
Quelle: Miguel Discart, The Undertaker April 2014, bearbeitet, CC BY 2.0
The Undertaker hat in einem Auftritt im Podcast „What Do You Wanna Talk About?“ von Cody Rhodes ausführlich über seine aktuelle Arbeit hinter den Kulissen bei Lucha Libre AAA gesprochen. Seit der Übernahme der mexikanischen Promotion durch WWE im Jahr 2025 ist er dort eine wichtige Figur im Hintergrund und unterstützt unter anderem das kreative Team. Sein Ziel ist es nach eigener Darstellung, die Tradition der Promotion zu bewahren und gleichzeitig moderne Elemente wie verbesserte Storytelling-Strukturen und höhere Produktionsqualität einzubringen. Der langjährige WWE-Star beschrieb seine Vision so, dass man gewissermaßen „einen Schritt zurückgeht, um nach vorne zu kommen“. Er lege großen Wert auf physische Intensität, logische Abläufe im Ring und insgesamt nachvollziehbare Matchstrukturen. Dabei sei die Arbeit mit AAA eine besondere Herausforderung, da der Stil des mexikanischen „Lucha Libre“ – eine traditionsreiche, maskenbetonte Form des Wrestlings mit vielen Familienlinien über mehrere Generationen – sich deutlich von dem unterscheide, womit er selbst aufgewachsen sei. Wichtig sei ihm, das kulturelle Erbe mit Masken, Legenden und Familiengeschichten zu respektieren und gleichzeitig die Präsentation der Shows aufzuwerten. Undertaker betonte mehrfach, wie beeindruckt er vom vorhandenen Talent und der bestehenden Fanbasis von AAA ist. Er sehe seine Aufgabe darin, die Stärken des klassischen Lucha-Stils mit seinen eigenen Erfahrungen aus der WWE-Welt zu verbinden. So sollen bessere Produktionsstandards und klarere Storylines integriert werden, ohne den Kern der Promotion zu verändern. Ziel sei es, aus dem Zusammenspiel beider Ansätze ein Produkt zu formen, das sich für Zuschauerinnen und Zuschauer besonders attraktiv darstellt. Gleichzeitig stellte er klar, dass AAA nicht zu einem Abbild von Raw oder SmackDown werden soll. Vielmehr sollen ausgewählte Elemente des WWE-Produkts übernommen und mit dem bestehenden AAA-Stil kombiniert werden, um ein eigenständiges Angebot zu schaffen. AAA solle damit als Alternative im Wrestling-Markt auftreten – neben Formaten wie Raw, SmackDown oder anderen Promotions wie TNA – und so zur Vielfalt im Wrestling beitragen. Abseits seiner persönlichen Vision verwies der Bericht auf die jüngste mediale Entwicklung der Promotion: AAA hat zu Monatsbeginn einen neuen TV-Deal mit Fox Latin America gestartet. Die Shows werden künftig in Mexiko, Zentralamerika und weiten Teilen Südamerikas (ausgenommen Brasilien) über Fox ausgestrahlt. Außerhalb dieser Regionen sollen die Sendungen über die Online-Kanäle von WWE auf YouTube und Facebook verfügbar sein.
Der frühere WWE Intercontinental Champion Marc Mero hat auf Social Media eine alte Tantiemen-Abrechnung des Marktführers offengelegt und damit einen Einblick in seine Einnahmen aus dem Jahr 2019 gegeben. Mero, der in den 1990er-Jahren sowohl für WCW als auch für WWE (damals WWF) antrat und von 1996 bis 1999 zum festen Roster der Promotion aus Stamford gehörte, präsentierte dabei einen Scheck über 71,47 US-Dollar. In seinem Beitrag erklärte Mero, dass er häufig gefragt werde, wie viel Wrestlerinnen und Wrestler tatsächlich an Tantiemen von WWE erhalten. Als Beispiel diente ihm eine alte Abrechnung, die er mehr als 20 Jahre nach seinem Abschied von der Company in die Hände bekommen habe. Auf dieser Abrechnung sei vermerkt gewesen, dass durch seine Auftritte und Inhalte im Jahr 2019 insgesamt 39.590,81 US-Dollar an Umsatz generiert worden seien, sein persönlicher Anteil daran habe jedoch lediglich 71,47 US-Dollar betragen. Mero betonte, dies sei die Realität für viele Aktive: Zahlreiche Wrestlerinnen und Wrestler würden mithelfen, Marken, Charaktere und Momente zu erschaffen, die Fans noch Jahre später ansehen, ohne dass sich dies zwangsläufig in einer entsprechenden finanziellen Beteiligung widerspiegele. Mit dem Post wollte er nach eigenen Angaben die „Realität“ hinter den Kulissen für Zuschauerinnen und Zuschauer sichtbar machen und ein Bewusstsein dafür schaffen, wie das Tantiemen-System im Wrestling-Geschäft in der Praxis aussehen kann. Marc Mero verließ WWE vor über zwei Jahrzehnten und trat danach noch für verschiedene Promotions an, bevor er 2006 seine aktive In-Ring-Karriere beendete. Neben seinem Titelgewinn bei WWE und Erfolgen in WCW war er auch als Amateurboxer aktiv und wurde 1991 von Wrestling Observer Newsletter-Lesenden zum „Rookie of the Year“ gewählt.
I’ve been asked many times what wrestlers actually make in royalties from the WWE, so let me give you a real example.
I left the WWE years ago, and more than 20 years later, in 2019, I came across an old royalty statement. When you look at how much money many wrestlers help… pic.twitter.com/AKy5330YXv
— Marc Mero (@MarcMero) January 22, 2026
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