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Wir von Wrestling-Infos.de hatten vor Kurzem die Gelegenheit, eine Vollversion von WWE 2K26 für euch anzuspielen. Diese Eindrücke möchten wir euch natürlich nicht vorenthalten. Bitte beachtet, dass es sich hierbei nur um einen ersten Ausblick auf das handelt, was wir in der begrenzten Zeit testen konnten. Einige Modi kamen zwangsläufig etwas zu kurz und wir konnten das Spiel nicht den ganzen Tag ausgiebig prüfen. Zum Releasetag erhaltet ihr daher einen ausführlichen, vollständigen Bericht. Und HIER könnt ihr das Spiel natürlich auch kaufen!
Zu Beginn fällt sofort auf, dass die Menüführung weitgehend der des Vorgängers entspricht. Auch an der Steuerung konnten wir keine grundlegenden Änderungen feststellen. Das sorgt dafür, dass man sich nicht umgewöhnen muss und sich direkt auf das Wesentliche konzentrieren kann: die Action im Ring. Zu Beginn wählt ihr wie gewohnt Matchart, Arena und euren WWE-Superstar, ganz im Stil von WWE 2K25. Die Auswahl an aktuellen Superstars und Legenden ist erneut riesig.
Aus einem älteren Teil der Reihe zurückgekehrt ist die Option, gegen einen „Mystery Opponent“ anzutreten, was für zusätzliche Abwechslung sorgt. Unser erstes Match lautete CM Punk vs. „Mystery Opponent“, der sich anschließend als „Rowdy“ Roddy Piper entpuppte.
Neu ist in diesem Jahr zudem die Möglichkeit, während des Entrances entweder Pyro auf der Bühne, Feuer an den Ringpfosten oder jeweils eine Face-/Heel-Geste auszuführen. Das ist ein nettes zusätzliches Feature, wirkt aber noch ausbaufähig. Die Auswahl an Gesten ist derzeit recht begrenzt und Pyro- sowie Feuereffekte überschneiden sich teilweise mit den regulären Effekten des Entrances, was stellenweise etwas überladen wirkt.
In Sachen Präsentation vor, während und nach den Matches muss man 2K loben. Durch den Wegfall der alten Konsolengeneration kann die neue Hardware besser genutzt werden. Die Texturen wurden deutlich verbessert, wodurch Ring Gear, Entrance Gear und auch die Wrestler-Modelle sichtbar an Detail und Glanz gewonnen haben.
Zurück zur Action im Ring: Vor Matchbeginn wurde ein weiteres Feature aus älteren Teilen integriert, das für zusätzliche Variation sorgt. Man kann auswählen, ob man mit einem Staredown startet, die Fans anheizt, einen Handshake anbietet oder direkt auf den oder die Gegnerin losgeht. In unserem Fall kam es zunächst zum Handshake, bevor der Heel Roddy Piper uns im Anschluss hinterhältig attackierte.
Am eigentlichen Matchablauf wurden keine grundlegenden Änderungen vorgenommen und wie bereits erwähnt, entspricht die Steuerung im Kern der des Vorgängers. Leicht angepasst wurde allerdings das Stamina-System: Wer zu viele Angriffe und Konter hintereinander ausführt, bekommt kurz darauf einen lilafarbenen Kreis über der Spielfigur angezeigt. In dieser Phase kann man sich zwar bewegen und schlagen, aber weder rennen noch kontern und ist so anfälliger für gegnerische Aktionen. Insgesamt wirkt es so, als arbeite 2K in die richtige Richtung. Viele Punkte benötigen noch Feinschliff, erscheinen aber grundsätzlich optimierbar.
Wir haben außerdem einen 10-Superstar-Royal-Rumble getestet. Dabei wurde uns erst beim Start des Matches bewusst, dass mittlerweile in so gut wie jedem Modus Intergender Matches möglich sind. So mussten wir zum Beispiel mit ansehen, wie Wren Sinclair JC Matteo regelrecht dominiert hat.
Aufgrund der technischen Ausrichtung wurden die Einzüge der späteren Rumble-Teilnehmenden stark verkürzt und überwiegend in Form von Split-Screen-Run-ins dargestellt. Vollständige Entrances oder superstarspezifische Auftritte – wie sie zumindest den ersten beiden Teilnehmenden zuteilwerden – fallen bei den weiteren Einzügen weg. Neu ist außerdem, dass sich Tag Teams oder Trios im Ring gegenseitig nicht angreifen. Sollte die KI versehentlich einen Verbündeten attackieren, entwickelt sich ein kurzes Handgemenge, bleibt aber überschaubar.
Der Royal Rumble macht wie jedes Jahr Spaß, lässt aber noch Luft nach oben – etwa bei der Inszenierung der Entrances, anspruchsvolleren Eliminierungen oder möglichen spektakulären Rettungsaktionen à la Kofi Kingston, wie man sie von Premium Live Events kennt.
2K Showcase
Beim Hands-on darf der diesjährige Showcase-Modus selbstverständlich nicht fehlen, der in diesem Jahr klar im Zeichen des Coverstars steht. Erstmals kann man sich entscheiden, ob man alle Matches klassisch nacheinander spielt oder direkt eine größere Herausforderung sucht. In diesem Fall bestreitet man ein Gauntlet mit CM Punk oder AJ Lee, besiegt der Reihe nach 20 andere Superstars und schaltet so sämtliche Belohnungen in einem Rutsch frei. Wer es traditioneller mag, kann seine Inhalte wie gewohnt Schritt für Schritt erspielen.
Wie in den Vorjahren bildet der Showcase das Herzstück der Reihe und ist entsprechend reich an Cutscenes und In-Game-Zwischensequenzen. Das erste Match stellt gefühlt den bislang letzten großen Meilenstein in Punks Karriere dar: ein Triple-Threat-Match zwischen Punk, Reigns und Rollins bei WrestleMania 41. Bevor das Match so endet, wie man es kennt, wird zu CM Punk selbst geschaltet, der die Spielenden auf eine Reise durch prägende Kämpfe seiner WWE-Zeit mitnimmt – inklusive Matches, die es vermutlich gegeben hätte, wäre sein Abgang 2013 nicht erfolgt, sowie persönlichen Traumpaarungen, die wohl nie Realität werden.
Wer das zweite Showcase-Match nicht gespoilert bekommen möchte, liest nach dem folgenden Abschnitt weiter.
MyFaction
Wer MyFaction bereits in den vergangenen Jahren gerne gespielt hat, wird auch diesmal auf seine Kosten kommen. Wieder dabei sind zeitlich begrenzte Live-Events, über die man unter anderem Packs und Persona Cards freischaltet, ebenso die bekannten Modi World Tour, Faction Wars und Weekly Tower. 2K betont, insbesondere an MyFaction weitergearbeitet zu haben, etwa an der World Tour. Durch verschiedene Matches lassen sich hier Belohnungen erspielen, die anschließend in allen Modi des Spiels genutzt werden können. In welchem Umfang sich der Modus im Vergleich zum Vorgänger tatsächlich weiterentwickelt hat oder ob viele Elemente unverändert geblieben sind, klären wir in unserem ausführlichen Bericht zum Release.
The Island
Als zweites Herzstück des Spiels kehrt The Island zurück – diesmal auch für PC-Spielende. Wer den Modus im vergangenen Jahr verfolgt hat, kann erahnen, was nach den damaligen Ereignissen passiert ist: Die Insel ist im Chaos versunken. Nach dem Ende von Roman Reigns wurde sie in mehrere Territorien aufgeteilt, angeführt von Cody Rhodes, CM Punk und Rhea Ripley. Zu Beginn schließt ihr euch einer dieser Fraktionen an und kämpft anschließend um die Vorherrschaft.
Im Vergleich zum Vorjahr wirkt der Modus etwas lebendiger. Statt nur stumpf zu Punkt A zu laufen, einen kurzen Text zu lesen und direkt ins Match geschickt zu werden, sorgen zusätzliche Cutscenes und mehr vertonte Dialoge der Superstars für etwas mehr Atmosphäre. Natürlich kann 2K nicht jeden Modus so ausgestalten, dass alle Wünsche erfüllt werden, aber dadurch, dass The Island nun im zweiten Jahr in Folge vertreten ist, mit neuen Möglichkeiten und frischen Storylines, rechnen wir mit vielen unterhaltsamen Stunden auf der Insel.
Ringside Pass
Zum Schluss haben wir uns den neuen Ringside Pass angesehen, der als überarbeiteter DLC-Plan fungiert. Das Konzept ist grundsätzlich interessant, da es Spielende motiviert, stetig Fortschritte zu machen und neue Stufen zu erreichen. Jede veröffentlichte Season bietet die Möglichkeit, bis auf Stufe 40 aufzusteigen. Mit der Standard-Version schaltet man bis dahin reguläre Inhalte frei; wer die Season separat erwirbt oder zur großen Edition greift, erhält zusätzlich Premium-Boni.
In nahezu allen Modi – mit Ausnahme des Online-Modus – sammelt man Erfahrungspunkte und steigt so Stufe um Stufe auf. Das sorgt dafür, dass der Ringside Pass durchaus Anreiz bietet, über viele Stunden hinweg zu spielen, um sämtliche Belohnungen freizuschalten.
Fazit
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass wir in der kurzen Testphase zahlreiche Eindrücke sammeln konnten – manche sehr positiv, andere mit Verbesserungspotenzial. WWE 2K26 ist auf den ersten Blick nicht die radikalste Weiterentwicklung der Reihe, bleibt aber der eingeschlagenen Linie treu. 2K schafft es nach wie vor, mit einzelnen Matches und Spielmodi für unterhaltsame Momente zu sorgen und uns das ein oder andere Lächeln ins Gesicht zu zaubern.
Unser Dank gilt 2K Deutschland und FINN Partners, die uns den Test des Spiels ermöglicht haben. Wir blicken einem spannenden Release Day entgegen und sind gespannt, wie sich WWE 2K26 in der finalen Fassung schlagen wird.



