
Von Petty Officer 1st Class Kristin Fitzsimmons, USN - http://www.dod.mil/news/Aug2005/20050822170724_wwe8.jpg (archive) as thumbnailed and linked by http://www.defenselink.mil/news/newsarticle.aspx?id=16828 (archive), Gemeinfrei, bearbeitet, Link Von Terry BolleaCreated in vector format by Michael14375 - https://www.historyforsale.com/hulk-hogan-autograph/dc263846, Gemeinfrei, bearbeitet, Link
Mit dem Tod von Hulk Hogan verliert die Welt eine Wrestling-Ikone und eine der prägendsten Persönlichkeiten der Popkultur des 20. Jahrhunderts. Jahrzehntelang stand er im Rampenlicht, füllte Arenen rund um den Globus und verkörperte wie kein Zweiter die schillernde Welt des professionellen Wrestlings. Kaum ein Name ist so untrennbar mit der goldenen Ära des Wrestlings verbunden wie der seine. Mit seinem markanten blonden Schnurrbart, dem durchtrainierten Körper, dem rot-gelben Outfit und seinem legendären Schlachtruf „Whatcha gonna do when Hulkamania runs wild on you?!?!?!“ prägte er nicht nur das Wrestling-Universum, sondern wurde zu einem globalen Popkultur-Phänomen – Hulkamania tobte und eroberte die Welt. In den 1980er- und 1990er-Jahren führte er die WWE (damals WWF) zu nie dagewesener Popularität und wurde zur Ikone für Millionen von Fans weltweit. Dieser Artikel würdigt das bewegte Leben, die außergewöhnliche Karriere und die bleibenden Erfolge eines Mannes, der den Wrestling-Ring zur Weltbühne machte: Hulk Hogan.
In der ersten Folge unserer Special-Reihe über den Hulkster widmen wir uns seinen Anfängen im Wrestling-Geschäft bis hin zum Gewinn der IWGP Heavyweight Championship von New Japan Pro Wrestling. An alle meine kleinen Hulkamaniacs: Trainiert, sprecht eure Gebete, nehmt eure Vitamine und macht euch bereit für einen Ausflug in die Welt des Mannes mit den „24-inch pythons“.
Terrence „Terry“ Gene Bollea, besser bekannt als Hulk Hogan, wurde am 11. August 1953 in Augusta, Georgia, USA, als Sohn des Italo-Amerikaners Pete Bollea und dessen Frau Ruth geboren. Seine mütterlichen Vorfahren stammen aus Frankreich, Italien und Panama. Vor seiner Karriere als Wrestler spielte Terrence in Amateurvereinen Baseball und war als Bassist in einigen Rockbands unterwegs. Und hier beginnt unsere Geschichte. Denn damals gehörten, so erzählt man sich, Wrestler aus der Gegend von Florida zu den Besuchern der Musikgigs des späteren Hulk Hogan. Während er mit Bands wie „Ruckus“ und „Infinity’s End“ in Kneipen auftrat, wurden die Brisco-Brüder, Jack und Jerry Brisco, auf den muskulösen Mann mit der außergewöhnlichen Physis aufmerksam.
Es waren die beiden Wrestlingveteranen, die ihn schließlich mit ein wenig Überzeugungskraft zum Wrestling brachten. Er trainierte daraufhin gut zwei Jahre lang unter Hiro Matsuda, bevor er am 19. August 1977 sein erstes professionelles Match bestritt. Zu dieser Zeit machte er sich in den Territorien der National Wrestling Alliance unter den Ring-Pseudonymen „Terry „The Hulk“ Boulder“ und „Sterling Golden“ einen Namen. Insbesondere im Südosten der Vereinigten Staaten und in den NWA-Organisationen in Alabama und Tennessee wurde der blonde Hüne schnell zum Star und gewann regionales Titelgold. Namentlich gewann er zweimal die NWA Gulf Coast Heavyweight Championship und einmal die NWA Southeastern Heavyweight Championship. Dort konnte er auch erste Erfahrungen als Tag-Team-Wrestler sammeln, indem er seinen langjährigen Freund Edward „Ed“ Harrison Leslie für das Wrestling und als Tag-Team-Partner für sich gewinnen konnte. Leslie, der damals mit dem Hulkster unter den Namen Eddie Boulder und Dizzy Hogan teamte und die Boulder Brothers bildete, sollte später als Brutus „The Barber“ Beefcake bekannt werden und ebenfalls in die WWE Hall of Fame aufgenommen werden.
Nur zwei Jahre nach seinem In-Ring-Debüt erhielt Terry Bollea einen Anruf der McMahon-Familie und heuerte zum ersten Mal beim späteren Pro-Wrestling-Marktführer an. Am 13. November 1979 debütierte er bei der damaligen World Wrestling Federation unter dem Namen „The Incredible“ Hulk Hogan, allerdings nicht als gefeierter Volksheld, sondern als abgebrühter Heel. Um diese Rolle glaubwürdig zu verkörpern und den noch relativ unerfahrenen Hogan, der vor den Kameras, in Interviews und Promo-Segmenten unsicher wirkte, zu unterstützen, wurde Bollea der Manager und zeitgleich das Sprachrohr „Classie“ Freddie Blassie an die Seite gestellt. Während seines ersten Runs bei der WWF führte er Fehden gegen weitere heutige Legenden wie Bob Backlund, Tony Atlas und André the Giant. Sein Erscheinungsbild sorgte für Aufmerksamkeit und rief schnell weitere Interessenten fernab der Wrestlingwelt auf den Plan. Hogan folgte dem Ruf Hollywoods.
Da Hogan seinen Auftritt in Sylvester Stallones Spielfilm „Rocky III – Das Auge des Tigers“ jedoch nicht durch seinen damaligen Arbeitgeber absegnen ließ, warf dieser ihm Vertragsbruch vor und kündigte ihm. Nach nur knapp zwei Jahren war das Kapitel WWF für Bollea vorerst beendet. Nach den Dreharbeiten zum dritten Teil der „Rocky“-Reihe trat er bei der von Verne Gagne geführten Promotion „American Wrestling Association“ an. In der Zwischenzeit avancierte „Rocky III“ zum Verkaufsschlager an den Kinokassen und Hogan wurde endgültig zum Superstar. Dort wurde er zweimal zum AWA World Heavyweight Champion ernannt, ehe ihm der Titel wieder aberkannt wurde. Dies war damals eine gängige Praxis der Promotions, um die Zuschauerreaktionen zu deuten. Hogan trat jedoch auch weiterhin bei anderen Promotions an.
Neben Auftritten für kleinere amerikanische Promotions führte ihn sein Weg über den großen Teich in das Land der aufgehenden Sonne und zu New Japan Pro Wrestling. Fernab des nordamerikanischen Kontinents erfand sich Hogan neu und arbeitete mit einigen der besten Wrestler weltweit zusammen. Dort konnte er gegen Männer wie Strong Kobayashi, Tatsumi Fujinami, Seiji Sakaguchi oder Abdullah the Butcher antreten. Im Juni 1983 wurde er außerdem Sieger des ersten International Wrestling Grand Prix, indem er im Finale eines 10-Mann-Turniers die japanische Wrestlinglegende Antonio Inoki besiegte. Mit dem Turniersieg ging für Hogan der Gewinn der vakanten IWGP Heavyweight Championship einher. Im selben Jahr heiratete er seine damalige Lebensgefährtin Linda – eine Ehe, von der wir heute wissen, dass sie über 24 Jahre halten sollte, denn am 20. November 2007 ließen sich die beiden wieder scheiden – Anschließend traten die ehemaligen Rivalen Inoki und Hogan als Tag Team an und konnten daraufhin zweimal das MSG Tag League Turnier von NJPW gewinnen. Kaum zu glauben, doch all das geschah noch bevor der Hulkster einen einzigen Titel beim Marktführer halten konnte.
Mit seiner Rückkehr zur World Wrestling Federation sollte Hulk Hogan neue Maßstäbe setzen, doch das ist eine Geschichte für ein anderes Mal. Haltet unbedingt Ausschau nach der zweiten Folge unseres Hulk-Hogan-Specials, in der wir einen genaueren Blick auf diesen Abschnitt seiner Karriere werfen!




1 Antwort auf „Wie ein Bassist zum Gesicht von NJPW wurde: Hulk Hogan-W-I-Special Part I“
In der Tat der Größte aller Zeiten!