AJ Styles spricht über mögliches Comeback – Emotionaler Brief zum Abschied – Lob von Tony Khan

06.02.26, von Thomas "Tommy" Windmann

WWE news AJ Styles Beitrag

By Diego Serrano - WWE Royal Rumble 2024, CC BY 2.0, Link

AJ Styles spricht über mögliches Comeback

AJ Styles hat sich nach seinem Rücktrittsmatch beim WWE Royal Rumble zu seiner Zukunft geäußert und die Tür für ein mögliches Comeback zumindest einen Spalt offen gelassen. Gleichzeitig würdigte AEW-Präsident Tony Khan in einem Interview die Karriere des 48-Jährigen.

Styles verlor beim Royal Rumble in Riyadh, Saudi-Arabien, sein Retirement Match gegen Gunther, nachdem vereinbart worden war, dass er bei einer Niederlage seine Karriere beendet. Im Anschluss nahm er im Ring seine Handschuhe ab, zog sie jedoch kurz darauf wieder an – ein Moment, der viele Spekulationen auslöste. Im „What’s Your Story?“-Podcast von Stephanie McMahon erklärte Styles, er wisse selbst nicht genau, was dieser Gestenwechsel bedeute. Es werde einen Zeitpunkt geben, an dem die Handschuhe endgültig im Ring bleiben, und möglicherweise sei dieser bereits erreicht. Gleichzeitig betonte er aber das bekannte „Never say never“ und sagte, dass jeder Wrestler das Recht habe, einmal aus dem Ruhestand zurückzukehren.

Als mögliches Szenario nannte Styles ein Tag Team Match an der Seite eines seiner Söhne, sollte dieser den Schritt ins Wrestling schaffen. Sein zweitältester Sohn trainiert bereits mit ihm für eine potenzielle Karriere im Ring, auch seine Tochter und sein ältester Sohn könnten sich demnach eines Tages für Wrestling interessieren. Nur sein jüngster Sohn habe bislang kein Interesse an Sport gezeigt. Styles gab zu, er habe ursprünglich nie gewollt, dass seine Kinder ins Wrestling gehen, sehe die Branche heute aber als professioneller und sicherer als früher und würde sich daher über diesen Weg freuen. Bekannt war bereits vor dem Royal Rumble, dass Styles im Laufe des Jahres 2026 seine aktive Karriere beenden wollte. Paul „Triple H“ Levesque hofft dem Bericht zufolge, dass Styles WWE künftig in einer Backstage-Rolle erhalten bleibt. Innerhalb von WWE geht man vermehrt davon aus, dass er mit dem Wrestling noch nicht abgeschlossen hat und so ganz schließt man auch eine Rückkehr in den Ring außerhalb von WWE nicht aus.

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Emotionaler Brief zum Abschied

In der Podcast-Ausgabe wurde Styles zudem von zahlreichen Weggefährtinnen und Weggefährten gewürdigt. Unter anderem Roman Reigns, Randy Orton, Damian Priest, Shinsuke Nakamura, Xavier Woods, Abyss, Sami Zayn, The Miz und Finn Balor schickten Video- oder Audiobotschaften. Besonders Balor zeigte sich emotional und bezeichnete Styles als persönliche Referenz dafür, was es bedeute, ein Profi im und außerhalb des Rings zu sein. Er hob hervor, dass sie sich lange Zeit auf verschiedenen Kontinenten verpasst hätten und er es schätze, die vergangenen zehn Jahre gemeinsam mit Styles bei WWE verbracht zu haben.

Einen weiteren emotionalen Moment bot ein von Stephanie McMahon vorgelesener Brief von Styles’ Ehefrau Wendy Jones. Darin blickte sie auf ihren gemeinsamen Weg zurück – von den frühen Tagen in WCW über abgelehnte Chancen in der Anfangszeit ihrer Ehe bis hin zur erfolgreichen WWE-Karriere mit vier Kindern. Sie stellte heraus, dass Styles stets Gott und Familie an erste Stelle gesetzt habe und schrieb, er habe „das Haus geschlagen“: eine außergewöhnliche Laufbahn, vier besondere Kinder und eine unterstützende Ehefrau. Sie forderte ihn auf, „nach Hause zu kommen“, da die „phänomenalen Zeiten“ jetzt erst beginnen würden. Styles reagierte darauf mit den Worten, er wäre ohne seine Frau „nichts“, und äußerte Vorfreude auf gemeinsame Alltagsmomente wie morgendliche Spaziergänge und gemeinsames Training.

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Lob von Tony Khan

Auch außerhalb von WWE stieß das Karriereende von Styles auf große Anerkennung. Im Gespräch mit „The Yo Josh Martinez Show“ nannte AEW-Präsident Tony Khan ihn einen seiner Lieblingswrestler und sprach von einer „fantastischen Karriere auf der ganzen Welt“. Khan erinnerte an Styles’ frühere Stationen bei Ring of Honor und insbesondere an dessen Zeit bei New Japan Pro Wrestling. Dort habe er einige seiner persönlichen Lieblingsmatches bestritten, unter anderem das G1-Climax-Duell gegen Minoru Suzuki im Jahr 2014, kurz nachdem Styles Kazuchika Okada den IWGP Heavyweight Title abgenommen hatte. Zudem lobte Khan die Zusammenarbeit von Styles mit dem Bullet Club in dieser Phase und bezeichnete ihn als einen der ganz Großen im Wrestling.

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Zu möglichen Plänen eines Engagements von Styles bei AEW äußerte sich Khan nicht. Laut einem Bericht von Fightful war die bevorstehende WWE-Rente des „Phenomenal One“ zuletzt zwar Thema hinter den Kulissen bei AEW Dynamite (HIER), es ist jedoch unklar, ob AEW dem 48-Jährigen tatsächlich ein Angebot unterbreitet hat. Konkrete Hinweise auf einen Wechsel gibt es derzeit nicht.

Diskutiert hier über ein mögliches weiteres Match von AJ Styles!




7 Antworten auf „AJ Styles spricht über mögliches Comeback – Emotionaler Brief zum Abschied – Lob von Tony Khan“

Lobo sagt:

Styles sollte aufpassen, dass er kein zweiter Undertaker wird und mit unwürdigen (schlechten) Matches seine Legacy schädigt.

Herert sagt:

Das wird nicht passieren. Styles ist dafür viel zu schlau. Er hat es genau so gemacht, wie es jeder andere Wrestler machen sollte. Sich dem Alter anpassen.

Sicher gibt es so einige Moves, die er schon alleine wegen den strengeren Regeln bei WWE nicht zeigen darf, aber schon zu Ende seiner TNA Zeit hat er einige Dinge nicht mehr gezeigt. Beispiel Spiral Tap. Da hat er sogar selber gesagt, dass er den nicht mehr kann, weil er auch viel zu viel Angst davor hat.

Dafür hat sich aber parallel immer in Richtung Storytelling verbessert.

Und mal ganz nebenbei ist Styles mindestens tausend Mal fitter und beweglicher, als es der Undertaker je war.

Sobel sagt:

@Lobo
Die Sorge hab ich aber auch! Deswegen (Dream-Matches hin oder her) will ich ihn nicht bei AEW sehen. Dort herrscht ein wesentlich höheres Tempo, als bei WWE. Gleichzeitig haben die dort genug „Altstars“ im Portfolio, man bräuchte also nicht noch einen. Zumindest nicht für einen Langzeit-Vertrag.

DDP81 sagt:

der Punkt kein „Langzeitvertrag“ sehe ich auch so.
gegen einen one time Storyline vs Omega zum Beispiel, hätte ich aber nichts.

Rikibu sagt:

Wissen wir, was Styles noch zu leisten instande ist? Wir wissen, dass er mit dem WWE Knebel nicht so worken kann, wie er will…

Die vergangenheit hat gezeigt, dass die, die trotz WWE Korsett und schongang, durchaus in freier Wildbahn krasse Leistung abrufen können. Ob das nun ein Dusty Rhodes war, der beim ersten DoN gegen Cody ein herausragendes match geworkt hat, oder Bryan Danielson, der bei WWE eher kläglich abgedankt ist… oder ein bei WWE zurückgekehrter Edge, der dann nach Verletzung wiederkam, rumdümpelte mit seiner Clownstruppe… Copeland jedoch hat bei AEW seine Lust am Wrestling zurückerlangt, auch wenn natürlich nicht jedes Match von ihm einen neuen must see primus aufstellte… aber die Unterschiede im working war da schon erkennbar…

Dann haben wir einen Sting, den WWE unfähig war imposant einzusetzen, der an dynastischen Strukturen der Selbstherrlichkeit und DArstellung der Mc Mahnon Sippe gescheitert ist… was hat der gute alte Sting bei AEW noch für matches geliefert, bumps genommen und unterhaltendes abgefeuert… etwas, was man ihm wirklich nicht mehr zugetraut hätte…

Warum soll das für einen Styles nicht auch möglich sein? one last ride with friends sozusagen…
Da WWE inzwischen total verlernt hat, Leute mit Anstand und Würde in Rente zu schicken und Abschiede sehr schmucklos darbietet, wäre eine final friends tour von AJ doch ein grandioser Abgang der im Gedächtnis bleibt.

Der Abgang bei WWE, bei dem ein Badehosenwrestler nen sleeper ansetzt… ja hui…
da bin nicht nur ich beim zuschauen eingeschlafen, sondern AJ auch…. 🙂

Lobo sagt:

@Herert…der Taker war schon sehr beweglich für seine Größe. Alleine seine Dives über die Ringseile nach draußen beweisen das eindrücklich. Wenn man seine beiden Matches gegen HBK bei WM gesehen hat, dann weiß man, was dieser im Ring zeigen konnte. Allerdings hat er den richtigen Zeitpunkt für sein Karriereende verpasst und die letzten zwei drei Jahre seiner aktiven Zeit waren einfach nur noch schlimm anzusehen.
Wenn Styles es ähnlich wie Sting, nämlich nur noch im TagTeam anzutreten, machen würde, dann könnte es eventuell noch ein paar vernünftige Matches mit ihm geben, da er dort mehr „Verschnaufpausen“ haben könnte. Aber gerade bei Singlesmatches sehe ich eine große Gefahr eines ähnlichen Verlaufs, wie beim Undertaker.

Rosa sagt:

Du bist echt der volle Wrestling Versteher Experte.

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