WWE buhlt weiter um MJF – Zudem äußert er sich negativ über CM Punks „Kurswechsel“

13.02.26, von Thomas "Tommy" Windmann

AEW MJF

By Super Festivals - https://www.flickr.com/photos/superfestivals/53896134778/, CC BY 2.0, Link

WWE buhlt weiter um MJF – Zudem äußert er sich negativ über CM Punks „Kurswechsel“

AEW World Champion MJF hat sich in einem ausführlichen Gespräch in der aktuellen Ausgabe von „Insight with Chris Van Vliet“ sowohl zu seinem eigenen Marktwert im Verhältnis zu WWE als auch zu seiner Sicht auf CM Punk geäußert. Dabei betonte er, dass WWE weiterhin starkes Interesse an ihm habe, zugleich aber AEW als seine erste Adresse sieht und seine Rolle als Aushängeschild der Promotion ernst nimmt.

Im Rückblick auf die „bidding war of 2024“-Storyline erklärte MJF, dass WWE bereits damals sehr interessiert gewesen sei und dies bis heute geblieben ist. Er habe mehrere Gespräche mit ranghohen Verantwortlichen geführt. Gleichzeitig stellte er klar, dass er sich als Profi versteht: Wenn er einen Vertrag unterschreibe, stehe er voll hinter den entsprechenden drei Buchstaben – aktuell also AEW. Ob er alles, was er in diesem Zusammenhang öffentlich über AEW sagt, tatsächlich innerlich genauso empfindet, ließ er bewusst offen und bezeichnete diese Unschärfe als Teil seines Selbstverständnisses als Performer. Unabhängig davon könne er aber in die Kamera schauen und sagen, dass er hinter seinen bisherigen Aussagen steht.

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MJF nutzte das Interview, um AEW als starke Alternative im Wrestling-Markt zu präsentieren. Die Promotion liefere aus seiner Sicht ein „gourmet“-Produkt und verfüge mit Namen wie Hangman Page, Swerve Strickland, Kenny Omega, Jon Moxley, Samoa Joe, Darby Allin und Will Ospreay über Stars, die im Mainstream bekannt seien. Bereits bei seiner ursprünglichen Vertragsentscheidung 2019 habe er AEW aus Überzeugung gewählt: Er schilderte ein zweistündiges Telefonat mit Tony Khan, in dem beide ihre gemeinsame Vorliebe für Old-School-Territory-Wrestling diskutierten. Vor diesem Hintergrund sei der Schritt zu AEW damals für ihn „ein Selbstläufer“ gewesen.

Zur Frage eines möglichen Wechsels zu WWE sagte MJF, er sei sicher, dass er auch dort erfolgreich gewesen wäre – und es im Falle eines zukünftigen Engagements ebenfalls wäre. Er habe Respekt vor der dortigen Arbeit und dem Produkt und sei überzeugt, dass WWE auch AEW respektiere, was er unter anderem daran festmacht, dass man wiederholt versuche, AEW durch Gegenprogrammierung und andere Maßnahmen im Wettbewerb zu schwächen. Das sei aus seiner Sicht „kluges Business“: Beide Seiten versuchten, die jeweils andere zu übertreffen. Letztlich habe er sich aber für AEW entschieden, weil er dort mehr kreative Freiheiten gesehen habe. Mittlerweile sei sein Status so gefestigt, dass er nach eigener Darstellung „ohne Leine“ agiere.

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MJF betonte, stolz darauf zu sein, ein Teil von AEW zu sein, und sieht seine Aufgabe als World Champion darin, Tickets zu verkaufen, gute Einschaltquoten zu sichern und damit die Basis für TV-Verträge zu stärken. Er wisse nicht, was die Zukunft bringe, gehe aber aktuell davon aus, dass AEW seine Heimat bleiben wird.

Im zweiten Teil des Gesprächs blickte MJF auf seine Fehde mit CM Punk in AEW zurück und ordnete Punks aktuelles Auftreten in WWE ein. Er wünsche Punk, dass dieser seine jetzigen Erfolge genießen könne. Gleichzeitig stellte er fest, dass vieles, was Punk heute sage, im Widerspruch zu Aussagen aus der Zeit bei AEW stehe. Manche würden das als widersprüchlich oder heuchlerisch bezeichnen, kommentierte er, fügte aber hinzu, dass es nicht seine Aufgabe sei, Punk öffentlich ein solches Etikett zu geben.

MJF hob hervor, wie sehr ihn die Rivalität mit Punk persönlich und beruflich geprägt habe. Durch seine „Abneigung“ gegen Punk habe er viel gelernt, insbesondere den Unterschied zwischen „gut“ und „großartig“. Er machte deutlich, dass seine persönliche Meinung zu Punk unverändert negativ sei, räumte aber ein, dass er fachlich von der Zusammenarbeit profitiert habe. Eine zentrale Erkenntnis für ihn sei, dass Wrestlerinnen und Wrestler, die von den Fans als „gut“ wahrgenommen werden, sich eher Fehler leisten können, während Personen, die als „großartig“ gelten, deutlich strenger beurteilt werden.

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Im Interview wurde auch ein Beispiel aus ihrer gemeinsamen AEW-Zeit aufgegriffen: Damals hatte Punk im Rahmen der Fehde gegen MJF die zweitägige WrestleMania bei WWE als „buy-one-get-one-free extravaganza“ verspottet. Heute äußert sich Punk hingegen deutlich positiver über das Event und betont, beide Nächte seien gleich wichtig (HIER). Während Fans ihn für diese Kehrtwende teils als Heuchler bezeichnen, erklärt Punk, er habe damals schlicht eine Promo gehalten. Aus seiner Sicht seien genau jene Fans, die sich an solchen Widersprüchen aufhängen, am leichtesten zu „worken“.

MJF stellte zum Abschluss klar, dass er nicht wolle, dass seine Aussagen so interpretiert werden, als würde er schlecht über Punk oder WWE sprechen. Beide seien aktuell World Champions in ihren jeweiligen Promotions: er selbst als AEW World Champion, Punk als World Heavyweight Champion bei WWE.

Diskutiert hier über die Aussagen von MJF!




8 Antworten auf „WWE buhlt weiter um MJF – Zudem äußert er sich negativ über CM Punks „Kurswechsel““

Lobo sagt:

Punk hat ja nicht erst bei AEW die Promos und Aussagen gegenüber WWE gemacht und es kann keiner sagen, dass er das damals nicht so gemeint hat. Er hat seine Meinung erst geändert, nachdem er es sich mit AEW endgültig verscherzt hatte.

Wrestling Observer sagt:

Eigentlich ist alles das Realität geworden, was MJF in der Promo mit Punk bei Dynamite am 24.11.2021 gesagt hat.

SCSA sagt:

Aber MJF ist sehr jung. Seine Geschichte wird bei AEW bald gu Ende erzählt sein und dann geht er zur WWE.

Lobo sagt:

@SCSA…du weißt, dass er kurzzeitig mal bei WWE war und die nicht erkannt hatten, was er kann? Ich glaube eher, dass er mit den Fanlagern spielt und doch eher bei AEW bleiben wird anstatt sich in das WWE-Korsett stecken zu lassen bezüglich Promos und In-Ring-Aktionen. Aber kann natürlich sein, dass er dann zum Ende seiner Karriere dann doch zu WWE wechselt, um dort ne ruhige Kugel zu schieben.😉😂😂

DDP81 sagt:

er ist noch jung. es wird davon abhängen, wie sich AEW entwickelt, wie er sich entwickelt. und man kann davon ausgehen, dass es bei wwe landen wird. wobei man sich die Entwicklung von WWE abwarten muss.
aber ich glaube, und hoffe, dass er nochmal für 4, 5 Jahre bei AEW unterschreiben wird. danach ist er Ende 30 , hat AEW vermutlich geprägt wie kein anderer, zumindest wie kaum ein anderer …aber wie gesagt..es wird abhanden von:
bleibt er gesund ?
wie entwickelt sich AEW?
wie gut wird er sich mit TK verstehen? wie Gut fühlt er sich behandelt?
wie wird wwe in ein paar Jahren sein ?

davon wird einiges anhängen, ob er sich und wann er sich für einen wechsel entscheiden wird. selbst wenn alles passt wird es vermutlich irgendwann soweit sein, alles wurde erzählt und vllt sucht er dann die Herausforderung.

SCSA sagt:

Wie kommst du auf ruhige Kugel zu schieben?

WWE und AEW unterscheiden sich deutlich in ihrem Arbeitsplan und der Arbeitsbelastung für Wrestler.

WWE verlangt ein hohes Maß an Verfügbarkeit: Wrestler arbeiten typischerweise 200 Tage pro Jahr und sind auf Tour, was nur wenige Tage zu Hause zulässt. Der Arbeitsplan ist streng und konsistent – gesunde Wrestler erscheinen fast immer auf den Shows, was zu einer hohen Vorhersehbarkeit führt. Die Arbeitszeit ist lang und intensiv, mit einem Fokus auf eine kleine Kerngruppe von Stars, die überwiegend im Main Event auftreten.

AEW hingegen bietet einen flexibleren und weniger belastenden Arbeitsplan: Wrestler arbeiten maximal drei Tage pro Woche, oft nur einen. Dies ermöglicht bessere Work-Life-Balance und mehr Zeit für Familie, andere Projekte oder Auftritte bei anderen Promotionen.

DDP81 sagt:

@SCSA ich glaube dieses ,“200 Tage im Jahr Ding“ gehört der Vergangenheit an. definitiv reißt die wwe mehr als AEW, aber durch den Wegfall der US Houseshows ist das alles überschaubar geworden kommen da noch 200 Tage zusammen ?

SCSA sagt:

Das ist ein kopierter Text. Keine Ahnung ob das stimmt. Das war die KI meines brave browser.

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