Quelle: New Japan Pro Wrestling, Cody Rhodes BC promo 2018, bearbeitet, CC BY 3.0
Backstage-Chaos nach Rückzug von Pat McAfee: Zustände „wie bei WCW“
Eine Woche nach dem großen WrestleMania-Wochenende hat sich die Aufregung langsam gelegt und weitere Informationen zu den internen Abläufen und Entscheidungsprozessen kommen ans Licht. Dave Meltzer berichtet in der neuesten Ausgabe des Wrestling Observer Newsletters ausführlich über die chaotischen Tage und die Booking-Entscheidungen, die kurzfristig, allen voran aufgrund der negativen Reaktionen auf die Fehde zwischen Cody Rhodes und Randy Orton, geändert worden sind.
Quellen sprechen von einer chaotischen Atmosphäre „wie bei WCW“, die auch aufgrund des Ausstiegs von Pat McAfee aus der Fehde maßgeblich Einfluss auf den Sieger dieses Matches genommen hat. Teil des beschriebenen Chaos war es nämlich auch, dass die Entscheidung getroffen wurde, Orton als Sieger und neuen Champion zu streichen und Cody Rhodes als Sieger hervorgehen zu lassen. Obgleich die negativen Reaktionen der Fans von Pat McAfee Einfluss auf seine Entscheidung nahmen, waren es speziell die negativen Reaktionen der Wrestler:innen und Talente, die maßgeblich zu der Entscheidung beigetragen haben.
Meltzer betont zwar, dass es nicht ganz klar ist, inwiefern McAfee seine Entscheidung begründete, doch innerhalb von WWE herrscht die Meinung vor, dass die Negativität insbesondere anderer Talente die Planänderungen ins Rollen gebracht hat. Wie einige Talente berichten, zeigten sie sich enttäuscht darüber, dass die vielschichtige Geschichte zwischen Orton und Rhodes, alleine durch die Mentorenrolle von Orton für Rhodes zu Zeiten der Gruppierung „Legacy“, einen starken Grundstein für eine „Top-Fehde“ bildete. Die Involvierung von Jelly Roll und McAfee verwischte aber die tiefgehenden Wurzeln und die Änderungen wurden kurzfristig, aber noch am Tag zuvor getroffen. Es kursierten zwar Gerüchte, dass die Entscheidung erst am selben Tag getroffen worden ist, Meltzer dementiert dies aber über seine Quellen, die zwar die chaotischen Umstände bestätigen, die Entscheidung, Rhodes als Sieger hervorgehen zu lassen, aber bereits am Samstag fest. Durch die Planänderungen wird langfristig mit einer Fehde zwischen Cody Rhodes und CM Punk geplant. Wann es zum Aufeinandertreffen kommen soll, steht noch nicht fest, SummerSlam könnte aber als mögliches Ziel angepeilt werden.
Alternativpläne zwischen CM Punk und Roman Reigns: Sieg von Punk war im Gespräch
Neben den chaotischen Ereignissen rund um Cody Rhodes und Randy Orton, gibt es auch Neuigkeiten zu den Plänen und diskutierten Finishes beim zweiten Hauptmatch, CM Punk gegen Roman Reigns. Im Zuge der kreativen Planung war zwischenzeitlich auch mit einer Titelverteidigung von CM Punk geplant worden, die dann wiederum beim PLE Backlash einen Titelverlust von Punk gegen Reigns vorgesehen hätte. Damit wäre der gewollte Titelwechsel vollzogen, doch beide wären mit einem zahlenmäßigen Unentschieden in ihren Aufeinandertreffen herausgegangen, um CM Punk als Topstar zu schützen. Dave Meltzer selbst zeigte sich von dem Match begeistert und verlieh diesem fünf Sterne und betonte das herausragende Storytelling, dass CM Punk aufgrund der Länge des Matches und seines Alters die Kraft verlor und nicht mehr mithalten konnte.
Quellen: Wrestling Observer Newsletter




6 Antworten auf „Backstage-Chaos nach Rückzug von Pat McAfee: Zustände am WrestleMania-Tag „wie bei WCW“: Was zur Entscheidung von McAfee beigetragen hat – weitere Alternativpläne: Wäre CM Punk fast als Sieger bei WrestleMania 42 nach Hause gegangen?“
Vielleicht entstanden die Probleme ja auch nur deswegen, weil es eine „vielschichtige Geschichte“ war. Ich mein ich blick ja schon bei Zusammenfassungen kaum mehr durch. 🙂
ich habe nicht ganz verstanden, worüber sich die anderen Talente nun aufgeregt haben? Darüber, dass die Grundlage der Fehde die Verbindung von Cody und Orton aus der Vergangenheit war oder darüber, dass dies durch die beiden „Stars“ verwischt wurde?
Bret Hart recht was Triple H betrifft
wenn der TKO Boss schon öffentlich sagt, dass TKO am Ende auch die kreative Kontrolle hat… verwundert das alle doch keinen . ich glaube auch kaum, dass die Fanreaktionen hier für ein Umdenken sorgen werden.
ich habe ja jetzt weder RAW und noch SmackDown gesehen, werde ich auch nicht. aber vllt werden Andy und Chris mich ja aufklären, was man da jetzt draus macht.
Randys booking habe ich null verstanden. aber naja. noch viel weniger Sinn machte, dass der sonst auf dem Tisch tanzende Kommentator so eine Rolle in der Story bekommt…auch wenn hier die TKO Erklärung da ist.
und vergessen wie eins nichts .. nächstes Jahr werden noch ganz andere Leute in irgend einen art und Weise Mitspracherecht haben….
Cody Rhodes ist nur noch am nerven, ich kann sein poliertes image nicht mehr haben. Pure verarsche mit dem….
@Uwe…so wie ich es lt dem Bericht verstanden habe, waren wohl alle der Meinung, dass die Vorgeschichte (Legacy) von Rhodes und Orton ausreichend gewesen wäre und das Drumherum die Sache dann eher verschlechtert hat, als verbessert. Ist ja aber hier auch schon von etlichen geschrieben worden vor WM, dass es eigentlich nichts weiter benötigt hätte, als Ansatz, dass der ehemalige Mentor gegen den ehemaligen Schüler fehdet.