
Bei einer TV-Aufzeichnung von Ohio Valley Wrestling (OVW) am 12. März ist es zu einem schweren Zwischenfall gekommen. Referee Dallas Edwards wurde während eines Matches von einem Cross Body aus der Ecke getroffen und erlitt in der Folge im Ring einen Anfall. Trotz der offensichtlichen Notlage wurde das Match zunächst fortgesetzt, ein Wrestler zog Edwards zur Seite, während dieser Krampfanfälle hatte.
ACHTUNG Triggerwarnung. Wir haben hier das Video für euch. Bitte nur anschauen, wenn ihr euch dafür bereit fühlt:
A referee suffered a legitimate seizure during an OVW show and was just thrown to the side while the match kept going for a few more minutes before anyone finally checked on him.
SMH.
— FADE (@FadeAwayMedia) March 13, 2026
Wie Edwards inzwischen über X mitteilte, wurden bei ihm eine Gehirnerschütterung sowie ein Subduralhämatom (Gehirnblutung) diagnostiziert. Er erklärte, er habe sich entschieden, sich für eine gewisse Zeit komplett zurückzuziehen, um seine Gesundheit und sein Leben wieder in einen stabilen Zustand zu bringen. Gleichzeitig bedankte er sich ausdrücklich für die große Welle an Unterstützung aus der Wrestling-Community.
Finanzielle Hilfe lehnte Edwards ab und betonte, dass er in der Lage sei, die Folgen des Unfalls selbst zu bewältigen. Stattdessen rief er seine Kolleginnen und Kollegen dazu auf, Schulungen in Erster Hilfe und im Umgang mit medizinischen Notfällen im Ring zu absolvieren. Gerade in einer Sportart wie Wrestling sei es wichtig, auf Verletzungen, Erkrankungen oder andere kritische Situationen vorbereitet zu sein. Edwards stellte zudem klar, dass er niemandem persönlich böse sei und vor allem mit der Gesamtsituation und seinem anhaltenden Krankenhausaufenthalt hadere. Als nächsten Schritt nannte er eine anstehende CT-Untersuchung, nach der er im besten Fall nach Hause zurückkehren könne.
Al Snow meldet sich zu Wort
Kurz nach Edwards’ Statement wandte sich auch Al Snow, Verantwortlicher bei OVW, mit einer ausführlichen Erklärung an Fans und die Wrestling-Community. Er bestätigte, dass es sich bei der Aktion, in die Edwards verwickelt war, um einen geplanten Moment körperlicher Einbindung des Referees handelte, der zu der Kopfverletzung geführt habe. Snow ging zudem auf den Umstand ein, dass der Ringrichter üblicherweise die zentrale Kommunikations- und Entscheidungsstelle bei Verletzungen im Match sei. In diesem Fall sei jedoch ausgerechnet die Person ausgefallen, die die Situation normalerweise beurteilen und das Match stoppen würde – ein „unvorhergesehener Zusammenbruch“ der Kommunikationskette, der zur Verzögerung bei der Unterbrechung des Matches beigetragen habe.
Snow betonte, dass bei OVW die Gesundheit und Sicherheit von Wrestlerinnen, Wrestlern und Offiziellen oberste Priorität hätten. Man sei stolz auf die bestehenden Standards, erkenne aber auch, dass es immer Raum für Verbesserungen gebe. Vor diesem Hintergrund überprüfe OVW aktuell die eigenen Abläufe und werde mehrere Protokolle im Ring- und Ringside-Bereich anpassen und erweitern.
Konkret kündigte Snow folgende Maßnahmen an:
verbesserte Kommunikationswege während der Matches
zusätzliche Schulungen und Trainings für Referees
erweiterte Reaktionsmechanismen am Ring, um kritische Situationen schneller erkennen und angemessen reagieren zu können
Zugleich dankte Snow den Fans für deren Anteilnahme und unterstrich die Bedeutung von Transparenz in solchen Situationen. OVW werde weitere Informationen teilen, sobald es angemessen sei, und bat die Community, Dallas Edwards während seiner Genesung in ihren Gedanken zu behalten.
Tony Evans schildert den Vorfall aus seiner Sicht
Mittlerweile meldete sich auch Tony Evans via Social Media zu Wort. Er war der Wrestler, der Edwards auf die Seite schob. Evans schilderte, dass es sich um ein langes, komplexes Match mit vielen Beteiligten und geplanten Referee-Bumps gehandelt habe. Aus seiner Sicht lief der Spot mit Edwards zunächst wie vorgesehen. Als er später neben Edwards zu Boden ging, habe er sich auf die anderen Wrestler konzentriert und nur am Rand wahrgenommen, dass der Referee noch in der Ringmitte lag. Da Edwards bei gemeinsamen Matches üblicherweise „tot“ mitgeht, wenn er bewegt wird, habe Evans ihn – wie gewohnt – mit dem Fuß aus dem Weg schieben wollen, ohne die Schwere der Situation zu erkennen.
Erst nach der nächsten Aktion habe er gesehen, dass mehrere Personen um Edwards herum im Ring standen, und begriffen, dass etwas ernsthaft nicht stimmte. Evans betonte, er habe in dem Moment nicht erkannt, dass Edwards einen Anfall hatte. Hätte er das gewusst, hätte er sofort versucht zu helfen. Er unterstrich, dass für ihn im Wrestling nichts wichtiger sei als die Sicherheit aller Beteiligten und keinerlei böse Absicht hinter seinem Handeln stand.
Quellen: Fightful, Social Media (Dallas Edwards, Al Snow)




4 Antworten auf „Schwerer Unfall bei OVW: Referee erleidet Anfall, Wrestler führen Match fort (inkl. Video) – Al Snow bezieht Stellung“
Wo war da ein Arzt in der Nähe des Rings? Selbst die Dame am Kommentar hat nahezu sofort die Lage erkannt.
Mr. Al „ich wette wenn ein Wrestler im Ring stirbt ist es bei einer AEW Show“ Snow müsste doch als Miteigentümer und ehemaliger Wrestler doch besser wissen wie es mit Personal am Ring auszusehen hat. ich glaube nicht das in seiner WWF zeit jemals ein Match gab wo kein Arzt in unmittelbarer Nähe alles beobachtet hatte und sofort zur Stelle war wenn etwas nicht stimmt, wie es bei einer Wrestling Show auch sein sollte.
Also um den Ernst der Lage dort nicht zu erkennen, musste man schon ganz schön in seinem eigenen „Tunnel-Modus“ unterwegs gewesen sein …
Gute Besserung an den Referee und hoffentlich werden dort wirklich Verbesserungen vorgenommen
Wrestling ist Fake? Rrrrrischtig! Mal sehen, wann der erste dieser Kommentare kommt.
Gute Besserung an den Ringrichter. Hätte mehr Eigenkretik von Al erwartet, dass OVW Fehler gemacht hat.
OVW sind die XPW des Show Wrestlings. 🙂 Aber ja, ich glaube so ziemlich jeder der die Liga kennt hat mehr Professionalität erwartet.