Update zu MJF: Wurde aus der Realität ein Work? – „AEW Double or Nothing 2022“: Erste Schätzungen zur PPV-Buyrate und Rekordeinnahmen bei den Ticketverkäufen – Vorschau auf die heutige Live-Ausgabe von „AEW Rampage“

03.06.22, von Jens "JME" Meyer

Quelle: Scott Lesh , MJF May 2019, bearbeitet, CC BY-SA 4.0

– Die Geschichte um MJF geht weiter: Nun wurde der junge Star von der Seite des AEW-Rosters entfernt. Auch im Shop ist MJF-Merchandise nicht länger zu finden. In den sozialen Medien der offiziellen AEW-Kanäle spielt MJF keine Rolle mehr, weder auf Fotos noch YouTube-Videos ist er zu sehen. Es bleibt also abzuwarten, wie es zwischen All Elite Wrestling und dem selbst ernannten „Salt of the Earth“ weitergeht.

Die Promo von MJF bei der vergangenen Ausgabe von „AEW Dynamite“ sorgte backstage für gemischte Reaktionen. Fightful sprach mit einigen Wrestler:innen des AEW-Rosters, die Reaktionen reichten von „für MJF war es von Anfang an ein Work“ bis zu „jetzt ist es ein Work“. Sollte sich herausstellen, dass beide Parteien von Anfang an eingeweiht waren, würde dies hinter den Kulissen aber zu viel Frust führen. Khan versicherte seit dem Start der Promotion immer wieder, dass derlei Works, die auch die Talente und Mitarbeiter im Unklaren lassen, nicht zu erwarten wären. Zudem mussten einige Kolleg:innen aufgrund der Tatsache, dass MJF am Samstag nicht zum Meet & Greet auftauchte, Extraschichten bei dem Event einlegen, um für ihn einzuspringen. Man war sich aber einig, dass Khan die Promo bei „AEW Dynamite“ nicht zugelassen hätte, wenn dahinter kein Plan stünde. Deshalb glaubt man, dass man sich bei den Meetings nach dem PPV geeinigt hat und nun eine Storyline vereinbarte. Die Geschichte begann also vermutlich als reale Unstimmigkeit und wurde mittlerweile in einen Work verwandelt.

– Erste Schätzungen bezüglich der Buyrate des „AEW Double or Nothing 2022“-PPVs gehen von 150.000 bis 155.000 Verkäufen aus. Noch ist es für eine verlässliche Aussage aber zu früh und es handelt sich hierbei eher um eine Tendenz anhand von bestimmten Märkten. Die letztliche Buyrate kann also stark von den ersten Schätzungen variieren. Nachfolgend die Buyrates der bisherigen AEW-PPVs:
AEW PPV-Buyrates:
AEW Double or Nothing 2019: 98.000 Buys
AEW All Out 2019: 88.000 Buys
AEW Full Gear 2019: 80.000 Buys
AEW Revolution 2020: 90.000 Buys
AEW Double or Nothing 2020: 105.000 Buys
AEW All Out 2020: 90.000 Buys
AEW Full Gear 2020: 85.000 Buys
AEW Revolution 2021: 135.000 Buys
AEW Double or Nothing 2021: 115.000 Buys
AEW All Out 2021: 205.000 Buys
AEW Full Gear 2021: ca. 145.000 Buys
AEW Revolution 2022: 148.000 bis 170.000 Buys
AEW Double or Nothing 2022: 150.000 bis 155.000 Buys

– Insgesamt 14.459 Zuschauer befanden sich am Sonntag in der T-Mobile Arena in Las Vegas, davon 13.800 zahlende Fans. Durch die Ticketverkäufe nahm man ca. 1,15 Millionen US-Dollar ein. Dies ist nicht nur ein AEW-Rekord, sondern auch ein Alltime-Record für alle Wrestlingpromotions abgesehen von WWE in den USA. Den bisherigen Rekord hielt die „G1 Supercard“-Show von New Japan und ROH im Madison Square Garden mit 1,1 Millionen US-Dollar.

– Für die heutige Live-Ausgabe von „AEW Rampage“, die dies Woche wieder auf dem gewohnten Sendeplatz ab 22 Uhr US-Ostküstenzeit (4 Uhr deutscher Zeit) laufen wird, sind drei Matches angekündigt. So wird Scorpio Sky seine TNT Championship gegen Dante Martin aufs Spiel setzen, The Young Bucks nehmen es mit The Lucha Brothers auf und Athena feiert gegen Kiera Hogan ihr In-Ring-Debüt.

All Elite Wrestling „Rampage #43“
Ort: Toyota Arena in Ontario, Kalifornien, USA.
Datum: 03. Juni 2022

TNT Championship
Singles Match
Scorpio Sky (c) vs. Dante Martin

Tag Team Match
The Young Bucks (Nick Jackson & Matt Jackson) vs. The Lucha Bros. (Rey Fenix & Penta Obscuro)

Singles Match
Athena vs. Kiera Hogan

Quelle: Fightful, Wrestling Observer Newsletter

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7 Antworten auf „Update zu MJF: Wurde aus der Realität ein Work? – „AEW Double or Nothing 2022“: Erste Schätzungen zur PPV-Buyrate und Rekordeinnahmen bei den Ticketverkäufen – Vorschau auf die heutige Live-Ausgabe von „AEW Rampage““

Happy_Pain sagt:

Das man aus den realen Problemen eine Story gemacht hat, erscheint mir am realistischten. Hut ab, extrem gut umgesetzt.

Jetzt sollte er zumindest einen Teil der Leute einweihen, um die angesprochenen Frustationen zu vermeiden. Das man es nicht jedem sagt ist klar, vor allem nicht im voraus.

Bash sagt:

Ich bin mir mittlerweile überhaupt nicht mehr sicher ob nun Work, halber Work oder auch nicht.

Brayblack sagt:

Jetzt auch völlig egal man ist in aller Munde!

Alle wollen wissen wie es weiter geht 🙂

Rudi Schneider sagt:

Für mich ist es klar ein Work. Ein Teil der großen MJF Show. Die sich an einen Höhepunkt steigern wird. Den wir jetzt noch nicht erahnen können.

Mantequilla sagt:

Was für ne geile Promo. Wenn das ein work ist, dann ist er besser als alles andere was ich in den letzten Jahren im Wrestling gesehen habe.
Und selbst wenn nicht, bringt das beiden eine Menge Aufmerksamkeit und dadurch eine Menge Geld.

Haehnchen sagt:

Ist für recht klar… MJF war unzufrieden, das war real. Vor DoN lag einiges im argen zwischen MJF und Tony.

Wie angekündigt hat man sich nach dem PPV aber zusammengesetzt und eine Lösung gesucht. Und die hat man offensichtlich gefunden vor der Dynamiteausgabe. Denn direkt nach DoN hieß es noch das weitere MJF auftritte in den nächsten Ausgaben erstmal nicht geplant seien… doch tada er tauchte direkt nach CM Punk auf und brachte diese promo… KLARER Work, gar keine Frage… ALLERDINGS hat er bei der Promo vllt auch ein wenig zu heftig daher geredet, ganz so heftig sollte sie glaube ich nicht werden… MJF nahm sich hier wohl einige Freiheiten.

Das man ihn jetzt quasi komplett aus AEW tilgt nach außen hin ist natürlich ein work… denke man wird das in sofern aufziehen das er nun als Rebell der ja gar nicht mehr für AEW arbeitet einfach auftaucht und chaos stiftet. Die Rebellenstory halt, haben wir so oder so ähnlich ja schon oft gesehen, egal ob bei WWE oder andernorts.

Manchmal hat das zu was gigantischem geführt wie bei Steve Austin vs Vince, oder auch mit abstrichen CM Punk, aber das war nichtmal im Ansatz so groß wie damals mit Austin.

Im Vergleich zu Steve Austin gibts halt nen feinen unterschied… Steve wollte nie weg von WWE und als diese Storyline aufgezogen wurde war er schon ein Publikumsliebling. Diese Storyline hat seine Popularität nur noch in weit größere Höhen gebracht.

CM Punk hatte wirklich die schnauze voll von WWE und WWE machte daraus einfach nochmal ein wenige Quote zum schluss. Er ging dann ja auch wirklich.

MJF war jetzt unzufrieden (aber aus anderen Gründen als zb CM Punk der einfach nur allgemein von WWE angekotzt war) aber offenbar hat man sich geeinigt und macht aus de rNot nun eine Tugend.

Ob das derart ziehen kann wie einst bei Steve Austin? Nein… Was schon alleine daran liegt das die AEW Fans Tony Khan mögen. Sone Hassfigur wie Vince wird der nie… auch weil er das schlicht gar nicht ausstrahlen kann… man mag von Vince halten was man will, aber was er vor der Kamera liefern kann ist teils schlicht großartig.

aus einem realen Problem ist ein work geworden. Ein spannender, ich will wissen wie man das aufzieht und wie es sich weiter entwickelt, und vor allem wie MJF daraus hervorgeht. Denn sein arrogantes Schnösel-Gimmick ist nun mit Sicherheit Geschichte.

DDP81 sagt:

Who Cares about Wardlow^^

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