
Quelle: Miguel Discart, The Undertaker April 2014, bearbeitet, CC BY 2.0
The Undertaker kritisiert „WWE: Unreal“
The Undertaker hat sich in seinem Podcast „Six Feet Under“ kritisch zur Doku-Serie „WWE: Unreal“ geäußert und gleichzeitig Einblicke in die Gedankenwelt von Cody Rhodes rund um dessen Rückkehr zu WWE im Jahr 2022 gegeben.
In der neuesten Ausgabe des Podcasts erklärte der 59-Jährige, dass er die Serie zwar handwerklich gelungen findet, aber grundsätzlich kein Freund davon ist, den Blick hinter die Kulissen zu weit zu öffnen. Aus seiner Sicht schade es dem Produkt, wenn zu viel von der Arbeitsweise im Wrestling offen gelegt wird. Er betonte, dass sein Unbehagen nicht aus der Zeit gefallen sei, sondern unabhängig davon gelte, ob man sich im Jahr 1984, 1990 oder 2025 befinde. Kayfabe sei für ihn weiterhin wichtig, weil es ein Restmoment der Zweifel und des Staunens im Publikum erhalte. Er verglich es mit einem Zauberauftritt, bei dem man ebenfalls nicht alle Tricks kennen wolle.
Gleichzeitig räumte Undertaker ein, dass ihm bewusst sei, wie seine Aussagen im Internet aufgenommen werden könnten, und dass man ihn als „altmodisch“ oder „nicht mehr zeitgemäß“ bezeichnen werde. Dennoch halte er es für problematisch, dass in der Branche inzwischen sehr offen und detailliert über interne Abläufe gesprochen werde. Selbst beim Aufzeichnen seines Podcasts gerate er in Konflikt damit, weil es schwer sei, Geschichten zu erzählen, ohne zumindest ein Stück weit „den Vorhang zu lüften“. Aus seiner Sicht brauche Wrestling trotz des heutigen Wissensstands der Fans weiterhin ein gewisses Maß an Geheimnis. Die zweite Staffel von „WWE: Unreal“ ist am 20. Januar gestartet, eine dritte Staffel ist bereits bestätigt.
Cody Rhodes spricht über Risiko seines WWE-Comebacks
Cody Rhodes war in derselben Podcast-Ausgabe zu Gast und sprach darüber, wie groß das Risiko gewesen sei, 2022 von AEW zu WWE zurückzukehren. Der aktuelle Topstar schilderte, dass allein der Rückblick auf diese Entscheidung bei ihm noch heute Unbehagen auslöse. Er habe bei AEW „einen guten Job“ gehabt – einschließlich einer Executive-Rolle – und zusätzlich zwei TV-Formate im Umfeld von Warner Media bzw. Discovery betreut. Vor diesem Hintergrund habe er intensiv abgewogen, ob der Wechsel zurück zu WWE ein Fehler sein könnte, zumal er das Gefühl hatte, dass das Unternehmen sein Potenzial in der ersten WWE-Phase nur teilweise erkannt habe.
Rhodes beschrieb sein Comeback daher als möglicherweise noch größeres Wagnis als seinen Abschied von WWE im Jahr 2016. Wäre der erneute Anlauf gescheitert, hätte das WWE wenig geschadet, für ihn persönlich aber als endgültiger Beweis gelten können, dass er nicht über das „Little League“-Niveau hinausgekommen sei. Gleichzeitig sei für ihn der Wunsch entscheidend gewesen, sich weiterzuentwickeln und sich selbst neue Ziele zu setzen, auch wenn dies bedeutete, eine vermeintlich sichere Position bei AEW aufzugeben.
Seit seiner Rückkehr hat Rhodes zwei WWE-Championship-Regentschaften absolviert und sich im Spitzenfeld der Company etabliert. Aktuell geht er in das kommende Royal Rumble PLE-Wochenende mit dem Ziel, sich nach dem jüngsten Titelverlust gegen Drew McIntyre erneut eine World-Title-Chance zu erkämpfen. Ein wesentlicher Faktor für seinen Erfolg liegt aus seiner Sicht darin, dass WWE ihn bei der Rückkehr als im Grunde „neue“ Version seiner selbst präsentiert habe: Für jüngere Fans wirke er wie ein vollständig fertiger Main-Event-Act, während langjährige Zuschauerinnen und Zuschauer durch ihr Wissen um seinen Weg vor und außerhalb von WWE zusätzlich „belohnt“ würden.
Hat der Undertaker recht mit seiner Aussage oder ist es wirklich „altmodisches Denken“?




5 Antworten auf „The Undertaker kritisiert „WWE: Unreal“ – Cody Rhodes spricht über Risiko seines WWE-Comebacks“
“ zumal er das Gefühl hatte, dass das Unternehmen sein Potenzial in der ersten WWE-Phase nur teilweise erkannt habe.“
Der meint von wegen Zeugs verkaufen, oder *g* „American“ ist doch sein absoluter Aufhänger und das Papa-Getue. Ansonsten ist der doch ein Langweiler und Quaker durch und durch, den WWE rauf gehoben und gehyped hat wie selten jemanden. Z.B. 30. rein in den Royal Rumble – und zack, oh Wunder, er hat gewonnen *augeverdreh*
Da hat Undertaker auch recht. Denn weder sein Gimmick, noch Uncle Howdy’s und alle anderen Kayfabe Gimmicks wären ohne Kayfabe überhaupt realisierbar. Dann könnte man sich auch gleich MMA oder TMA statt Wrestling Shows anschauen…wollen wir aber nicht. 🙂
@Cara…solche Gimmicks sind aber halt auch nicht mehr zeitgemäß. Ich persönlich finde es gut, dass man mittlerweile mehr erfährt, egal wodurch. Ich erinnere mich nur an so dämliche Stories, wie damals bei einer Verletzung von Cena. Da wurde den Fans dann die bescheuerte Geschichte erzählt, dass Carlito Cena in der Disco ein Messer in die Niere gestochen habe und dieser deshalb nicht auftreten könne. Zeitgleich lief aber Carlito munter in den Shows herum, ohne jemals für diese angebliche Straftat belangt zu werden….das war damals so ein großer Humbug. Jetzt stell dir mal vor, dass kleine Kinder das sehen und sich dann denken, „Heh, ist ja super, ich kann jemanden abstechen, ohne dass ich dafür bestraft werde.“ das kann doch nicht der Sinn der Sache sein, oder? Da ist es mir zehnmal lieber, wenn ich weiß, dass ein Wrestler halt verletzt ist und wie jetzt zuletzt bei Rollins, durch eine Attacke in der Show aus dem Programm genommen wird, anstatt mit so einem Schwachsinn wie damals.
Zudem kann man einigen Wrestlern halt Sympathien oder Antipathien entgegenbringen, wenn man liest, wie sie sich außerhalb der Shows verhalten gegenüber den Kollegen oder Fans, was man früher nicht erfahren hat.
Finde ich überhaupt nicht so. WWE Unreal ist super. Für mich war es zum Beispiel sehr bewegend, wie beliebt R-Truth ist. Hat mich seinen oft eher albern dargestellten Charakter doch näher gebracht.
durch das Internet ist Kayfabe ja eh kein richtiges Thema mehr. und auch Leute wie der Taker müssen eingestehen, dass die wwe für das richtige Geld halt alles verkauft ..