Wer war die „Selfie-Frau“ bei AEW Dynamite
Während der vergangenen Ausgabe von AEW Dynamite trat Andrade El Idolo gemeinsam mit seinen Don Callis Family-Stablekollegen, NJPW World Television Champion „The Alpha“ Konosuke Takeshita und Mark Davis, in einem Six-Man-Tag-Team-Match gegen Darby Allin, ROH World Champion Bandido und AEW National Champion „Jungle Boy“ Jack Perry an. Im Match griff Andrade wie gewohnt auf sein Gimmick zurück, am Ring eine Frau auszuwählen, um mit ihr ein Selfie zu machen.
Laut einem Bericht von Fightful Select handelte es sich bei der Frau um Mel Coleman, eine Künstlerin, die mehrere Gemälde für die Don Callis Family geschaffen hat, die bereits in den Shows zu sehen waren. Die Don Callis Family gewann das Match, als Andrade El Idolo Perry nach einem Dominator pinnen konnte, dem zuvor ein Piledriver von Davis vorausgegangen war. Nach dem Sieg setzten die Mitglieder des Stables ihre Attacken gegen Allin und Perry fort, bis die Young Bucks zum Save in den Ring kamen. Später schlossen sich The Rascalz den Angriffen gegen die Don Callis Family an.
Kenny Omega fordert engere intensivere Zusammenarbeit der Promotions und spricht über seine frühere Rivalitäten
Abseits der aktuellen Storylines äußerte sich Kenny Omega zu grundsätzlichen Fragen der Zusammenarbeit im Wrestling-Business. Hintergrund ist, dass TNA Wrestling in dieser Woche seine Talente von bevorstehenden Independent-Matches gegen AEW-Wrestler abzog. Im Gespräch mit „The Takedown“ auf Sports Illustrated erklärte Omega, dass er in der Branche weiterhin ungenutztes Potenzial sieht und eine intensivere Zusammenarbeit der Promotions als Chance betrachtet, das Wrestling insgesamt aufzuwerten.
Omega kritisierte, dass Promotions Gefahr laufen könnten, in einer „Blase“ zu verharren und dadurch den Blick für das zu verlieren, was außerhalb stattfindet. Dies könne zu der Haltung führen, man sei besser als andere und sehe keinen Mehrwert in Kooperationen, sondern nur Risiken. Aus seiner Sicht könne Wrestling aber noch mehr erreichen, wenn sich die Beteiligten „zusammenraufen“ würden. Dann könne sich die gesamte Branche in eine positivere Richtung entwickeln.
Gleichzeitig zeigte Omega Verständnis dafür, dass finanzielle Aspekte und das Bestreben, möglichst stark dazustehen, Hürden für eine Zusammenarbeit darstellen. Er sieht diese Probleme jedoch als lösbar an und ist der Ansicht, dass sich bei einem ernsthaften Austausch aller Beteiligten gemeinsame Modelle finden ließen. Er betonte, dass es in anderen Sportarten und Medien bereits funktionierende Beispiele für Kooperationen gebe. Omega erklärte zudem, dass er fest davon ausgeht, dass Tony Khan offen dafür wäre, sich seine Ideen zu möglichen Kooperationen anzuhören. Eine stärkere Zusammenarbeit wäre aus seiner Sicht sowohl für die Fans als auch für das Wrestling insgesamt ein Gewinn.
Zu den jüngst abgesagten Matches zählt unter anderem ein angesetztes Independent-Duell zwischen AEW World Champion MJF und Nic Nemeth, das im Zuge der neuen TNA-Entscheidung nicht stattfinden wird. TNA-Präsident Carlos Silva begründete den Schritt mit „Partnerkonflikten“. MJF hält zum Zeitpunkt des Berichts noch die AEW World Championship, die er am kommenden Sonntag beim Dynasty-PPV in Vancouver, British Columbia, Kanada, gegen Kenny Omega verteidigen soll.
In einem weiteren Interview, diesmal im „Battleground Podcast“, blickte Omega außerdem auf einige seiner wichtigsten Rivalitäten in Japan zurück. Er erklärte, dass viele Fans seine Fehde mit Kazuchika Okada als hervorstechend ansehen, was er nachvollziehen könne. Für langjährige New Japan-Zuschauer würden jedoch auch seine Matchserien mit Tetsuya Naito und Tomohiro Ishii eine große Rolle spielen.
Ausführlicher ging Omega auf seine langjährige Geschichte mit seinem früheren Tag-Team-Partner Kota Ibushi ein. Er bezeichnete die Arbeit rund um die Golden Lovers als einen der Teile seiner Karriere, auf die er besonders stolz sei. Nach seiner Darstellung lag die Verantwortung, diese Storyline voranzutreiben, weitgehend bei ihm und Ibushi selbst, auch in Phasen, in denen Promoter oder Booker den Wert der Geschichte möglicherweise nicht im gleichen Maß gesehen hätten.
Omega betonte, dass es ihm und Ibushi wichtig gewesen sei, die Intelligenz der Fans nicht zu unterschätzen. Unabhängig davon, in welcher Promotion sie aktiv waren, wollten sie zeigen, dass es eine fortlaufende Verbindung und echte Emotionen gibt und dass Geschichten und Beziehungen nicht einfach enden, nur weil sich eine Promotion ändert. Die über mehrere Promotions hinweg erzählte Storyline habe sich über rund ein Jahrzehnt entwickelt, bis sie ihren Abschluss fand. Omega hob hervor, dass er es als etwas Besonderes empfindet, bei einer so langfristig angelegten Geschichte im Mittelpunkt gestanden zu haben, bei der die Hauptverantwortung für das Erzählen der Story bei den Beteiligten selbst lag.
Dynamite #340 kostenlos und in ganzer Länge
Der DMAX Wrestling DE-Kanal hat mittlerweile die „AEW Dynamite #340“-Ausgabe vom vergangenen Mittwoch auf YouTube zur Verfügung gestellt. Wer also bisher keine Chance hatte, die Show zu sehen, bekommt hier kostenlos die Möglichkeit dazu:
Wäre eine engere Zusammenarbeit der Ligen für die Wrestlingwelt ein Segen?





1 Antwort auf „Kenny Omega fordert engere intensivere Zusammenarbeit der Promotions und spricht über seine frühere Rivalitäten – Wer war die „Selfie-Frau“ bei AEW Dynamite? – AEW Dynamite #340 kostenlos und in ganzer Länge“
„Dies könne zu der Haltung führen, man sei besser als andere…“
Das Satzfragment streichen wir mal lieber besser ungesehen / ungehört von Kenny’s Aussage. 🙂