Paramount unterbreitet feindliches Übernahmeangebot für Warner Bros. Discovery – Kommt nun der Bieterkrieg mit Netflix?

08.12.25, von Benjamin "Cruncher" Jung

Quelle: All Elite Wrestling

Paramount hat am 8. Dezember 2025 offiziell ein Übernahmeangebot für Warner Bros. Discovery (WBD) vorgelegt. Ziel ist es, sämtliche Aktien von WBD für 30 US-Dollar pro Stück in bar zu erwerben. Das Angebot umfasst sämtliche Geschäftssegmente von WBD, darunter auch die internationalen Networks. Der Gesamtwert des Angebots beläuft sich auf 108 Milliarden US-Dollar.

Hintergrund ist die bereits zuvor kommunizierte Vereinbarung, laut der Netflix die Studiosparte und das Streaminggeschäft von WBD inklusive HBO Max für einen Betrag von 72 Milliarden US-Dollar (mit einem Unternehmenswert von 82,7 Milliarden US-Dollar) übernehmen möchte. Paramount gibt an, dass das eigene Angebot für die Aktionär:innen von WBD deutlich attraktiver sei: Im Gegensatz zur Netflix-Offerte bestünde das Paramount-Angebot komplett aus Bargeld und liege um 18 Milliarden US-Dollar über dem Gegenwert des Netflix-Deals.

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Paramount kritisiert in seiner Mitteilung, dass der Verwaltungsrat von WBD trotz sechs Angeboten in den vergangenen zwölf Wochen bislang keine ernsthaften Gespräche aufgenommen habe. David Ellison, CEO und Vorstandsvorsitzender von Paramount, betont, dass die WBD-Aktionär:innen die Möglichkeit hätten, über einen aus ihrer Sicht besseren und sichereren Deal abzustimmen. Das Netflix-Angebot beinhaltete hingegen eine Mischung aus Aktien und Bargeld, dessen Wert und Ergebnis ungewiss seien und zudem langwierige regulatorische Prüfungen auslösten.

Nach Einschätzung von Paramount würde eine Zusammenführung von Paramount und WBD die Medienlandschaft grundlegend verändern. Ellison spricht von einer möglichen Stärkung der gesamten Branche, mehr Wettbewerb, gesteigerten Investitionen in Inhalte und einer höheren Anzahl an Filmveröffentlichungen für Kinos. Das Unternehmen sieht darin Vorteile für Kreativschaffende, Konsumierende sowie für die Kinobetreiber:innen.

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Paramount betont zudem, dass der derzeitige Netflix-Deal von WBD maßgeblich auf optimistischen Annahmen zur zukünftigen Entwicklung des internationalen Netzwerks beruhe, die seiner Meinung nach nicht ausreichend durch geschäftliche Kennzahlen untermauert seien.

Mit dem nun gestarteten Übernahmeprozess geht Paramount mit seinem Angebot an die Aktionär:innen und an den Vorstand von WBD direkt. Das Unternehmen betont dabei immer wieder, dass eine Entscheidung zugunsten des eigenen Angebots nicht nur einen höheren Gegenwert, sondern auch einen schnelleren und klareren Abschluss ermögliche.

Für die Wrestling- und Medienwelt hätte ein erfolgreicher Zusammenschluss von Paramount und WBD möglicherweise Auswirkungen auf Produktionskapazitäten, Streaming-Plattformen und TV-Rechte – einschließlich vieler Sport- und Wrestling-Formate, die über die involvierten Unternehmen vertrieben werden.

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Sobald es weitere Neuigkeiten gibt, halten wir euch natürlich auf dem Laufenden.

Quellen: Fightful




7 Antworten auf „Paramount unterbreitet feindliches Übernahmeangebot für Warner Bros. Discovery – Kommt nun der Bieterkrieg mit Netflix?“

Rikibu sagt:

Der eigentliche Witz ist, dass weder Netflix, noch Paramount die erforderliche Kohle doch auch nicht flüssig haben und wieder so ein „wir stellen den Kauf der zu übernehmenden Firma als Verlust in die Bilanz der zu übernehmenden Firma ein.“ Spiel ist..
Ob ein traditionelles Filmstudio in den Händen des Kinovernichters Netflix eine kluge Wahl ist, halte ich für fraglich…

Bash sagt:

Irgendwie scheint die Sache komisch. Nicht ganz lange her, da gab es einen ähnlich großen Deal in der US Entertainment Welt. Als Microsoft komplett Activision Blizzard übernommen haben. Da wurde erst berichtet, als der Deal zwischen den Unternehmen fix war. Dwnnoch dauerte es noch zwei Jahre, bevor das überhaupt durch die Kartellämter genehmigt worden ist.
Was ist also hier los?

Kugelrund sagt:

@Bash

Das ist ganz normal, erstmal müssen sich die Unternehmen einigen bevor das Kartellamt eingesetzt wird.

Hier ist es eher spannend weil hinter paramount eine Trump supporter Familie steckt die alles tut um WBD zu bekommen.

Schotti sagt:

@Bash:

Egal, wer am Ende den Zuschlag bekommt, muss sich ebenso vor dem Kartellamt stellen. Ergo wird sich das Ganze eh bis mindestens Ende 2026 strecken und dann liegt wohl die endgültige Entscheidung vor.

Microsoft hat den Zuschlag auch nur bekommen, da sie versprochen haben ihre Spiele für ein paar Jahre auf weiteren Plattformen zu bringen.

Ich hoffe einfach, dass Netflix den Deal nicht durchbringen kann. Es würde nur der Kinobranche schaden, den Kaufpreis müssten eh die Verbraucher durch weiter steigende Abopreise bezahlen, Monopolstellungen sind nie gut, keiner weiß wie die Zukunft von Streaming aussehen wird, bekannte IPs werden ausgeschlachtet, …

Lobo sagt:

@Schotti…das mit den bekannten IPs ist ja aber schon ein alter Hut. Das sieht man ja bei Disney mit Star Wars und Marvel und bei WB mit DC, Harry Potter und der Herr der Ringe. Das das dann oft qualitativ nicht gerade das Beste ist, desto mehr ein jeweiliges Franchise ausgeschlachtet wird, hat man in der jüngeren Vergangenheit ja oft genug erleben müssen.

Bash sagt:

Lobo
Genau mein Reden. Freuen wir uns auf jährliche Batman Filme im Netflix Style. Der Dark Knight flucht nicht mehr, die Schlägereien sehen aus wie billiges Wrestling und der berühmte Scotch wird durch Grünen Tee ersetzt.
Die schaffen das ganz wie Disney/Marvel/Sony Spiderman zu einer woken Witzfigur gemacht haben.

Lobo sagt:

@Bash…du musst aber auch sehen, dass sich die Comics (insbesondere Spider-Man) durchaus im Laufe der Jahre verändert haben (und das schon vor Disney) und Spidey sich immer etwas an den jeweiligen Zeitgeist der Jugend angepasst hatte. Kannst ja mal spaßeshalber die ersten zehn bis zwanzig Ausgaben des Ultimate Spider-Man lesen, welche mittlerweile auch schon mindestens 25 Jahre alt sind, dann wirst du verstehen was ich meine. Die Serie war übrigens mMn die beste Spider-Man Serie solange Brian Michael Bendis und Mark Bagley verantwortlich waren.

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