Brian „Road Dogg“ James hat sich im Rahmen einer virtuellen Autogrammstunde ausführlich zu seinem jüngsten Abgang von WWE, seiner aktuellen Sicht auf das Produkt und einzelne Akteurinnen und Akteure geäußert. Anfang März hatte James das Unternehmen verlassen, zuletzt war er als Co-Head Writer für SmackDown tätig.
Zu den Gründen für seinen Abschied erklärte der WWE Hall of Famer, dass ihm das Tempo der Arbeit zuletzt zu hoch gewesen sei. Er schilderte, dass der Job immer schneller geworden sei und er mehr Zeit mit seiner Familie, insbesondere mit seinen Enkelkindern, verbringen wolle. Entsprechend habe er sich entschieden, sich aus der Position zurückzuziehen und seinen Fokus stärker auf das Privatleben zu legen.
Im Zuge der Signierstunde wurde James auch auf die Netflix-Dokuserie „WWE: Unreal“ angesprochen, in der er in einer Creative-Meeting-Szene zu sehen ist. Auf die Frage, ob die Serie das Wrestling-Geschäft zu sehr „entzaubere“, antwortete er, dass ältere Weggefährten diese Sorge grundsätzlich oft hätten. Seiner Ansicht nach sei das Format jedoch in erster Linie als eine Art „Einstiegs- oder Ausstiegsrampe“ für das eigentliche wöchentliche TV-Programm gedacht. Ob sich der gewünschte Effekt tatsächlich messen lasse, wisse er allerdings nicht.
Thema war zudem die allgemeine Herausforderung des TV-Bookings. James wurde gefragt, wie schwierig es sei, eine dritte Stunde TV-Programm zu planen. Er betonte, dass bereits das Booking einer zweiten Stunde eine anspruchsvolle Aufgabe darstelle – eine dritte Stunde erhöhe den Aufwand und die Komplexität entsprechend weiter.
Auch ein möglicher Wechsel zu All Elite Wrestling kam zur Sprache. Als Billy Gunn während des Signings gefragt wurde, wie viel von der Arbeit der Producer bei AEW tatsächlich im TV sichtbar werde, stellte James klar, dass er diese Frage nicht beantworten könne, da er aktuell nicht bei AEW tätig sei. Auf die scherzhaft gestellte Frage, ob er diese Antwort in Zukunft kennen könnte, ging er nicht konkret ein; eine mögliche Zusammenarbeit mit AEW ließ er damit offen, ohne sie zu bestätigen.
Lobende Worte fand James für The Judgment Day, das Stable bei RAW, das aktuell aus Dominik Mysterio, Liv Morgan, Raquel Rodriguez, Roxanne Perez und J.D. McDonagh besteht. Nachdem die Gruppe Anfang März Finn Bálor ausgeschlossen hatte, stehen sich Bálor und Dominik Mysterio bei WrestleMania 42 in einem Singles Match gegenüber. James hob insbesondere die Dynamik zwischen Liv Morgan und Dominik Mysterio hervor und erklärte, dass The Judgment Day bei entsprechender Darstellung das Potenzial habe, für das Jahr 2026 eine ähnliche Rolle einzunehmen, wie es The Bloodline auf ihrem Höhepunkt tat. Er verwies dabei auf die aus seiner Sicht stark besetzten Positionen innerhalb der Gruppierung.
Abschließend äußerte sich James zu Bobby Roode, der nach seiner aktiven Karriere als Wrestler inzwischen als Producer im Backstage-Bereich von WWE arbeitet. Auf die Frage, ob Roode als eine Art Nachfolger von Michael Hayes aufgebaut werde, reagierte James mit einem Scherz, stellte dann aber klar, dass Chief Content Officer Paul „Triple H“ Levesque Roode im Arbeitsalltag stark einbinde. Roode verfüge seiner Meinung nach über ein sehr gutes Gespür für das Wrestling-Geschäft und befinde sich daher aktuell in einer sehr guten Position hinter den Kulissen, ohne dass es zwingend um eine direkte „Nachfolge-Rolle“ gehe.
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