© AEW
All Elite Wrestling Dynamite #307
Ort: OVO Hydro, Glasgow, Schottland
Datum: 20. August 2025
Zuschauer: ca. 8.000
Full Show
Zu Beginn der Show kommt „The American Dragon“ Bryan Danielson heraus und gesellt sich, in Abwesenheit von Taz als dessen Vertretung, zu den Kommentatoren Excalibur und Tony Schiavone, was von den anwesenden Fans in der Halle frenetisch gefeiert wird. Der Lautstärkepegel des Jubels übertrifft sich nun selbst, als Will Ospreay herauskommt, dessen Einzugsmusik mitgesungen wird, ehe er im Ring ein „Olé olé Ospreay“-Ständchen geträllert bekommt. Der Brite verneigt sich vor den Fans und bedankt sich bei diesen. Will habe das vereinte Königreich vermisst und schon im Taxi vom Flughafen, mit knurrendem Magen von den berühmten Sausage Rolls von Gregg`s geträumt. Mit einem Schmunzeln erinnert er sich daran, wie er sich bei seinem letzten Besuch nach einer Independent-Show abgeschossen hat und diese seine Rettung waren. Die Zuschauer reagieren ausgelassen mit lauten „Sausage Roll“-Chants.
Ospreay spricht anschließend mit zunehmend ernsterem Ton über die Attacken der Death Riders, die ihm stark zugesetzt haben. Er gesteht, dass er sich zum ersten Mal in seiner Karriere verletzlich fühlt und erklärt, dass er keine medizinische Freigabe besitzt. Dennoch beabsichtigt er beim nicht sanktionierten Match bei Forbidden Door anzutreten. Die Fans reagieren mit „Please don’t die“-Rufen. Ospreay macht deutlich, dass AEW keine Verantwortung für seinen Einsatz trage. Gleichzeitig betont er, dass ihm AEW sehr viel bedeute und er am Sonntag alles im Ring lassen werde. Er erklärt, er wolle Rache üben und die Death Riders, insbesondere Jon Moxley, in Stücke reißen.
Kurz darauf betreten die Death Riders, Jon Moxley, Claudio Castagnoli, Wheeler Yuta und Marina Shafir, in gewohnter Manier über einen Seiteneingang die Halle. Wer vom Teufel spricht … Ospreay stellt sich Moxley direkt gegenüber und macht klar, dass er Moxley jagen werde. Wenn Jon dem Ganzen ein Ende setzen möchte, so fordert Ospreay ihn auf, die Sache am Sonntag selbst zu regeln. In diesem Moment erscheinen JetSpeed, woraufhin sich Ospreay zurückzieht. Dafür betritt Hiroshi Tanahashi die Bühne, womit das erste Match des Abends beginnen kann.
1. Match
Six-Man Tag Team Match
Hiroshi Tanahashi & JetSpeed (Mike Bailey & Kevin Knight) gewinnen gegen Death Riders (Jon Moxley, Claudio Castagnoli & Wheeler Yuta) via Pinfall an Wheeler Yuta durch Hiroshi Tanahashi nach einem Flying Elbow.
Matchzeit: 10:45
Anmerkungen:
– Bereits zu Beginn werden Wheeler Yutas Aktion mit „Fuck You Yuta“-Rufen der Fans skandiert.
– Kurz darauf wartet die erste Bild-in-Bild-Werbung des Abends.
– Im ersten Match des Abends kommt es zu zahlreichen Eingriffen. Marina Shafir attackiert Kevin Knight, wird daraufhin jedoch vom Ring verbannt. Will Ospreay begleitet sie kurzerhand nach draußen, was Jon Moxley sichtlich erzürnt.
– Kurz vor der zehn-Minuten-Marke zeigen die Faces einige sehenswerte Synchronaktionen im Trio.
– Während des Matches greifen schließlich auch David Finlay, Gabe Kidd, Drilla Moloney und die Grizzled Young Veterans ein. Ospreay bringt dabei einen mysteriösen Leichensack mit zum Ring. Inmitten der Ablenkung gelingt es Hiroshi Tanahashi, Wheeler Yuta erfolgreich zu pinnen.
Doch damit ist das Chaos längst nicht vorüber: Als Ospreay auf der Rampe den Leichensack öffnen will, erscheinen die Young Bucks hinter ihm. Matt und Nick Jackson strecken Ospreay mit einem doppelten Superkick nieder, werden im Anschluss aber von Kyle O’Reilly und Roderick Strong attackiert. Auch die Death Riders mischen nun die Rampe auf. Schließlich öffnet sich der ominöse Leichensack – darin befindet sich niemand Geringeres als Darby Allin, der damit sein Comeback feiert. Neben den WarDogs mischen jetzt auch die amtierenden Trios-Champions The Opps sich in das wilde Durcheinander ein, womit die Situation endgültig eskaliert. Ein unübersichtliches Gemenge, das einem Anarchy in the Arena Match gerecht würde, bricht aus – ebenso wie ein Schwall an „AEW“-Chants von den Zuschauerrängen. Diese „Schlacht“ können die Faces für sich entscheiden und posieren anschließend im Verband neben dem Ring, während Ospreays Entrance-Theme gespielt wird.
Tony Schiavone ruft nach einer Werbeunterbrechung den „Rated R Superstar“ Adam Copeland in den Ring, der ebenfalls tosend von den Fans begrüßt wird. Kurz darauf ertönt die Musik von Copes langjährigem Tag Team Partner und so erscheint auch Christian Cage im Ring. Laute „Holy Shit“-Chants branden auf und Schiavonie merkt an, dass man die beiden lange nicht zusammen gesehen habe. Cage fordert die Fans auf, ruhig zu sein, worauf Copeland ihn direkt zur Rede stellt. Er erinnert daran, dass sie eines der besten Tag Teams aller Zeiten gewesen seien, bezeichnet Cage jedoch als „Arschloch“. Gleichzeitig betont Copeland, dass man manchmal genau so jemanden brauche – und Cage, wie es nun mal so sei, eben sein Arschloch sei. Die Fans reagieren prompt mit „He’s your asshole“-Chants.
Cage entgegnet, dass Cope ihm nach All In: Texas gesagt habe, er solle gehen und sich selbst finden. Daraufhin habe er eine Auszeit genommen. Er sagt, dass er sich gefunden habe, und wie er sich gefunden habe! Obendrein habe er dabei festgestellt, dass er keine Veränderungen mehr nötig habe, da er perfekt sei, wie er ist. Er und Copeland stünden zwar nicht auf derselben Seite, würden aber im selben Buch schreiben. Eine echte Wiedervereinigung werde es nicht geben, vielmehr handle es sich um ein Zweckbündnis: Copeland helfe ihm gegen Nick Wayne, während er Copeland im Kampf gegen FTR unterstütze. Mehr könne er nicht versprechen – doch bis Sonntag werde er der beste verdammte Tag Team Partner sein, den Copeland jemals gehabt habe. Schließlich reichen sich beide die Hand.
Daraufhin erscheinen Kip Sabian und Mother Wayne und verspotten Cage als erbärmlich. Aus dem Zwangsurlaub meldet sich kurz darauf Nick Wayne auf Krücken via Videobotschaft zu Wort: Cage habe ihm den Fuß gebrochen, weshalb er Forbidden Door verpassen und verletzungsbedingt ausfallen werde. Wäre das nicht geschehen, hätte er sowohl Cage als auch Copeland in den endgültigen Ruhestand geschickt. Nick betont, dass er beiden immer einen Schritt voraus ist. Dann folgt eine große Überraschung, als der an die Geschichte von Frankensteins Monster erinnernde Videoeinspieler ein vertrautes Gesicht enthüllt. Killswitch feiert seine Rückkehr, marschiert unbeeindruckt an Sabian und Mother Wayne vorbei und steigt in den Ring. Dort attackiert er sowohl Cage als auch Copeland und lässt beide regungslos auf der Ringmatte zurück. Shayna Wayne und Kip Sabian triumphieren derweil stolz über das vollbrachte Werk und den WWE Hall of Famern. Der frühere Luchasaurus wird zudem den verletzten Nick Wayne im Tag-Team-Match beim Pay-per-View ersetzen und dessen Platz einnehmen.
Im Anschluss wird Mark Briscoe eingeblendet, der ankündigt, MJF im Laufe der Show aufzuspüren. Tatsächlich ist Maxwell Jacob Friedman in Glasgow zugegen und sucht kurz darauf Ricochet und die Gates of Agony auf, um sich Unterstützung gegen Briscoe zu sichern, indem er eine Promo des Trios unterbricht. Ricochet erklärt, dass er Briscoe ebenfalls nicht ausstehen könne, und stimmt dem Bündnis daher nur allzu gerne zu.
2. Match
AEW Tag Title Eliminator Tournament Final – Tag Team Match
FTR (Dax Harwood & Cash Wheeler) (w/ Stokely Hathaway) vs. Brodido (Brodie King & Bandido) endet nach 30 Minuten in einem Timelimit-Draw.
Matchzeit: 30:00
Anmerkungen:
– Im nächsten Match fliegen schnell die Fetzen: Dax Harwood wirft gleich zwei Stühle in den Ring, doch der Referee reagiert geistesgegenwärtig und befördert beide sofort wieder nach draußen.
– Kurz darauf kommt es zu einer blutigen Szene – Brody King erleidet eine Platzwunde, offenbar durch eine Aktion von Stokely Hathaway. Das Publikum reagiert mit lauten „Fuck you, Stokely“-Chants, woraufhin Dax per Mikrofon Respekt für „Big Stoke“ einfordert. Die Fans lassen sich davon allerdings nicht beirren und stimmen „Bolding Bastards“-Chants an.
– Ein Highlight der Begegnung: Bandido schnappt sich die zuvor gestohlene Maske von Stokely, setzt sie selbst auf und landet anschließend einen Frog Splash – doch der anschließende Pin geht nur bis zwei.
– Nach einem intensiven Schlagabtausch, bei dem Wheeler kurz vor Schluss noch spektakulär durch einen Tisch kracht, endet das Match nach 30 Minuten schließlich ohne Sieger im Time-Limit-Draw.
Backstage kündigt Tony Khan offiziell ein 3-Way-Tag-Team-Titelmatch für Forbidden Door an, was uns auch direkt durch die Ringsprecherin mitgeteilt wird. Kurz darauf erscheint das Hurt Syndicate auf der Stage. Das Trio präsentiert sich mit den Championship-Gürteln, posiert jedoch nur kurz und zurückhaltend, bevor es wieder ernst wird. Es folgt ein Videoeinspieler zur Fehde zwischen Swerve Strickland und AEW Unified Champion Kazuchika Okada mit Don Callis.
Dann ertönt die Musik von „Hangman” Adam Page. Er kommt heraus und spricht im Ring angekommen über den Angriff durch MJF in der Vorwoche. Er bezeichnet diesen als feige und eierlos, da MJF nie den Mut habe, Dinge von Mann zu Mann zu klären. Deshalb stehe er heute auch nicht im Ring. Page kündigt an, MJF bei „Forbidden Door“ den Hintern zu versohlen.
Daraufhin ertönt zwar die Musik von MJF, doch er erscheint zunächst nicht. Stattdessen vermeldet Tony Schiavone, dass sich im Backstagebereich unschöne Szenen abspielen und sie eine Nachricht von dort erhalten haben. MJF erscheint nun auf dem Titantron und meint, Adam sei verwundbar, wenn er wütend ist. Hinter den Kulissen hat er zusammen mit Ricochet den gefesselten Mark Briscoe in seiner Gewalt. Er droht, Briscoe anzuzünden und in „Kentucky Fried Chicken“ zu verwandeln, sollte AEW World Champion Page nicht die folgenden drei Forderungen akzeptieren:
1. Der Titel kann künftig auch per Countout wechseln.
2. Der Titel kann per Disqualifikation wechseln.
3. MJF muss seinen Vertrag nicht einsetzen.
Mit einem Feuerzeug in der Hand zählt MJF bis fünf. Noch bevor er bei fünf angelangt ist, stimmt Page unter Protest und panisch zu. Dann macht er sich mit einem Stuhl bewaffnet auf den Weg hinter den Vorhang in den Backstagebereich. Tony Schiavone entschuldigt sich im Namen von AEW für MJFs Verhalten. Friedman hingegen hat sein Ziel erreicht und nennt „Hangman” spöttisch grinsend einen Helden. Backstage erwischt Page zunächst nur Ricochet und attackiert ihn. Die Security versucht einzugreifen, doch Page schlägt sie nieder, nachdem man ihm gesagt hat, dass MJF das Gebäude bereits verlassen habe. Als die Gates of Agony dazukommen, ist Page bereits verschwunden. Im Zuschauerbereich wird Persephone von CMLL eingeblendet, die es auf Mercedes Monès Titel abgesehen hat.
3. Match
Tag Team Match
Athena & Mercedes Moné gewinnen gegen „Timeless“ Toni Storm & Alex Windsor via Pinfall an Windsor durch Athena nach der Eclipse.
Matchzeit: 15:55
Anmerkungen:
– Während des Matches kommt es zu einer heiklen Szene: Athena trifft versehentlich ihre eigene Partnerin Moné, was kurzzeitig für Spannungen sorgt.
– Das Finish bringt schließlich Athena: Windsor hat Moné im Aufgabegriff, übersieht dabei jedoch, dass Athena mittlerweile die legale Frau ist. Athena nutzt die Situation, setzt ihren Finisher durch und pinnt Windsor, womit sie den Sieg für ihr Team sichert.
Nach dem Match geraten die Rivalinnen, die sich am Sonntag bei Forbidden Door gegenüberstehen werden, noch einmal kurz aneinander. Damit endet die aktuelle Ausgabe von AEW Dynamite, bevor für die vor Ort anwesenden Fans die Überleitung zu AEW Collision erfolgt.
Diskutiert auch in unserem Forum über diese Ausgabe von AEW Dynamite. Einfach HIER klicken!




7 Antworten auf „AEW Dynamite #307 Ergebnisse & Bericht aus Glasgow, Schottland vom 20.08.2025 (inkl. Abstimmung und Video der kompletten Show)“
Ja, mit mehr Publikum und Reaktionen wirkt AEW einfach anders.
Alles ganz ordentlich.
Nur das man Stipulations erzwingen kann, weil man droht jemanden öffentlich im TV an zu zünden, ist dann doch etwas too much Fantasy!
In den 90ern oder 2000ern wäre das ne passende WWE Sache gewesen.
Heutzutage, unpassend und wie erwähnt unrealistischer.
Man baut durch gute Promos mit realen Hintergründen was auf und zerstört dies etwas mit solchen Storyinhalten.
MJF wird zudem immer mehr schwach dargestellt.
lasst ihn Matches gewinnen, weil er gut ist und Klasse mit Arroganz vermischt ausstrahlt.
Er wirkt wie jemand der Schiss hat, nur reden aber sonst nichts kann.
Sein Stern sinkt!
-Forbidden steht bevor,nocheinmal das wichtigste zusammengefasst,das mit Page,er zündet briscoe,wenn MJF nicht mitspielt,war in der Attitude Ära vielleicht cool,aber heutzutage,unnötig krass.
-ein doch ganz gutes Triosmatch zwischen Deathriders & Tanahashi/Jet Speed,wo es mir so vorkommt,als ob die Deathriders immer mehr Glanz(falls die jemals hatten) verlieren & in ein Prügelteam sich verwandeln.
-Der Burner war eindeutig das Match zwischen FTR & Brodido,das Draw genau richtig,beide haben diese Chance verdient.
-Das Damenmatch zwischen Athena/Mercedes vs Toni/Alex war nicht schlecht,aber hätte besser sein können.
-Wayne muss aussetzen & Killswitch kehrt als ersatz zurück,fantastisch gemacht
Grad gesehen: hat richtig Bock gemacht! Crowd war geil, gutes Wrestling und nen geiles Comeback von Lucha…Wayne wird trotzdem krass gut aufgebaut!
Warum war mir klar, dass hier wieder das „anzünden“ im Fokus stehen wird! Es ist ein Stilmittel für Hangmans Geschichte! Mehr nicht!
Freu mich auf Forbidden Door und kann hoffentlich bald Tickets für All In kaufen 🍾
Hiroshi ist einfach der beste der letzten 15 Jahre gewesen, schade dass das ACE aufhört. Okada würdiger Gegner immer gewesen, aber bei AEW ist der leider nix. Schön war die Peak Zeit vor rund 8 Jahren bei NJPW. Freue mich auf F.D. am Wochenende.
Richtig gute Show! Hoffe MJF gewinnt, falls nicht der Cowboy ist auch ganz cool 👨🌾 Bin echt gespannt auf Forbidden Door.
-ich weiß bei M.J F., auch nicht was das soll, dass man ihn so schlecht darstellt
die Story um das anzünden ist auch für mich zuviel. die Grundidee aber dennoch gut. ich finde auch echt, dass MJF zu schwach dargestellt wird. er wird nie der dominante Heel sein. soll er sich nicht. er ist immer der Typ „work smarter not harder“
dennoch geht er über Grenzen. und auch, dass er den Vertrag behält. genau so muss man das erzählen. nur dieses“anzünden einen Menschen“ ist viel zu viel, mehr Ende 90iger Trash. solide Ausgabe. hätte mir gewünscht, dass man Kenny vllt auch nochmal sieht im Bezug auf das anstehende Match. aber sonst alles im soll.