Skandalakte WWE: TKO listet zahlreiche Verfahren gegen Vince McMahon und die Liga auf

07.11.25, von Thomas "Tommy" Windmann

Quelle: World Wrestling Entertainment

Im aktuellen Quartalsbericht bei der US-Börsenaufsicht (SEC) hat TKO Group Holdings mehrere laufende und abgeschlossene Rechtsverfahren rund um die WWE offengelegt. Diese betreffen unter anderem frühere Vorwürfe gegen Vince McMahon, zivilrechtliche Klagen ehemaliger Mitarbeiter und Aktionäre sowie anhängige Ermittlungen von US-Behörden.

Ermittlungen gegen Vince McMahon und SEC-Vergleich

Bereits seit Juni 2022 liefen Untersuchungen eines Sonderausschusses des WWE-Vorstands zu angeblichem Fehlverhalten des damaligen CEO Vince McMahon. Nach seinem Rücktritt im Juli 2022 blieb McMahon zunächst Anteilseigner mit Kontrollmehrheit und fungierte bis Januar 2024 in verschiedenen Führungsrollen, zuletzt als Executive Chair des TKO-Verwaltungsrats.

Die Untersuchungen sind inzwischen abgeschlossen, allerdings gehen der WWE weiterhin Anfragen und Vorladungen von Behörden zu. Am 17. Juli 2023 wurde McMahon von Bundesbehörden durchsucht und erhielt eine Grand Jury Subpoena. Am 10. Januar 2025 einigte sich McMahon mit der US-Börsenaufsicht SEC, nachdem er es versäumt hatte, bestimmte Vergleichszahlungen gegenüber dem Vorstand und der Buchhaltung offenzulegen. Die SEC sah darin eine Umgehung interner Kontrollmechanismen und eine Verfälschung der Finanzberichte von 2018 und 2021. Gegen WWE oder TKO selbst wurden keine Anklagen erhoben.

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Zivilklage einer ehemaligen WWE-Mitarbeiterin

Am 25. Januar 2024 reichte eine ehemalige WWE-Angestellte Klage gegen WWE, Vince McMahon und John Laurinaitis beim Bundesgericht in Connecticut ein. Sie wirft McMahon und Laurinaitis unter anderem sexuelle Nötigung sowie Verstöße gegen den Trafficking Victims Protection Act vor. Laurinaitis wurde am 30. Mai 2025 mit Präjudiz aus dem Verfahren entlassen, während WWE eine Verweisung in ein Schiedsverfahren beantragt hat. Diese Entscheidung steht noch aus.

Sammelklage wegen Missbrauchsvorwürfen aus den 1980er-Jahren

Am 23. Oktober 2024 reichten fünf anonyme Kläger eine Klage in Maryland gegen Vince und Linda McMahon, WWE und TKO ein. Sie beschuldigen einen ehemaligen Ringansager der WWF, sie in den 1980er-Jahren sexuell missbraucht zu haben. Am 28. April 2025 wurde die Klage um drei weitere anonyme Kläger erweitert. Die Beklagten beantragten am 11. Juni 2025 die vollständige Abweisung aller Ansprüche; eine Entscheidung steht noch aus.

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Aktionärsklagen im Zusammenhang mit der TKO-Fusion

Darüber hinaus laufen in Delaware mehrere Sammelklagen ehemaliger WWE-Aktionäre, die sich gegen die Fusion von WWE und UFC zur TKO Group Holdings richten.

Im November 2023 reichten der Laborers’ District Council and Contractors’ Pension Fund of Ohio sowie Dennis Palkon Klagen wegen angeblicher Treuepflichtverletzungen gegen frühere WWE-Direktoren, darunter Vince McMahon, Nick Khan, Paul Levesque (Triple H), George Barrios, Michelle Wilson, Steve Koonin und Frank Riddick III, ein.

Im April 2024 folgte eine weitere Klage durch das City of Pontiac Reestablished General Employees’ Retirement System, die zudem Vorwürfe gegen WWE, TKO und Endeavor Group Holdings (EGH) beinhaltete – darunter die Verweigerung von Aktionärsrechten nach dem Delaware-Gesetz (§ 262 DGCL).

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Am 2. Mai 2024 wurden die Verfahren unter dem Titel In re World Wrestling Entertainment, Inc. Merger Litigation zusammengeführt. Am 8. August 2024 bestimmte das Gericht die Laborers- und Palkon-Kläger als gemeinsame Hauptkläger. Im Oktober 2024 wurden Steve Koonin und Frank Riddick aus dem Verfahren entlassen, während gegen die übrigen ehemaligen Direktoren weiterhin Ermittlungen und Beweisaufnahmen laufen.

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2 Antworten auf „Skandalakte WWE: TKO listet zahlreiche Verfahren gegen Vince McMahon und die Liga auf“

Nebel792 sagt:

Am 17. Juli 2023 wurde McMahon von Bundesbehörden durchsucht….

Ich versuch mir das grad vorzustellen. Haben sie wenigstens Handschuhe benutzt. Wie lang hat die Untersuchung gedauert usw.
Sorry

Franky sagt:

Man kann ja über TKO sagen was man möchte, aber die wollen es jetzt wohl auch wissen. Nicht nur, dass sie sämtliche Preise erhöhen, aber die WWE wird jetzt richtig ausgeschlachtet wo es geht um noch mehr Geld zu machen, da geht man auch über „Leichen“ und will dann auch noch seine größte Veranstaltung im Jahr nach Saudi-Arabien bringen… *kotz*

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