*wXw „16 Carat Gold“ Special*- LuFisto im großen Wrestling-Infos.de Exklusivinterview! – „Don’t tell me what to do because I’m a girl.“ (inklusive Audio & Video!)

03.03.22, von Katharina "Katha" Kanzan

© wXw

In dem letzten Interview aus unsere 16 Carat Gold-Interviewreihe durften wir mit LuFisto. einer der ersten Intergender-Wrestlerinnen der Welt, sprechen. Sie erzählt wie sie zu ihrem Namen, zum Hardcore-Werstling kam und wie sie die Entwicklung von Frauen- und Intergender-Wrestling erlebt hat. Außerdem macht sie eine Kampfansage an die Männer im 16 Carat Gold-Turnier.

Deutsch

Katha (Wrestling-Infos.de): Hallo liebe Wrestling-Fans. Hier ist Katha von Wrestling-Infos.de und bei mir ist LuFisto.
Hallo, wie geht es dir?

LuFisto: Hallo, mir geht es gut. Ich freue mich sehr Teil dieses Turniers zu sein.

Katha (Wrestling-Infos.de): Wie war 2022 bisher für dich?

LuFisto: Sehr gut. Ich habe gerade angefangen, in die Vereinigten Staaten zurückzukehren, und bisher waren meine Matches sehr gut. Die Leute beschreiben sie oft als „das beste Match der Nacht“ oder „ihr Lieblingsmatch“. Die Veranstalter sind glücklich, die Fans sind glücklich, also bin ich glücklich. Es war bisher ein großartiges Jahr nach all den COVID-Einschränkungen und ohne Wrestling. Das fühlt sich großartig an.

Katha (Wrestling-Infos.de): Du wirst für 16 Carat Gold-Turnier nach Deutschland zurückkehren. Du bist die erste Frau überhaupt, die an diesem Turnier teilnimmt. Du warst in deiner Karriere oft „die erste Frau“. Gibt es ein „erstes Mal“, das besonders für dich ist?

LuFisto: Nun, dies ist besonders. Als ich gefragt wurde, ob ich nach Deutschland zurückzukehre und es für das 16 Carat ist, dachte ich: „Moment mal. Ihr meint das Turnier?“ Und sie sagten „Ja“. Und ich dachte: „Also bin ich die erste Frau…“ Daher fühle ich mich wirklich geehrt, dass wXw ausgerechnet mich, ein kanadisches Mädchen, ausgewählt hat, nach Europa zu kommen, nach Deutschland zu kommen und als erste Frau dabei zu sein. Weißt du, es ist so ein großes Wochenende, das 16 Carat. Dort waren schon so große Namen und dabei zu sein, ist für mich etwas ganz Besonderes.
Und natürlich die einzige Frau im „Cage of Death“ zu sein und die einzige Frau zu sein, die jemals das „King of the Deathmatch“-Turnier gewonnen hat. Ich habe also schon einmal ein Männerturnier gewonnen. Wenn ihr denkt, dass ich keine Bedrohung für dieses hier bin, liegt ihr falsch!

Katha (Wrestling-Infos.de): Gegen wen würdest du im Turnier gerne antreten?

LuFisto: Ich bin ein großer Fan von Jonathan Gresham. Er ist so gut. Er kann jede Art von Wrestling machen. Ich wäre eingeschüchtert gegen Jonathan Gresham zu ringen, weil ich denke, dass er den Standard setzt, wenn es darum geht, wie ein professioneller Wrestler sein sollte. Er ist technisch so gut.
Es gibt so viele Namen. Ich bin ein Maggot-Fan. Jedes Mal, wenn ich in Deutschland war, habe ich mir seine Matches angesehen. Er ist ein sehr interessanter Charakter.
Oh, Biff Busick natürlich, das wäre „hard hitting“.
Ich meine, jede Person in diesem Turnier ist eine Bedrohung und kann gewinnen, aber die ersten Namen, die mir in den Sinn kommen, wären diese.

Katha (Wrestling-Infos.de): Und gibt es einen andere Wrestler im wXw-Roster, denen du noch nicht begegnet bist und gegen die du unbedingt wrestlen möchtest?

LuFisto: Das ist hart. Er ist nicht mehr bei wXw, weil er bei WWE war, aber ich bin ein großer Fan von Tim Thatcher. Ich mag Bobby Gunns. Ich denke, er ist ein Badass und es interessiert ihn nicht, was die Leute sagen. Er geht einfach raus und kämpft. Er ist einer von denen, die sich jedem Stil anpassen können. Also ja, Bobby Gunns ist ein weiterer, den ich wirklich mag.

Katha (Wrestling-Infos.de): Worauf freust du dich beim diesjährigen Carat Gold-Wochenende, außer deiner Teilnahme am Turnier, am meisten?

LuFisto: Ich will einfach rauskommen und alles geben, was ich habe. Natürlich möchte ich alles gewinnen, aber ich möchte allen Anwesenden und allen Zuschauern zeigen, dass das Geschlecht keine Rolle spielt. Das beweise ich jetzt seit 25 Jahren. Das liegt nicht daran, dass ich als einzige Frau da rausgehe. Ich werde hart zuschlagen und ich werde zeigen, dass ich Durchhaltevermögen habe, dass ich eine Sicherheit habe, dass ich die Kraft habe alles durchzustehen. Ich bin zwar kleiner, aber ich bin schnell und habe viel Erfahrung. Ich kann viele Hindernisse überwinden. Also ja, beurteilt mich nicht nach meinem Geschlecht oder meiner Größe. Ich gehe da raus, um zu gewinnen!

Katha (Wrestling-Infos.de): Apropos Intergender-Wrestling. Glaubst du, dass sich Intergender-Wrestling und die Sicht darauf im Laufe der Jahre verändert haben?

LuFisto: Es hat sich verändert. Ich meine, es ist etwas mehr, würde ich sagen, üblich. Damals waren Intergender-Matches eine Seltenheit. Es war etwas, das ein bisschen tabu war, das die Leute nicht verstanden haben. Und jetzt ist es nur ein weiteres Match auf der Card. Die Leute betrachten die Matches nicht als „Mann gegen Frau“, sondern als „Wrestler gegen Wrestler“. Sie sagen: „Oh, dieses Match ist so gut, weil diese beiden Wrestler großartige Wrestler sind“. Es ist nicht „Oh, dieses Mädchen ist gut. Dieser Typ ist gut.“ Es spielt keine Rolle mehr. Es ist ein Match, egal mit welchem Geschlecht. Das wäre der größte Unterschied zu den Anfängen.

Katha (Wrestling-Infos.de): Du hast auch erlebt, wie sich Frauen-Wrestling über die Jahre entwickelt hat. Was denkst du, waren die Meilensteine?

LuFisto: Die größte Veränderung und die großartigsten Dinge passierten im Laufe der Zeit … es war ein langer Weg. Ich kann die Dinge nicht genau benennen, weil es sehr weite Wege waren. Von 1997, als ich anfing, bis 2022, wo wir uns befinden, war die größte Veränderung, und das ist es, was mir wirklich auffällt, dass wir nicht mehr nur eine Attraktion auf der Card sind, ein Match in einer vollen Card mit Männern sind, sondern Main Events, Superstars. Wir haben sogar Promotions, die komplett weiblich sind. Das gab es damals nicht. Von der Attraktion zum Star der Show ist also ein so großer Sprung. Aber das war das Größte, was wir erreicht haben, dass wir von einer Attraktion zu einem echten Showcase geworden, jemand, der auf der Card wichtig ist, unabhängig vom Geschlecht.

Katha (Wrestling-Infos.de): Glaubst du, es wird immer noch ein bisschen unterschätzt?

LuFisto: Ich glaube, die Leute verstehen es immer noch nicht oder wollen es nicht verstehen. Ich lese immer noch Kommentare wie „Oh, wann hören diese Intergender-Matches auf?“ Sie hören nicht auf, weil viele Leute akzeptiert haben, dass Frauen auch Athleten sind. Und um bessere Athleten zu werden, müssen wir uns Wrestlern stellen, die besser sind als wir. Viele Wrestler, die wirklich gut sind, sind männlich und deshalb habe ich mich entschieden, mit Jungs zu ringen. Als ich anfing, gab es keine anderen Frauen oder sehr wenig erfahrene Frauen. Um also besser zu werden, musste ich jemanden finden, der besser war als ich, der meine Grenzen ausweiten konnte, der mir Dinge zeigen konnte, während ich gegen ihn kämpfte und von ihm lernen konnte. Also ja, Intergender geht nirgendwo hin. Und ich mag es nicht, wenn Leute es mit häuslicher Gewalt vergleichen. Häusliche Gewalt ist keine Wahl. Es ist etwas, das nicht passieren sollte. Aber wenn es um Intergender-Wrestling geht, entscheide ich mich als Wrestler dafür, dabei zu sein. Ich will gegen die Jungs kämpfen. Das ist meine Wahl als Frau und als Mensch. Also ja, tut mir leid, aber Intergender-Wrestling verschwindet nicht. Es nimmt immer mehr Platz im Wrestlings ein. Du siehst es überall. Und jetzt sogar in wXw.

Katha (Wrestling-Infos.de): Du bist eine der ersten, die Intergender-Wrestling gemacht hat. Zu wem hast du aufgeschaut, als du angefangen hast?

LuFisto: Als ich anfing, war ich von den japanischen Joshi-Wrestlern wie Bull Nakano inspiriert. Mein Favorit war Akira Hokuto. Sie ist eine der ersten Damen, die ich gesehen habe, die eher einen extremen Style mit Waffen hat. Mit wem auch immer sie im Ring war, mit einem größeren oder einem kleineren Gegner, sie war immer sehr intensiv, sehr gewalttätig, sehr engagiert bei allem, was sie tat. Ich würde sagen im nordamerikanischen Stil, Medusa. Ich liebe Jazz. Und Miss Jacqueline damals. Und Luna Vachon. Dies sind die ersten Namen von Frauen, die mir gerade einfallen, die mich wirklich inspiriert haben.

Katha (Wrestling-Infos.de): Haben sich deine Vorbilder über die Jahre verändert?

LuFisto: Ich denke schon. Ich habe immer auf das japanische Wrestling geschaut, aber ich wurde Fan von eher technischem Wrestling. Ich war ein großer Fan von Owen Hart. Er war in allem so gut. Ich liebte Chris Benoit, Dynamite Kid, sehr hard hitting, intensive Individuen, die da reingingen und wirklich hart zuschlugen. Intensität ist für mich so wichtig, wenn es um Wrestling geht. Ich fühle mich zu Leuten hingezogen, die diesen Style haben.

Katha (Wrestling-Infos.de): Am Anfang deiner Karriere hattest du viele Namensänderungen. Warum blieb „LuFisto“ hängen?

LuFisto: „LuFisto“ ist passiert, weil, als ich ausgewählt wurde, nach Japan zu gehen, jemand den Namen Lucy benutzte und sie das „Precious“ nicht wirklich aussprechen konnte. Und ehrlich gesagt mochte ich diesen Namen „Precious Lucy“ nicht. Es wurde mir von Jacques Rougeau/The Mountie gegeben, ohne mir zu sagen, dass er meinen Namen ändern würde. Ich habe in einer Zeitung erfahren, dass das mein neuer Name war. Er blieb hängen.
Die Leute waren so daran gewöhnt, mich Lucy zu nennen, weil ich von Luzifer zu Precious Lucy wurde. Also behielt ich das „Lu“ von Lucy und fügte „Fisto“ hinzu. Das kommt von zwei Dingen: Es stammt von MacPhisto aus Batman, der eine Figur sein sollte, die von U2s Bono gespielt werden sollte. Es ist nicht passiert, aber der Charakter war so interessant. Er sollte ein tanzender, keuchender, singender Teufel sein. Ich mache selbst Musik, ich habe Bass gespielt und in einer Band gesungen und ich dachte: „Ich mag diesen Charakter“. Zuerst sollte ich auch so aussehen, aber ich änderte die Schreibweise in „Fisto“ mit einem F für Jedi Fisto aus Star Wars, weil ich ein großer Star Wars-Fan bin und die Bücher lese. Ich wusste von den neuen Charakteren, die in den neuen Filmen kommen würden. Also habe ich einfach Lucy genommen und Fisto dazu gepackt – LuFisto. Ich hatte das Gefühl, dass es ein Name ist, der sich kraftvoll anfühlt, wenn man ihn ausspricht. Er ist einfach zu merken, man kann ihn in jeder Sprache sagen. Das ist also die lange Geschichte, warum ich mich für LuFisto entschieden habe. Mit diesem Namen ging ich auf Tour, nach Mexiko, ich reiste zurück nach Japan, fing an nach Europa zu reisen. Daher ist dieser Name hängengeblieben.

Katha (Wrestling-Infos.de): Und was ist mit deinem Beinamen – Wounded Owl? Was bedeutet das?

LuFisto: „Wounded Owl“ kommt von … verwundet von all den Narben, die ich im Laufe der Jahre gesammelt habe, als ich Deathmatches gemacht habe und das Mädchen war, gegen das die Jungs nicht kämpfen wollten. Am Anfang war es wirklich hart, ich wurde geschlagen und auseinandergenommen. Sie wollten, dass ich verstehe, dass Frauen nicht in einen Ring gehören, aber ich habe mich durchgekämpft. Also von all diesen Deathmatches und dem Gegenankämpfen gegen diese Leuten, die mich nicht wollten, habe ich diese Narben gesammelt. „Wounded“ ist das perfekte Adjektiv. Und „Owl“ kommt einfach von der Tatsache, dass eine Eule ein Tier ist, dass wissend ist. Es ist ein sehr ruhiges Tier, aber es kann sehr bösartig werden, wenn es angegriffen wird. „Wounded Owl“ war also genau das Richtige für mich.

Katha (Wrestling-Infos.de): Was hat dich zum Hardcore-Wrestling gebracht?

LuFisto: Es ist einfach passiert. Ich hatte mit einem Mann aus Quebec ein Match. Er war dort einer der Top-Heels. Sehr böser Kerl, gehasst von vielen Leute. Und dann das Match – es passierte einfach, dass er anfing, mich mit einem Backblech zu schlagen und mich gegen die Absperrung warf. Die Leute sind total durchgedreht. Es gab auch Unruhen und es gefiel mir, welche Emotionen wir mit dem Einsatz der Waffen erzeugt haben und was das mit der Crowd gemacht hat. Beim Wrestling geht es darum, Emotionen zu erzeugen und Menschen etwas fühlen zu lassen. Und mit den Waffen dachte ich einfach, es macht so viel mehr. Die Leute sagten mir auch: „Warum tust du das? Du musst das nicht machen. Du bist ein Mädchen“ und ich wurde wütend. Ich dachte: „Du sagst mir nicht schon wieder, was ich wegen meines Geschlechts nicht tun kann“. Das könnte der Titel meiner Biografie sein: „Sag mir nicht, was ich tun soll, nur weil ich ein bin Mädchen.“ Von diesem Moment an wollte ich einfach an meine Grenzen gehen. Die Leute sagten mir, ich könnte das nicht, weil ich ein Mädchen bin, also dachte ich: „Ich werde es dir zeigen. Ich kann das! Und ich werde dir zeigen, dass ich es noch besser kann als die Jungs!“ Also fügte ich bei jedem Match mehr Zeug hinzu, ging von den Tischen und Stühlen zu den Reißzwecken zum Stacheldraht zu den Leuchtröhren und so weiter und so weiter.

Katha (Wrestling-Infos.de): Bist du durch mit Hardcore-Wrestling?

LuFisto: Ich würde sagen, ich bin mit Ultraviolence durch. Matches mit Stacheldraht oder Leuchtröhren habe ich seit 2007 nicht mehr gemacht. Ich habe „King of the Deathmatches“ gewonnen, ich habe „Queen of the Deathmatches“ gewonnen, ich war im „Cage of Death“. Also habe ich so ziemlich alles gemacht, was es gibt, wenn es um Ultraviolent Wrestling geht. Ich mache immer noch hin und wieder diese „No Rules Matches“, wo Tische und Stühle oder Backbleche oder ein Stoppschild oder ein Brawl überall in der Arena stattfindet. Die werde ich noch machen. Ich sage nicht, dass es nie wieder passieren wird, aber es müsste einen Sinn ergeben. Es müsste etwas bedeuten. Ich möchte nicht in einem Hardcore-Match gegen jemanden kämpfen, nur um gegen jemanden in einem Hardcore-Match zu kämpfen. Wenn es eine lange Fehde ist und wir das nur so beenden können, dann wäre das möglich.

Katha (Wrestling-Infos.de): CZWs Cage of Death. Ich hatte eine Phase, in der ich mir alle angesehen habe. Du hast 2006 teilgenommen. Wie war das?

LuFisto: Nun, es war unerwartet. Ich wurde nur für ein Six-Man-Tag-Match angekündigt. Ich habe mein erstes Match gemacht und sobald ich durch den Vorhang war und dachte, ich wäre für heute fertig, wurde mir gesagt: „Hey Kleine, du bist im Cage. Schnapp dir das Mikrofon, stell dich vor und spring rein.“ Ich nur „Was?“ Also hatte ich keine Zeit mich vorzubereiten. Ich habe nur versucht, schnell eine kurze Hose und das CZW-Shirt anzuziehen. Ich hatte keine andere Gear dabei, weil ich dachte, dass ich bei einem Match dabei sein würde und ich die neue Gear nicht kaputtmachen wollte. Ich bin einfach da reingegangen und es war einschüchternd. Aber ich fühlte mich wirklich stark, mit Leuten zusammen zu sein, die … wenn man von Nick Gage und John Zandig spricht, oder Lobo, wird von „Hardcore-Legenden“ gesprochen, um sie zu beschreiben. Als kleines kanadisches Mädchen, das mit diesen großen Hardcore-Namen da reingeht, fühlte ich mich sehr bestärkt und geehrt. Und ja, ich meine, ich habe überlebt. Ich bin noch da.

Katha (Wrestling-Infos.de): Du hast für viele Wrestling-Promotions gearbeitet. Gibt es eine Wrestling-Promotion, mit der du dich besonders verbunden fühlst?

LuFisto: Da gibt es einige. Shimmer wird für mich immer etwas Besonderes sein, wenn es um Frauenwrestling geht. Ich zolle Dave Prazak große Anerkennung dafür, dass er eine Vision für Wrestlerinnen hat, mehr zu sein. Wir sprachen davon, eine Attraktion zu sein, ich glaube, er hatte die Vision, dass Frauen Stars sind, und er wusste, dass es ein Publikum für Frauenwrestling geben würde. Shimmer wird also immer etwas ganz Besonderes für mich sein.
Ich würde auch Shine Wrestling nennen, weil ich 529 Tage lang ihr Champion war. Jedes Match dort war für mich wichtig. Dass sie mir so lange als ihr Champion vertraut haben, bedeutet mir viel.
Dann CZW während der John Zandig-Zeit. Ich denke, ein Großteil meiner Karriere beginnt mit John Zandig und CZW. Das sind also die ersten, die mir in den Sinn kommen. Als es für mich anfing, würde ich sagen, John Zandig hat an mich geglaubt und der Rest ist Geschichte.
wXw ist etwas Besonderes, weil ich bei den beiden Femme-Fatale-Turnieren das Vergnügen und die Ehre hatte mit Meiko Satomura, Tony Storm und Killer Kelly zusammenzuarbeiten. Dort hatte ich, was mir die Leute heute noch als eines der besten Frauenmatches nennen, das Match gegen Leila Hirsch beim Finale des Femme Fatale 2019. Das und ich liebe Deutschland. Ich sage immer, Deutschland ist mein Lieblingsland. Mein Zuhause in der Ferne. Die Fans sind so cool, sie singen meinen Namen und sie kontaktieren mich in den sozialen Medien. Wenn ich nicht in Deutschland bin, schicken sie mir ständig E-Mails und ich bekomme sogar kleine Geschenke von meinen deutschen Fans. Ich habe eine ganz besondere Verbindung zu Deutschland. Auch mexikanische Fans sind sehr liebevoll. Ja, ich könnte viele Promotions nennen, ich fühle mich geehrt, jedes Mal, wenn ein Promoter, jedes Mal, wenn eine Promotion mich in den Ring steigen lässt.

Katha (Wrestling-Infos.de): Apropos Shimmer. War es seltsam für dich, nach so viel Intergender Wrestling für eine rein weibliche Promotion zu arbeiten?

LuFisto: Das war es! Ich erinnere mich, dass ich Backstage saß und mich umschaute und nur Mädchen sah und dachte: „Das ist seltsam, aber ich mag es“. Es fühlte sich anders an. Es war auch gut, dass wir alle dieselbe Mission hatten, zu beweisen, dass Frauenwrestling eine echte Sache ist und wir es ernst meinen. Also ja, es war seltsam, aber sehr cool.

Katha (Wrestling-Infos.de): Ich wollte mit dir über deine neuste Aufnahme in die Hall of Fame sprechen. Du wurdest bei der GCW-Show in die Independent Wrestling-Hall of Fame aufgenommen. Wie kam es dazu?

LuFisto: Eine totale Überraschung. Als sie zum ersten Mal ankündigten, dass sie die Hall of Fame machen würden, dachte ich: „Oh mein Gott, das ist so gut. Endlich werden Leute aus der Independent-Szene gewürdigt, ihre Arbeit und ihre Opfer und was sie für das professionelle Wrestling getan haben.“ Zu viele Dinge passieren in den Indies, die nicht gewürdigt werden. Viele sagen: „Oh, das habe ich dort schon mal im Fernsehen gesehen“. Nein, es ist schon einmal in den Indies passiert. Ich war also wirklich begeistert, als ich sah, dass GCW das macht. Ich hatte nichts erwartet, obwohl viele Fans sagten: „Du solltest da drin sein“. Ich hatte nicht erwartet, dass sie mich fragen würden. Aber sobald ich mein US-Visum bekam, schickte mir Brett Lauderdale von GCW eine Nachricht: „Wir möchten, dass du nach New York kommst. Wir nehmen dich in die Hall of Fame auf.“ Und ich dachte – ich bin sprachlos. Ich habe sogar ein bisschen geweint. Ich habe gleich meinen Freund angerufen. Ich sagte: „Es passiert. Ich werde in die Indie Wrestling Hall of Fame aufgenommen“. Wir waren dort und es war so eine magische Nacht. Normalerweise bekommt man eine kleine Plakette, wenn man in eine Wrestling Hall of Fames kommt. Verstehe mich nicht falsch, sie sind alle besonders, aber GCW ging so weit, dass wir eine echte Zeremonie bekommen haben, bei der wir uns schick anziehen mussten, und es gab ein Podium, auf dem wir sprechen und tatsächlich eine Dankesrede halten konnten. Normalerweise geht das, wie gesagt, ganz schnell, sie schicken einen in den Ring, ein paar Worte ins Mikrofon, und dann gehst du und das war’s. Aber dieses Mal war es größer. Ich hatte wirklich das Gefühl, dass meine Arbeit über die Jahre wirklich wichtig war. Ich kann Game Changer Wrestling nicht genug dafür danken. Ich bin unendlich dankbar.

Katha (Wrestling-Infos.de): Danach hattest du auch noch einen Überraschungsauftritt bei der GCW-Show. Können wir hoffen, dich dort wiederzusehen?

LuFisto: Ich hoffe, es war nicht das letzte Mal. Ich war wirklich überrascht von der Reaktion, die ich von der Crowd bekommen habe. Als ich und Thunder Rosa uns im Ring ansahen und die Menge anfing, unsere beiden Namen zu rufen, war das ein besonderer Moment. Hoffentlich war es für mich nicht das letzte Mal bei Game Changer Wrestling. Vorerst ist nichts geplant, aber wir können im Wrestling niemals nie sagen, es gibt immer Überraschungen.

Katha (Wrestling-Infos.de): Welche Person würdest du gerne im kommenden Jahr in der Indie Hall of Fame sehen?

LuFisto: Definitiv B-Boy. Er ist derjenige, der mir als erstes in den Sinn kommt. Es gab tatsächlich einen Fan, der ein Schild in der Show mit „B-Boy for Hall of Fame“ hochgehalten hat. Er war jemand, der immer nett zu mir war, und ich habe immer gesehen, wie er versucht hat, andere Leute, mit denen er gekämpft hat, over zu bringen. Er möchte immer der nächsten Generation helfen und hat immer Killer-Matches mit jedem, mit dem er im Ring ist. Als ich zu CZW ging, das habe ich ja erzählt, dass ich zuerst eingeschüchtert war, dort zu sein und er gab mir das Gefühl, zu Hause zu sein. Jedes Mal, wenn ich ein Match mit ihm hatte, war alles so einfach, weil er Wrestling liebt, das spürt man, und er gibt so viel zurück. Also ja, für die Indie Hall of Fame definitiv B-Boy.

Katha (Wrestling-Infos.de): In all den Hall of Fames, in denen du stehst, gibt es eine, die dir besonders wichtig ist?

LuFisto: Alle sind mir wichtig. Ich bin in der ALF Hall of Fame, das war die erste rein weibliche Promotion in Quebec, wo ich lebe. Die Promotion existiert nicht mehr, aber ich hatte das Glück, in die Hall of Fame aufgenommen zu werden. Das ist also etwas Besonderes. Es war die erste. Ich bin auch Teil der Quebec Wrestling Hall of Fame mit Namen wie den Vachons und Rougeaus. Dort sind Leute wie Hulk Hogan, Vince McMahon und Macho Man. Alle, die einen großen Einfluss auf das Wrestling in der Provinz Quebec hatten, sind so ziemlich alle in dieser Hall of Fame. Darin sind nur zwei Frauen – Vivian Vachon und ich. Also ist es etwas ganz Besonderes für mich, mit so unglaublichen Legenden genannt zu werden. Ich habe das Gefühl, dass das Wort „Legende“ heutzutage viel zu oft verwendet wird, als wäre jeder eine Legende, aber diese Leute in der Hall of Fame sind definitiv Legenden und ich fühle mich geehrt, dort drinnen zu sein.
ICW in Quebec ist die Promotion, in der ich ihre wichtigste Championship gewonnen habe. Das war meine zweite Championship, glaube ich. Das ist so eine große Promotion in Quebec, und es war etwas Besonderes, mir als Face der Promotion zu vertrauen.
Und natürlich CZW, wo ich den Iron Man gewonnen habe, und wie gesagt, ich war die erste Frau im „Best of the Best“ und ich hatte Macthes mit B-Boy, Sami Callihan, Nick Gage, gegen all diese Typen. Also ja, jede Hall of Fame ist etwas ganz Besonderes.

Katha (Wrestling-Infos.de): Du hast viel Wrestling-Geschichte erlebt. Ich habe gelesen, dass du ein Buch über deine Karriere geschrieben hast oder gerade schreibst. Wann können wir es kaufen?

LuFisto: Ich schreibe gerade daran. Es ist noch nicht fertig und soll im nächsten Jahr veröffentlicht werden. Also ich arbeite gerade dran und es ist viel Arbeit. Ich schreibe es mit meinem Freund, einem Wrestling-Historiker, Patrick Laprade. Er hat die Biographie von Andre the Giant geschrieben. Das ist sehr beliebt. Die von Mad Dog Vachons [Anmerkung: „Mad Dogs, Midgets and Screw Jobs“ von Pat Laprade], die „Sisterhood of the Squared Circle“. Er hat eine Menge Bücher herausgebracht. Ich bin glücklich, dass er mir hilft, aber ich schreibe es selbst. Er hilft mir, führt mich durch das ganze Chaos des Buchschreibens.

Katha (Wrestling-Infos.de): Du hast eine besondere Verbindung zu Mick Foley. Hilft er dir auch?

LuFisto: Ich kann mich nicht erinnern, wie es angefangen hat, aber er hat etwas über mich getwittert und wir haben ein paar E-Mails ausgetauscht. Er unterstützt mich sehr bei Dingen, die ich tue. Er hat sogar einen ganzen Artikel über die Frau geschrieben, die ihm geholfen hat, Susan Sexton, und mich zu trainieren. Also, ich liebe Mick. Er ist so ein toller Mensch. Ich habe ihn noch nicht getroffen, seit wir online gesprochen haben. Ich traf ihn, als ich gerade mit dem Wrestling anfing. Er war immer sehr nett und hat mir Ratschläge gegeben, wenn ich ihn gefragt habe, aber es ist so lange her. Natürlich erinnert er sich nicht. Ich war auch so schüchtern. Aber er ist so ein toller Mensch. Ich fühle mich geehrt, nur dadurch, dass er meinen Namen kennt.

Katha (Wrestling-Infos.de): Was sind deine unmittelbaren Pläne nach 16 Carat Gold?

LuFisto: Nach dem Carat Gold, nach dem ich die Trophäe nach Hause gebracht habe, habe ich noch mehr Matches für Beyond Wrestling geplant. Ich habe auch viele Matches in Kanada geplant. Ich habe Seaway Valley Wrestling, Rebelution, ich werde für die HWE wrestlen. Es kommt noch mehr bei Beyond Wrestling. Mehr Capital Championship Wrestling [Anmerkung: C4 Wrestling]. Ich habe gerade gegen Vita VonStarr gekämpft und will die Championship haben, die Kilynn King gerade hält. Das sind also meine Pläne für den Moment. Ich will mehr Gold. Ich möchte irgendwann zu Shine zurückkehren. 2022 – Ich möchte, dass dies mein Jahr wird. Ich würde gerne ein paar Matches im TV haben, sei es Ring of Honor, MLW, All Elite Wrestling, hauptsächlich diese drei. Ich habe das Gefühl, dass ich an einem guten Punkt bin, wenn es um Wrestling geht. Ich habe das Gefühl, klüger zu wrestlen. Und bis jetzt, hoffentlich passiert nichts, aber ich habe großartige Matches und die Leute sehen das. Ich möchte einfach weiter da sein und mein Bestes geben und den Fans die bestmöglichen Matches zeigen.

Katha (Wrestling-Infos.de): Wenn alle Forbidden Doors offen wären, wem würdest du gegenübertreten wollen?

LuFisto: Das ist eine gute Frage. Es gibt viele Leute. Sagen wir, wenn ich zu All Elite gehe – das sind Leute, mit denen ich schon einmal gewrestlet habe, aber ich würde gerne auf einer größeren Bühne gegen sie antreten: Mercedes Martinez, Thunder Rosa, Leila Hirsch. Ich würde auch gerne mit der jüngeren Generation wrestlen. Ich würde gerne mit Abadon ringen. Ich mag Abadon. Sie fällt auf. Sie ist beängstigend. Ich mag ihren Stil. Oh mein Gott, es gibt so viele Leute, mit denen ich schon gewrestlet habe. Ich bin einfach bereit, mit jedem in den Ring zu steigen. Ich möchte mit jedem wrestlen, egal aus welcher Promotion oder mit welchem Erfahrungslevel. Das sind die ersten Namen, die mir einfallen, aber ich weiß, dass ich Leute vergesse.

Katha (Wrestling-Infos.de): Eine random Frage zum Schluss: Wenn du könntest, wo wolltest du mitmachen – WrestleMania oder Wrestle Kingdom? [Anm. von Katha: LuFisto hat Wrestle Gate verstanden, was ich wiederum nicht mitbekommen habe. Trotzdem interessante Antwort. Entschuldige LuFisto!]

LuFisto: Ich bin nicht wirklich ein großer WWE-Fan. Die meisten wissen das. Ich war schon einmal bei Wrestle Gate und ich habe es geliebt. Es war so cool. Ich war nicht in der Hauptshow. Das wäre also eine Sache. Aber ich meine, WrestleMania ist die größte Show von allen. Ich kann also nicht sagen, dass ich nicht dabei sein möchte. Es ist nur so, dass ich das Gefühl habe, dass mein Wrestling-Stil nicht unbedingt zu WWE passt. Ich würde mich eher bei All Elite oder Ring of Honor oder MLW sehen. Schwierige Frage. Aber warum nicht ein Match bei WrestleMania? Wenn ich keinen Vertrag unterschreiben muss. Ja, aber na ja. Das war eine gute Frage. Ich würde aber gerne wieder zum Wrestle Gate zurückkehren. Da hatte ich Spaß. Bei Wrestle Gate, das war eine tolle Zeit.

Katha (Wrestling-Infos.de): Okay. Vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast, meine Fragen zu beantworten. Es hat wirklich Spaß gemacht, mit dir zu quatschen. Und an alle, die zuschauen. Seht euch auch unsere anderen Interviews zum 16 Carat Gold-Turnier an. Bis zum nächsten Mal. Ciaui!

 

Englisch

Katha (Wrestling-Infos.de): Hello you lovely wrestling fans. It is Katha from Wrestling-Infos.de here and with me is LuFisto.
Hey, how are you?

LuFisto: Hi, I am good. I am very excited to be part of that tournament.

Katha (Wrestling-Infos.de): How has 2022 been so far for you?

LuFisto: Very good. I just started to go back to the United States and so far, my matches have been very good. People often describe them as “the best of the night” or “their favorite matches”. The promoters are happy, the fans are happy, so I am really happy. Yeah, it has been a great year so far after all the COVID restrictions and not wrestling. This feels great.

Katha (Wrestling-Infos.de): You will be back in Germany for the 16 Carat Gold tournament. And you are the first woman ever to enter this tournament. You have been “the first woman to” a lot in your career. Is there one first that is special to you?

LuFisto: Well, this one is, because when they asked me to come back to Germany and they said it is for the 16 Carat, I was like “Wait a second. You mean the tournament?” And they’re like “Yeah”. And I was like “So I’m the first woman.” So I felt honored that wXw choose me of all people, a Canadian girl, to come to Europe, to come to Germany, and be that first woman to be part of that. You know, it is such a big weekend, the 16 Carats, there has been big names, and to be part of this, for me is very special.
And of course, being the only woman in the “Cage of Death” and being the only woman to ever win the “King of the Deathmatch” tournament. So, I did win a male tournament before. If you think I’m not a threat for this one, you’re wrong.

Katha (Wrestling-Infos.de): Whom do you want to face in the tournament?

LuFisto: I am a big fan of Jonathan Gresham. He is so good. He can do any style of wrestling. I would be intimidated to wrestle Jonathan Gresham because I think he is the standard when it comes to what a professional wrestler should be like. He is so good technically. There are so many names. I am a fan of Maggot. Every time I have been to Germany, I would watch his matches. I thought he is a very interesting character. Oh, Biff Busick of course, that would be hard hits for sure. I mean, every person in that tournament is a threat and can go all the way, but first names that comes to mind would be them.

Katha (Wrestling-Infos.de): And is there another wrestler on the wXw roster you have not faced, you really want to wrestle?

LuFisto: That is tough. He is not with wXw anymore, because he was with WWE, but I am a big fan of Tim Thatcher. And I really like Bobby Gunns. I think he is a badass and he does not care about what people say. He just goes out there and fights. He is one of those that can adapt any style to. So yeah, Bobby Gunns is another one I really like.

Katha (Wrestling-Infos.de): What are you looking for the most in this year’s Carat Gold weekend, except your participation in the tournament?

LuFisto: I just want to go in there and give everything I have. Of course, I’m aiming to win it all. But I just want to show everyone in attendance and everyone that will be watching that gender doesn’t matter. It’s something I’ve been proving for 25 years now. And it’s not because I go in there as the only woman. I’m going to hit hard and I’m going to showcase that I do have stamina, that I do have insurance, that I do have the strength to go through everything. I might be smaller, but I’m quick and I have a lot experience. I can work around a lot of obstacles. So yeah, do not judge me for my gender or how tall I am. I’m going in there to win!

Katha (Wrestling-Infos.de): Talking about intergender wrestling. Do you think intergender wrestling and the view of it changed over the years?

LuFisto: They changed. I mean, it’s something more, I would say, usual. Back then intergender matches were a rare thing. It was something that was a little bit taboo, that people did not understand. And now it is just another match on the card. People look at the matches not as “a man versus a woman” but like “wrestler versus wrestler”. They will go like “Oh, this match is so good, because these two wrestlers are great wrestlers”. It’s not “Oh, this girl is good. This guy is good.” It doesn’t matter anymore. They see it as a match, no matter the gender. That would be the biggest difference from in the beginning.

Katha (Wrestling-Infos.de): You also saw women’s wrestling evolve over the years. What do you think were the milestones in women’s wrestling?

LuFisto: The biggest change and the greatest things happened throughout…it was a long road. I cannot pinpoint things or specific because it was a very long road. From 1997, when I started, to 2022, where we’re at, the biggest change, and that’s what really stands out to me, is that we went from being just an attraction on the card, a match slot in a full card of men’s wrestling, to actually being the main events, the superstars, the featured stars. We even have promotions that are all female now, which was not the case back then. So from the attraction to the main star of the show is such a big gap, but that would be the biggest thing we accomplish, that we went from being an attraction to being an actual showcase, as someone who is important on the card, regardless of gender.

Katha (Wrestling-Infos.de): Do you think it is still a bit underrated?

LuFisto: I think people still do not understand it or don’t want to understand it. I still read comments like “Oh, when are these intergender matches going to stop?” They’re not because a lot of people have accepted that women are also athletes. And to become better athletes, we need to face people, who are better than us. A lot of wrestlers that are really good are male and that’s why I chose to wrestle guys. When I started, there were no other women, or very little experienced women. So, to be better, I needed to find someone who was better than me, who could push my limits, who could show me things while I was fighting them and learn from them. So yeah, intergender is not going anywhere. And I don’t like when people compare it to domestic violence. Domestic violence is not a choice. It’s something that should not be happening. But when it comes to intergender wrestling, I as an athlete choose to be in there. I want to fight the guys. This is my choice as a woman and as a human being. So yeah, sorry, but intergender wrestling is not going anywhere. It’s taking more and more place in the landscape of wrestling right now. You see it everywhere. And now even in wXw.

Katha (Wrestling-Infos.de): You are one of the first to do intergender wrestling. Whom did you look up to when you started?

LuFisto: When I started I was really inspired by the Japanese Joshi wrestlers, like Bull Nakano. My favorite was Akira Hokuto. She’s one of the first ladies I’ve seen doing more of an extreme style, using weapons. Whoever she was in the ring with, a bigger opponent, a smaller opponent, she was always very intense, very violent, very committed to everything she did.
I would say on the North American style, Medusa, I love Jazz, and Miss Jacqueline back then, Luna Vachon. These are the first name that comes to mind for women that really inspired me.

Katha (Wrestling-Infos.de): Did your idols change over the years?

LuFisto: I think so. I have always looked back to Japanese wrestling, but I became fan of more of the technical kind of wrestler. I was a big fan of Owen Hart. He was so good at everything, I loved Chris Benoit, Dynamite Kid, very hard-hitting individuals, intense individuals that would go in there and really hit hard. Intensity for me is so important when it comes to wrestling. I will gravitate towards people that have that style.

Katha (Wrestling-Infos.de): Going back to the beginning of your career, you had a lot of name changes. Why did “LuFisto” stuck?

LuFisto: “LuFisto” happened because, when I was chosen to go to Japan, there was someone using the name Lucy, and they could not really pronounce the “Precious”. And honestly I didn’t like that name “Precious Lucy”. It was given to me by Jacques Rougeau/The Mountie without even telling me he would change my name. I’ve learned in a newspaper that it was my new name. So, I got stuck with it. The people were so used to call me Lucy, because I went from Lucifer to Precious Lucy. So I kept the “Lu” of Lucy and I added “Fisto”. It comes from two things. It comes from MacPhisto from Batman, who was supposed to be a character played by U2’s Bono. It didn’t happen, but the character was so interesting. It was like a dancing, clubbing, singing devil. Since I was playing music, I played bass and I was singing in a band and that’s basically my background, I’m like “I like this character”. So at first, I was supposed to go and kind of look like this character but I changed the way of spelling it to “Fisto” with an F, for Jedi Fisto from Star Wars, because I’m a big Star Wars fan and I was reading the books. I knew about the new characters that would be coming in the new movies. So, I just took Lucy and Fisto put it together – LuFisto. I felt it is a name that, when you say it, it feels powerful. It is simple to remember, you can say it in any language. So that’s the long story why I chose LuFisto. With this name, I just kept going places, to Mexico, I went back to Japan, started to go to Europe. So that name stuck with me ever since.

Katha (Wrestling-Infos.de): And what about your byname – Wounded Owl. What does that mean?

LuFisto: Yeah, the wounded owl comes from…”Wounded” is from all the scars I collected throughout the years, doing the Deathmatches, and also being the girl that the guys didn’t want to fight. It was really hard at the beginning, I got punched and stretched and scratched. They wanted me to understand that women didn’t belong in a ring, but I fought through. So from all these Deathmatches and fighting people didn’t wanting me, I collected those scars. So “Wounded” was the perfect adjective. And “Owl” simply comes from the fact that an owl is an animal that is known to have knowledge. It is a very quiet animal, but it can be very vicious if attacked. So “Wounded Owl” was just the perfect thing for me.

Katha (Wrestling-Infos.de): What got you into hardcore wrestling?

LuFisto: It just happened. I was in a match with a man in Quebec. And he was one of the top heels there. Very bad guy, hated, for a lot of people. And then the match, it just happened that he started to hit me with a cookie sheet and threw me into the guardrails. People went absolutely nuts. There was also riots. I really liked that emotions we were creating with using the weapons and what it’s doing with the crowd. Because wrestling is about creating emotions and make people feel something. With the weapons, I just thought it was so much more. Also people were telling me “Why do you do this? You don’t need to do this. You’re a girl” and I got upset. I was like “You’re not telling me what to do because of my gender again”. That could be the main title of my biography: “Don’t tell me what to do because I’m a girl.” I just wanted to push my limits from that moment. People told me I could not do it because I was a girl. So I was like “No, I’m going to show you, I can do it. And I’m going to show you, I can do it even better than the guys.” So every match I kept going with adding more stuff. I went from the tables and the chairs to the thumbtacks to the barbed wire to the lights and so on and so on.

Katha (Wrestling-Infos.de): Are you done with hardcore wrestling?

LuFisto: I would say I’ve been done with ultraviolence. Everything with barbed wire or lights I haven’t done since 2007. I won “King of the Deathmatches”, I won “Queen of the Deathmatches”, I was in a “Cage of Death”. So, I did pretty much everything there was to do when it comes to ultraviolent wrestling. I still do once in a while those “No rules matches” where there’s tables and chairs or cookie sheets or a stop sign or any kind of brawl all over the place, all around the arena. I will still do those. I’m not saying, it’s never going to happen again but it would have to make sense. It would have to mean something. I don’t want to fight somebody in a hardcore match just to fight somebody in a hardcore match. If it’s a long feud and that’s the only way we can end this, then there’s a possibility.

Katha (Wrestling-Infos.de): CZW’s Cage of Death. Actually, I had a phase when I watched all of them. You participated in this 2006 event. How was it?

LuFisto: Well, it was unexpected. I was announced for a six man Tag Match. I did my first match and as soon as I crossed the curtain, and I thought I was done with the night, I got told like “Hey kid, you’re in the cage. Grab the mic and introduce yourself and jump in there”. I was like “What?” I had no time to prepare. I just tried to change quickly into a pair of shorts and the CZW shirt. I had no other gear, because I really thought I will be at one match and I didn’t want to destroy the new gear I just had. So yeah, just went in there and it was intimidating. But I felt really powerful being in there with people that are…when you talk about Nick Gage and John Zandig, Lobo, the word hardcore legend always comes in conversations to describe them. To be the little Canadian girl, who goes in there with those big hardcore names, I felt very powerful and honored. And yeah, I mean, I survived. I’m still here.

Katha (Wrestling-Infos.de): You have worked for a lot of wrestling promotions. Is there one wrestling promotion you feel specially connected to?

LuFisto: There are a few. Shimmer will always be special to me when it comes to women’s wrestling. I always give major credit to Dave Prazak for having a vision for women wrestlers to be more. We were talking about being an attraction, I think he had the vision of having women as the stars and he knew there would be a public for women’s wrestling. Shimmer will always be very special to me.
I would say Shine Wrestling because I was their champion for 529 days. Every match there was important to me. That they trusted me to be their champion for so long means a lot.
CZW during the John Zandig days. I think a lot of my career starts because of John Zandig and CZW.
They’re the first that comes to mind. When it started for me, I would say John Zandig believed in me and the rest is history.
wXw is special because for the two Femme Fatale tournaments I had the pleasure and the honor to work with Meiko Satamura, Tony Storm, Killer Kelly. To have what people still describe to me to this day as one of the best women’s matches, versus Leila Hirsch at the Femme Fatale 2019 finals. This and I love Germany. I always say Germany is my favorite place to go. My home away from home. The fans are so cool, they are singing my name and they keep writing to me on social media. When I am not in Germany, they keep sending me emails and I even get little gifts from my German fans. I have a very special connection with Germany.
Mexican fans are also very loving. Yeah, I could name a lot of promotions, I feel blessed every time a promoter, every time a promotion lets me step into the ring.

Katha (Wrestling-Infos.de): Speaking of Shimmer, was it strange for you to work for an all female promotion after doing so much intergender?

LuFisto: It was! I remember being backstage and sitting and looking around and just seeing girls and I was like “This is strange, but I like it!”. It felt different. It was good, too, that we all had the same mission to prove that women’s wrestling was a real thing and it was serious. So yeah, it was strange, but very cool.

Katha (Wrestling-Infos.de): I wanted to talk to you about your recent Hall of Fame induction. You were inducted into the Hall of Fame at the GCW show, to the Independent Wrestling-Hall of Fame. How did it come about?

LuFisto: A total surprise. When they first announced that they were doing the Hall of Fame, I was like “Oh my god, this is so good. Finally, people from the independent scene are going to get acknowledged, their work and their sacrifices, and what they did for professional wrestling”. Too many things happen on the independent circuit that do not get the credit. They say, “Oh, I’ve seen that on TV before”. But no, it happened in the independent circuit before. I was really thrilled, when I saw the GCW was going to do this. I was not expecting anything besides many fans were saying “Well, you should be in there”. I did not expect that they would ask me. But as soon as I got my US visa, Brett Lauderdale from GCW sent me a message like, “We want you to come to New York. We are inducting you into the Hall of Fame”. And I was like – I’m speechless. I even cried a little. I called my boyfriend right away. I’m like, “It’s happening. I’m gonna be in the Indie Wrestling Hall of Fame”. We just went there and it was such a magical night. Because usually when you go to wrestling Hall of Fames you get a little plaque. Do not get me wrong, they’re all very important, but GCW went to the extent of having a real ceremony where we had to dress up and there was a podium where we could speak and actually have an acceptance speech. Usually, like I said, it is real quick, they send us in the ring, little words on the microphone, and then you leave and that’s it. This time, it was bigger. I really felt like my work mattered throughout the years. And yeah, I can’t thank them enough, thank Game Changer Wrestling for doing this. I am eternally grateful.

Katha (Wrestling-Infos.de): Later you also had a surprise appearance at the GCW show. Can we hope to see you there again?

LuFisto: I hope it was not the only time. I was really surprised with the reaction that I had from the crowd, when I came out. When me and Thunder Rosa looked at each other and the crowd started chanting both of our names, it was a special moment. So hopefully it was not the last time for me at Game Changer Wrestling. Nothing planned for now, but we can never say never in wrestling, there are always surprises.

Katha (Wrestling-Infos.de): Which person would you like to see in the Indie Hall of Fame, in the coming year?

LuFisto: Definitely B-Boy. He is the one that first comes to mind, because there was a fan that actually had a sign of the show “B-Boy for Hall of Fame”. He is someone who’s always been kind to me and I have always seen him trying to elevate other people he was wrestling. He always wants to teach the next generation. He always has killer matches with whoever is in the ring. When I went to CZW, I said, I was intimidated at first to be there, he made me feel home. Every time I had a match with him, everything was so easy because he loves wrestling, you can feel it, and he gives back so much. So yeah, for the Indie Hall of Fame definitely B-Boy.

Katha (Wrestling-Infos.de): And in all the Hall of Fames, you are in, is there one that is really special to you?

LuFisto: They are all special though. I’m in the ALF Hall of Fame, which was the first all-female promotion of Quebec, where I live. The promotion doesn’t exist anymore, but I was fortunate enough to be in the Hall of Fame. So this one is special. It’s like the first one.
I’m also part of the Quebec Wrestling Hall of Fame with names such as the Vachon’s and the Rougeau’s. There is names like Hulk Hogan, Vince McMahon and like Macho Man. Everybody that had a big impact when it comes to wrestling in the Province of Quebec are pretty much in this hall of fame. There’s only two women in it – Vivian Vachon and myself. So this one is very special to me, to be in there with such incredible legends. I feel the word legend is thrown way too much out there these days, like everybody’s a legend, but these people in the Hall of Fame are definitely legends and I’m blessed to be in there.
And ICW in Quebec is the one where I won their main championships before. That was my second main championship, I believe. They are such a big promotion in Quebec, and for them to trust me with being the face of the promotion, in an all men promotion, is special.
And of course CZW, where I won the Iron Man, and like I said, I was the first woman in the “Best of the Best” and I had fights with B-Boy, Sami Callihan, Nick Gage, against all these guys. So yeah, every Hall of Fame is very special.

Katha (Wrestling-Infos.de): There is a lot of history with you. I read you wrote a book, or are writing a book, about your career. When are we able to purchase it?

LuFisto: I’m currently writing it. It’s not ready yet. It’s scheduled to be released by next year. So, I’m currently in the works. It’s a lot of work. I’m writing it with my friend, a wrestling historian, Patrick Laprade. He wrote the Andre the Giant biography. That is very popular out there. The Mad Dog Vachons [Note: „Mad Dogs, Midgets and Screw Jobs” by Pat Laprade], the “Sisterhood of the Squared Circle”. He has a lot of books, that he got out there. I’m blessed that he’s helping me, but I’m writing it myself. He helps me, guides me through all the chaos of writing a book.

Katha (Wrestling-Infos.de): You have a special connection with Mick Foley, Does he help you, too?

LuFisto: I can’t remember how it started, but he tweeted something about me and we exchanged some emails. He’s very supportive of things that I do. He even wrote a full article about the woman who helped train him, Susan Sexton, and myself. So, I love Mick. He’s such a great human being. I have yet to meet him, since we spoke online. I met him when I was just starting in wrestling. He was always very nice and giving me advice, when I would ask him, but it’s been so long, of course, he does not remember. I was so shy, too. But he’s such a kind of human being. I feel blessed just that he knows my name.

Katha (Wrestling-Infos.de): What are your immediate plans after 16 Carat Gold?

LuFisto: After the Carat Gold, bringing that trophy back home, I have more matches for Beyond Wrestling. I have a lot of matches scheduled in Canada, too. I have Seaway Valley Wrestling, Rebelution, I’ll be in Hamilton, for the HWE, there’s more Beyond Wrestling coming, more Capital Championship Wrestling [Note: C4 Wrestling]. I just wrestled Vita VonStarr and I’m aiming for that championship that Kilynn King is holding right now. So, these are my plans for now. I want more gold. I want to go back to Shine eventually. 2022 – I want this to be my year. I’d like to be having a few matches on TV, whether it is Ring of Honor, MLW, All Elite Wrestling, these three mainly. I feel like I’m in such a good place when it comes to wrestling. I feel, I wrestle smarter and so far, and hopefully nothing happens, but I’m having great matches and people are noticing. I just want to keep going out there and do the best I can and give you and the fans all the best matches possible.

Katha (Wrestling-Infos.de): If all forbidden doors would be open, whom do you want to face?

LuFisto: That’s a good question. There’s many people. Let’s say if I go to All Elite – these are people I’ve wrestled before but I’d like to wrestle them on a bigger stage – Mercedes Martinez, Thunder Rosa, Leila Hirsch. I’d like to wrestle the younger generation too. I’d like to wrestle Abadon. I like Abadon. She stands out. She’s scary. I like her style. Oh my god, there’s so many people I’ve already wrestled. I’m just ready to wrestle anybody. I want to wrestle anybody from any company or any level of experience. These are the first names that comes to mind, but I know I’ll be forgetting people.

Katha (Wrestling-Infos.de): One random question in the end: If you could, where did you want to participate – WrestleMania or Wrestle Kingdom? [Note from Katha: LuFisto understood Wrestle Cade, which I did not understand. Still an interesting answer. Sorry LuFisto!]

LuFisto: Oh, yeah, I am not really a big fan of WWE. People know about it. I’ve been to Wrestle Cade before and I loved it. It was so cool. I haven’t been on the main show, so that would be one thing. But I mean, WrestleMania, it’s the biggest show of them all. I can’t say I wouldn’t want to be there. It’s just that I feel my wrestling style doesn’t necessarily fit with WWE. I would see myself more either at All Elite or Ring of Honor or MLW. Tough question. What I mean, why not one match at WrestleMania? If I don’t have to sign a contract. Oh, well. That was a good question. I’d like to go back to wrestle at Wrestle Cade again, though. I had fun there. Wrestle Cade is a great time.

Katha (Wrestling-Infos.de): Okay. Thank you so much for taking the time to answer my question. It’s been really, really fun talking to you. And to everybody watching. Be sure to check out our other interviews heading into the 16 Carat Gold tournament. See you all next time. Ciaui!

Audio- & Video-Interview

Das vollständige Interview von Katha mit LuFisto ist ab sofort ebenfalls in unseren Podcast-Feeds, als MP3-Datei zum Download und auf YouTube sogar exklusiv als Video verfügbar. Klickt dafür einfach auf den jeweiligen Button weiter unten.

Diskutiert in unserem Forum mit vielen anderen Wrestlingfans über dieses Interview & viele weitere Themen! Klick!




Schreibe einen Kommentar

Wir müssen Kommentare teilweise manuell freigeben, deswegen kann es etwas dauern, bis dein Kommentar erscheint.

Ich stimme der Datenschutzerklärung zu





Wrestling-Infos.de Exklusivinterviews
W-IonYouTube
http://fittaste.com/