Der ewige World Heavyweight Champion: Hulk Hogan-W-I-Special Part II

29.07.25, von Benjamin "Cruncher" Jung

Hulk Hogan Special beitrag w i intern

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Mit dem Tod von Hulk Hogan verliert die Welt eine Wrestling-Ikone und eine der prägendsten Persönlichkeiten der Popkultur des 20. Jahrhunderts. Jahrzehntelang stand er im Rampenlicht, füllte Arenen rund um den Globus und verkörperte wie kein Zweiter die schillernde Welt des professionellen Wrestlings. Kaum ein Name ist so untrennbar mit der goldenen Ära des Wrestlings verbunden wie der seine. Mit seinem markanten blonden Schnurrbart, dem durchtrainierten Körper, dem rot-gelben Outfit und seinem legendären Schlachtruf „Whatcha gonna do when Hulkamania runs wild on you?!?!?!“ prägte er nicht nur das Wrestling-Universum, sondern wurde zu einem globalen Popkultur-Phänomen – Hulkamania tobte und eroberte die Welt. In den 1980er- und 1990er-Jahren führte er die WWE (damals WWF) zu nie dagewesener Popularität und wurde zur Ikone für Millionen von Fans weltweit. Dieser Artikel würdigt das bewegte Leben, die außergewöhnliche Karriere und die bleibenden Erfolge eines Mannes, der den Wrestling-Ring zur Weltbühne machte: Hulk Hogan.

Wie ein Bassist zum Gesicht von NJPW wurde – W-I-Special Part I

In der zweiten Folge unserer Special-Reihe über den „Hulkster” widmen wir uns seiner Rückkehr zur World Wrestling Federation (WWF) und seiner legendären, über vier Jahre anhaltenden ersten Regentschaft als WWF World Heavyweight Champion. An alle meine kleinen Hulkamaniacs: Trainiert, sprecht eure Gebete, nehmt eure Vitamine und macht euch bereit für einen Ausflug in die Welt des Mannes mit den „24-inch pythons“.

In der letzten Folge unserer Serie haben wir die Anfänge von Hulk Hogan im Wrestling-Geschäft beleuchtet und seine Karriere bis zum Gewinn der IWGP Heavyweight Championship von New Japan Pro Wrestling verfolgt. Zur Erinnerung: Im Zuge seines unabgesprochenen Auftritts in Sylvester Stallones Spielfilm „Rocky III – Das Auge des Tigers” endete Hogans erste Anstellung bei der World Wrestling Federation unrühmlich, da ihm Vertragsbruch vorgeworfen wurde und er daraufhin gekündigt wurde. In der Folge bestach Hogan mit einer Laufbahn abseits des Marktführers, die heutzutage mit der Karriere von Drew McIntyre und dessen Erfolgstour durch die Independent-Szene vergleichbar ist. Dies blieb auch in den Augen des späteren Pro-Wrestling-Marktführers nicht unbeachtet und weckte zwangsläufig Begehrlichkeiten.

Während der Abwesenheit des späteren Aushängeschilds der Firma stellte der angehende Marktführer die Weichen für die Geburt von „Hulkamania” endgültig. Im Jahr 1982 kaufte Vincent Kennedy McMahon Jr. die damalige World Wrestling Federation von seinem Vater Vince McMahon Sr. und entwickelte sie innerhalb weniger Jahre zu einem Global Player. Der Hulkster sollte hierbei eine tragende Rolle einnehmen. McMahon verwandelte die Firma seines Vaters vom regionalen Turnhallensport zu einer weltweiten Unterhaltungsshow, löste sich 1983 vollständig von der National Wrestling Alliance und führte die WWF an die Spitze der Branche. In Hogan sah McMahon das fehlende Puzzlestück und umwarb den Superstar der AWA heftig – ein Unterfangen, das sich auszahlen sollte.

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Am 3. Januar 1984 kehrte der „verlorene Sohn“ schließlich zur WWF zurück. Keine drei Wochen später stand Hogan an der Spitze der Company und errang mit einem Sieg über den Iron Sheik erstmals die WWF World Heavyweight Championship, den höchsten Titel der Organisation. Heutzutage ist das kaum vorstellbar, doch zu jener Zeit war Hogan noch immer amtierender IWGP Heavyweight Champion von New Japan Pro Wrestling. Seine erste Regentschaft als WWF World Heavyweight Champion sollte vier Jahre andauern. Nach einer Attacke auf Captain Lou Albano im Dezember 1984 begann Hogan eine Fehde mit „Rowdy“ Roddy Piper und „Cowboy“ Bob Orton. Die Fehde zog immer mehr mediales Interesse auf sich, da sich der Hollywoodstar und Darsteller der 80er-Jahre-Kult-Fernsehserie „Das A-Team“, Mr. T, auf die Seite des Hulksters schlug und ihm tatkräftig zur Seite stand. Das Programm wurde mächtig beworben und fand über die Grenzen der WWF-Fernsehshows hinaus in den Mainstream-Medien statt. Unter anderem bei einem MTV-Special, in dem Piper auf Hogan traf. Das Match endete jedoch mit einer Disqualifikation, nachdem Paul Orndorff eingegriffen und Hogan attackiert hatte.

Bei WrestleMania I trafen im Main Event der Show Hulk Hogan und Mr. T auf Roddy Piper und Paul Orndorff. Dank der ungewollten Hilfe von Bob Orton, der Hogan eigentlich einen Low Blow verpassen wollte, aber stattdessen Orndorff traf, gingen Hogan und Mr. T als Sieger aus dem Match hervor. Orndorff wurde für die Niederlage verantwortlich gemacht und bei Saturday Night’s Main Event von Piper und Orton attackiert. Das Main Event zwischen Orton und Hogan am selben Abend endete nach weiteren Eingriffen kontrovers, was schließlich zum eindeutigen Faceturn von „Mr. Wonderful“ führte.

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Nachdem die beiden in der Folge Seite an Seite angetreten waren, kam es zu immer größeren Unstimmigkeiten zwischen den Teampartnern. Orndorff sah sich im Schatten Hogans stehen, da dieser die ganze Aufmerksamkeit erhielt. Es kam zu einigen Wortgefechten der beiden Männer. Das Blatt nahm eine weitere Wendung, als sich Bobby „The Brain“ Heenan auf die Seite von Paul Orndorff stellte. Das erste Aufeinandertreffen der Streithähne fand jedoch keinen sauberen Abschluss, da Heenan das Match durch einen Eingriff beendete. Die Fehde wurde zum Hauptprogrammpunkt jeder Show und zog großes Interesse auf sich. Ein weiterer Eklat folgte bei Saturday Night’s Main Event im Jahr 1986, als Hogan und Orndorff in einem Steel Cage Match gegeneinander antraten. Hier entkamen beide Kontrahenten dem Käfig zur selben Zeit – der „Hulkster“ kletterte über die Käfigwand, während Orndorff seinen Ausweg in der Käfigtür fand –, was zu einem Streit zwischen den Schiedsrichtern führte. Diese sahen jeweils den anderen Wrestler als Sieger. Da sich die Referees nicht auf einen Gewinner einigen konnten, wurde das Match kurzerhand neu gestartet. Im zweiten Anlauf gelang Hogan dann ein glasklarer Sieg mit einem sauberen Pin über Orndorff.

Es folgten weitere Fehden und Titelverteidigungen, unter anderem gegen „Rowdy“ Roddy Piper und King Kong Bundy. Das Programm gegen Letzteren mündete ebenfalls in einem Steel Cage Match. Im Main Event von WrestleMania II in Los Angeles, Kalifornien, konnte Hogan den Titel erfolgreich gegen Bundy verteidigen, indem er als Erster den Käfig verließ.

Die wortwörtlich größte Fehde in der Karriere von Hulk Hogan folgte mit der Rivalität gegen das „achte Weltwunder“, den Riesen aus Grenoble, Frankreich: André the Giant. Er war seit mehr als einem Jahrzehnt ungeschlagen und ließ sich von Hogans jahrelanger Regentschaft nicht beeindrucken. Schließlich forderte er ein Titelmatch. André verbündete sich mit Hogans ehemaligen Erzfeind Bobby Heenan, und sie platzierten sich umgehend als Top Heels der Company. Die erste Attacke André The Giants war die Konfrontation in einem von Roddy Piper gehosteten „Piper’s Pit“-Segment, in dem André das Shirt seines Widersachers zerriss und ihn zum Bluten brachte. Diese mittlerweile legendären Szenen gingen um die Welt und setzten einen großen Meilenstein in der Geschichte des Wrestlings. Als es schließlich zum Titelmatch bei WrestleMania III kam, waren fast 80.000 Menschen anwesend. Die große Frage, mit der man sich zu dieser Zeit beschäftigte, war: Kann der „Hulkster“ das Unmögliche möglich machen und André besiegen? Hogan führte einen Bodyslam aus und pinnte den Riesen nach einem Leg Drop. Somit hatte er nicht nur Andrés Siegesserie gebrochen, sondern gleichzeitig auch seinen Titel verteidigt. Diese Bilder sorgten für großes Aufsehen. Zu dieser Zeit stellte er auch ein neues Design für seinen Titelgürtel vor: den heute höchst populären „Winged Eagle“-Titelgürtel.

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Doch Hogan legte sich nun auch mit Ted DiBiase Sr. & Virgil an, was zu einer Art Doppel Fehde führte und in einem Championship Rematch für André mündete. Mit unfairen Mitteln konnte sich André The Giant den Titel bei der Show „The Main Event“ von Hogan holen, da der Schiedsrichter laut Storyline von Ted DiBiase gekauft wurde. Dieser habe sich mittels einer Gesichtsoperation, als Dave Hebner ausgegeben, Hebner, ersetzt und wie abgesprochen den Pin komplett durchgezählt, obwohl Hogans Schultern nicht auf der Matte lagen. In Wahrheit handelte es sich jedoch um Earl Hebner, den Zwillingsbruder der Ringrichterlegende, der den Platz seines Bruders Dave einnahm. Nach dem Finish kam der eigentliche Offizielle Dave Hebner zurück und lieferte sich eine Slapstick-Auseinandersetzung mit seinem „bösen Zwilling“. Ein skandalöses Ende, das die wohl höchste Einschaltquote in der Wrestlinggeschichte einspielte (15,2 Ratingpunkte). Der frisch gebackene Champion André übergab den Titel umgehend an den „Million Dollar Man“ Ted DiBiase, dessen Plan, sich die WWF World Heavyweight Championship zu erkaufen, nun scheinbar Wirklichkeit wurde. Jene Handelstransaktion wurde vom damaligen Präsidenten des Marktführers, Jack Tunney jedoch nicht anerkannt, weshalb der Titel DiBiase aberkannt und anschließend für vakant erklärt wurde.

Mit Fehden gegen unzählige heutige Legenden sollte sich Hogan endgültig in der WWF-Historie verewigen, doch mit seinem WCW-Wechsel beging er den ultimativen Verrat, doch das ist eine Geschichte für ein anderes Mal. Haltet unbedingt Ausschau nach der dritten Folge unseres Hulk-Hogan-Specials, in der wir einen genaueren Blick auf diesen Abschnitt seiner Karriere werfen!

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