The Numbers don’t lie #11: Ronda Rousey an der Spitze der Women’s Division! Wer sind die Favoriten auf die begehrten Koffer?

30.06.23, von Stephan "PBC_BayBay" Leven

Aktuelle Rankings

Aktuelle Rankings:

Kleiner Rückblick auf „WWE Night of Champions“: Es gab sieben Matches auf der Card, die stets einen eindeutigen Sieger hervorgebracht haben. Nachdem in der letzten Ausgabe von „Numbers don’t lie“ eine vollkommen verdiente Lobeshymne ausgesprochen wurde, muss ich an dieser Stelle zu Kreuze kriechen. Drei Matches wurden richtig vorhergesagt und vier falsch, zum Teil sogar sehr falsch. Dass Gunther, Rollins und Ripley als klare Favoriten gewonnen haben, war keine große Überraschung. Dafür möchte ich mich auch nicht unnötig selbst loben. Kommen wir aber zu den Fehlern. Im zweiten Match des Abends gewann Trish Stratus gegen Becky Lynch dank eines Eingriffs von Zoey Stark. Die erste Entschuldigung für eine falsche Prognose. Im vierten Aufeinandertreffen gewann Asuka gegen Bianca Belair durch den Green Mist. Auch hier gab es also einen Grund, aber ich dachte auch im Match nicht, dass es ausreichen würde, um Belair zu schlagen. Danach gewann Brock Lesnar gegen Cody „John Cena der 2020er-Jahre“ Rhodes, der mit einem gebrochenen Arm antrat. Hier gab es keinen Eingriff, aber allein die Tatsache, dass er minutenlang im Kimura Lock mit besagtem Arm war, grenzt (innerhalb der Storyline) an ein Wunder. Auch Superman hat wohl sein Kryptonit. Der Main Event war dann wieder ein Bloodline-Match par excellence. Der Ringrichter geht k.o., die Usos kommen und greifen ein. Diesmal aber gegen Roman Reigns. Zugegeben, meine Quote war unter 50 %, aber zumindest gab es in jedem Match seine individuellen Gründe. Dennoch, ich gelobe Besserung.

In den vergangenen Wochen ist bezüglich der Championships einiges passiert. Es wurde mehr Gold ausgetauscht, als in einer durchschnittlichen Folge „Bares für Rares“. Die Damen haben nicht nur neue Gürtel, sondern auch neue Bezeichnungen für ebenjene bekommen. Dazu wurden die WWE Women’s Tag Team Championship neu vergeben und mit der NXT WWE Women’s Tag Team Championship vereinigt. Dazu werden selbstverständlich am Wochenende die begehrten Koffer vergeben, die bekanntermaßen alles auf den Kopf stellen können. Wir dürfen an dieser Stelle auch nicht vergessen, dass Seth Rollins World Champion wurde und somit einen ordentlichen Sprung gemacht hat. Die Rankings wurden also schon ordentlich durchgeschüttelt und das wird sich in den kommenden Wochen wohl noch wiederholen.

Auch im Roster selbst gab es seine Unterschiede. Logan Paul ist wieder da und mit einem möglichen Sieg des Koffers auch potenzieller World Champion. Tommaso Ciampa kam von seiner Verletzung zurück, genauso wie Liv Morgan. Das wichtigste Comeback feierte aber wohl Charlotte Flair, die in London Asuka herausfordern wird. Der Top-Star der Frauen-Division steht selbstverständlich auch im Ranking weit oben. Die Rangliste könnte also diesmal besonders spannend werden.

Ranking der Männer:

PlatzierungNamePunktzahlÄnderung zur letzten Ausgabe
🥇Roman Reigns (UWU)2306=
🥈Seth Rollins (WHC)2008📈(4)
🥉Austin Theory (US)1996=
4Brock Lesnar1977📈(1)
5Cody Rhodes1975📉(3)
6Gunther (IC)1971📉(2)
7Kevin Owens (TT)1920=
8Edge1803📈(1)
9Drew McIntyre1793📈(1)
10Bobby Lashley1777📈(1)
11Sami Zayn (TT)1738📈(7)
12Solo Sikoa1705📉(4)
13Veer Mahaan1703=
14Logan Paul1697📉(2)
15Karrion Kross1673📉(1)
16Omos1672📉(1)
17Jey Uso1650📉(1)
18Angelo Dawkins1623📉(1)
19Jimmy Uso1617📈(1)
20Finn Balor1617📉(1)
21Bronson Reed1582📈(3)
22Tommaso Ciampa1572NEU
23Xavier Woods1570📈(3)
24Dominik Mysterio1567📈(1)
25Damian Priest1565📉(2)
26Sheamus1557📉(4)
27Matt Riddle1543=
28AJ Styles1540📈(2)
29Shinsuke Nakamura1520=
30Rey Mysterio1513📉(2)
31Ricochet1502📈(3)
32Riddick Moss1493=
33Karl Anderson1492📈(2)
34Ridge Holland1490📈(3)
35Santos Escobar1477📈(4)
36LA Knight1473📈(8)
37Luke Gallows1468📈(1)
38Kit Wilson1467📈(9)
39Elton Prince1467📈(9)
40Dexter Lumis1460📉(3)
41Montez Ford1442📉(8)
42Rick Boogs1439📉(6)
43Cameron Grimes1438=
44Ivar1437📉(2)
45Grayson Waller1426📉(5)
46Johnny Gargano1425📉(5)
47Odyssey Jones1406📉(2)
48Giovanni Vinci1389📈(1)
49Apollo Crews1373📈(2)
50Butch1353📈(3)
51Top Dolla1347📉(5)
52JD McDonagh1328📈(2)
53MVP1316📈(3)
54Xyon Quinn1302📈(3)
55Mustafa Ali1301=
56Ashante Adonis1293📉(4)
57Joaquin Wilde1287📈(3)
58Cruz del Toro1287📈(3)
59Cedric Alexander1269📈(3)
60Erik1269📉(2)
61Otis1262📉(2)
62Sanga1260📈(4)
63Jinder Mahal1259📈(1)
64Ludwig Kaiser1252📉(1)
65Von Wagner1247📈(2)
66Baron Corbin1238📉(1)
67Elias1227📈(3)
68The Miz1219📈(1)
69Dolph Ziggler1217📈(2)
70Mace1194📈(2)
71Shelton Benjamin1159📈(2)
72Mansoor1157📈(2)
73Chad Gable1091📈(2)
74Akira Tozawa953📈(2)

Die größte Auffälligkeit dürfte Seth Rollins sein, der nun auf dem zweiten Platz steht. Dies hat er selbstverständlich der World Heavyweight Championship zu verdanken und den damit verbundenen Open Challenges. Ein weiterer großer Sprung kam von Sami Zayn, der sieben Platzierungen klettern konnte. Das liegt natürlich auch an dem Sieg gegen Roman Reigns & Solo Sikoa. Die Gewinner der vergangenen Wochen sind aber die Jungs von Pretty Deadly. Elton Prince & Kit Wilson konnten einige Siege einfahren, wodurch sie nicht nur Hauptherausforderer wurden, sondern auch jeweils neun Platzierungen hochklettern konnten. Auf den ersten Blick gibt es nicht so viele Verlierer. Das liegt aber auch daran, dass ein Braun Strowman verletzungsbedingt fehlt und Angel Garza & Humberto Carrillo bei NXT auftreten. Dadurch, dass das Ranking kleiner wurde, konnten die meisten einige Plätze nach oben klettern. Ansonsten konnten diejenigen profitieren, die sich beispielsweise für die Ladder Matches qualifizieren konnten. Die Verlierer der vergangenen Wochen sind etwas überraschend. Roman Reigns & Solo Sikoa haben einige Punkte wegen der Niederlage bei „Night of Champions“ oder dem Unentschieden gegen Sheamus (nur Solo Sikoa) verloren. Überraschenderweise gehören auch die Jungs vom Judgment Day eher zu den Verlierern. Ihre Darstellung ist gut, sie ziehen Reaktionen und haben alle ein wichtiges Match bei „Money in the Bank“ bekommen, aber bei den tatsächlichen Matchausgängen sind sie mehrheitlich auf der Verliererseite.

Ranking der Frauen:

PlatzierungNamePunktzahlÄnderung zur letzten Ausgabe
🥇Ronda Rousey (TT)2033📈(2)
🥈Bianca Belair1957📉(1)
🥉Asuka (WWE)1956📈(3)
4Rhea Ripley (WHC)1956📉(2)
5Charlotte Flair1820NEU
6Trish Stratus1773📈(1)
7Becky Lynch1753📉(2)
8Raquel Rodriguez1744📉(4)
9Liv Morgan1703NEU
10Bayley1649📉(2)
11Shayna Baszler (TT)1615📈(2)
12Iyo Sky1567📉(4)
13Zelina Vega1557📉(3)
14Indi Hartwell1481📉(3)
15Zoey Stark1446=
16Tegan Nox1440📉(4)
17Lacey Evans1429📉(3)
18Candice LeRae1429=
19Piper Niven1412📉(2)
20Alba Fyre1409📉(4)
21Katana Chance1390📈(1)
22Isla Dawn1389📉(2)
23Nikki Cross1370📉(2)
24Michin1368📉(5)
25Kayden Carter1367📉(1)
26Chelsea Green1324📉(3)
27Dana Brooke1317📈(1)
28Shotzi1310📉(1)
29Emma1310📉(4)
30Natalya1310📉(4)
31Maxxine Dupri1300NEU
32Scarlett1299📉(2)
33Sonya Deville1272📉(4)
34Xia Li1204📉(3)
35Valhalla1200NEU
36Tamina1166📉(4)

Hier gab es ein Beben. Bianca Belair hat ihren Titel verloren und steht nicht mehr an der Spitze. Erstmals haben wir den Fall, dass bei den Damen oder Herren kein World Champion an der Spitze steht. Dies liegt auch daran, dass die Punktzahl von Asuka/Ripley vor dem Titelgewinn nicht sonderlich hoch war und im Fall von Ripley waren die Gegnerinnen der Titelverteidigungen kaum nennenswert. Ronda hatte ohnehin eine hohe Punktzahl, gewann die Tag Team Titel und beispielsweise ein Singles Match gegen Raquel Rodriguez. Generell ist aber das Roster der Frauen so voll, wie nie zuvor. Charlotte Flair und Liv Morgan kamen zurück, bei Maxxine Dupri und Valhalla bahnt sich das erste Match an und kaum jemand fehlt verletzungsbedingt. An den Punktzahlen kann man aber sehen, dass alles hinter Zelina Vega untere Mid- bis Undercard ist. Die Frauen kommen dementsprechend auch nur bei Main Event vor oder verlieren in den Main Shows. Wäre das hier eine Satire-Sendung könnte man sagen, dass das Ranking der Frauen der deutschen Gesellschaft ähnelt, denn es fehlt die Mittelschicht.

Ranking der männlichen Tag Teams:

PlatzierungNameMitgliederÄnderung zur letzten Ausgabe
🥇Owens & Zayn (TT)Kevin Owens & Sami Zayn=
🥈The UsosJey Uso & Jimmy Uso=
🥉Judgement DayFinn Balor & Dominik Mysterio=
4The Street ProfitsAngelo Dawkins & Montez Ford=
5Brawling BrutesSheamus & Ridge Holland📈(4)
6Latino World OrderRey Mysterio & Santos Escobar=
7Indus SherVeer Mahaan & Sanga=
8The O.C.Karl Anderson & Luke Gallows=
9Pretty DeadlyKit Wilson & Elton Prince📈(1)
10Viking RaidersIvar & Erik📈(2)
11ImperiumGiovanni Vinci & Ludwig Kaiser📈(2)
12Hit RowTop Dolla & Ashante Adonis📉(1)
13Legado del FantasmaJoaquin Wilde & Cruz del Toro📈(2)
14Hurt Business (?)Cedric Alexander & Shelton Benjamin📈(2)
15Alpha AcademyOtis & Chad Gable📈(2)
16Maximum Male ModelsMace & Mansoor📈(2)

Hier sieht man einige steigende Graphen. Das liegt aber auch daran, dass Los Lotharios sowie Ricochet & Strowman fehlen, aber keine neuen Teams hinzugekommen sind. Wie oben bereits geschrieben, sind die eigentlichen Gewinner Pretty Deadly (YES BOY!). Ich wollte frischen Wind und habe ihn mit ihnen bekommen. Es wird zwar nicht so sehr in der Platzierung deutlich, aber ihre Punktzahlen steigen und steigen. Man könnte sagen, dass die Brawling Brutes die Gewinner der vergangenen Wochen sind, aber das liegt daran, dass Sheamus in das Stable „aufgenommen“ wurde. Bis zuletzt agierten lediglich Butch & Ridge Holland als Tag Team, was sich aber nun geändert hat. Sheamus hat eine deutlich höhere Punktzahl als Butch und sorgt damit für einen ordentlichen Sprung.

Ranking der weiblichen Tag Teams:

PlatzierungNameMitgliederÄnderung zur letzten Ausgabe
🥇Rousey & Baszler (TT)Ronda Rousey & Shayna Baszler=
🥈Morgan & RodriguezRaquel Rodriguez & Liv MorganNEU
🥉Thank you TrishTrish Stratus & Zoey StarkNEU
4Damage CTRLBayley & Iyo Sky📉(2)
5Dawn & FyreAlba Fyre & Isla Dawn📉(2)
6KC²Katana Chance & Kayden Carter📉(2)
7Deville & GreenChelsea Green & Sonya Deville📉(2)

Erneut hat sich im Ranking nicht viel getan. Zwei neue Teams und die unteren vier verlieren fast nur. Mehr gibt es schon nicht zu sagen.

WWE Money in the Bank

WWE Money in the Bank Preview:

Ich freue mich wie ein Schnitzel. Nicht nur, weil WWE aktuell wieder großen Spaß macht, sondern auch, weil ich persönlich bei „Money in the Bank“ anwesend sein werde. Dazu hat Puerto Rico gezeigt, dass Fans, die nicht regelmäßig solche Shows vor Ort zu sehen bekommen, die Hütte ordentlich abreißen werden. Eine starke Crowd hat das Talent, jede Show auf ein höheres Niveau anzuheben. Dazu wurde auch für die Ausgabe von „Friday Night SmackDown“ einiges angekündigt. Auch dort werden wir zwei Titelmatches zu Gesicht bekommen, welche ich auch hier bei den Wahrscheinlichkeiten präsentieren werde. Neben all dem geht es einfach auch um „Money in the Bank“. Keine Stipulation verspricht derart Chaos und Überraschungen, wie es die begehrten Koffer können. 2022 konnte Liv Morgan das Leitermatch gewinnen und war eine Stunde später Championesse. Dementsprechend schwierig wird es aber auch besagte Matches vorherzusagen. Die 100 %-Quote von „Backlash“ werde ich also wohl kaum wiederholen können. Dennoch wünsche ich euch sehr viel Spaß mit den Vorhersagen.

World Wrestling Entertainment „Friday Night SmackDown #1249“
Ort: The O2 Arena in London, England, Vereinigtes Königreich
Datum: 30. Juni 2023

WWE Women’s Championship
Singles Match
Asuka (c) vs. Charlotte Flair
Wahrscheinlichkeit für Sieg: Asuka 55 %; Flair 45 %

Gibt es einen größeren Schreck für frisch gebackene Champions, als eine Charlotte Flair, die aus dem Nichts zurückkommt? Wahrscheinlich nicht. Dennoch ist hier Asuka die Favoritin. Unabhängig von den Zahlen wäre es aber auch ein deutlicher Mittelfinger an alle Frauen im Roster, wenn Flair pro Jahr acht Monate Urlaub machen kann und trotzdem zwei Regentschaften bekommt. Hier wird aber Bianca Belair ihre Finger im Spiel haben, ob das einen Titelwechsel zur Konsequenz haben könnte, ist aber noch offen.

Undisputed WWE Tag Team Championship
Tag Team Match
Kevin Owens & Sami Zayn (c) vs. Pretty Deadly (Elton Prince & Kit Wilson)
Wahrscheinlichkeit für Sieg: Owens & Zayn 86 %; Pretty Deadly 14 %

Ich wollte frischen Wind und ich kam ihn auch. Pretty Deadly hat eine beeindruckende Siegesserie hingelegt, um sich dieses Match zu verdienen. Dennoch muss man sagen, dass ihre Zeit im Main Roster bisher sehr kurz war und damit die Punktzahl noch nicht in der Sphäre der amtierenden Tag Team Champions. Sie sind die deutlichen Außenseiter und werden, realistisch betrachtet, das Match auch nicht gewinnen. Trotzdem hoffe ich, dass der Weg von Pretty Deadly nicht zu Ende ist und wir noch einige weitere Male „YES BOY!“ hören dürfen.

World Wrestling Entertainment „Money in the Bank 2023“
Ort: O2 Arena in London, England, Großbritannien
Datum: 01. Juli 2023

World Heavyweight Championship
Singles Match
Seth Rollins (c) vs. Finn Bálor
Wahrscheinlichkeit für Sieg: Rollins 84 %; Balor 16 %

84 % vs. 16 % ist die Konsequenz daraus, dass Rollins Sieg nach Sieg feiern kann und Balor mit dem Judgment Day jedes zweite Match verliert. Fairerweise muss man aber auch sagen, dass der Heel mit möglichen Eingriffen immer ein Ass im Ärmel hat. Dazu ist Seth Rollins kein Roman Reigns, der seit Jahren ungeschlagen ist. Die neue World Championship ist möglicherweise auch dafür da, dass man wieder häufiger Titelwechsel sehen kann. Vielleicht sind also die Chancen von Balor größer als man auf den ersten Blick denken könnte.

Bloodline Civil War – Tag Team Match
The Usos (Jimmy Uso & Jey Uso) vs. Roman Reigns & Solo Sikoa
Wahrscheinlichkeit für Sieg: Usos 14 %; Reigns & Sikoa 86 %

Die Bloodline ist implodiert, aber was bringt uns dieses Match? Die Frage klingt negativ, aber denken wir doch mal weiter. Gewinnt Reigns, macht er damit deutlich, dass er und Sikoa den Usos überlegen sind, was keine wirklichen Folgen hätte. Reigns würde regieren und den Titel brav weiter verteidigen. Andererseits könnten die Usos gewinnen, aber nur, wenn Sikoa den Fall einstecken muss. Damit hätten die Usos, vielleicht eher Jey als Jimmy, einen Grund den Tribal Chief in einem Singles Match, um die drei (?) Titel herauszufordern. Ein Titelmatch wäre für den SummerSlam aufgebaut und das ohne großen Aufwand. Selbstverständlich sind Reigns & Sikoa Favoriten. Niemand kann Reigns das Wasser reichen, aber die Usos könnten dieses Match durchaus gewinnen, auch wenn die Zahlen es für unwahrscheinlich halten.

Singles Match
Cody Rhodes vs. Dominik Mysterio
Wahrscheinlichkeit für Sieg: Rhodes 91 &; Mysterio 9 %

Dieses Match schreit nach „Monday Night RAW“. Der einzige Grund, warum es bei einem PLE zu sehen sein wird, ist die Tatsache, dass Rhodes wohl einige Tickets verkauft und einen Sieg nach der jüngsten Niederlage gegen Brock Lesnar benötigt. Cody wird gewinnen. Fertig.

Women’s Tag Team Championship
Singles Match
Ronda Rousey & Shayna Baszler (c) vs. Liv Morgan & Raquel Rodriguez
Wahrscheinlichkeit für Sieg: Rousey & Baszler 57 %; Morgan & Rodriguez 43 %

Dass es dieser Titel mal wieder auf eine Matchcard eines PLE schafft, ist ein mittelgroßes Wunder. Aber immerhin steht Ronda Rousey an der Spitze der Women’s Division. Die beiden MMA-Veteranen werden wohl die Titel verteidigen, da sie erst wenige Wochen Champions sind. Wo es dann aber für Rodriguez & Morgan hingeht, ist für mich noch sehr unklar. Wenn man ein Titelmatch verloren hat, ist die persönliche Geschichte eines Tag Teams eigentlich schon auserzählt.

Intercontinental Championship
Singles Match
Gunther (c) vs. Matt Riddle
Wahrscheinlichkeit für Sieg: Gunther 90 %; Riddle 10 %

Das mittlerweile regelmäßige Match von Gunther, dass er garantiert gewinnen wird. Vom Standing gehört er ins Main Event, aber muss seinen Titel meistens gegen Mid Carder verteidigen. Da benötigt es schon fast einen weiteren Main Eventer, dass diese rekordverdächtige Regentschaft endet. In Europa wird er aber wohl einen lautstarken Pop bekommen, den er sich auch verdient hat. Matt Riddle wartet wohl noch weiterhin auf Randy Orton, um wieder relevanter zu werden.

Men’s Money in the Bank – Ladder Match
Ricochet vs. Shinsuke Nakamura vs. LA Knight vs. Butch vs. Santos Escobar vs. Damian Priest vs. Logan Paul
Wahrscheinlichkeit für Sieg:

Logan Paul35 %
Damian Priest17 %
Shinsuke Nakamura13 %
Ricochet12 %
Santos Escobar9 %
LA Knight9 %
Butch5 %

Sieben Teilnehmer, kein ehemaliger World Champion. Logan Paul ist der einzige von ihnen, der in jüngster Zeit an höheren Cardregionen geschnuppert hat. Der Koffer und damit ein möglicher Run als World Champion würde aber regelmäßigere Auftritte erfordern, als es aktuell der Fall ist. Natürlich hat Brock Lesnar seine Titel nur einzelne Male verteidigt, trotzdem war er häufiger anwesend als die drei Matches von Logan Paul im aktuellen Kalenderjahr. Dazu hätte er schon eine Vergangenheit mit World Heavyweight Champion Seth Rollins. Ansonsten sind wohl die Namen LA Knight und Damian Priest noch interessant. Beide werden gut dargestellt, aber haben zu wenig Siege/zu viele Niederlagen, um größere Prozentzahlen zu bekommen. Nakamura, Ricochet, Escobar und Butch dürften lediglich Außenseiter sein, die für größere Spots sorgen könnten. In diesem Match habe ich auch nicht den Anspruch, dass ich richtig liege. Dafür sind sieben Teilnehmer einfach zu viel. Positiv formuliert wird es umso spannender, da wir höchstwahrscheinlich (mindestens) einen zukünftigen World Champion in diesem Match haben.

Women’s Money in the Bank – Ladder Match
Becky Lynch vs. Bayley vs. IYO SKY vs. Zoey Stark vs. Zelina Vega vs. Trish Stratus
Wahrscheinlichkeit für Sieg:

Trish Stratus33 %
Becky Lynch29 %
Bayley16 %
Iyo Sky9 %
Zelina Vega9 %
Zoey Stark4 %

Hier haben wir eine etwas andere Situation. Drei frühere World Champions und drei Damen auf dem Weg nach oben. Stratus hat zwar gegen Lynch gewonnen und sich damit die Favoritenrolle gesichert, aber hat wohl keine langfristige Zukunft mehr im Ring. Lynch und Bayley sind mehrfache Champions, womit man sagen könnte, dass sie den Titel eigentlich nicht benötigen, da man sie jederzeit in diesen Spot booken kann. Die drei Außenseiter sind in der Theorie perfekte Gewinnerinnen. Relativ jung, bekommen schon viel Sendezeit, aber der große Sprung in die oberste Card-Region ist bisher ausgeblieben. Vielleicht wäre aber auch der Sprung zu groß und man nimmt lieber eine sichere Bank, denn mit einer Becky Lynch kann man nie etwas falsch machen. Dazu ist Lynch die Einzige, die schon mit Rhea Ripley interagiert hat. Wir dürfen also gespannt bleiben.

Fazit:

Spannung liegt in der Luft. Wenn Koffer verteilt werden, kann einiges passieren. Vielleicht sehen wir ja sogar den ein oder anderen Titelwechsel. Roman Reigns wird auftreten. London wird wohl versuchen, mit Puerto Rico gleichzuziehen. Das könnte ein nahezu perfektes Premium Live Event werden. Für eingefleischte WWE-Fans könnte dieser Abend ein Gaumenschmaus werden, da wir wohl eine geballte Ladung Sports Entertainment bekommen. Die Zahlen behaupten eindeutige Matches, was in der Realität anders aussehen kann und wird. In diesen Fällen kann man behaupten, dass das Booking vielleicht nicht optimal war, da beispielsweise ein Balor mehr Siege benötigt hätte. Vielleicht ist „Numbers don’t lie“ einfach cleverer als das Creative Team der WWE. Wir werden sehen. Hoffentlich hattet ihr ein wenig Spaß und Freude mit dieser Ausgabe. Dazu haben wir natürlich noch unseren WWE-Podcast sowie unser Tippspiel. Ich wünsche allen ganz viel Spaß mit „Money in the Bank“! Wir sehen uns in London.

Erklärung

Erklärung:

Wrestling, der Sport, bei dem mittlerweile fast jedes Kind weiß, dass er gescriptet ist. Somit kann auch ein Creative Team einfach selbst entscheiden, wer erfolgreich ist und wer nicht. Oft kommt es uns gerade bei WWE so vor, dass Sieger sehr zufällig wirken und Titelmatches unverdient vergeben werden. Wie schön wäre es, wenn man das statistisch nachweisen könnte? Vielleicht sogar noch besser als mit einer simplen Sieg-/Niederlagen-Bilanz, weil diese zu abhängig davon ist, bei welcher Show gegen wen angetreten wird. Was ist, wenn ich euch sage, dass das möglich ist? Mit sehr viel Zeit und einer auf den zweiten Blick einfachen mathematischen Formel habe ich genau das gemacht. So kann ich euch jederzeit ein genaues Ranking aller Superstars in der WWE geben und vor jedem Match eine (theoretische) Wahrscheinlichkeit berechnen, wer dieses Match gewinnt.

Jetzt aber mal langsam. Jeder von euch, der beispielsweise in der Welt des Schachs ein Zuhause gefunden hat, wird das „Elo-System“ kennen. Im Schach hat jeder professionelle Spieler eine Zahl, die seine Spielstärke bestimmt. Wenn zwei Spieler gegeneinander antreten, werden ihre Werte in eine Formel eingegeben, welche die Wahrscheinlichkeiten für den Duell-Ausgang bestimmt. Diese Wahrscheinlichkeiten werden wiederum benutzt, um die Plus- bzw. Minuspunkte der Spieler zu ermitteln. Mit den genauen Formeln möchte ich euch verschonen, aber merkt euch zumindest so viel: Wenn ein hoch bewerteter Spieler gegen einen niedrig bewerteten Spieler gewinnt, macht das kaum einen Unterschied für die Werte. Es war schließlich sehr wahrscheinlich, dass genau das passiert. Wenn aber ein niedrig bewerteter Spieler gegen einen hoch bewerteten Spieler gewinnt, hat das einige Plus- und Minuspunkte zur Folge.

Wrestling ist dabei leider etwas komplizierter. So musste ich die Formel, welche beim Schach und anderen Sportarten verwendet wird, etwas modifizieren. In meiner Rechnung ist es dazu relevant, bei welcher Show das Match ausgetragen wird, ob ein Titel auf dem Spiel steht, das Match clean endet* und wer die aktuellen Titelträger sind.

*Anmerkung: Clean ist wie folgt definiert: Endet das Match so, dass ein Titel wechseln könnte (Pinfall, Submission, Stipulation etc.), dann war es ein cleanes Ende. Endet das Match aber so, dass ein möglicher Titelwechsel nicht stattfinden würde (Disqualifikation, Count-Out etc.), war es kein cleanes Ende. Eine Ablenkung oder ein Eingriff, der beispielsweise vom Ringrichter nicht gesehen wird und zu einem Pinfall führt, gilt als clean. Dies ist so geregelt, weil es ansonsten nicht möglich wäre, eine eindeutige und objektive Definition zu finden. Besonders Ablenkungen sind nicht eindeutig genug und führen nicht immer zu einem Finish, sodass dies nicht in die Wertigkeit aufgenommen werden kann.

Im April 2021 hatte ich die Idee dazu und seitdem jegliche Aufeinandertreffen bei RAW, SmackDown, Main Event und den Premium Live Events in die Rechnungen einbezogen. Dabei haben die einzelnen Shows eine eigene Wertigkeit. Die geringste Relevanz hat Main Event, darauf folgen die Weeklys und die größte haben die Premium Live Events. Houseshows und Dark Matches wurden nicht in die Rechnungen einbezogen, da sie einerseits zu irrelevant sind und andererseits zu häufig die gleichen Sieger haben, sodass diese Ergebnisse das Ranking zu sehr verfälschen würde. Die Titel haben auch eine unterschiedliche Wertigkeit. So ist der Undisputed WWE Universal Title wertvoller als die Mid-Card- oder Tag Team-Titel. Dies ist sowohl beim gesamten Ranking als auch bei der Berechnung einzelner Matches relevant.

Zu Beginn musste ich jedem Wrestler einen Anfangswert zwischen 1000 und 2000 geben. Dies war notwendig, da ansonsten Mid- und Undercarder mit den meisten Siegen die obersten Plätze einnehmen würden. Roman Reigns hat einfach zu wenig Matches, um höhere Platzierungen zu erreichen. Wenn ich seit Beginn der WWE (oder deren Vorgängern) angefangen hätte, würde jeder beim gleichen Wert starten. So habe ich versucht, die Vorgeschichte von jedem einzeln zu bewerten. Entgegen einer möglichen Kritik, dass dies nicht objektiv sei, habe ich nach den ersten zwanzig Matches von den einzelnen Workern deren neue Bewertung betrachtet und gegebenenfalls den Startwert korrigiert. So hatte etwa Roman Reigns einen Startwert von 2000 Punkten und Akira Tozawa nur einen von 1000 Punkten.

Die Werte der Verletzten sind eingefroren, sodass der Wert noch existiert und unverändert bleibt, diese kommen aber nicht in den Rankings vor. Dasselbe gilt für alle anderen Worker, die aus unterschiedlichsten Gründen aus den Shows geschrieben wurden. Sollten diese wieder in den Shows auftauchen, werden sie auch in den Rankings erscheinen. Bei manchen Workern ist es nicht genau definiert, ob sie wirklich längerfristig nicht auftauchen oder einfach nur ein paar Wochen Pause bekommen. So kann es vorkommen, dass Namen auftauchen, die aktuell nicht in den Shows vertreten sind, aber eine baldige Rückkehr erwarten.

Falls ihr noch Fragen habt, werde ich sie gerne in den Kommentaren beantworten, aber vergesst nicht. Die Zahlen lügen nicht …

Ihr könnt natürlich auch im Board über die aktuellen Zahlen diskutieren. KLICK!




2 Antworten auf „The Numbers don’t lie #11: Ronda Rousey an der Spitze der Women’s Division! Wer sind die Favoriten auf die begehrten Koffer?“

Lobo sagt:

Der Satz mit dem Mittelfinger…den hat Vince doch schon regelmäßig dem Roster gezeigt durch Siege von Charlotte Flair bei den Frauen, oder Goldberg/Lesnar bei den Männern. Vince liebt es doch seinen eigenen Wrestlern und den Fans zu zeigen, dass sie ihn alle können und nur er das Sagen hat.
Zum MitB-Match…wer sagt denn, dass der Kofferhalter erfolgreich einlösen darf bei den Männern? Wäre ja auch nicht das erstemal, dass es nicht klappt.

PBC_BayBay sagt:

@Lobo

Da hast du natürlich vollkommen recht. Ich habe versucht auch immer von einem „möglichen Titelgewinn“ zu schreiben, aber ansonsten gehe ich da noch immer mit dem veralteten Blick drauf, dass wir mit dem Kofferträger einen zukünftigen World Champion sehen 😀

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