Wie die BILD nun bekannt gab, werden die WWE-Shows auch im Jahr 2026 bei BILD+ laufen. Monday Night RAW und Friday Night Smackdown werden weiterhin live über das Angebot ausgestrahlt, während NXT auf Abruf zur Verfügung gestellt wird. Auch der diesjährige Royal Rumble wird live auf BILD+ gesendet. In den ersten 12 Monaten kostet das BILD Plus Angebot 1,99€ pro Monat (danach 7,99€ pro Monat). Auch wenn unklar ist, wie lange der Deal zwischen WWE und ProSiebenSat1 noch läuft – hier war zuletzt von März 2026 die Rede – deutet vieles darauf hin, dass die WWE-Shows in Deutschland auch dieses Jahr noch nicht über Netflix zu sehen sein werden.
Bruce Prichard hat in seinem Podcast „Something To Wrestle“ Einblicke dazu gegeben, warum WWE bei ihren Premium Live Events (PLEs, frühere Pay-per-View-Events) inzwischen in der Regel nur noch rund fünf Matches pro Show ansetzt. Über die Jahre wurde die Anzahl der Matches auf den Cards deutlich reduziert, was nach Aussage des WWE-Verantwortlichen mehrere Gründe hat. Prichard führte aus, dass Cards mit zehn Matches aus seiner Sicht für das Publikum schwer konsumierbar seien. Wenn zu viele Matches und Segmente auf einer Veranstaltung untergebracht würden, bleibe am Ende häufig nur der Main Event wirklich im Gedächtnis. Starke Momente oder Angles im früheren Verlauf der Show könnten leicht untergehen, weil Zuschauerinnen und Zuschauer im Laufe des Abends mit sehr vielen Eindrücken konfrontiert würden. Daher verfolge WWE verstärkt den Ansatz „weniger ist mehr“, auch wenn intern immer wieder der Wunsch bestehe, möglichst viele Talente auf einer Card unterzubringen. Ein weiterer Faktor ist laut Prichard die veränderte Geschäftsgrundlage durch den Wechsel vom klassischen Pay-per-View-Modell hin zum Streaming. Talente würden nicht mehr auf Basis von Pay-per-View-Verkaufszahlen bezahlt, und es gebe keine starre zeitliche Vorgabe mehr, die man durch zusätzliche Matches ausschöpfen müsse. Gleichzeitig wolle man die Gesamtlaufzeit der PLEs in der Regel unter etwa drei Stunden halten, da sich das Sehverhalten des Publikums geändert habe. Mit Blick auf Großveranstaltungen wie WrestleMania sprach Prichard auch den Wunsch vieler Wrestlerinnen und Wrestler an, Teil dieser Shows zu sein oder einen „WrestleMania-Moment“ zu erhalten. Er betonte jedoch, dass ein kurzer Auftritt auf einer ohnehin sehr vollen Card leicht untergehen könne, während sich an anderer Stelle – etwa in einem Main Event eines späteren Events oder in wöchentlichen TV-Shows – unter Umständen bessere Gelegenheiten für prägnante Auftritte böten. Abschließend hob Prichard hervor, dass wöchentliche TV-Sendungen inzwischen mindestens so wertvoll seien wie die Premium Live Events, insbesondere aufgrund der hohen TV-Rechtegebühren. Jede Minute on air sei daher bedeutsam, und Auftritte im regulären Fernsehen könnten eine ähnlich große oder sogar größere Reichweite haben als ein Einsatz bei einem PLE.
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6 Antworten auf „WWE-Shows auch im Jahr 2026 weiter bei BILDplus – Bruce Prichard erklärt geringere Match-Anzahl bei WWE Premium Live Events“
Wenn man bei Bild wwe schaut nervt die Werbung
Frage mich ja, wieviele sich denn noch an die Matchcard des letzten PLEs von WWE erinnern. Ich glaube kaum, dass die Anzahl der Matches bei der Erinnerung viel ausmacht, sondern vielmehr die Qualität der Matches. Man wird sich immer wieder an Hammermatches, oder Matches mit denkwürdigen Momenten erinnern, wohingegen eher belanglose austauschbare Paarungen nicht hängen bleiben in unserer Erinnerung. Ich nenne mal ein paar Beispiele. Das TLC zwischen E+C, Hardys und den Dudleys, der Heelturn von Hogan mit der Gründung der NWO, die Sweet Chin Music von HBK mit den Worten „I love you“ gegen Rick Flair. Ich bin mir ziemlich sicher, dass jeder, der diese Momente miterlebt hat, sich daran zurückerinnern wird.
-1,99 € im ersten Jahr, ist zwar akzeptabel, aber mir kommt einfach zu viel Werbung, darum habe ich Bild wieder abbestellt
„Mit Blick auf Großveranstaltungen wie WrestleMania sprach Prichard auch den Wunsch vieler Wrestlerinnen und Wrestler an, Teil dieser Shows zu sein oder einen „WrestleMania-Moment“ zu erhalten.“
Na dann sollte man vielleicht mal vermehrt Scramble, Gauntlet oder andere Multi-Men Match in die Shows einbinden. Dann kann man sich auch wenigstens das unsägliche Storytelling sparen, weil dafür brauchts dann absolut kein anspruchsvolles. 🙂
Weniger ist mehr😂 aber deutlich mehr Geld dabei einfahren und sich auch dabei nen ruhigen fahren! Klar! I
den weniger ist mehr gedanke finde ich sehr gut
sollte im deutschssprachigen raum auch mehr brachtet werden
keine indy veranstaltung sollte gesamt mit pause länger als 3 std dauern!
vergleicht es mit einem fußballspiel, nach 90 minuten, maximal 120 minuten ist schluss und das ist auch gut so, lieber kurz und spannend als lange und anstrengend