausgestrahlt und NXT ist bei The CW beheimatet.

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3 Antworten auf „Details zu den RAW- und SmackDown-Verträgen mit NBCUniversal und FOX offengelegt“

Franky sagt:

Ja, ist ne schöne Stange Geld. Bei den Ammis ist ja nicht immer nur alles „sehr groß“, sondern auch „sehr teuer“. 😅 Vielleicht wird ja bald alles von WWE auf Netflix kommen.

Bekommt Netflix eigentlich Geld für die Werbung die sie während RAW einspielen müssen?

DDP81 sagt:

@Franky das ist vermutlich die Haupteinnahmequelle für Netflix bei dem WWE Deal.

Franky sagt:

@ DDP81

Ach so, alles klar. Verdienen ja sonst nichts. 😅

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