
Sarah Bellia, Tiffany Stratton 030725 (cropped), bearbeitet, CC BY-SA 4.0
Der im September vollzogene Start der WWE Premium Live Events (PLEs) auf der neuen Direct-to-Consumer-Streamingplattform von ESPN sorgt nun für juristische Folgen. Wie Post Wrestling und Brandon Thurston berichten, wurde am Donnerstag eine Sammelklage vor einem US-Bundesgericht in Connecticut eingereicht, in der WWE irreführende Werbung vorgeworfen wird. Kern des Vorwurfs ist die Behauptung, WWE habe den Zusammenschluss mit ESPN so beworben, dass alle bestehenden ESPN-Abonnentinnen und -Abonnenten ohne zusätzliche Gebühren Zugriff auf die WWE Premium Live Events hätten. In der Praxis traf dies jedoch nicht auf alle Dienste und Anbieter zu, über die ESPN bezogen werden kann. Nutzerinnen und Nutzer bestimmter großer Provider mussten für den Zugang zur neuen ESPN-Streamingplattform und damit zu den WWE PLEs zusätzlich 30 US-Dollar im Monat bezahlen. Auffällig ist, dass in der Klage nur WWE und nicht ESPN bzw. Disney als Betreiber der Plattform genannt werden. Nach Einschätzung von Brandon Thurston hängt dies damit zusammen, dass Disney in seinen Abonnementsverträgen Klauseln zu Schiedsverfahren und einem Verzicht auf Sammelklagen verankert hat, die die Klägerseite umgehen möchte. ESPN und die Konzernmutter Disney hatten zuvor öffentlich erklärt, man gehe davon aus, nach und nach Vereinbarungen mit allen Kabel- und Streaminganbietern zu schließen, die ESPN führen. Diese Deals sollen deren Kundschaft den Zugang zur neuen Plattform ohne Mehrkosten ermöglichen. Auch TKO-Manager Mark Shapiro hatte dies als gemeinsame Erwartung formuliert. Zum Zeitpunkt der Klageerhebung war dies jedoch noch nicht für alle großen Anbieter umgesetzt, sodass ein Teil der ESPN-Nutzenden zusätzlich zahlen musste. Die Sammelklage soll alle US-Kundinnen und -Kunden umfassen, die bereits ESPN abonniert hatten und im Zeitraum zwischen dem 6. August und dem PLE „Wrestlepalooza“ am 20. September das neue Streamingangebot kostenpflichtig buchten. Abonnentinnen und Abonnenten von DirecTV, Fubo TV, Hulu + Live TV, Spectrum und Verizon FIOS sind von der Klage ausgenommen, da sie in diesem Zeitraum über Authentifizierung bereits Zugang zur Plattform erhalten konnten. Eingereicht wurde die Klage von zwei Verbraucherinnen bzw. Verbrauchern, die in der Summe mehr als 5 Millionen US-Dollar an Schadensersatz fordern. Anspruchsberechtigte Personen sollen im Erfolgsfall anteilig entschädigt werden. In der Klageschrift wird geschätzt, dass Inhalte von WWE im genannten Zeitraum etwa 95.000 bis 125.000 Neuabschlüsse für den Dienst generiert haben. Der nächste Schritt in dem Verfahren ist eine offizielle rechtliche Stellungnahme von WWE. Wie und wann diese erfolgt, ist aktuell noch offen.
Die ehemalige WWE Women’s Champion Tiffany Stratton ist seit ihrem Titelverlust an Jade Cargill am 01. November 2025 bei Saturday Night’s Main Event in Salt Lake City, Utah, nicht mehr im WWE-TV zu sehen gewesen. Unter den Fans wurde zuletzt viel über die Hintergründe ihrer mittlerweile über zweimonatigen Abwesenheit spekuliert. Wie Dave Meltzer nun berichtet, fällt die 26-Jährige aktuell aufgrund einer Verletzung aus. Um was für eine Verletzung es sich handelt und wie lange Stratton pausieren muss, ist unklar.
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