
Carter Sterling, Rhea Ripley 2024, bearbeitet, CC BY-SA 2.0
Abzug von TNA-Stars sorgt für Spekulationen um WWE-Einfluss
NA Wrestling hat in den vergangenen Tagen mehrere geplante Auftritte eigener Talente bei Independent-Veranstaltungen gestrichen, unter anderem auch Termine rund um das WrestleMania-Wochenende. So war Moose für ein Match gegen einen noch nicht bekanntgegebenen Gegner bei MLPs „Multiverse“-Show vorgesehen, während Leon Slater beim „Marl Hitchcock Memorial Show“ auf Ricochet treffen sollte. Beide Matches wurden nach der Entscheidung von TNA, die eigenen Talente zurückzuziehen, abgesagt.
Ebenfalls betroffen ist ein ursprünglich angesetztes Match zwischen Nic Nemeth und MJF bei der Show von Create A Pro am 1. Mai. Stattdessen wird MJF nun in einem Open Challenge Match antreten, während Nemeth auf Bear Bronson trifft. MJF hat TNA und Carlos Silva in diesem Zusammenhang öffentlich wiederholt kritisiert.
Laut Dave Meltzer im aktuellen Wrestling Observer Newsletter sind viele an der Situation Beteiligte der Ansicht, dass die Entscheidung von Silva, bereits erteilte Freigaben zurückzunehmen, ihren Ursprung bei WWE haben könnte. Konkrete Beweise dafür liegen dem Bericht zufolge nicht vor. Allerdings habe eine Person innerhalb von WWE bereits am Tag vor den Absagen behauptet, alle entsprechenden Matches würden gestrichen, was als Hinweis auf einen möglichen WWE-Einfluss gewertet wird. Meltzer betont, dass dies die vorherrschende Einschätzung in Teilen der Wrestling-Szene sei, jedoch keine endgültige Bestätigung.
Weiter heißt es, dass bereits am 6. April sämtliche betroffenen Matches trotz laufender Bewerbung und verkauftem Ticketkontingent auf der Kippe standen. Am 8. April wurden sie schließlich offiziell abgesagt. Innerhalb des TNA-Rosters soll es deutliche Unzufriedenheit mit dem Umgang mit der Situation geben, bislang äußerte sich jedoch niemand öffentlich. Meltzer kommt zu dem Schluss, dass der Vorgang TNA kurzfristig ein PR-Problem bescheren dürfte, langfristig aber voraussichtlich keinen spürbaren Einfluss auf das laufende Geschäft haben wird.
Gable Steveson unterschreibt bei UFC
Abseits des Wrestling-Rings gibt es Neuigkeiten zu Gable Steveson. Nach monatelangen Spekulationen hat der Olympiasieger aus Tokio nun offiziell einen Vertrag bei der UFC unterschrieben. Steveson hatte im September 2025 sein MMA-Debüt gegeben und war zuvor im Amateur- und College-Wrestling äußerst erfolgreich. Er gewann unter anderem Gold bei den Olympischen Spielen 2020, zwei nationale College-Titel, zweimal die Dan-Hodge-Trophy, fünf All-American-Ehrungen sowie weitere internationale Medaillen und absolvierte zudem eine kurze Station bei WWE. Im MMA weist er aktuell eine 3:0-Bilanz mit drei Knockout-Siegen auf.
Während der Main Card von UFC 327 am 11. April 2026 wurde bekannt gegeben, dass der 25-Jährige künftig für die UFC antritt. Kurz darauf wurde auch sein Debüttermin verkündet: Steveson soll während der International Fight Week bei UFC 329 in den Octagon steigen. Die Veranstaltung ist für den 11. Juli 2026 angesetzt, für die unter anderem ein Comeback von Conor McGregor ins Auge gefasst wird. Kommentator Joe Rogan bezeichnete Steveson während der Übertragung als seinen „Nummer-eins-Prospect im Heavyweight“, lobte dessen Athletik und Beweglichkeit und äußerte sich sehr gespannt auf dessen UFC-Zukunft. Steveson trainiert derzeit unter anderem mit UFC-Veteran Jon Jones und ist parallel in der Heavyweight-Division von RAF (Real American Freestyle) aktiv.
Rhea Ripley widerspricht Gerüchten um Körpertransformation
Rhea Ripley nutzte derweil Social Media, um ein Gerücht über ihre körperliche Entwicklung richtigzustellen. Ein Engagement-Account hatte behauptet, ihre „krasse Körpertransformation“ sei erfolgt, nachdem sie aus gesundheitlichen Gründen habe „abspecken“ müssen, da ihre Muskelmasse ernsthafte Rückenschmerzen verursacht habe. Eine Quelle für diese angebliche Aussage wurde nicht genannt.
Eine kurze Recherche von Fightful ergab, dass einige Fans diese Theorie entwickelt hatten, nachdem Ripley in einem Interview mit Chris Van Vliet im Juli 2025 Rückenschmerzen erwähnt hatte. Dort führte sie ihre Beschwerden jedoch auf ein Match gegen Raquel Rodriguez zurück, bei dem sie bei einem Back Bodydrop unglücklich auf die Kante des Kommentatorenpults gefallen sei; von Muskelmasse als Ursache war keine Rede. Ein irreführend formulierter Artikel von Sportster soll die Spekulationen zusätzlich befeuert haben.
Rhea Ripley stellte auf Social Media klar, dass das angebliche Interview, in dem sie ihre Gewichts- oder Körperveränderung mit Rückenschmerzen durch zu viel Muskelmasse begründet haben soll, nie stattgefunden hat.
I think Rhea should look like whatever she wants to look like, and has performed great without interruption.
But can anyone send me the interview where she "revealed" this? I know she did an interview where she mentioned having back pain, but I didn't see her mention it as a… https://t.co/hWu54y8tnr
— Sean Ross Sapp of Fightful.com (@SeanRossSapp) April 12, 2026
Könnte die WWE tatsächlich ihre Finger im Spiel gehabt haben? Diskutiert HIER!




1 Antwort auf „Abzug von TNA-Stars sorgt für Spekulationen um WWE-Einfluss – Gable Steveson unterschreibt bei UFC – Rhea Ripley widerspricht Gerüchten um Körpertransformation“
Da muss man aber mal grundsätzlich fragen, wie defizitär sich hier verhalten wird…
Gehen wir mal davon aus, dass WWE hier Einfluss ausübt…
Wo besteht der „Schaden“, wenn interpromotional Wrestlingmatches abgehalten werden?
Oder will WWE verhindern, dass eine Zielgruppe mit echtem Wrestling abseits der WWE Definition konfrontiert wird? Wie defizitär muss man sich denn bitte als Vertragspartner wahrnehmen, um daraus eine Veto Klausel zu machen? Und wieso unterschreibt TNA bzw. Silva so einen Kuhhandel, bei dem TNA ständig schlechter gestellt wird?
Ich empfinde den WWE-TNA Deal nicht auf Augenhöhe… TNA wirkt hier eher wie ein Plünderungslager bestehender Talente und dabei zeitgleich der Versuch, eine aufkeimende Wettbewerbssituation, wie sie mit AEW herrscht, gleich im Keim zu ersticken… als scheue WWE den Wettbewerb mit dem eigentlichen Produkt