John Cena im großen Interview über die Gründe seines Rücktritts, das Jahr 2025 und seinen Backstage-Einfluss & seinen Freund Vince McMahon

07.12.25, von Benjamin "Cruncher" Jung

Quelle: Staff Sgt. James Selesnick, John Cena 134616, bearbeitet, CC0 1.0

– Noch knapp eine Woche als aktiver WWE-Wrestler befindet sich John Cena auch medial auf Abschiedstour und bewirbt sein letztes Match. In einem ausführlichen Interview mit Bill Simmons sprach Cena ausführlich über seine Beweggründe, die Stiefel an den Nagel zu hängen, seinen Einfluss auf das Wrestling im Allgemeinen und die Freundschaft zu Vince McMahon. Wie wir HIER berichteten, sieht es nicht danach aus, dass McMahon seinem letzten Match live beiwohnen wird.

Auf die Frage, warum die Zeit gekommen ist, nun seine aktive Karriere zu beenden:

Das habe ich im letzten Jahr oft gehört. ‚Du gehst nach deinen eigenen Regeln. Das ist Blödsinn. Am liebsten würde ich das für immer machen. An alle draußen, die nicht verstehen, was WWE ist: Geht hin und erlebt es live. Wenn man die Arena betritt, spürt man einfach eine andere Energie. Das möchte ich niemals aufgeben. […] Aber mein Körper schmerzt, ich bin langsamer geworden. Ich habe mir selbst und den Fans versprochen, als ich angefangen habe, sogar bevor ich meinen ersten Titel gewonnen habe, dass ich aufhöre, sobald ich mein Niveau nicht mehr halten kann.

Auf die Gegenantwort, dass Cena in diesem Jahr seine womögliche beste Arbeit gezeigt hat:

Ja, aber das ist alles, was noch in mir steckt. Das verstehen die Leute nicht. Ich möchte auf einem Niveau aufhören, das noch passabel und in manchen Augenblicken sogar bewundernswert ist, und mich nicht auf Glück im Ring verlassen müssen. […] Ich habe noch ein letztes Match vor mir. Ich habe dieses Jahr mein Herz und meine Seele gewidmet. Es hat mir viel abverlangt, die besagten letzten 35 Auftritte zu absolvieren, wo ich im Vergleich zu früher 220 Matches im Jahr im Schlaf geschafft habe. Es ist Zeit, weiterzuziehen.

Über seinen Backstage-Einfluss und den Rückgang von „Politics“ hinter den Kulissen

Wenn meine Frau fragt: ‚Hey, du hast einen freien Tag. Was möchtest du unternehmen?‘, dann wäre meine Antwort: Jungen und aufstrebenden Talenten bei ihren Auftritten und Matches beobachten und Kritik anbieten. Das mache ich gerne in meiner Freizeit. […] Ich werde immer ein Teil davon sein. Aber, sind wir ehrlich, wie viel mehr will ich denn noch? Es gibt immer ein neues Publikum, vor dem man auftreten kann, aber vielleicht sind meine Handlungen ein Vorbild für die neue Generation. Hoffentlich sind auch meine ‚politischen‘ Handlungen im Laufe der letzten 23 Jahre ein Vorbild. Ich kann sagen, dass es aus meiner Sicht – ich weiß nicht, ob das stimmt – heute, im Jahr 2025, viel weniger Backstage-Politics betrieben werden als zu Beginn meiner Karriere im Jahr 2002. […] Ich kann zwar nicht behaupten, dass es gänzlich aufgehört hat, aber ich kann sagen, dass es stark zurückgegangen ist. Und wenn das an mir liegt, umso besser. Wenn nicht, auch gut, denn das war von Anfang an mein Ziel.

Wer sein größter Mentor und Freund im Business gewesen ist:

Vince, ohne Zweifel! Er war einfach sehr großzügig und nahm sich Zeit. Er hat Dinge erklärt, obwohl er jemand gewesen ist, der viele, wenn nicht sogar alle Entscheidungen getroffen hat. Ich bin immer auf der Suche nach einer guten Erklärung – und er hat mir immer eine gegeben. Und in jeder guten Erklärung steckte ein wertvoller Tipp. Und weil Vince sich in allen Bereichen des Geschäfts so gut auskannte, machen sich viele Wrestler:innen Sorgen um die Geschehnisse im Ring. Ich denke, einer der Vorteile, die 220 Shows pro Jahr mit sich bringen, ist das Tempo. Konzentriert man sich zu sehr auf den körperlichen Aspekt des Business, besteht die Gefahr der Erschöpfung und des Ausbrennens. Ich liebe den technischen Aspekt, aber dann habe ich mich auch für den Unterhaltungsaspekt begeistert. […]

Und danach war ich besessen – ich begann mich wahrlich für das Business zu interessieren. Und nicht nur für meine persönliche [finanzielle] Bereicherung, sondern für das Business an sich. Wie bekommen wir mehr Leute in die Arena, solche Fragen. Und der einzige Mensch, der eine gute Erklärung für viele dieser Fragen zu haben schien, war Vince. Und dadurch wurde ich mit einer Fülle von Informationen überschüttet. […]

Ich hatte volles Vertrauen in ihn. Ich glaube, dass das Gleiche auch für mich galt. Er ist nicht davor zurückgeschreckt, Dinge auszuprobieren – eine weitere Sache, die ich ebenfalls von ihm gelernt habe. Man sollte keine Angst haben, große Risiken einzugehen und dabei womöglich zu scheitern. Man muss für seine Fehler Verantwortung übernehmen.

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