Eddie Kingston ruft Fans zu mehr Offenheit im Wrestling auf und kritisiert Gegenprogrammierung durch WWE: „Eine Seite will ein Monopol, die andere nicht.“

23.09.25, von Jens "JME" Meyer

By All Elite Wrestling - All Elite Wrestling, CC BY-SA 4.0, Link

Am Samstag traten zwei große Wrestling-Events fast zeitgleich gegeneinander an. Zwar hatte AEW die Startzeit von All Out auf 15 Uhr ET vorverlegt, doch kurz darauf kündigte ESPN umfangreiche Pre-Show-Inhalte zu WrestlePalooza an. In einem Interview mit CBS Sports äußerte sich Eddie Kingston kritisch zu dieser Konstellation. Die Maßnahmen bezeichnete er als „Bullshit“ und erklärte, dass es letztlich um Machtkämpfe zwischen den Ligen gehe: „Es ist schmeichelhaft, dass man denkt, ich könne dabei so sehr helfen. Aber am Ende ist es nur Wettbewerb. Eine Seite will ein Monopol, die andere nicht – zumindest noch nicht. Am Ende gewinnt der Wrestling-Fan.“ Kingston betonte zudem die Bedeutung mehrerer Promotions für die Aktiven im Wrestling. Da Wrestler als unabhängige Vertragspartner arbeiten, steigere die Existenz verschiedener Ligen auch ihre Verdienstmöglichkeiten. „Mehr Companies bedeuten mehr Geld. Es ist ein Geschäft, und am Ende profitieren die Fans, wenn sie offen dafür sind.“

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Außerdem sprach sich Kingston im gleichen Interview gegen Tribalismus im Wrestling ausgesprochen. Er warnte die Fans davor, sich selbst einzuschränken, indem sie nur einer Liga folgen und dadurch möglicherweise gute Matches und Geschichten verpassen. Kingston betonte, dass er zwar hin und wieder Seitenhiebe gegen WWE austeile, dies jedoch nicht aus Feindseligkeit geschehe: „Ich bin einfach im Moment bei der anderen Seite. Ich habe Freunde bei WWE, und natürlich will ich nicht, dass sie ihren Job verlieren. Es gibt kein echtes Hassgefühl.“ Er appellierte an die Fans, das „Trash Talken“ den Aktiven zu überlassen und Wrestling insgesamt zu genießen. Zur Veranschaulichung erinnerte Kingston an seine eigene Zeit als Fan in den 1990ern, als er neben der WWF auch WCW und ECW verfolgte. Nur so habe er die Vielfalt der Cruiserweights und die Innovationen von ECW erleben können. Nach mehr als einem Jahr Verletzungspause kehrt Kingston nun bei AEW All Out zurück. Dort trifft er am Samstag auf Big Bill. Die Show beginnt bereits um 15 Uhr Ortszeit, nachdem AEW die Startzeit angepasst hatte, um Überschneidungen mit WWE WrestlePalooza zu vermeiden. Dass AEW seiner Rückkehr eine so große Bedeutung beimisst, empfindet Kingston als Ehre: „Es ist schmeichelhaft, dass man denkt, ich könne dabei helfen. Am Ende ist das alles nur Wettbewerb und Machtspielerei. Aber weißt du, wer wirklich gewinnt? Die Wrestling-Fans.“

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9 Antworten auf „Eddie Kingston ruft Fans zu mehr Offenheit im Wrestling auf und kritisiert Gegenprogrammierung durch WWE: „Eine Seite will ein Monopol, die andere nicht.““

SCSA sagt:

cry baby Kingston.. Warum heult AEW? Warum sehen sie die chance nicht? Hat die WWF geheult als WCW die Überhand nahm? Nein! Sie haben Austin Vs McMahon aus dem Hut gezaubert

E-Drones-Are-The-Best sagt:

@SCSA

Welche Chance besteht denn genau darin, wenn der Marktführer ein Monopol herstellen und Arbeitsplätze vernichten will? Erklär doch mal.

Vince McMahon hat übrigens geheult, als WCW die Überhand gewann. Der Trottel hat Turner und Warner sogar Briefe geschrieben. Könnte man wissen, wenn man nicht nur den Geschichtsrevisionistischen Erzählungen von WWE glaubt. Ich hab eine Neuigkeit für dich: Das meiste, was in WWE-Dokus erzählt wird, ist nicht die reine Wahrheit, sondern zugunsten von WWE geschönt.

As WCW began to pull ahead of the WWF, McMahon sent letters to Ted Turner and the Time Warner executives. In these letters, McMahon accused Turner’s company of:
Stealing WWF wrestlers.
Using business practices that McMahon felt were damaging to the industry, specifically calling out the use of blading (cutting wrestlers to simulate blood), as documented in a February 1996 letter.
Attempting to put the WWF out of business, a goal that McMahon ironically achieved against territory-based promoters in the prior decade.

Bash sagt:

Wow, das nenne ich mal einen Squash Kommentar. Eins zu Null für E-Drones.

Euronymous sagt:

Ich erinnere mich nur zu gut an die Promo Videos mit Billionaire Ted, dem Huckster und dem Nacho-Man. WWE hat massiv geheult damals.

Lobo sagt:

@Euronmous…und nicht zu vergessen ihren Fake-Diesel und Dake-Razor, als Nash und Hall auch wechselten.

Cara Trivet sagt:

Ist doch insgesamt ein schönes Statement von Ediie. Er hat doch recht. Als „Wrestling“ Fan sollte man doch froh sein, dass es so viele Ligen wie nie zuvor gibt und unzählige Ligen Shows oder Matches gratis bei Youtune hochladen. Für jeden Geschmack gibt es das passende, warum also (ausschließlich) etwas verfolgen was einen ständig ärgert und aufregt. Würde ich ständig (nur) WWE, AEW oder TNA gucken, dann wäre ich garantiert ein depressiver Choleriker der überall nur meckert und jammert. 🙂

DDP81 sagt:

SCSA kennt vermutlich die Zeit des Monday night wars nicht und hat sich auch einfach nur nicht ausreichend informiert. Es war ihn nur wichtig sich mitzuteilen.

aber im Ernst, warum Cry Baby ? verstehe die Aussage nicht.

Euronymous sagt:

@Lobo
Zumindest der Fake-Diesel hat ja gewaltig Karriere gemacht.

Lobo sagt:

@Euronymous…tja, nachdem er ja bereits vorher einen „Zahnarzt“ spielen durfte, konnte das nächste und übernächste Gimmick ja nur besser werden.😉😂😂

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