TKO Group Holdings (NYSE: TKO) hat für das am 30. September 2025 beendete dritte Quartal einen Umsatz von 1,120 Mrd. US-$ ausgewiesen. Das entspricht -27 % gegenüber dem Quartal zuvor und spiegelt vor allem einen Sondereffekt im IMG-Segment wider: Im Vorjahr hatte IMG Erlöse rund um die Olympischen Spiele Paris 2024 vereinnahmt, die in 2025 naturgemäß entfallen. Der Nettogewinn stieg dennoch deutlich auf 106,8 Mio. US-$ (Vorjahr: 3,4 Mio. US-$), maßgeblich getrieben von niedrigeren direkten Betriebskosten. Das Adjusted EBITDA erhöhte sich um 59 % auf 360,2 Mio. US-$, die Marge verbesserte sich von 15 % auf 32 %. Der operative Cashflow belief sich auf 416,8 Mio. US-$ (+238,8 Mio. US-$ yoy), der freie Cashflow auf 398,9 Mio. US-$. Zum Stichtag hielt TKO 861,4 Mio. US-$ an Zahlungsmitteln bei einer Bruttoverschuldung von 3,759 Mrd. US-$.
Wichtig für die Vergleichbarkeit: TKO hat am 28. Februar 2025 den unter IMG, On Location und PBR (Professional Bull Riders) gebündelten Bereich übernommen. Aufgrund der „Common-Control“-Bilanzierung werden die übernommenen Aktivitäten in den historischen Vergleichszahlen so dargestellt, als hätten sie bereits in den Vorperioden zu TKO gehört. Diese Basis der Darstellung erklärt, warum die IMG-Saison- und Olympiaeffekte das Konzernbild so stark prägen.
Im Segment UFC sanken die Erlöse um 8 % auf 325,2 Mio. US-$. Der Rückgang verteilt sich auf Medienrechte/Produktion/Content (-15,8 Mio. US-$), Live-Events & Hospitality (-7,8 Mio. US-$) sowie Partnerschaften & Marketing (-3,2 Mio. US-$). Haupttreiber waren ein nummeriertes Event weniger als im Vorjahr sowie der Basiseffekt durch „UFC 306“ im Vorjahresquartal, das in der Sphere (Las Vegas) als umsatzstärkstes Event der UFC-Historie zusätzliche Vermarktungs- und Ticketumsätze generierte – inklusive erstmaligem Title-Partner-Sale. Das Adjusted EBITDA der UFC lag bei 165,6 Mio. US-$ (-15 %), die Marge ging von 55 % auf 51 % zurück. Während Direktkosten – u. a. Produktions- und Eventkosten – wegen Venue-/Card-Mix leicht sanken, stiegen Verwaltungskosten (u. a. Personal, Reisen).
Das Segment WWE wuchs deutlich: Umsatz +23 % auf 402,1 Mio. US-$. Treiber waren Live-Events & Hospitality (+31,4 Mio. US-$) mit höheren Ticketumsätzen und Site Fees – besonders durch den erstmals zweitägigen SummerSlam sowie Wrestlepalooza zum Start des neuen ESPN-Distributionsdeals. Medienrechte/Produktion/Content legten um 21,5 Mio. US-$ zu, vor allem dank höherer Gebühren für Premium-Live-Events und zusätzlicher Programmnächte. Partnerschaften & Marketing stiegen um 18,2 Mio. US-$ (neue Partner, höhere Renewal-Fees). Das Adjusted EBITDA erhöhte sich um 19 % auf 207,8 Mio. US-$ bei einer Marge von 52 % (Vorjahr 54 %). Anziehende Talent-, Produktions- und Marketingkosten sowie höhere Reisekosten dämpften die Margenexpansion, konnten aber vom Umsatzwachstum mehr als kompensiert werden.
Im Segment IMG reduzierten sich die Erlöse um 492,4 Mio. US-$ auf 336,7 Mio. US-$, fast ausschließlich wegen der im Vorjahr angefallenen Olympia-Erlöse. Trotz des massiven Umsatzrückgangs verbesserte sich das Adjusted EBITDA im Jahresvergleich um 115,6 Mio. US-$ auf 61,4 Mio. US-$ – ein Hinweis auf einen normalisierten Kostenunterbau nach dem Mega-Eventjahr und Fortschritte bei der Integration. Im Bereich Corporate & Other verbesserte sich das Adjusted EBITDA um 15,9 Mio. US-$ auf (-74,6 Mio. US-$), also eine geringere negative Beitragslast.
Auf Konzernebene sanken die direkten Betriebskosten um 572,0 Mio. US-$ (Olympia-Basiseffekt), während Abschreibungen & Amortisation um 14,2 Mio. US-$ stiegen; SG&A blieb weitgehend stabil. Das erklärt die Kombination aus niedrigerem Umsatz, aber deutlich höherem operativen Ergebnis und Cashflow.
Angesichts des laufenden Momentums – darunter neue Multiyear-Medienrechte für UFC, WWE und Zuffa Boxing, der anstehende UFC-Start bei Paramount sowie weitere Synergien aus der Integration von IMG/On Location/PBR – hebt TKO die Jahresprognose 2025 an: Umsatz nun 4,690–4,720 Mrd. US-$, Adjusted EBITDA 1,570–1,580 Mrd. US-$.
Mit robustem Cashflow, verbesserter Profitabilität und sichtbaren Skaleneffekten in den Portfolios WWE/UFC/IMG untermauert TKO die strategische Ausrichtung, margenträchtige Inhalte, Medienrechte und Event-Monetarisierung zu bündeln – bei gleichzeitig disziplinierter Kostensteuerung und Fokus auf Shareholder Value.
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