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Wir befinden uns wieder auf dem Weg zum größten Wrestling-Festival Europas, dem wXw „16 Carat Gold“-Tournament. Vom Freitag, 6. März, bis Sonntag, 8. März 2025, präsentiert die wXw ihr alljährliches Wrestling-Festival, natürlich mit dem namensgebenden Turnier, aber auch vielen weiteren Veranstaltungen. Als offizieller Sponsor des Events haben wir von Wrestling-Infos.de wieder die Möglichkeit erhalten, einige der Teilnehmer*innen zu befragen.
Das erste Interview unserer 16 Carat Gold 2026-Reihe durften wir mit Dieter Schwartz führen. Es wurde am 01. März 2025 aufgenommen.
Das ganze Interview könnt ihr euch auf YouTube ansehen oder in unseren Podcast-Kanälen anhören.
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16 Carat Gold
Auch wenn Dieter Schwartz noch nicht so lange Teil der wXw ist, hat er sich schnell hochgearbeitet. Nachdem er 2025 am 16 Carat Gold-Wochenende 2025 bereits Teil von Ambition 16 war, ist er dieses Jahr Teilnehmer sowohl des 16 Carat Gold Turniers als auch von Ambition 17. Am 21. Februar bei wXw Dead End 2026 konnte er sich gegen Bobby Gunns, Peter Tihanyi und Zoltan durchsetzen und so das wXw 16 Carat Gold Prelude-Match gewinnen. Nun freut er sich darauf, einmal das ganze Wochenende erleben zu dürfen.
„Ich war vor fünf Jahren oder so mal bei einem Carat als Zuschauer und habe wirklich das ganze Wochenende mitgenommen. Also, es hieß für mich wirklich von Show zu Show laufen. Da war ich auch schon aktiv im Ring, aber trotzdem nur backstage dabei und habe ein bisschen zugeschaut. Das war schon ziemlich verrückt, wirklich den ganzen Tag nur mit Wrestling zu tun zu haben und ich freue mich darauf, einfach mal auf der anderen Seite zu stehen, im Ring zu sein, die Leute zu unterhalten. Also, einfach diese ganze Experience mitzunehmen, das ist das, auf was mich am meisten freut.“
Natürlich freut er sich insbesondere auf seine beiden Erstrundenmatches, sowohl bei dem 16 Carat-Turnier also auch bei Ambition, da beide Matches für ihn Dreammatches sind. Bei 16 Carat Gold geht es für ihn in Nacht 1 zunächst gegen die japanische Wrestlinglegende Tetsuya Naito.
„Denke, wenn man so einen Gegner hat, dann versucht man sehr mit Respekt ranzugehen, weil man hat natürlich gesehen, wo er war und ich habe ihn natürlich auch gesehen in seiner Zeit, wo er ganz ganz oben war und was er da geleistet hat. Deswegen ist es für mich natürlich eine riesige Ehre und ich möchte einfach das Match mit ihm abliefern, dass er damit zufrieden ist, dass ich damit zufrieden bin. Das ist das Wichtigste.“
Auch sein Ambition-Gegner ist ein Traumgegner: sein Trainer Axel Tischer. Im Finale von 16 Carat Gold wäre das Match aber natürlich noch einmal ein besonderes Highlight.
„Also, ich habe schon mal gegen ihn gewrestelt, aber es ist mein Trainer, Axel Tischer. Ich glaub, das wär so ein Ding, was für mich riesengroß wäre, weil er hat mir so viel geholfen und er hat mir, als er mit seiner neuen Wrestlingschule angefangen hat, Wrestling quasi noch mal neu beigebracht. Deswegen wäre es für mich ein Gegner, der schon eine große Besonderheit hätte und er bringt auch einen Stil mit, den ich liebe und den ich natürlich ziemlich ähnlich fahre, würde ich sagen. Deswegen wäre das eigentlich so mein Traumgegner, wenn ich im Finale wäre.“
Training
Nachdem er ab 2015 mit Wrestling in Dresden begonnen hat, hat er mit Axel Tischers Rückkehr nach Deutschland nochmal ein neues Kapitel begonnen.
„Und als der Axel dann natürlich aus Amerika zurückkam, hat er sich das Ganze geschnappt und das Sportcenter Dresden aufgemacht. Und seitdem ging eigentlich alles noch mal so ein bisschen von neu los, weil die Art von Training, die dort geboten wird, im Vergleich zu dem, was wir damals bieten konnten, in der Turnhalle, ist halt komplett anders. Du hast immer einen Ring, du hast Toptrainer wie Lawrence Roman und Axel Tischer. Das ist einfach noch mal ein komplett anderer Leistungsaspekt.“
Und mit dem neuen Training kamen auch weitere Optionen.
„Durch diese Schule ist man einfach qualitativ so viel besser geworden und man wurde dadurch auch von den Promotern außerhalb besser angesehen. Einfach weil die wussten, Axels Schule ist vielleicht nicht so schlecht und dann konnte man sich auch besser zeigen. Ich habe es davor auch probiert, aber wie gesagt, die Bedingungen damals waren wahrscheinlich einfach nicht so gut, wie sie sein sollten. Und vielleicht hier und da auch die einzelnen Schritte, die man selber gemacht hat, waren nicht immer so die schlausten, weil man es halt einfach nicht anders kannte. Und durch Axel und die Schule, wie gesagt, da konnte man alles noch mal so ein bisschen auf Null stellen und von vorne anfangen. Ich glaube, das war so der ausschlaggebende Punkt. Also ich sag mal so, meinerseits war es eigentlich nie so, dass ich nicht Wrestling machen wollte, sondern ich wollte es immer machen und ich wollte es immer möglichst viel machen. Nur damals hatte man nicht so den Werkzeugkasten, den man jetzt bekommen hat, um das alles umzusetzen.“
Sein Gimmick
Bevor er der „Catch Connaisseur“ wurde, dachte er aber über ein Comedy Gimmick nach. Sein jetziger Charakter hat sich mit der Zeit entwickelt.
„Ich war oder ich wollte damals einfach unterhalten, das war einfach so mein Ding. Ich wollte Comedy machen, ich wollte witzig sein und ich dachte, das ist vielleicht so ein Ding, womit ich punkten kann. Ich glaube, nicht so viele wollen das machen. Ab irgendeinem Punkt habe ich gemerkt, das fruchtet vielleicht doch nicht ganz so für mich und deswegen bin ich dann umgeswitcht und das hat sich dann halt alles so natürlich entwickelt.“
„Ich war damals superblank gewesen, was halt meinen Look anging und irgendwie kam damals die Idee mit dem Handtuch und der Jacke und daraus hat sich dann irgendwie dieser Oldschool Look entwickelt, den ich weiterfahren wollte. Es war nie so wirklich mein Ziel, so dieser Catcher zu werden, aber auch durch den Stil meiner Trainer hats sich das einfach so natürlich entwickelt.“
Für den neuen Stil hat er dabei unter anderem William Regal als Vorbild.
„Also, ich schau mir super viel William Regal an. Er ist jemand, der super klassisch britisch catcht und er hat hier und da ein paar kleine Kniffe, die nicht jeder kennt heutzutage. Ich schau mir viel Kurt Angle an, Nigel McGuinness, eigentlich alle Wrestler, die technisch sehr souverän sind und konstant gute Matches abliefern, weil das ist im Endeffekt auch mein Ziel, dass ich wirklich jedes Match so gut wie möglich abliefern kann und auch mal was reinbringe, was man vielleicht heutzutage nicht mehr sieht.“
Seine Herangehensweise und sein Gimmick kommen in Deutschland allgemein, insbesondere auch bei der wXw, sehr gut an. Die Reaktionen bei wXw haben ihn dann auch etwas überrascht.
„Ich hätte nicht gedacht, dass es so positiv ist, weil letzte Woche Hamburg, da war schon sehr positiv laut für mich. Habe ich nicht ganz mit gerechnet, muss ich zugeben. Ich glaube, die Leute, die kennen mich inzwischen etwas dadurch, weil ich überall in Deutschland unterwegs bin, bei den kleineren Promotions. Aber ich hätte nicht gedacht, dass es so sehr überschwappt. Also das ist für mich dann schon ein bisschen überraschend.“
Zukunft
Nach dem Carat-Wochenende geht es für ihn wie gewohnt weiter. Dabei hat er weniger konkrete Ziele, sondern eher das Anliegen viel und gut zu wresteln.
„Also für mich ist eigentlich immer das Wichtige abzuliefern und wirklich einen guten Job zu machen. Ich würde jetzt aber nicht sagen, dass ich mich auf irgendwas Bestimmtes versteife, wo ich hin möchte. Weil im Endeffekt ist es für mich wichtig zu wrestlen und viel zu wrestlen. Ich glaube, wenn man das gut macht, Spaß daran hat und gute Arbeit abliefert, dann kommt der ganze Rest von alleine. Und ich muss auch sagen, an dem Punkt, wo ich jetzt bin, bin ich auf alle Fälle nicht unzufrieden. Also, wenn es so weitergeht, bin ich sehr zufrieden. Wenn es weiter hoch hinausgeht, bin ich noch zufriedener. Aber ich bin da jetzt nicht versteift zu sagen, ich muss jetzt auf Planet XY wrestlen. Ich bin wirklich sehr zufrieden mit dem Weg oder der Richtung, die ich gerade gehe und möchte einfach eine gute Leistung abliefern.“
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