Backstage-Kritik am Timing des TKO-Einflusses auf kreative Entscheidungen bei WWE
In der vergangenen Woche sorgte eine Aussage von TKO-Präsident und COO Mark Shapiro für Aufmerksamkeit: Vor einer Klasse der University of Alabama erklärte er, TKO habe die vollständige Kontrolle über die kreative Ausrichtung von WWE. Laut Dave Meltzer im aktuellen Wrestling Observer Newsletter besitzen TKO-Verantwortliche tatsächlich das letzte Wort bei kreativen Entscheidungen, greifen demnach aber „fast nie“ aktiv ein. Hinter den Kulissen soll es dennoch Unmut darüber geben, dass ihr Einfluss aus Sicht einiger Beteiligter zu den „ungünstigsten Zeitpunkten“ zum Tragen komme. Meltzer verweist zudem auf eine Quelle, die bereits ein Jahr im Voraus mögliche Konflikte zwischen TKO und WWE erwartet habe. Demnach gebe es intern „viel Positionsgerangel“, das insbesondere von Ari Emanuel und Mark Shapiro gefördert werde. Ein Beispiel hierfür ist die Einbindung von Pat McAfee in die Storyline rund um Randy Orton. Nachdem McAfee als mysteriöser Anrufer Ortons enthüllt worden war, berichteten mehrere Medien, dass die Entscheidung, den ESPN-Moderator in den Main Event der ersten Nacht von WrestleMania 42 zu integrieren, maßgeblich von TKO-Führungskräften – insbesondere Emanuel – getroffen worden sein soll. Nach der Veranstaltung hieß es, McAfee habe sich aufgrund deutlicher negativer Reaktionen von Fans, WWE-Talenten und langjährigen Branchenvertreterinnen und -vertretern aus der Storyline zurückgezogen. Bereits im Vorjahr hatte TKO den WWE-Hall-of-Famer Dwayne „The Rock“ Johnson eingebunden, um den Ticketverkauf für den Elimination Chamber-PPV zu unterstützen. The Rock trat dort gemeinsam mit Travis Scott auf, bei derselben Show turnte der 17-fache World Champion John Cena zum Heel und schloss sich seinem früheren Rivalen an. Beim Main Event der zweiten Nacht von WrestleMania 41 zwischen Cena und Cody Rhodes erschien jedoch nur Scott, was erneut zu spürbarer Kritik aus Teilen des Publikums führte.
Vorschau auf die heutige NXT-Ausgabe
Für die heutige Ausgabe von NXT wurden mehrere Matches und ein Debüt angekündigt, darunter ein North American Title-Match. So wird NXT North American Champion Myles Borne seinen Titel gegen Shaquon Shugars aufs Spiel setzen. Darüber hinaus kommt es zu den Matches Ricky Saints vs. Shiloh Hill und Birthright (Lexis King & Uriah Connors) vs. EK Prosper & Dorian Van Dux sowie zum Debüt von Lizzy Rain, die vielen Wrestlingfans der europäischen Szene als Rayne Leverkusen bekannt sein dürfte.
World Wrestling Entertainment NXT #884
Ort: WWE Performance Center in Orlando, Florida, USA
Datum: 28. April 2026 auf dem CW Network
NXT North American Champion Championship
Singles Match
Myles Borne (c) vs. Saquon Shugars
Singles Match
Ricky Saints vs. Shiloh Hill
Tag Team Match
Dorian Van Dux & EK Prosper vs. BirthRight (Lexis King & Uriah Connors w/Arianna Grace, Channing Lorenzo & Charlie Dempsey)
Singles Match
Lizzy Rain vs. ???
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4 Antworten auf „Backstage-Kritik am Timing des TKO-Einflusses auf kreative Entscheidungen bei WWE – Vorschau auf die heutige NXT-Ausgabe“
Kann man nur hoffen, dass der direkte Einfluss von TKO weniger wird…
Ich bin mir jedoch ziemlich sicher, dass The Rock noch nicht in der Hall of Fame ist.
Ich glaube nicht, dass das Booking wesentlich besser wäre, ohne TKO….dafür war es auch schon in den Jahren davor zu repetitiv.
Ich glaube nicht, dass der Einfluss weniger wird. Die testen aus, was geht und was nicht: „Wir schmeißen Mal unkontrolliert einen Haufen Celebrities in laufenden Fehden und schauen, was passiert, bzw wie viele die Fans ertragen. Aha, Lil Yachty scheint zu gehen, McAfee und Jelly sind irgendwie zu viel. Gut, dass die sich von sich aus zurückgezogen haben, so können wir das Gesicht wahren!“
Und so wird es weiterhin sein: es werden nicht nachvollziehbare Entscheidungen getroffen (inklusive Kündigungen!), dann schaut man, wie die Fans reagieren und dann… macht man halt weiter! Statt von vorneherein mal darauf zu hören, was die Fans sich wünschen…
auch der Zeitpunkt der Aussage ist echt kritisch…. aber naja.
ich glaube schon, dass das Booking ohne Einfluss etwas besser wäre….. aber auch glaube auch, dass draußen Eindruck herrscht, dass TKO für den kompletten booking Schrott zuständig ist, dass glaube ich nicht.
TKO wird nur aufpassen müssen, dass sich nicht zuviele Fans dem Produkt entfremden. die fallen zahlen für Mania Eintrittskarten und auch bei vielen SmackDown Shows sollte ein Warnsignal sein.
es könnte ein schleichender Effekt werden.
und nein, ich sage nicht, dass die „entfremdeten“ alle bei AEW landen. ich denke, dass passiert bei mir bei einem überschaubaren Teil. die Leute, die „nur“ AEW, TNA, NJPW oder Indys schauen…oder auch „nur“ NXT, sind die, die WWE schon lange den Rücken zugekehrt haben. sicherlich wird ein kleiner Teil „fest wechseln“ aber der liegt vllt bei 10%.
der Rest bleibt dem Wrestling einfach komplett fern. diesen Prozess gab es schon nach der WCW Era.