AJ Styles sieht weniger Live Events als Grund für fehlende Improvisation im WWE-Ring
AJ Styles ist der Ansicht, dass viele WWE-Wrestlerinnen und -Wrestler heute deutlich weniger in der Lage sind, Matches spontan im Ring zu „callen“ und zu improvisieren. In der aktuellen Ausgabe des Phenomenally Retro Podcast erklärte der frühere World Champion, dass vor allem der Rückgang an Live Events ein entscheidender Faktor sei. Styles führte aus, dass frühere Generationen von Wrestlern weit häufiger und unter unterschiedlichen Bedingungen im Einsatz gewesen seien. Viele der „älteren Jungs“, die Matches komplett im Ring absprachen, hätten zum einen kaum enge Zeitvorgaben gehabt und zum anderen ihre Gegner immer wieder getroffen. Dadurch sei es einfacher gewesen, Abläufe spontan abzurufen oder auf Bewährtes zurückzugreifen. Er selbst könne, je öfter er mit einer bestimmten Person im Ring stehe, ebenfalls sehr schnell auf bekannte Sequenzen zurückgreifen. Da es heute aber deutlich weniger Live-Event-Termine gebe, würden die Aktiven viel weniger gemeinsame „Reps“ sammeln und damit auch weniger Routine für spontanes Calling entwickeln. Grundsätzlich könnten zwar auch heute noch Basis-Abläufe im Ring improvisiert werden, so Styles. Allerdings sei „basic“ nicht immer besonders unterhaltsam, und der Job der Wrestlerinnen und Wrestler sei es, das Publikum bestmöglich zu unterhalten. Das mache spontanes Calling im modernen Produkt auf Dauer schwieriger. Styles hob zudem hervor, wie sehr sich die In-Ring-Stile verändert und diversifiziert haben. Es gehe längst nicht mehr nur um einfache Aktionen wie Shoulder Tackle, Headlock, Suplex oder Powerslam. Stattdessen gebe es eine große Bandbreite an spektakulären Moves, inklusive Aktionen nach draußen aus dem Ring. All diese Abläufe müssten sauber aufeinander abgestimmt werden, was Improvisation im selben Umfang wie „früher“ erschwere, wenn man die Matches zugleich so flüssig und präzise wie möglich präsentieren wolle. Ein weiterer Aspekt sei die Arbeit mit den Kameras. Man probe im Vorfeld bestimmter Segmente nicht das eigentliche Wrestling, sondern vor allem Kamerapositionen und Laufwege, etwa bei einem Finish oder einem Run-in. Ziel sei, die bestmöglichen TV-Bilder zu bekommen. Auch das trage dazu bei, dass mehr Elemente im Vorfeld geplant und weniger vollständig spontan entschieden würden. AJ Styles beendete seine aktive Karriere in diesem Jahr nach 26 Jahren im Ring beim Royal Rumble. Anschließend wurde er in die WWE Hall of Fame aufgenommen und ist seither mit Backstage-Aufgaben im Performance Center betraut, wo er die nächste Generation von Talenten mitbetreut.
Weitere Neuverpflichtungen warten auf offizielle Bekanntgabe durch WWE
WWE hat eine neue Klasse von Rekrutinnen und Rekruten für das Performance Center offiziell vorgestellt. Zur aktuellen Gruppe gehören Alyssa Daniele, Garrett Beck, Nicholas Panicali und Zoe Hines. Besonders hervor sticht dabei, dass Hines die Nichte von Robert F. Kennedy Jr., dem derzeitigen US-Gesundheitsminister, ist. Wie Fightful Select berichtet, ist damit jedoch noch nicht das gesamte Feld der jüngsten Verpflichtungen abgedeckt. Demnach sollen weitere Talente bereits Verträge für das Performance Center unterschrieben haben, ohne dass diese bislang von WWE offiziell angekündigt wurden. Auf der inoffiziellen Liste werden unter anderem Nikki Blackheart und Marie Malenko genannt. Laut dem Bericht wurde Nikki Blackheart Mitte März von WWE verpflichtet, nachdem sie im Februar an einem Tryout teilgenommen hatte. Sie soll zunächst ihre verbleibenden Independent-Bookings absolvieren und anschließend in das Training am Performance Center einsteigen. Marie Malenko, die Tochter des ehemaligen WCW- und WWE-Wrestlers Dean Malenko, soll den Informationen zufolge am 20. März einen Vertrag mit dem Unternehmen unterschrieben haben. Angaben dazu, wann WWE die noch ausstehenden Verpflichtungen offiziell macht oder ob weitere bislang nicht genannte Namen hinzukommen, liegen derzeit nicht vor.
Vorschau auf die heutige WWE NXT-Ausgabe!
World Wrestling Entertainment präsentiert in dieser Woche die Ausgabe NXT #886 aus dem WWE Performance Center in Orlando, Florida. Die Show wird am 05. Mai 2026 auf dem CW Network ausgestrahlt und bietet eine Mischung aus Tag Team-Action, Singles Matches und einem angekündigten Segment. Im Mittelpunkt steht ein Non-Title Mixed Tag Team Match: Die AAA Mixed Tag Team Champions Mr. Iguana und die NXT Women’s Champion Lola Vice treten gemeinsam an und treffen auf The Culling, bestehend aus Niko Vance und Izzi Dame, die von Shawn Spears an ihrer Seite begleitet werden. Zudem stehen zwei Singles Matches auf der Card. Kali Armstrong bekommt es mit Jaida Parker zu tun. In einem weiteren Match trifft Kasper Troy auf Jackson Drake. Darüber hinaus ist für die Show ein Auftritt von Zaria angekündigt. In welchem Rahmen sie in Erscheinung treten wird, ist im Vorfeld der Ausstrahlung noch nicht näher spezifiziert worden.
World Wrestling Entertainment NXT #886
Ort: WWE Performance Center in Orlando, Florida, USA
Datum der Erstausstrahlung: 05. Mai 2026 auf dem CW Network
(Non-Title) Mixed Tag Team Match
AAA Mixed Tag Team Champions Mr. Iguana & NXT Women’s Championesse Lola Vice vs. The Culling (Niko Vance & Izzi Dame) (w/ Shawn Spears)
Singles Match
Kali Armstrong vs. Jaida Parker
Singles Match
Kasper Troy vs. Jackson Drake
Außerdem für die Show angekündigt;
*Zaria wird auftreten





5 Antworten auf „AJ Styles sieht weniger Live Events als Grund für fehlende Improvisation im WWE-Ring – Weitere Neuverpflichtungen warten auf offizielle Bekanntgabe durch WWE – Vorschau auf die heutige WWE NXT-Ausgabe!“
Niemand außer AJ Styles kann so höflich sagen dass das Wrestling bei WWE zweitrangig und drittklassig schei…e ist und dabei noch gleich Gründe nennen.
@What
Das, was Styles kritisiert, trifft auf andere Promotions, die ja noch viel weniger Live Events (sprich House Shows etc.) bestreiten (können) in noch weit größerem Maße zu.
Und ja, daran leidet das Wrestling gewaltig. Bei AEW ist es z.B. das furchtbare Selling etlicher (nicht aller!) Akteure und das teilweise gefühlt minutenlange Zielen und sich in Position bringen.
Auch bei TNA, GCW und zig anderen Ligen erkennt man es. AEW hat noch den Vorteil, dass sie viel durch das athletische Können vieler Akteure durch besonders riskante Aktionen und Non-Contact Aktionen (Bodenturnen) kaschieren können.
naja, diese Meinung teile ich nur minimal. aew, TNA etc sind hier mehr indylastiger und nicht sooooo auf Kamera etc getrimmt wie bei WWE. sprich WWE ist da schon professioneller, aber gerade die Kritik des improvisieren sehe ich hier weniger. und ja, auch die haben keine House-Shows aber viele Talents sind trotzdem unterwegs in den Indys. es ist aber halt eine Art als das was WWE sich vorstellt. und das ist auch alles okay so. WWE und AEW zeigen bewusst deutlich, dass man sich (vielleicht sogar mehr denn je )unterscheidet.
und damit meine ich nicht, dass es bei AEW nur Wrestling gibt, die Promotion hat sich was Storytelling, Produktion etc angeht, in den letzten fast 1.5 Jahren doch gut positioniert. aber Fakt ist dann auch, dass Wrestling Thema Nummer 1 ist und bei WWE eher das Entertainment drum herum, auch nicht das Storytelling, sondern das Event an sich.
kann sich jeder dann seins aussuchen, ist doch auch schön.
@DDP81
Nur damit wir uns nicht falsch verstehen, mein Kommentar war nicht als Kritik an AEW, oder als Verteidigung von WWE zu verstehen. Ich wollte nur darauf hinweisen, dass diese Entwicklung, wie es Styles ja auch klar benennt, eigentlich alle Ligen betrifft und natürlich jede auf ihre Art damit umgeht.
Wo ich ganz bei Dir bin, ich finde es auch schön, ich würde sogar sagen großartig, wie viel Auswahl man als Fan heute hat.
ich hab’s auch nicht unbedingt als Kritik gegen AEW gesehen. ich sehe es nur so, dass dadurch, dass sie dort Indy Bookings annehmen/ annehmen können, mehr in Ring Zeit haben und mehr Möglichkeiten zu Weiterentwicklung, was durch die besagten fehlenden House-Shows fehlt.
mit den Unterscheiden, Alternativen etc habe ich einfach zu weit ausgeholt ^^