The Numbers don’t lie: Jahresrückblick 2022! Wer war der beste Wrestler, die beste Wrestlerin und das Tag Team des Jahres?

14.01.23, von Benjamin "Cruncher" Jung

Herzlich willkommen zu dieser Sonderausgabe von „The Numbers don’t lie“. Heute werde ich zur Ausnahme keine Vorhersagen für einen kommenden Pay-per-View treffen, sondern die besten WWE-Superstars des Jahres 2022 küren. Logischerweise werden hier lediglich die Matches gewertet, die im Jahr 2022 ausgetragen wurden, also von „Day 1“ bis zur Rückkehr von John Cena am 30.12.2022. Die Besonderheit ist, dass alle Kontrahenten den Startwert von 1.500 Punkten bekommen haben. Hier gab es also keine Vor- oder Nachteile für jemanden aufgrund vom gefühlten Ansehen. Jeder kann Wrestler, Wrestlerin oder Tag Team des Jahres werden. Dafür muss man nur eine Sache tun: Gewinnen, Gewinnen und nochmals Gewinnen. Ein Ranking der weiblichen Tag Teams gibt es aber nicht. Nach dem Abgang von Sasha Banks und Naomi und dem damit verbundenen Einfrieren der Titel, gab es über weite Strecken im Jahr keine Tag Team Divison der Frauen. Hierbei haben aber auch Matches bei Pay-per-Views und Titelmatches einen Bonus gegeben. Dazu gab es einen temporären Bonus, wenn man zum Zeitpunkt des Matches Champion war. Dies bedeutet im Umkehrschluss, dass auch in den Rankings die Titelträger zum Jahresende ebenjenen Bonus innehaben. Wer darf sich also bester Wrestler 2022 nennen? Hier findet ihr es heraus!

Ranking der Männer

PlatzierungNamePunktzahlMatches
1Roman Reigns194011
2Jimmy Uso181144
3Gunther179018
4Jey Uso173442
5Seth Rollins171037
6Kevin Owens170031
7Drew McIntyre169736
8Bobby Lashley164329
9Solo Sikoa163711
10Cody Rhodes16358
11Brock Lesnar16247
12Edge16229
13Tommaso Ciampa162124
14Austin Theory162043
15Veer Mahaan160620
16Braun Strowman159110
17Karrion Kross15885
18Omos158026
19Dominik Mysterio157927
20Xavier Woods157523
21Ivar157015
22LA Knight15523
23Steve Austin15501
24Logan Paul15463
25Angelo Dawkins154241
26Mr. McMahon15411
27Ridge Holland154023
28Randy Orton153619
29R-Truth153510
30Ricochet153432
31Johnny Knoxville15311
32John Cena15311
33Bron Breakker15292
34Rick Boogs15277
35Pat McAfee15253
36Sheamus152429
37Top Dolla15249
38Ashante Adonis15249
39Madcap Moss151725
40Karl Anderson15137
41Joaquin Wilde15114
42Cruz del Toro15114
43Santos Escobar15114
44Carmelo Hayes15091
45Finn Bálor150836
46Luke Gallows15085
47Cameron Grimes15071
48Xyon Quinn15071
49MVP15034
50Matt Riddle149651
51Butch148721
52Rey Mysterio148732
53Roderick Strong14871
54Andre Chase14861
55Shane McMahon14841
56Bad Bunny14841
57Erik148416
58Joe Gacy14841
59Malik Blade14841
60Edris Enofe14841
61JD McDonagh14831
62Axiom14831
63Grayson Waller14811
64Ezekiel148115
65Dexter Lumis14812
66Montez Ford147239
67Von Wagner14713
68Duke Hudson14702
69Elias14694
70Shinsuke Nakamura146819
71Damien Priest146433
72Apollo Crews146316
73Commander Azeez14628
74Cedric Alexander146133
75Goldberg14431
76Big E14417
77AJ Styles143738
78Giovanni Vinci14306
79Sami Zayn142630
80Baron Corbin142523
81Reggie142511
82Johnny Gargano14258
83Mace14194
84Cesaro14134
85Drew Gulak14104
86Kofi Kingston140330
87Mansoor13995
88Shelton Benjamin139324
89The Miz139229
90Robert Roode13859
91Mustafa Ali138329
92Angel Garza136715
93Ludwig Kaiser136612
94Shanky13628
95T-Bar134826
96Humberto Carrillo134315
97Jinder Mahal134312
98Otis132336
99Akira Tozawa129326
100Dolph Ziggler127219
101Chad Gable121843

 

Ein weiteres Jahr ist vorbeigezogen und in der WWE-Welt wurde es besonders von einem Mann dominiert. Der Tribal Chief, der Head of the Table, der G.O.A.T. (?), Roman Reigns. Er trat zwar nicht oft auf, aber konnte seine Titel stets meist eindrucksvoll verteidigen. Auch die Niederlage im letzten Match des Jahres kann an seiner Platzierung keinen Unterschied machen. Roman Reigns ist nun mal das Beste, was WWE aktuell zu bieten hat. Demzufolge steht er vollkommen zurecht auf Platz 1.

Die Top 5 wird überraschenderweise von einem Tag Team dominiert. Die Bloodline war so eindrucksvoll, dass sogar Jimmy & Jey Uso unter den besten Platzierungen auftauchen. Jimmy Uso ist noch ein wenig höher platziert, da er wohl in Singles Matches erfolgreicher abgeschnitten hat. Die unfassbare Masse an Tag Team Siegen führt aber dazu, dass die kaum vorhandene Karriere als Singles-Wrestler irrelevant ist. Auch der dritte Bruder, nein, nicht Sami, sondern Solo Sikoa ist in den Top 10 zu finden. Dieser hat lediglich das Problem, dass sein Main Roster-Debüt erst im Verlauf des Jahres war. Es bleibt abzuwarten, wie er nächstes Jahr abschneiden wird, wenn er die vollen zwölf Monate nutzen kann.

Das europäische Wrestling-Herz müsste bei jedem höher springen, der sieht, dass Gunther im vergangenen Jahr die Bronzemedaille geholt hat. Auch wenn seine Kollegen von Imperium ein wenig tiefer stehen, hat der Intercontinental Champion eindrucksvoll gezeigt, dass er eine Zukunft bei WWE hat. Mit 18 Matches benötigte er sogar deutlich weniger als seine benachbarten Positionen. Wenn Gunther 2023 so weiter macht, kann er vielleicht noch weiter aufsteigen.

Das absolute Arbeitstier des Jahres ist Matt Riddle. 51 (!) Matches in 52 Wochen sprechen eine deutliche Sprache. Im Durchschnitt stand er jede Woche im Ring und das, obwohl er in den vergangenen Monaten vermehrt aus den Shows geschrieben wurde. Also besonders in der ersten Hälfte des Jahres hat er seine Qualitäten als „Workhorse“ der Company unter Beweis gestellt. Auf den Plätzen 2 und 3 finden sich Jimmy Uso (44 Matches) und Chad Gable (43 Matches). Fun Fact: In diesem Ranking liegt Platz 1 auf Platz 50 der Jahresrangliste, Jimmy Uso als zweiter Platz war der Zweitbeste im Jahr und Chad Gable als Platz 3 ist das Schlusslicht des Jahres. Viele Matches sind also weder Vor- noch Nachteil.

Natürlich möchten wir auch auf die Schlusslichter blicken. Chad Gable, Dolph Ziggler und Akira Tozawa waren leider diejenigen, die sich hinlegen mussten, wenn eine andere Person einen Sieg benötigt hat. Chad Gable war zusammen mit Otis zwischenzeitlich sogar Tag Team Champion, aber danach wurde die Alpha Academy derart zerstört, dass er einen rasanten Fall auf den letzten Platz hinnehmen musste.

Einige positive Überraschungen waren mit Sicherheit Tommaso Ciampa, Veer Mahaan und R-Truth. Wie Tommaso Ciampa auf Platz 15 gelandet ist, kann man kaum erklären. Er muss vor seiner Verletzung einige wichtige Siege und kaum Niederlagen gesammelt haben. Veer Mahaan hingegen konnte sich durch einige Siege gegen lokale Talente oder Jobber bereichern. Diese haben in der Masse ausgereicht, um Platz 20 einzunehmen. R-Truth konnte durch einige Siege bei Main Event punkten. Diese Show hat zwar einen deutlich geringeren Multiplikator, aber anscheinend reicht es aus, um mit Pluspunkten aus dem Jahr zu gehen.

Enttäuschungen des Jahres waren wohl AJ Styles, Damien Priest und Sami Zayn. Alle haben zu viel verloren, auch wenn ihr Ansehen nicht so schlecht ist, wie die Punktzahlen es behaupten. Besonders für Sami Zayn kam wohl der Aufstieg in die Bloodline zu spät, auch wenn er seitdem ebenfalls einige Niederlagen einstecken musste. Weitere Wrestler mit Minuspunkten sind Kofi Kingston, Baron Corbin und Shinsuke Nakamura, die man an diesen Platzierungen vielleicht auch nicht erwartet hätte.

Ranking der Frauen

PlatzierungNamePunktzahlMatches
1Bianca Belair189436
2IYO SKY174217
3Charlotte Flair17139
4Ronda Rousey168624
5Dakota Kai167616
6Naomi166518
7Sasha Banks164913
8Liv Morgan162446
9Bayley156614
10Rhea Ripley155430
11Alexa Bliss155126
12Raquel Rodriguez155027
13Beth Phoenix15331
14Aliyah151914
15Zoey Stark15111
16Candice LeRae15086
17Michin15073
18Wendy Choo15071
19Alba Fyre15061
20Jacy Jayne14952
21Gigi Dolin14952
22Becky Lynch149421
23Tegan Nox14932
24Lacey Evans14926
25Roxanne Perez14901
26Kiana James14883
27Briana Ray14851
28Maryse14671
29Lita14611
30Asuka145626
31Dana Brooke145423
32Carmella145314
33Emma14482
34Shayna Baszler142421
35Shotzi141719
36Xia Li14079
37Zelina Vega136710
38Natalya135323
39Doudrop133123
40Sonya Deville130921
41Tamina129918
42Nikki Cross126523

 

Ähnlich wie bei Roman Reigns gab es auch eine Frau, die ihre Division anführt. Bianca Belair war zwar nicht durchgehend Champion wie ihr männliches Pendant, aber als „Fighting Championesse“ hat sie ihre Stärke unter Beweis gestellt. Ihr Vorsprung ist nach absoluten Punkten sogar noch größer als der von Roman Reigns, auch wenn sie mit seiner Punktzahl nicht mithalten kann. Das war also das Jahr für die „EST of WWE“.

Interessanterweise ist auch hier Platz 2 eine Tag Team Wrestlerin in Form von IYO SKY. Dazu ist auch hier ihre Partnerin auf dem vierten Platz. Damage CTRL hatte zwar einige Ups und Downs, aber zumindest zum Jahresende konnten sie zeigen, was sie können. Ob hier Möglichkeiten für erfolgreiche Karrieren als Singles-Wrestlerinnen verborgen sind, wird uns 2023 zeigen.

Charlotte Flair konnte sich mit ihrem Sieg zumindest noch auf Platz 3 vorkämpfen. Käme sie nicht kurz vor dem Jahreswechsel zurück, wäre sie definitiv einige Platzierungen weiter unten und Ronda Rousey würde ihren Platz einnehmen. Die Queen geht jetzt aber als Championesse in das Jahr 2023 und wird wohl noch weiter nach oben klettern wollen.

Sonya Deville und Tamina kann man vielleicht in den untersten drei Positionen erwarten, aber Nikki Cross? Fairerweise muss man sagen, dass sie ihr Gimmick erst spät im Jahr gewechselt hat und dieser Effekt ist schnell verpufft. Obwohl sie bedrohlich dargestellt wurde, hat sie fast nur verloren und damit steht sie vollkommen zurecht auf dem letzten Platz.

Der „Workhorse-Award“ bei den Damen geht an Liv Morgan. Wahrscheinlich hatte keine andere Wrestlerin im Roster so viele Höhen und Tiefen in den vergangenen zwölf Monaten wie sie. In 46 Matches hat sie unter Beweis gestellt, was sie kann und was sie nicht kann. Sie hat unsere Herzen erobert, den Koffer und am selben Abend den Women’s Title unter lautstarkem Jubel gewonnen, aber anschließend eher bewiesen, dass sie (noch?) in die Mid-Card gehört.

Positive Überraschungen gibt es eigentlich kaum. Nennenswert sind die Platzierungen von Sasha Banks und Naomi, die zumindest in diesem Ranking zeigen, wie sehr sie im Main Roster fehlen. Die größte Enttäuschung auf der anderen Seite ist ohne Frage Becky Lynch. Eine der begnadetsten Wrestlerinnen aller Zeiten beendet das Jahr 2022 mit Minuspunkten. Sie ist nicht oft aufgetreten, aber wenn, dann hat sie häufig verloren. Asuka und Shayna Baszler sind weitere Beispiele von starken Damen, die kein glückliches Jahr hinter sich haben.

Ranking der Tag Teams

PlatzierungTag TeamPunktzahlGewertete Wrestler
1The Usos1773Jimmy Uso & Jey Uso
2Judgement Day1543Dominik Mysterio & Finn Balor
3The Mysterios1533Dominik Mysterio & Rey Mysterio
4Viking Raiders1527Ivar & Erik
5Hit Row1524Top Dolla & Ashante Adonis
6RK-Bro1516Randy Orton & Matt Riddle
7Brawling Brutes1513Ridge Holland & Butch
8Legado del Fantasma1511Joaquin Wilde & Cruz del Toro
9The O.C.1510Karl Anderson & Luke Gallows
10The Street Profits1507Angelo Dawkins & Montez Ford
11Miz and Ciampa1507Tommaso Ciampa & The Miz
12Boogs and Nakamura1498Rick Boogs & Shinsuke Nakamura
13The New Day1489Xavier Woods & Kofi Kingston
14Crews and Azeez1462Apollo Crews & Commander Azeez
15The Hurt Business1427Cedric Alexander & Shelton Benjamin
16Maximum Male Models1409Mace & Mansoor
17Imperium1398Giovanni Vinci & Ludwig Kaiser
18Los Lotharios1355Angel Garza & Humberto Carrillo
19Dirty Dawgs1328Robert Roode & Dolph Ziggler
20Alpha Academy1270Otis & Chad Gable

 

Bei den Tag Teams habe ich versucht, alle Teams des Jahres aufzunehmen. Dabei war es aber nicht immer eindeutig, da beispielsweise Kevin Owens oder Seth Rollins wie ein Team gewirkt haben, aber es war nicht eindeutig genug, um in der Liste aufzutauchen. Dadurch, dass Dominik Mysterio seinen Vater verraten hat, taucht er in zwei Platzierungen auf und damit gewinnt er Silber und Bronze. Die Goldmedaillen können aber selbstverständlich nur an ein Team gehen.

Die Usos dominieren die Division nach Belieben und haben sich im Frühling auch noch das zweite Paar an Gürteln geschnappt. Mit einem astronomischen Vorsprung stehen sie vor der grauen Masse, die sich Tag Team Division schimpft. Erkennbar an den Punktzahlen ist, dass die übrigen Platzierungen sehr nah beieinander sind, sodass einzelne Siege entscheidend für die Platzierungen waren.

Leider ist hier ebenfalls Chad Gable auf dem letzten Platz. Das Jahr hat für ihn und seinen Partner Otis so gut angefangen und dann war der Fall derart tief. Imperium stellt schon fast eine Schande für seinen Anführer dar. Bedauerlicherweise konnten sie ihre Klasse, die sie bei NXT einst hatten, noch nicht ins Main Roster führen. Für sie bleibt also nur ein enttäuschender Platz 17.

Erklärung

Wrestling ist ein Sport, bei dem mittlerweile fast jedes Kind weiß, dass er gescriptet ist. Somit kann ein Creative Team einfach selbst entscheiden, wer erfolgreich ist und wer nicht. Oft kommt es uns so vor, hauptsächlich bei WWE, dass Sieger sehr zufällig wirken und Titelmatches unverdient vergeben werden. Wie schön wäre es, wenn man das statistisch nachweisen könnte? Vielleicht sogar noch besser als mit einer simplen Sieg-/Niederlagen-Bilanz, weil die zu abhängig davon ist, bei welcher Show gegen wen angetreten wird. Was ist, wenn ich euch sage, dass das möglich ist? Mit sehr viel Zeit und einer auf den zweiten Blick einfachen mathematischen Formel habe ich genau das gemacht. So kann ich euch jederzeit ein genaues Ranking aller Superstars in WWE geben und vor jedem Match eine (theoretische) Wahrscheinlichkeit berechnen, wer dieses Match gewinnt.

Jetzt aber mal langsam. Bevor ich zu genauen Zahlen komme, möchte ich zunächst erklären, was ich genau gemacht habe. Jeder von euch, der beispielsweise in der Welt des Schachs ein Zuhause gefunden hat, wird das dortige „Elo-System“ kennen. Im Schach hat jeder professionelle Spieler eine Zahl, die seine Spielstärke bestimmt. Wenn zwei Spieler gegeneinander antreten, werden ihre Werte in eine Formel eingegeben, welche die Wahrscheinlichkeiten für den Duell-Ausgang bestimmt. Diese Wahrscheinlichkeiten werden wiederum benutzt, um die Plus- oder Minuspunkte der Spieler zu ermitteln. Mit den genauen Formeln möchte ich euch verschonen, aber merkt euch zumindest so viel: Wenn ein hoch bewerteter Spieler gegen einen niedrig bewerteten Spieler gewinnt, macht das kaum einen Unterschied für die Werte. Es war schließlich sehr wahrscheinlich, dass genau das passiert. Wenn aber ein niedrig bewerteter Spieler gegen einen hoch bewerteten Spieler gewinnt, hat das einige Plus- und Minuspunkte zur Folge.

Wrestling ist dabei leider etwas komplizierter. So musste ich die Formel, welche beim Schach und anderen Sportarten verwendet wird, etwas modifizieren. In meiner Rechnung ist es dazu relevant bei welcher Show das Match ausgetragen wird, ob ein Titel auf dem Spiel steht, das Match clean endet* und wer die aktuellen Titelträger sind.

*Anmerkung: Clean ist wie folgt definiert: Endet das Match so, dass ein Titel wechseln könnte (Pinfall, Submission, Stipulation etc.), dann war es ein cleanes Ende. Endet das Match aber, dass ein möglicher Titelwechsel nicht stattfinden würde (Disqualifikation, Count-Out etc.), dann war es kein cleanes Ende. Eine Ablenkung oder Eingriff, der beispielsweise vom Ringrichter nicht gesehen wird und zu einem Pinfall führt, gilt als clean. Dies ist so geregelt, weil es ansonsten nicht möglich wäre, eine eindeutige und objektive Definition zu finden. Besonders Ablenkungen sind nicht eindeutig genug und führen nicht immer zu einem Finish, sodass dies nicht in die Wertigkeit aufgenommen werden kann.

Im April 2021 hatte ich die Idee dazu und seitdem jegliche Aufeinandertreffen bei RAW, SmackDown, Main Event und den Pay-per-Views in die Rechnungen einbezogen. Dabei haben die einzelnen Shows eine eigene Wertigkeit. Die geringste Relevanz hat Main Event, darauf folgen die Weeklys und die größte haben die Pay-per-Views. Houseshows und Dark Matches wurden nicht in die Rechnungen einbezogen, da sie einerseits zu irrelevant sind und andererseits zu häufig die gleichen Sieger haben, sodass diese Ergebnisse das Ranking zu sehr verfälschen würde.

Die Titel haben auch eine unterschiedliche Wertigkeit. So ist der Undisputed WWE Universal Title wertvoller als die Mid-Card- oder Tag Team Titel. Dies ist sowohl beim gesamten Ranking als auch bei der Berechnung einzelner Matches relevant.

Falls ihr noch Fragen habt, werde ich sie gerne in den Kommentaren beantworten, aber vergesst nicht. Die Zahlen lügen nicht …




12 Antworten auf „The Numbers don’t lie: Jahresrückblick 2022! Wer war der beste Wrestler, die beste Wrestlerin und das Tag Team des Jahres?“

Father Mayhem sagt:

Sorry, aber das hier ist in meinen Augen noch sinnloser, als die Kandidatur bei den Grammy Awards, zumindest dieser Tage.
Wer bei der WWE im Moment und in der nahen Zukunft ständig siegt, liegt doch sowieso auf der Hand.

Sigi Reuven sagt:

Roman Reigns mit lediglich 11(!!!) Matches und 1940 Pkt. für Platz 1? Und damit der G.O.A.T. unter den Männern bei WWE?
Wollt ihr mich verschaukeln??? Wer hat denn da gewertet????
Und Jimmy Uso auf Platz 2, Jey auf 4???? Ich kann die beiden nicht mal auseinanderhalten. Auch vom Stil nicht…

Aber okay… bei den Teams mit den Usos vorne gehe ich mit… Im Einzel jedoch nicht.

Bianca Belair und IYO SKY bin ich auch dabei.

Angela sagt:

heute ist aber noch nicht der 1. April, oder?
Was für eine seltsame Liste.

Edelmann sagt:

Kann mir mal einer sagen wann Reigns vergangenes Jahr 11 Matches bestritten hat? Kam mir eher wie maximal die Hälfte davon vor.
Ich persönlich würde rein durchs Lesen Seth Rollins zum WWE Superstar des Jahres 2022 wählen. Er war wohl auch der einzige welcher Reigns letztes Jahr in einem 1 vs. 1 Match besiegt hat.

Uwe sagt:

Lustig wie sich einige aufblasen weil ihre Lieblinge nicht vorne sind, oder die ihrer Meinung nach falschen Wrestler und Wrestlerinnen. Leute. Es ist ne Show. Selbst die Abstimmung ist Show.

Meine Nr 1 sind:

Die Bloodline, einzeln wie im Team.
Der Judgement Day als Gruppe
Ronda Rousey
Rea Rhipley

Happy_Pain sagt:

Was RR betrifft komm ich auf folgendes:
6 Matches bei PPVs letztes Jahr. 3 bei Smackdown/Raw in 2022. Gezählt hab ich Single Matches für das Kalenderjahr 2022. Dazu kamen noch Tag Matches und erstaunlich viele Houseshows.

Hatte es gegooglet, weil ich ebenfalls skeptisch war.

DannyOcean sagt:

Erstmal Danke an den Ersteller für all seine Mühe, aber hier sollten doch bitte die vollständigen Bewertungsschlüssel zu lesen sein, um die Auflistung zu verstehen. Einige Platzierungen scheinen klar zu sein, andere sind irgendwie unverständlich…

Sigi Reuven sagt:

@Uwe Also KO, Drew McIntyre und Seth Rollins zum Beispiel haben über 30 und damit mehr als doppelt so viele Matches wie Reigns geworkt. Dass die Leute Reigns aufgrund seines Gimmicks und seines aktuellen Standings auf den ersten Platz wählen – geschenkt. Er verkörpert diesen Bloodline-Anführer und Head of the Table auch sehr gut, das muss man neidlos anerkennen.

Aber wrestlerisch sehe ich ihn keineswegs auf einer Wellenlänge mit KO, McIntyre und Rollins, die auch in den Weeklys wirklich IMMER abliefern. Auch wenn Reigns nichts für dieses Booking kann, so erweckt WWE leider keineswegs den Anschein, dass er sich kaputt schuftet. Mit Sicherheit gehört das zu seiner Heel-Rolle und klar, ein dominanter Champion muss nicht immer nahbar in den Weeklys auftreten.
Aber 11 Matches über das Jahr verteilt gegen 37 und 31 bei KO und Rollins… Sicher hatten Letztere nicht das Standing eines Reigns, aber wrestlerisch sehe ich die beiden nunmal vor ihm.

Aber okay, das zeigt doch auch, dass WWEs Plan mit Reigns zu 100% aufgeht und er an der Spitze der Company steht.

Aber die Usos dann im Einzelranking auch noch VOR KO und Rollins? Vor allem, kann mir jemand sagen, was das Besondere an Jimmy Uso sein soll, ohne ihn mit Jey zu verwechseln? Was zeichnet Jimmy Uso aus? Da frage ich mich dann eher, wie Gunter dazwischen gerutscht ist 😅…
Ein Shane McMahon mit 1 Match VOR einem AJ Styles mit 38 Matches?

Also ich denke mal, hier werden auch Houseshows mitgezählt, oder?
Und dann spielen wahrscheinlich noch Faktoren wie Gimmick, Charisma und Standing eine Rolle…

Finde das etwas seltsam mit dem Ranking.

Sigi Reuven sagt:

Zur Verteidigung, ich muss mich entschuldigen. Hab eben gelesen, dass es kein Voting ist und wie die Wertung zustande kommt und welche Faktoren da alle reinspielen und welche Wertigkeit die einzelnen haben… Dann ist es eigentlich auch kein Wunder, dass Reigns zum Top Wrestler des Jahres gekürt wird.

Auch wenn dieses ELO-Ranking interessant ist, finde ich nicht, dass es den Geist und die Meinung der ZuschauerInnen wiederspiegelt und finde das ziemlich kontrovers.
Denn Reigns workt nunmal nur bei PPVs seine Matches und kommt dann natürlich mit 11 Matches auf ein höheres Elo als Wrestler, die auch in den Weeklys alles geben. Und da er beide Titel beinahe das ganze Jahr hielt und die Usos ebenso…

Aber der wrestlerische Aspekt spielt für mich dabei eine viel zu untergeordnete Rolle, denn zur Frage, wer der beste Wrestler des Jahres ist, muss das absolut mit berücksichtigt werden.

Aber okay, interessante Idee mit dem Ranking, aber vielleicht sollte man dabei einige Faktoren noch etwas anpassen. Denn beispielsweise wie clean ein Match endet, liegt ja nicht an den Wrestlern. Sondern am Booking. Also könnte man sagen, dieses Ranking spiegelt eher die Situation wider, welche Wrestler besser gebookt werden als andere. Aber für einen uncleanen Sieg können die Wrestler ja nichts.

Dass Main Event geringer gewertet wird als die anderen Shows, ist sinnvoll. Ich glaube, Styles hat mehrere Matches bei ME geworkt, wenn ich mich recht erinnere. Aber dass dann Shane durch 1 Match höher kommt als er… Na ja.

Aber ich entschuldige mich auf jeden Fall, dass ich das falsch verstanden habe.

PBC_BayBay sagt:

@Alle Erstmal vielen Dank für die Kommentare! Wie es einige schon geschrieben haben und wie es auch oben steht, ist es ein Rating und kein Voting. Den genauen Schlüssel kann ich gerne beim nächsten Mal dazu schreiben. „Wrestler des Jahres“ bezieht sich natürlich nur auf das Booking. Da ist Gimmick, Beliebtheit und Menge der Matches erst einmal zweitrangig. Wenn Roman Reigns 11 Matches, wie oben richtig geschrieben, 6 Singles an PPVs, 3 in den Weeklys und zwei Tag Team Matches hat, davon fast immer seinen Titel verteidigt, bringt das mehr Punkte, als eine 60% Siegquote bei 40 Matches. Dazu sind seine einzigen Niederlagen durch DQ und im Tag Team, ohne, dass er an der Entscheidung beteiligt war.

Jimmy und Jey Uso sind so weit oben, weil Tag Team Matches auch Auswirkung auf die Singles-Rangliste haben, wenn auch einen geringeren. Auch hier kommt es vor, dass sie eine unfassbar gute Sieg/Niederlagen-Bilanz haben.

@Sigi Reuven Selbstverständlich gibt das Rating nicht den Geist und die Meinung der Zuschauer wieder. Es geht ja nur um das Booking. Es soll ja auch zeigen, wie sehr Booking und Wahrnehmung auseinandergehen. Beispielsweise Sami Zayn wird super dargestellt und ist beliebt, verliert aber noch immer verhältnismäßig viele Matches. Manche Midcarder sind sogar ganz unten im Ranking, weil sie fast nur verlieren. Kontroversität ist dabei fast schon ein Ziel. Dieses Ranking soll zeigen, wer (möglichst) objektiv der Beste/Erfolgreichste/Am besten Gebookte war, auch wenn das in den Shows nicht immer so rüberkommt.

Shane ist höher als Styles, da alle mit derselben Bewertung gestartet sind, siehe oben im Text. Shane hatte ein Match und das verloren, somit ist er von den anfänglichen 1500 Punkten ein wenig herunter. Styles hatte deutlich mehr Matches und deutlich mehr Niederlagen. Damit hat er sich umso mehr von Punkten verabschieden müssen. Viele Matches sind für ein Elo-Ranking nicht zwingend von Vorteil, wenn man die Mehrheit davon verliert.

Gerne kann ich noch mehr erklären oder mit euch in die Diskussion gehen. Auf das Ranking hatte ich aber keinerlei Einfluss. Das hat nichts mit meinen Lieblingen oder Ähnliches zu tun.

Angela sagt:

RR war vielleicht deswegen eher bei Houseshows, weil die nicht aufgezeichnet werden und im TV zu sehen sind – Kameras sehen Tricks und Schwächen ja doch viel besser als unser menschliches Auge.
Und jaaaa, ich weiß, dass schon vorher feststeht, wer gewinnen wird und welche Moves zu machen sind.

Frank Drebin sagt:

Vielen Dank für die Auflistung. Ich kann mir vorstellen, dass da einiges an Arbeit hintersteckt!

Ist sehr interessant, den sportlichen Faktor auch mal in der WWE zu betrachten. Große Überraschungen sehe ich hier nicht.
Den Run von Roman als Champion finde ich durch die Länge und die Dominanz echt gut, aber ich freue mich umso mehr auf das Ende. Hoffentlich dieses Jahr spätestens bei Wrestlemania durch Cody Rhodes oder Sami Zayn.
Persönlich hoffe ich auf einen Turn der Bloodline gegen Sami Zayn beim Rumble und dann einen Sensationssieg von letzterem bei der Battle Royal und schlussendlich bei Wrestlemania.

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