Der Verrat, der die Welt veränderte: Hulk Hogan-W-I-Special Part III

05.08.25, von Benjamin "Cruncher" Jung

Hulk Hogan Special beitrag w i intern

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Mit dem Tod von Hulk Hogan verliert die Welt eine Wrestling-Ikone und eine der prägendsten Persönlichkeiten der Popkultur des 20. Jahrhunderts. Jahrzehntelang stand er im Rampenlicht, füllte Arenen rund um den Globus und verkörperte wie kein Zweiter die schillernde Welt des professionellen Wrestlings. Kaum ein Name ist so untrennbar mit der goldenen Ära des Wrestlings verbunden wie der seine. Mit seinem markanten blonden Schnurrbart, dem durchtrainierten Körper, dem rot-gelben Outfit und seinem legendären Schlachtruf „Whatcha gonna do when Hulkamania runs wild on you?!?!?!“ prägte er nicht nur das Wrestling-Universum, sondern wurde zu einem globalen Popkultur-Phänomen – Hulkamania tobte und eroberte die Welt. In den 1980er- und 1990er-Jahren führte er die WWE (damals WWF) zu nie dagewesener Popularität und wurde zur Ikone für Millionen von Fans weltweit. Dieser Artikel würdigt das bewegte Leben, die außergewöhnliche Karriere und die bleibenden Erfolge eines Mannes, der den Wrestling-Ring zur Weltbühne machte: Hulk Hogan.

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Mit seinem legendären Titelverlust an den Ultimate Warrior bei WrestleMania VI endete eine Ära – doch für Hulk Hogan war dies nur der Beginn einer turbulenten Phase voller Höhen und Tiefen. Nach filmischen Abstechern und patriotischen Comebacks feierte der Hulkster weitere Titelgewinne, geriet jedoch in den Strudel des größten Steroidskandals der Wrestlinggeschichte und verließ schließlich den Marktführer WWF. Dieser Teil unserer Special-Reihe beleuchtet Hogans WWF-Jahre von 1990 bis 1993, seine Rückkehr nach Japan und den spektakulären Wechsel zum Hauptkonkurrenten World Championship Wrestling (WCW), der die Wrestling-Welt für immer verändern sollte. An alle meine kleinen Hulkamaniacs: Trainiert, sprecht eure Gebete, nehmt eure Vitamine und macht euch bereit für einen Ausflug in die Welt des Mannes mit den „24-inch pythons“.

In der letzten Folge unserer Special-Reihe haben wir die triumphale Rückkehr des „Hulksters“ zur World Wrestling Federation verfolgt und seine legendäre erste Regentschaft als WWF World Heavyweight Champion beleuchtet – eine Ära, die mehr als vier Jahre andauerte und das Wrestlinggeschäft revolutionierte. Wir warfen einen Blick auf seine ikonischen Fehden mit „Rowdy“ Roddy Piper, Paul Orndorff, King Kong Bundy und schließlich der historischen Schlacht gegen André the Giant bei WrestleMania III, die Hogans Status als globalen Superstar endgültig zementierte. Mit kontroversen Titelverteidigungen, einem der spektakulärsten Skandale der TV-Geschichte und unzähligen erinnerungswürdigen Matches schrieb Hogan Wrestlinggeschichte.

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Mit dem Ende seiner ersten Titelregentschaft begann eine der schillerndsten und zugleich dramatischsten Partnerschaften der WWE-Ära – die Allianz mit dem „Macho Man“ Randy Savage, besser bekannt als „The Mega Powers“. Savage gewann bei WrestleMania IV das Turnier um die vakante WWF Championship. Doch die Freundschaft zwischen Hogan und Savage war von Eifersucht und Missverständnissen geprägt. Bei einem Tag-Team-Match gegen die Twin Towers eskalierte die Situation, als Hogan Miss Elizabeth nach einem harten Bumb backstage trug, statt Savage im Ring zu helfen. Dieser attackierte Hogan daraufhin, was zum endgültigen Bruch führte. Bei WrestleMania V errang Hogan den Titel schließlich mit einem Sieg über Savage und beendete damit das Kapitel der Mega Powers.

Nach seinem Triumph bei WrestleMania V ging Hogan in eine neue Fehde mit „Zeus“, gespielt von Tommy Tiny Lister Jr., der im Film „Der Hammer“ Hogans Gegenspieler verkörperte. Zwar dominierte Hogan auch hier, doch die Popularität begann langsam abzubröckeln. Beim Royal Rumble 1990 schrieb Hogan Geschichte, als er als amtierender WWF Champion das prestigeträchtige Battle-Royal-Match gewann – zu einer Zeit, in der der Sieg noch keinen WrestleMania-Titelkampf garantierte. Eine kurze Allianz mit dem aufstrebenden Ultimate Warrior mündete nach einer versehentlichen Clothesline in eine Fehde, die schließlich im legendären Champion-vs.-Champion-Match bei WrestleMania VI gipfelte. Hogan verlor und übergab dem Warrior persönlich den Gürtel – ein fairer Verlierer, aber erstmals seit Jahren nicht mehr der Top-Champion.

Der Hulkster zog sich im Sommer 1990 zurück, um Verletzungen auszukurieren und seine zweite Hauptrolle in „Der Ritter aus dem All“ zu drehen. Doch lange blieb er nicht fern: Beim SummerSlam 1990 besiegte er den 200-Kilo-Giganten Earthquake und entfachte Hulkamania erneut. Im Frühjahr 1991 folgte eine der patriotischsten Storylines der WWF-Geschichte. Sgt. Slaughter, einst US-Held, war in der Storyline zum Irak-Sympathisanten geworden – mitten im realen Golfkrieg. Hogan triumphierte bei WrestleMania VII in Los Angeles und gewann seine vierte WWF Championship, was seine Rolle als moralisches Rückgrat der Liga festigte.

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Doch die Regentschaft war nur kurz: Beim „Survivor Series“ 1991 verlor Hogan überraschend an den Undertaker, gewann den Titel kurz darauf zurück, doch WWF-Präsident Jack Tunney erklärte den Gewinn wegen Einmischung von Ric Flair für ungültig. Erstmals in der WWF-Geschichte wurde der für vakant erklärte Titel beim Royal Rumble 1992 neu vergeben. Hogan, Favorit des Abends, wurde von Sid Justice eliminiert. Ric Flair nutzte die Gelegenheit und sicherte sich den Titel. Aus der Eliminierung entstand die Fehde Hogan vs. Sid, die bei WrestleMania VIII in einem Disqualifikationssieg für Hogan endete. Nach dem Event kündigte Hogan erstmals eine längere Pause an, was damals als möglicher Karriereabschluss gewertet wurde.

Im Frühjahr 1993 kehrte Hogan überraschend bei WrestleMania IX zurück. Nach Bret „Hitman“ Harts Titelverlust gegen Yokozuna stellte sich Hogan spontan dem neuen Champion und gewann den Gürtel in weniger als einer Minute – seine fünfte WWF Championship. Doch die Regentschaft währte nicht lange: Beim „King of the Ring“ 1993 verlor Hogan den Titel an Yokozuna, als eine versteckte Kamera „explodierte“ und ihn blendete – ein skandalträchtiges Finish und Hogans letztes Match als WWF-Champion. In den berüchtigten WWF-Steroid-Trials im Jahr 1994 sollte dem Hulkamaniac das ganz große Übel jedoch erst noch bevorstehen. Parallel zu seinem letzten Run als amtierender Champion geriet Hogan in den damals größten Skandal der Wrestlinggeschichte.

Die US-Regierung beschuldigte WWF-Chef Vince McMahon, Wrestlern anabole Steroide verabreicht zu haben. Hogan wurde vor Gericht geladen und gab unter Eid zu, in den 1980er- und frühen 1990er-Jahren regelmäßig Steroide verwendet zu haben – allerdings betonte er, nie von McMahon dazu gedrängt worden zu sein. Diese Enthüllung erschütterte Hogans Heldenimage und löste einen medialen Aufschrei aus. Obwohl McMahon 1994 freigesprochen wurde, blieb Hogans Ruf geschädigt und der Bruch mit der WWF war unvermeidlich.

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Anschließend kehrte Hogan wieder nach Japan zurück, wo er bei New Japan Pro Wrestling gegen Stars wie Keiji Mutoh und Genichiro Tenryu antrat. Dort zeigte er eine technischere Seite seines Könnens und genoss weiterhin den Respekt als ehemaliger IWGP Heavyweight Champion. Auf dem asiatischen Kontinent war Hulk Hogan einfach auf einem komplett anderen Level, brillierte insbesondere mit versierter technischer Klasse und dem Hunger nach Erfolg. Jenen, die nicht mit vertraut mit Hogans Zeit in Japan sind, empfehle ich unbedingt, einige Clips dieser Episode seiner Karriere zu sehen. 1994 unterschrieb Hogan einen der größten Verträge seiner Karriere bei World Championship Wrestling (WCW), unterstützt von Medienmogul Ted Turner. Sein Debüt-PPV-Match beim „Bash at the Beach“-PPV brachte ihm sofort den WCW World Heavyweight Title ein und katapultierte ihn an die Spitze der Company. Viele WWF-Fans empfanden diesen Schritt als Verrat, doch für Hogan begann damit eine neue Ära, die das Wrestling-Business revolutionieren sollte.

Mit dem Wechsel zur WCW war die Bühne für eine der größten Storylines der Wrestlinggeschichte geschaffen: 1996 gründete Hogan, der sich als das mysteriöse dritte Mitglied entpuppte, gemeinsam mit den Outsiders Scott Hall und Kevin Nash die legendäre „New World Order“ (nWo). Obendrein wandelte er sich vom Publikumsliebling zum gefeierten Bösewicht, von Rot und Gelb zu Schwarz und Weiß, von „The Incredible“ Hulk Hogan zu „Hollywood Hogan“.

Haltet auch Ausschau nach Teil IV unseres Specials, in dem wir Hogans Aufstieg bei WCW, die Geburt der nWo und die Wrestling-Revolution der 90er beleuchten. Diskutiert bis dahin im Forum mit vielen weiteren Wrestling-Fans über die kontroversen letzten WWF-Jahre des „Hulksters“ und seinen spektakulären Wechsel zu WCW!

Diskutiert auch in unserem Forum mit vielen weiteren Wrestling-Fans über die Karriere von Hulk Hogan!

2 Antworten auf „Der Verrat, der die Welt veränderte: Hulk Hogan-W-I-Special Part III“

Andrea gross sagt:

Bitte besser recherchieren. DAs WAR NICHT das ERSTE MAL, dass der Titel für Vakanzen erklärt wurde!!

andre und ted dibiase?! Das war das 1. Mal!!

Beast from the East sagt:

„als eine versteckte Kamera „explodierte“ und ihn blendete“ Unvergessen Carsten Schaefer:“Du
Günter (Zapf RiP) da ist, glaube ich der Blitz explodiert.“ 😂

Schöne Serie bisher (eigentlich alle davon). Lese sowas immer wieder gerne und erinnere mich dann gerne an diese Zeiten zurück.

Bei der nWo Bildung und dem ersten Interview (im Ring bei Bash at the Beach während gefühlt alles Mögliche an Gegenständen Richtung Ring flogen) von Hogan war auch Peter William (RiP) legendär als er Hogan übersetzte „Und ihr haltet jetzt alle euren Muuuund!“😂








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