*wXw „16 Carat Gold“ Special*-„Axeman“ Axel Tischer (fka Alexander Wolfe) im großen Wrestling-Infos.de Exklusivinterview! – „Ohne euch wäre Wrestling sinnlos!“ (inklusive Audio & Video!)

09.02.22, von Marko "Killcobain" Welzenbach

© WXW

Auf dem Weg zum größten Wrestling-Festival Europas, dem wXw „16 Carat Gold Tournament“ haben wir euch ja bereits „besonderen Content“ versprochen. Als offizieller Sponsor des Events haben wir von Wrestling-Infos.de uns das Motto „nicht kleckern, sondern klotzen“ gesetzt und auf die Fahne geschrieben. Bei all dieser bildlichen Vergleiche, wer würde da besser passen, wenn es darum geht, die Katze aus dem Sack zu lassen, als der amtierende wXw Unified World Champion „Axeman“ Axel Tischer, vielen von euch bekannt als Alexander Wolfe bei WWE NXT & SmackDown!? Welche Erfahrungen Axel gemacht hat, wieso er der Mann für die bildliche Sprache ist, wie es ist, für WWE zu arbeiten, die Arbeit bei wXw und was bei „wXw 16 Carat Gold“ auf euch zukommt, erfahrt ihr nur hier, im großen Wrestling-Infos.de Exklusivinterview!

Deutsch

Marko „Killcobain“ Welzenbach (Wrestling-Infos.de): Einen wunderschönen guten Tag, Liebe Wrestling-Fans und herzlich willkommen zu einem neuen Interview hier bei uns bei Wrestling-infos.de und ich freue mich heute ganz besonders, einen Star begrüßen zu dürfen, der euch allen bekannt sein dürfte. Ein Mann, der Geschichte geschrieben hat als erster deutscher WWE Champion, der schönste Bart des deutschen Wrestlings , Axel Tischer! Wie geht es dir?

„Axeman“ Axel Tischer (wXw): Hallo, danke für das für das Kompliment des schönsten Barts! Alles andere egal, aber die Ehre des bärtigen Mannes trägt man im Gesicht.

Marko „Killcobain“ Welzenbach (Wrestling-Infos.de): Der muss stehen, der sieht ja auch fantastisch aus.

„Axeman“ Axel Tischer (wXw): Dankeschön.

Marko „Killcobain“ Welzenbach (Wrestling-Infos.de): Zuerst möchte ich dich mit einer relativ wahllosen Frage bombardieren. Einfach mal kurz eingestiegen, was ist denn deine erste Erinnerungen an Wrestling?

„Axeman“ Axel Tischer (wXw): Die erste Erinnerung an das Wrestling allgemein? Eine gute Frage zum Anfang. Also ich kann mich an Wrestlemania 9 erinnern, als ich damals angefangen habe, Wrestling zu schauen, das ist der allererste Pay-per-view, den ich für mich noch im Kopf hab, als ich damals als Fünf- oder Sechsjähriger angefangen habe. 1993 war ich vollkommen begeistert von dieser ganzen Show Einlage, von diesem ganzen Konzept Wrestling, weil ich als kleines Kind auch diese ganzen Comic/Anime Serien gesuchtet habe, Turtles und He-Man. Verschiedene Charaktere, verschiedene Kostüme und ich kann mich da ganz besonders an die Situation erinnern, als damals Undertaker gegen Giant Gonzalez gecatcht hat und sie sich gegenseitig die Luft abgedrückt haben oder Hulk Hogan, Bret Hart gegen Yokozuna und Hulk Hogan kommt dann und gewinnt dann den Titel, der vorher noch im Team Kampf aktiv war. Also das sind so die Erinnerungen für mich, wie ich direkt mit dem ganzen Thema Wrestling bewusst in Verbindung gekommen bin.

Marko „Killcobain“ Welzenbach (Wrestling-Infos.de): Bei mir war das so eine in den späteren 90er Jahren laufende TV Werbung, die so richtig flashy war, also ich glaube, was viele dabei verbindet ist, dieses wirklich überspitzelte und da drauf Bock haben.

„Axeman“ Axel Tischer (wXw): Auf jeden Fall.

Marko „Killcobain“ Welzenbach (Wrestling-Infos.de): Auf jeden Fall sehr geil! Du hast ja gerade schon so mehr oder weniger angedeutet. Diese persönlichen Erfolge wie zum Beispiel, der erste deutsche Wrestler zu sein, der einen WWE Titel gewann. Das scheint dir jetzt nicht so besonders (wichtig) zu sein, oder wie gehst du mit diesen persönlichen Erfolgen um?

„Axeman“ Axel Tischer (wXw): Persönlich, ist das definitiv was, worauf ich stolz bin, dass ich das geschafft habe, weil, klar in einer Sache der erste zu sein, der das gemacht hat, das ist toll. Auf der anderen Art und Weise ist es halt so, man sollte sich bewusst sein, was man geschafft hat und man darf da auch stolz drauf sein, aber man sollte sich da nie drauf ausruhen, weil im Endeffekt ist es ein Schritt, den ich getätigt habe, oder ein Erfolg, den ich erreicht habe in meiner Karriere, aber dabei soll es nicht bleiben. Ich möchte mehr Erfolg haben. Ich möchte noch erfolgreicher werden und im Endeffekt ist es eine coole Auszeichnung auf jeden Fall, aber ich bin nicht so ein Typ, der sich da drauf aufgeilt, oder sich dann selber feiert, weil im Endeffekt wir kochen alle nur mit Wasser und niemand ist perfekt. Ja, ich sehe es eher so, ich hab vielleicht etwas geschaffen, worauf andere auch auf eine gewisse Art und Weise den Erfolg aufbauen können, bedingt weil es bei mir geklappt hat, egal ob es motivierend war, egal ob es, ich sag mal der erste Stein war, der im Weg liegt für alle, ob es derjenige ist den ich weggeräumt habe? Keine Ahnung, aber mich persönlich zeichnet viel mehr aus, als nur ein Titel, aber dennoch, wie gesagt bin ich stolz darauf und ja hab ich was gutes gemacht, was auszeichnet, dass harte Arbeit sich irgendwann auszahlt.

Marko „Killcobain“ Welzenbach (Wrestling-Infos.de): Genau! Ich meine, du hattest ja auch Nachfolger mit, unter anderem jetzt auch Marcel Barthel, der den Titel hochhebt für Deutschland. An welche Erinnerungen oder Personen, welchen Moment deiner WWE Karriere zum Beispiel , blickst du besonders (gerne) zurück? Gibt es da irgendwas, wo du sagst ,das hat sich so manifestiert, da denke ich immer wieder dran zurück, das war so ein Knackpunkt?

„Axeman“ Axel Tischer (wXw): Gibt es viele! Ich war 6 Jahre, schöne 6 Jahre bei WWE angestellt und dann gibt es ganz ganz viele Augenblicke oder Ereignisse, die auch zum Großteil hinter den Kulissen stattgefunden haben. Ich habe die Gelegenheit gehabt, meinen Favorite of all time, Stone Cold Steve Austin zu treffen, mit ihm ein persönliches Gespräch zu führen. Dann hatte ich die Gelegenheit, unter dem Einfluss von Shawn Michaels trainiert zu werden oder auch unter einem Triple H ein besserer Arbeiter zu werden, weil er ja auch immer ”hands on Deck” komplett bei der ganzen Produktion und bei den Vorproben mit dabei ist und einem die nötigen Tipps und Tricks gibt, um wirklich was zu perfektionieren. Wie gesagt der Trainings-Einfluss vom Performance Center angefangen mit Norman Smiley, der mir sehr, sehr viele Sachen beigebracht hat, über zu Robbie Brookside, den ich schon vorher kannte, aber mit dem ich noch nie so viel zu tun hatte und dann so viel mitgenommen hab, bis zu den letzten Monaten wo ich mit Fit Finlay trainieren konnte. Die Liste ist endlos, Scotty 2 Hotty ist einer, der weniger ein Ringkämpfer ist, sondern eher mehr ein Entertainer, der hat mir sehr, sehr viel weiter geholfen mit meinem Sanity Charakter und dann Terry Taylor! Das ist auch einer, der mir sehr, sehr viel über das Business an sich beigebracht hat, über Erfahrungswerte, über Fehler die er gemacht hat, wo ich dann selber diese Fehler vermeiden konnte. Ja wie gesagt, Shawn Michaels ist ein ganz großer Einfluss, nicht nur bei mir, sondern auch bei den Leuten, die jetzt momentan On-top sind, beziehungsweise die erfolgreich im Business sind. An sich verschiedene Momente, wenn man, sag ich mal mit den All-time Greats mal eine Minute hatte, um mal zu reden oder mehr als, “ Hallo und Tschüss,” das sind auf jeden Fall sicher solche Augenblicke, die man für sich selber genießt. Wie gesagt die Liste ist extrem lang, würde definitiv unseren Zeitrahmen sprengen, aber hier und da kommt immer mal so der Flashback, hier und da kommt dann immer mal die Erinnerung wieder hoch, manchmal selbst Erinnerungen, die man schon wieder komplett verdaut hat oder, die man schon wieder vergessen hatte. “Ja stimmt, da warst ja da und da in der Stadt, oder du hast ja auch schon da und da gekämpft und du hast ja selbst schon im Ring gestanden mit dem und dem und so weiter und sofort”. Aber ja, ist immer wieder schön, sich dran zu erinnern und das ist auch so eine Motivationsgeschichte. Für mich ist es jetzt nicht vorbei, nur weil es bei WWE vorbei ist, für mich ist das Ding, ich bin noch jung, bin momentan in der besten Form meines Lebens und vom Wissen her und von der Leistung her, die ich erbringen kann. Es ist für mich ein weiterer Schritt in Richtung Zukunft und ich werde das definitiv ausbauen in der Zukunft.

Marko „Killcobain“ Welzenbach (Wrestling-Infos.de): Super! Als jemand, der deine Karriere in den letzten Jahren auch nachverfolgt hat, finde ich, kann man das durchaus sehen, gerade nach dem Abgang von WWE. Wenn ich das so sagen darf, du siehst ripped aus, so als hättest du wirklich nochmal eine Schippe draufgelegt und nochmal Motivation aus der Entlassung geschöpft oder dich daran genährt. Für die meisten wäre das ja eher ein Rückschlag gewesen, so zu sagen ein Motivationsloch oder “ich muss erstmal darauf klarkommen,” so gesehen, aber wie war das für dich? Hattest du da sofort im Blick, dass du sagst, ‚Ok, ich will das machen? Ich will zurück nach Deutschland, ich will wieder zu wXw!‘, wie waren da deine Gedankengänge?

„Axeman“ Axel Tischer (wXw): Also so wie du es beschrieben hast, bei mir war es eher umgekehrt. Ich hatte in der Zeit, als ich mit Sanity bei SmackDown war mein Motivationsloch, weil man gemerkt hat, man bekommt dieses Wrestlinggeschäft von einer anderen Seite mit und unwissend, wie man zu dem Zeitpunkt war, hat man das dann weniger gut verdaut, wie ich es jetzt verdauen würde. Leere Versprechungen, etc. und man kann niemandem die Schuld geben, weil so ist das Wrestlingbusiness, das da meist Sachen gesagt werden und im Endeffekt ändern sich Sachen oder es sind halt nur leere Versprechungen um denjenigen ruhigzustellen. Gerade bevor ich dann zu NXT UK gekommen bin, war ich in so einem richtigen Motivationsloch. Und wie gesagt, ohne jemandem die Schuld zu geben, das ist Teil des Business, das ist halt nicht so einfach. Und ich hatte dann mehr Motivation geschöpft mit NXT UK, weil dann mit alten Zeitgenossen wieder zusammen, Seite an Seite und wieder mehr Wrestling zu präsentieren, das war eine Motivation für mich, aber im Endeffekt war es dann so, realistisch betrachtet war es dann auch wieder eine Sache, die nicht für mich selber war, sondern der ganze Akt drehte sich dann im Endeffekt nur um eine Sache. Ja, ich persönlich wäre nie von WWE gegangen, wäre auch dämlich wenn. Es war aber dann so, dass die Entlassung erlösend war. Hat damit zu tun, dass ich einfach in dem Augenblick mit mir selber im Reinen bin. Wusste aber auch, dass man kann niemandem die Schuld geben kann außer mir selber in dem Punkte und das war auch das einzige Kriterium, weswegen ich mich dann umgestellt habe, beziehungsweise mit mehr Motivation wieder rangekommen bin. Lustigerweise was es so, die Nachricht, dass ich nicht verlängert werde, habe ich recht fassend aufgenommen und habe dann sofort Plan B Modus eingeschaltet ja. Den Plan B hatte ich mir vorher zurechtgelegt. Unter anderem war auch einer dieser Pläne vorher, ja egal, ob die Entlassung jetzt kam oder nicht, dass ich mit meiner Frau und mit meinem Sohn wieder zurück nach Deutschland ziehen möchte, weil ich zu dem Zeitpunkt mehr für NXT UK eingeplant war. Und man hat dann einfach schneller diesen Wunsch erfüllt bekommen. Aber wie gesagt so, ich hatte einen Plan B Ready, weil nichts ist garantiert, erst recht nicht ein Vertrag bei WWE und da war es dann halt so, dass der Plan B sofort in Kraft getreten ist. Ich bin sofort in Kontakt getreten mit, unter anderem wXw, hab gesagt, “Hey, hier so sieht’s aus,” und wir waren uns dann sofort einig. Ich musste halt in binnen von einem Monat erstmal den ganzen Haushalt auflösen, Mietvertrag kündigen, alles mögliche, weil dann ja auch das Visum irgendwann ausläuft, hätte zwar noch einen Monat länger Zeit gehabt, aber ich dachte mir, einen Monat weniger die Unkosten im teuren Amerika und dafür wieder zurück zum heimischen Deutschland, wo man einfach eine größere Sicherheit hat, dass man auch ankommt und sich erstmal um weniger Sachen Stress machen muss, als in Amerika zum Beispiel. Ja im Endeffekt war’s dann für mich so, ‚ok wie geht es jetzt weiter ?‘, ich hab meine Leidenschaft wiedergefunden, mein Feuer ist wieder entflammt, ich bin so ein bisschen aus diesem Trott wieder rausgekommen. Trott heißt: ‚Hey ja gut, man wird bezahlt, passt. Man geht zum TV, wenn man gebraucht wird und wenn nicht, dann nicht, dann bleibt man halt zuhause. Die letzten Monate waren aber wieder aufregend für mich, weil, da hatte sich wieder was angebahnt, da war man wieder ein bisschen mehr in der Geschichte drinnen. Ich hatte vermutet, dass ich mich, wie es schon vor Corona geplant war, von Imperium abkapsle und dass Sanity wieder zusammenkommt und das dann Imperium und Sanity miteinander fehden würden. Das war halt der Gedanke, aber im Endeffekt sehr überraschend, kam dann nach meinem letzten TV Match, wo ich aus Imperium rausgeschmissen wurde, die Nachricht der Entlassung. Aber wie gesagt, ich nehme sowas nicht persönlich. Wrestling Business allgemein sollte man nicht persönlich nehmen, auch mit der Person, mit der ich gesprochen habe ich immer ein gutes Verhältnis gehabt und mit WWE nie Stress gehabt, wenn es um Sachen Talent-Relation ging. Die haben sich immer um einen gekümmert, die haben mir selbst einen Flug zurück bezahlt nach Deutschland, also da ist auf keinen Fall böses Blut. Ob es halt jetzt wegen Kosteneinsparungen war, sei dahingestellt. Da kann sich jeder seine Meinung von bilden, aber im Endeffekt war es für mich das Beste, was mir hätte passieren können. Zwecks Aussehen und Drum und Dran. Ich habe es dann, endlich mal geschafft, meine Arschbacken zusammenzukneifen und mir mal jemanden zu suchen, der Ahnung davon hat und er hat mich auf einen Ernährungsplan eingestellt, damit ich dementsprechend besser aussehe und das war eines dieser Kriterien, die ich mir selbst zu zuschulden habe, dass ich nie richtig in Form war. Ich hab zwar immer performen können und meine In-Ring-Shape war halt gut, aber die äußerliche in Ring-Shape war halt nie so gut und war definitiv nie so, dass es aussah wie WWE geschweige denn, wie professioneller Wrestler und das war definitiv eine dieser Sachen, die ich ändern musste und die auf jeden Fall ganz ganz oben, wenn nicht das Erste auf meiner Agenda war, dass wenn ich zurückkomme ins europäische Wrestling, wenn ich zurück gehe ins Independent Wrestling, dass mein Aussehen noch anders sein wird.

Marko „Killcobain“ Welzenbach (Wrestling-Infos.de): Das das sieht man auf jeden Fall, dass du da ordentlich dran gearbeitet hast. Und ja, also das, das finde ich sehr spannend, also dieses Imperium gegen Sanity, ich glaube, das hätten viele, viele Fans sehr gerne gesehen. Ich meine auch der Split von Imperium, der wurde ja mehr oder weniger angedeutet, aber danach ist ja komplettes Chaos ausgetreten.

„Axeman“ Axel Tischer (wXw): Ja, das Problem war halt, dass Eric Young entlassen wurde, bevor, also in der ersten Welle anscheinend war das glaube ich und eigentlich war es so geplant, dass zu dem Zeitpunkt, Ich glaube, es war Januar, Januar war das schon vorher geplant, dass es dann halt wieder Eric Young, Damo und ich, also Killian Dain damals, dass wir wieder zusammenfinden und dann halt gegen Walter, Marcel und Fabian fehden bei NXT UK und noch NXT, wäre eine coole Sache gewesen aber hätte hätte Fahrradkette. Und von daher? Passt schon!

Marko „Killcobain“ Welzenbach (Wrestling-Infos.de): Ja mal sehen, was noch kommt ich mein, irgendwann ne, man muss jetzt unbedingt nicht alte Sachen aufwärmen, aber in gewissen Konstellationen kann da doch bestimmt noch eine schöne Dynamik entstehen.

„Axeman“ Axel Tischer (wXw): Ja, mal sehen. Diese Konstellation eher weniger, weil das, was dem einen sein Glück wäre, wäre Pech des Anderen. Es soll also dann lieber so, wie es ist bleiben und fertig.

Marko „Killcobain“ Welzenbach (Wrestling-Infos.de): Aber mittlerweile sind ja auch andere Möglichkeiten da, also gerade für Wrestler, Fans, ist ja ne super Sache, was du alles an Promotions und Shows hast. Um da noch mal so ein bisschen in die Kerbe zu schlagen, also ich merke du bist ja auch ein sehr observierender Mensch, du nimmst deine Umgebung wahr du, du bist sehr “offen mit deinen Augen”. Hast du irgendwelche bestimmten Unterschiede ausgemacht in der Fankultur zwischen Deutschland, zwischen England oder auch Amerika? Gibt es da irgendwas, wo du sagst da unterscheiden die sich die sich besonders?

„Axeman“ Axel Tischer (wXw): Auf jeden Fall! Also England, die Fankultur ist halt alles Fußballstadion. Man hat halt mehr, sag ich mal Family da und es ist halt mehr ne Party quasi, also die mögen halt geiles Wrestling, aber die feiern halt auch mal, ich sag mal lächerliche Sachen ab, ne? Amerika ist komplett Entertainment, da gibt es auch diese Hardcore Fans noch, aber die sind halt wirklich noch, also halt deswegen funktioniert halt auch sowas wie WWE in Amerika oder halt zum Teil in England. Ich finde deutsches Wrestling, oder die Deutschen Wrestling Fans, die wollen halt mehr so etwas wie RingKampf sehen, ernstzunehmendes seriöses Wrestling, sportliche Leistung, wenn es mal passt, ein Charakter, wenn der das gut gemacht, wenn der gut over geht, aber ich denke sonst im Großen und Ganzen, also ich kanns halt von der Sicht aus Independent Markt her und ich kanns halt von der Sicht sehen, wie es halt damals bei WWE war. Wenn man bei WWE jetzt sowas hatte, wie Fandango, das kam einigermaßen in Amerika an, das es wahrgenommen wurde, cool, dann, es wurde richtig gefeiert in England, gerade wegen der Eintritts Musik, die sind durchgedreht, sind ausgerastet und in Deutschland hat man 0 drauf reagiert, weil die dachten, ‚was will man mit so einem tanzenden Typ hier? Ich denke, wir sind hier beim Catchen?‘, so eine Art ne. Und wenn ich jetzt zum Beispiel , ich war jetzt letztes Wochenende in England. Da sieht man halt, dass die halt schon auch gutes Wrestling abfeiern, aber die Inhalte sag ich mal, auch vom Character und von der Stimmung her, sind die halt mehr so auf, ‚wir gehen zum Fußball, wo wir ein paar Bier trinken und Spaß haben‘. Deutschland ist manchmal, immer noch ein bisschen zu verhalten, man muss zum Teil halt schon echt arbeiten, die Leute manchmal von ihrem Arsch hochzubekommen. Aber wenn man sie einmal hat, dann sind sie auch da. Also Oberhausen, Carat zum Beispiel ist halt immer eine geile Szene, auch selbst Oberhausen an sich. Gerade ich aus Dresden, in Dresden ist es halt wirklich einfacher Keks da halt ein bisschen Stimmung zu holen. Hamburg ist immer geil, ja, und Frankfurt macht auch mit. Also Deutschland ist definitiv geil auf gutes Wrestling und wie gesagt die Städte, die ich jetzt aufgezählt habe, das sind alles Städte, wo halt wXw bespielt, die sind halt alle da, wiederum sind alle 4 Städte irgendwie unterschiedlich. Also man muss schon wissen, wie man am besten mit dem Zuschauer arbeitet, weil man halt, ja es geht halt darum, die Zuschauer zu bespaßen und nicht, um sich selber zu bespaßen in dieser Art und Weise. Es geht ja auch darum, man möchte ja ein Produkt für jedermann halt darstellen, aber halt die Unterschiede sind halt wirklich da. Man muss halt wissen, wo man sich befindet, um halt das richtige Produkt im besten Falle halt den Fans zu servieren.

Marko „Killcobain“ Welzenbach (Wrestling-Infos.de): Ich finde immer wieder sehr interessant und gerade weil du Frankfurt angesprochen hast, das ist so meine Gegend. Ich habe auch früher Musik gemacht und da ist auch teilweise aufgefallen, also in Frankfurt die Crowd sagenhaft, aber wenn du jetzt über die bayerische Grenze gehst, die stehen alle nur rum und gucken dich an. Also das ist bei uns hier Rhein Main Gebiet einfach so.

„Axeman“ Axel Tischer (wXw): Ja, der Typische. (mimt den typischen mit verschränkten Armen dastehenden Eventzuschauer aus dem Rhein-Main-Gebiet in Perfektion nach). ‚Zeig mir, was du kannst‘. Ja, aber ich denke auch, wir Deutschen sind halt so. Wir haben alle irgendwie noch einen kleinen Stock im Arsch und das ist halt der Unterschied. In Amerika ist man viel lockerer und viel zugänglicher auf Leute und ich merk das selber bei mir, wo ich die ersten Jahre drüber gewohnt da drüben gewohnt habe. Ich musste mich echt an diese Mentalität dran gewöhnen. Gerade Florida, ganztags scheint die Sonne , jeder ist irgendwie glücklich, ja, keiner ist irgendwie pisst und man kommt nach Deutschland zurück und alle ziehen so eine (Miene) ‚Scheiß Leben‘ so in der Art. Aber es ist halt so. Die deutsche Kultur ist halt so, alles hat so seine Vor- und Nachteile. Klar, im Wrestling möchte man halt immer Party haben. Im Wrestling möchte man am besten vom ersten Match bis zum letzten Match kontinuierlich Stimmung haben und am besten Falle , das letzte Match muss halt noch mal wirklich die Halle abreißen. Ja, aber manchmal ist halt nicht so, aber ich bin halt auch kein Fan davon, halt den Leuten die Schuld zu geben, wenn man Match eine schlechte Stimmung hat, weil in erster Linie ist jeder Performer dafür verantwortlich, die Leute halt abzuholen und wenn der eine Halt meint ‚Ok, die Leute sind nicht drin‘, ja, dann mach dir Gedanken, was du denen zeigst! Jeder hat irgendwie einen Breaking Point worauf reagiert, ja, ist wie Filme. Du guckst dir gerne einen Krimi an? Ich gucke gerne Komödien, Umgedrehtes interessiert uns vielleicht nicht, es sei denn, du hast halt einen lustigen Krimi, ne oder man hat halt Irgendwas dazwischen oder was halt alle abholt. Nichtsdestotrotz, aber es ist halt cool, auch wenn man immer verschiedene Leute hat, weil ich finde auch man sollte immer mal aus deinem “Café Viereck”, rauskommen oder halt irgendwie was anderes probieren. Ich war zum Beispiel wie gesagt dieses Wochenende in England hab dort einmal komplett wieder in Richtung WWE-Like gearbeitet, um halt mehr, sag ich mal die Leute mit einzubinden, als nur meinen eigenen Wrestling-Stil durchzuführen, den ich halte gerne arbeite und das ist halt auch cool, weil man muss halt Allrounder sein, man muss es halt seiner Umgebung entsprechend einstellen, so wie du es sagst, man muss halt die Augen offen haben.

Marko „Killcobain“ Welzenbach (Wrestling-Infos.de): Du hast ja auch schon angedeutet so mit den deutschen Tugenden. War das für dich ein großer Kulturschock in die USA zu kommen, dort zu leben?

„Axeman“ Axel Tischer (wXw): Am Anfang schon ja, definitiv. Ich denke, das ist für jeden so, weil wie gesagt, man lebt jahrelang in seiner, in seiner eigenen Kultur und seiner eigenen Bubble und dann kommt man halt raus, dann lebt man in einem Land, was auch halt eine westliche Kultur halt hat und Englisch ist halt, sag ich mal jetzt nicht so schwierig zu lernen beziehungsweise wenn man mit Englisch zum Teil aufwächst, dann hat man halt auch schon die Verbindung her, auch vom Schreiben her, sind es die selben Buchstaben. Als beispielsweise , wenn es jetzt in Russland wäre, kyrillisch oder halt in Japan etc., etc., aber es war dennoch ein Kulturschock da, weil halt A amerikanisches Englisch ist halt völlig anders als britisches oder halt das Schulenglisch, was man so lernt. Gerade halt mit den verschiedenen Slangs und Dialekten und dann kommt noch mit dazu halt Verhaltens weise. Abgesehen vom ganzen bürokratischen, wo man halt echt entspannter Schiene fährt in Amerika, als im bürokratischen zugeknöpften Deutschland. Da war mir das eher lieber in Amerika, aber bei vielen Sachen ist es halt so, dass du halt Sachen mitbekommst, wo du dir denkst: ‚Das macht gar keinen Sinn, warum machen die das so?‘, oder, ‚das ist total unsicher,‘ oder keine Ahnung. Verkehrsregeln wo ich denke, das ist total dumm, weil man es halt anders gewohnt ist, aber klar, eine gewisse Eingewöhnungszeit aber nach einer Weile ist es dann. Echt gewöhnungsbedürftig und dann ist es halt echt ein einfaches Leben. Lustig war es dann, als ich zurück nach Deutschland gezogen bin, mich dann wieder an die ersten Sachen zu gewöhnen, wie zum Beispiel TÜV oder diverse andere Sachen da. Was drüben im Endeffekt nicht nötig ist, oder nie nötig war in den letzten 6 Jahren, weil , wenn das Auto fährt, dann fährt es und ne wenn du halt ein großes was weiß ich, ne große Fahne oben drauf hast oder ein Bull Horn, dann ist das halt so, Hauptsache das Auto fährt. Und dann kommt man halt wieder zurück ins Bürokratische Deutschland. Dann hat man dann halt wieder mehrere Sachen, die man dann selber wieder für dumm hält, weil man es halt die 6 Jahre nicht hatte.

Marko „Killcobain“ Welzenbach (Wrestling-Infos.de): Das erinnert mich auch an einen Kumpel, der auch ein halbes Jahr in den Staaten war und am zweiten Tag hat er mir eine zehnminütige Sprachnachricht geschickt und war wirklich aufgebracht, ‚Ich wollte mir da gerade Wasser kaufen, normales Mineralwasser, die haben nur kleine Flaschen und alles an Flaschen extraverpackt, überall Plastik. Wie soll ich hier Leben?”

„Axeman“ Axel Tischer (wXw): Ohne Pfand was soll das? Kulturschock hatte ich auch, lustige Geschichte! Wir hatten im Performance Center hatten wir ein Cross Coachal Training und dann ging es darum, dass halt alle also ,damals die Klasse, mit der ich angefangen hab, das war die allererste große international Class im Performance Center der WWE. Und da waren ein paar Leute mit dabei, da waren zwei Inder dabei, einer aus Serbien. Ich als Deutscher, einer aus England. Und wir hatten mit unserer Lehrerin, mit der wir englisch Kurs hatten, um halt ein besseres Business Englisch zu lernen und halt einfach besser in Englisch zu werden mit der und mit ihrem Chef von dieser Sprachschule hat mir ein Cross Coachal Training und dort wurden uns Sachen erklärt, die im Endeffekt nie so waren, oder vielleicht so sind, aber halt total sinnlose und dumme Sachen und da hatte ich meinen Kulturschock gehabt, da war wirklich wo ich diese Welt nicht mehr verstanden hab, wo ich mir gedacht hab, wie behindert ist das, dass du ein Entscheidungssystem hast, ob du mit jemandem befreundet sein möchtest, oder nicht? Und das entscheidet, ob du dann im Endeffekt mal abends mit dem weggehen willst oder, also, würde zu viel Zeit kosten, jetzt die ganze Geschichte zu erzählen, aber das war auch so ein Ding, wo ich nach Hause bin zu meiner Frau und hab gesagt ‚was ist das für ein BS hier‘? (Bullshit, Anm. d. Red.) In was für einer Society befinden wir uns ja, ist alles fake, sind die alle künstlich, manche sind halt einfach künstlich und bei vielen ist das halt so. Wir Deutsche, Wir sind ehrlicher, wir sind direkter, was auch schön sein kann, aber manchmal… Manchmal kann man doch einfach sagen alles ist OK, um den anderen nicht noch mit dem Anderen zu belasten. Wenn man jetzt mal fragt, ‚alles gut bei dir?‘ man möchte im Prinzip nicht hören ‚Hey, du hast dich grad geschieden, deine Mutter ist gestorben oder irgendwas‘. Ja, also klar, wenn man persönlich mit jemandem zu tun hat , jetzt seinem besten Freunden, dann will man wirklich wissen, ‚alles gut?‘, aber bei manchen ich das einfach bloß Smalltalk und das musst du halt auch erst begreifen und bei manchen ist halt wirklich so. Die denken dann, ok, man möchte jetzt kein ganzes Gespräch mit dem haben, man hat selber zu tun in seinem Leben und dann noch gesagt zu bekommen, dass bei ihm alles Scheiße läuft, wo du dir denkst: “Oh Man!” Das sind manchmal solche Sachen, wo ich mich echt an das, ich sag mal, dieses oberflächliche, Amerikanische gewöhnt habe wo man einfach sagt, “Hey cool, mir geht es gut und dir? Alles klar, ciao!”

Marko „Killcobain“ Welzenbach (Wrestling-Infos.de): Das heißt, du vermisst das schon so ein bisschen?

„Axeman“ Axel Tischer (wXw): Ach, auf jeden Fall! Definitiv, selbst jetzt! Wir befinden uns gerade im Winter in Deutschland, das Wetter ist ätzend. Ich hab keinen Bock, ja, es ist kalt ich probiere mit meinem Sohn auf den Spielplatz zu gehen, wir frieren uns den Arsch ab, wenn ich darüber überlege, dass ich jetzt theoretisch in der Garageneinfahrt mit meinem Sohn spielen würde, einfach bei Sonnenschein, nebenbei Garage offen und was weiß ich, Spielzeug einfach raus, alles eine super Zeit. Wie gesagt, ich vermisse auch Florida vom Wetter her, aber wiederum vermisse ich Florida nicht, wenn ich daran denke, dass man im Sommer nur Regen hat und dass man da permanent wegen dieser Hitze nur in einem Haus leben muss, wo Klimaanlage läuft und ich hier zum Beispiel wenn ich ins Bett gehe, abends das Fenster aufmachen kann und frische Wald Luft empfangen kann, also wie gesagt, alles hat seine Vor- und seine Nachteile. Klar vermisst man Florida, man hat 6 Jahre da gewohnt. Wiederum ich bin froh, wieder in Deutschland zu sein. Besseres Essen. Sicherer Rückhalt. Man ist schneller in irgendwelchen anderen Ländern, sprich der Markt hier ist einfach vielseitiger von der Arbeit her als Wrestler. Und man ist wieder bei Freunden und Familie weißt du und das hatte man nie gehabt ja, war man immer irgendwie in einer gewissen Art und Weise alleine.

Marko „Killcobain“ Welzenbach (Wrestling-Infos.de): Über diese oberflächliche Kommunikation: Ist es dir eigentlich oft passiert, dass du von Leuten zum Essen eingeladen wurdest, bist dort auch erschienen und die dachten sich so, ‚was machst du hier?!`?

„Axeman“ Axel Tischer (wXw): Das ist ein gutes Beispiel! Ist mir persönlich noch nie passiert, aber manchmal, und das ist so dieses Beispiel, was ich gemeint hab. Manchmal sagt jemand hey, wir sollten uns mal zum Essen verabreden. Ist meist nie so gemeint, ist halt meist nur so gesagt wie, lass uns das Gespräch mal abbrechen, aber lass uns das so abbrechen ohne, dass es komisch wirkt und das, das ist auch das Ding bei Amerikanern. Viele können nicht ein Gespräch beenden, die stehen sich dann schweigend gegenüber. Peinliche Schweigeminute, so ne Art und müssten dann irgendwas sagen oder gehen dann einfach was es völlig kompliziert macht, anstatt einfach zu sagen, ‚alles cool, schön mit dir gesprochen zu haben, man sieht sich und tschüss!‘ und das ist halt meist so eine Sache. Wer sagt, ‚du sollst mal was zusammen trinken gehen alles klar, gut ciao mach es gut‘, ne? Ist dann meist nicht ehrlich gemeint. Also solche Beispiele gibt es auf jeden Fall. Ich persönlich hatte aber nie, Gott sei Dank nie, diese Erfahrung gehabt, dass ich dann wirklich auf diese Einladung drauf eingegangen bin und diese Situation hatte wie, ‚das war nicht ernst gemeint geh!‘, auf die Art. Deutschlandweit ist sowas, ehrlich und ernst, wenn man das gesagt bekommt, von einem Kollegen oder von irgendwas in Deutschland, dann meint man das so, weil man das sagt. Wenn ich es nicht meinte, sagt man das ja auch nicht. Wieder so eine deutsche Eigenheit.

Marko „Killcobain“ Welzenbach (Wrestling-Infos.de): Bei NXT, also kurz nachdem du entlassen wurdest, da wurde ja dann danach relativ schnell der Reset Knopf gedrückt und NXT 2.0 aus dem Boden gestampft. Wie ist deine Meinung zu dem neuen Konzept?

„Axeman“ Axel Tischer (wXw): Es ist was Neues, wo viele, die im Prinzip Gold und Schwarz halt mehr gemocht haben, die hassen, das neue Produkt oder sagen wir, hassen ist immer so ein starkes Wort, die mögen das nicht so sehr. Die denken sich, ‚paah, will ich nicht‘, man muss aber sich damit recht finden und man muss auch akzeptieren, dass halt wie gesagt, WWE ist eine Firma, die Geld machen möchte und egal, was nun jetzt dahinter steckt, warum das geändert wurde, egal was jetzt dahinter steckt, warum vielleicht Leute wie William Regal oder so entlassen wurden, gibt es ja so die eine oder andere Gerüchte, das dies so dieser interne Krieg ist, oder das Triple H dafür bestraft wird, von Vince McMahon, weil er diesen so gesagten Wednesday Night War verloren hat gegen AEW oder sowas, keine Ahnung. Es ist halt alles so geschlussfolgert von News Outlets oder sowas und von ihren imaginären Quellen oder sowas, ja bestätigt, was weiß ich? Im Endeffekt ist alles Nachrichten und jeder, der irgendwie darüber berichtet, der profitiert davon und kriegt Klicks, weil Leute sich dafür interessieren und das ist halt wie mit der Zeitung. Ich persönlich, es ist wie gesagt das Business ist eine Firma, die wollen das halt alles ein bisschen mehr aufpeppen und wollen es moderner machen. Das, was man mitbekommt, ist, dass man natürlich dann halt jetzt nicht mehr im Indie Bereich nach Talenten sucht, sondern halt im College Bereich nach jungen, frischen Athleten, die irgendwann sich dafür entscheiden ‚hey, ich will Wrestler werden und dabei gutes Geld verdienen‘, die dann zu WWE kommen und dann einfach, NXT ist zurückgegangen zum Nachwuchsgewinn. NXT war immer eine Nachwuchs Liga. Auch wenn es ein TV Produkt war, man hat nie so viel verdient wie bei RAW oder Smackdown beziehungsweise, der Durchschnitt der Leute und es war immer, du musst das Performance Center Training daran teilnehmen und das muss man bei RAW und Smackdown nicht. Es war immer Nachwuchsliga . Hat sich dann aber irgendwann herausgestellt, dass da die Nachfrage nach NXT und die Bekanntheit und Beliebtheit halt größer wurde durch diese ganzen großen Namen, die das ganze Ding halt auch aufgebaut haben oder auf den Schultern getragen haben ja, siehe Finn Balor, siehe Samoa Joe und die Liste geht weiter und weiter und weiter. Jetzt ist es halt so, dass es wieder umgeändert hat, weil man gemerkt hat ok, die, die jetzt da rauskommen, die sind in erster Linie geile Wrestler, aber die sehen vielleicht nicht so aus wie der Boss es am liebsten hätte. Und jeder weiß das und man sieht halt einfach die Leute, die on top sind, wie die halt aussehen und dass das larger than Life Superstars sind und dass die dementsprechend wirken und wenn man jetzt auch, sag ich mal einen daneben stellt, der halt unter 1,70 ist, also krass gesagt unter 1,70 ist und unter 100 Kilo wiegt, dass der dann halt jetzt nicht wirkt wie ein Brock Lesnar, das ist dann eine Feststellung, die jeder für sich selber tätigen kann, aber dann kann ich auch verstehen, dass man da Leute sucht. Junge Athleten, die biegsam sind und die man dann schulen kann im WWE-System und die dann hoffentlich irgendwann ein großer Superstar werden, wo man sagen kann ok, mit denen kann man jetzt 1000000 verdienen. Das ist der nächste John Cena, das ist der nächste Brock Lesnar, je nachdem. Also ich kann es verstehen, dass viele Leute angepisst sind. Ich gucke es mir selber nicht an es sei denn, irgendwas von Imperium ist mit dabei, oder von Leuten, die ich persönlich mag und eine Verbindung hab. NXT UK zum Beispiel Oliver Carter, Ilja Dragunov, die Sachen schau ich mir an, aber den Rest nicht. Hab ich besseres zu tun.

Marko „Killcobain“ Welzenbach (Wrestling-Infos.de): Eine ganz spannende Frage finde ich. Du hast mir ja jetzt schon so ein bisschen Eindruck gegeben, aber wenn wir jetzt mal in Richtung Fantasy Booking gehen. Wo oder, würdest du dich überhaupt in diesem neuen Produkt sehen? Sei es jetzt an der Seite von Sanity, an der Seite von Imperium oder gar als Axeman als Singles Wrestler?

„Axeman“ Axel Tischer (wXw): Ja, ich kann mich prinzipiell überall sehen, weil ich bin der Meinung, ich muss ein Chamäleon sein, ich muss mich anpassen können. Wir haben vorher über die verschiedenen Arten von Zuschauern geredet, von verschiedenen Ländern und wie ich da doch schon gemeint habe, man muss in der Lage sein alles irgendwie zu arbeiten. Egal welche Liga es ist und ob es NXT 2.0. ist. Egal ob als Alexander Wolf Sanity oder Alexander Wolf Imperium oder selbst Axeman Axel Tischer! Ich seh mich überall und es ist dann quasi an mir, dass ich das Produkt oder die Rolle so rüberbringe, wie es von mir verlangt wird, so dass ich meinen eigenen Charakter rüber bringe. In der Zusammenarbeit mit ‚das wollen wir sehen und das verlangen wir von dir‘. Klar, ob es jetzt realistisch ist , ob das jetzt nochmal passiert ist, eine andere Sache, weil wie man hört, ist jetzt die Altersquote wieder gesunken und dementsprechend auch andere Sachen spielen da nicht mit, aber prinzipiell kann ich mich überall sehen.

Marko „Killcobain“ Welzenbach (Wrestling-Infos.de): Das das finde ich wirklich interessant. Ich finde man hat ja auch über deine WWE Karriere gesehen, oder auch wenn man jetzt auch vorher noch die europäischen Ligen miteinbezieht , du hast dich du bist jemand, der sich immer wieder innoviert hat in seinem Charakter. Und du hast auch gesagt, du siehst dich eigentlich überall. Daher die Frage, gibt es explizit irgendwelche Ligen in Europa oder auch Übersee, wo du sagst, das ist auf jeden Fall auf meiner Bucket List, das muss ich abhaken?

„Axeman“ Axel Tischer (wXw): Also auf meiner Bucket List ist auf jeden Fall Progress. Das wäre jetzt eigentlich Ende Januar passiert, aber leider Gottes hat das nicht so geklappt. Es ist alles wieder gut. Das war ein positiver Corona Schnelltest, wo ich am nächsten Morgen den gleichen Test nochmal gemacht hab und der war wieder negativ. Aber der Zeitraum, für ein PCR Ergebnis wäre zu lang gewesen, so dass man mich nicht auftreten lassen konnte. Das hatte Sicherheitsgründe, aber mir ging es gut, war anscheinend asymptomatisch oder das Ding war einfach fehl. Das ist definitiv auf meiner Bucket List, das kommt aber definitiv dieses Jahr noch. Ich probiere mir immer realistische Ziele zu setzen, die nach und nach zu erreichen sind. Eben eine Treppe hochlaufen und nicht hochspringen. Mein Ziel ist es definitiv Deutschland weiter zu bespielen, aber jetzt langsam den Schritt rüber machen in die UK, dass ich da mindestens einmal im Monat oder mindestens einmal alle 2 Monate da drüben mir eine Plattform aufbaue und die dann mehr bespiele, dann automatisch weniger in Deutschland auftreten werde bei diversen Ligen oder an sich mehrere Shows einfach auslassen, je nachdem, was im Angebot ist. Und dann irgendwann wieder der Sprung wieder nach Amerika, aber halt diesmal nicht, dass ich wieder rüber ziehen werde. Das ist eine dieser Sachen, die ich gelernt habe. Was ich definitiv nie wieder machen werde, es sei denn, es ist im Vertrag garantiert, dass ich mich mehr drauf einstellen kann, weil wie man es bei vielen gesehen hat, gerade die, die von außerhalb der Vereinigten Staaten von Amerika kamen. Die in binnen von einem Monat, zwei Monaten, alles, wieder das ganze Leben einpacken und beenden mussten, und dann wieder zurückziehen mussten. Das ist so eine Sache, was ätzend ist, was absolut Kacke ist und ich konnte mich glücklich schätzen, dass wie gesagt, der Plan schon da war, dass man zurückzieht und in Deutschland schon alles vorbereitet hat. Das ist wirklich bloß ein Umzug war und nicht ein weiteres ‚Wir ziehen zurück in das Land und müssen eine neue Wohnung suchen und hier noch einrichten und solche Geschichten. Aber am liebsten wirklich, wenn es was gibt, wo man reisen kann, weil mit dem Flugzeug zehn Stunden fliegen, es gibt Schlimmeres in meinen Augen, weil man sitzt da, man wird bedient und man kriegt kostenlos Essen und Trinken und kann sich Filme anschauen, oder irgendwas machen, man kann schlafen. Man kann Sachen machen. Man hat Zeit dafür und man kommt dann an. Wenn man viel reist, ist man viel weg von zu Hause und das ist auch nicht cool als Familienvater oder Familienmann, aber das sind halt Sachen. Meine Frau weiß Bescheid und wie gesagt, der Sprung wieder zurück nach Amerika wäre cool, wenn es independent wäre, oder wenn es irgendwas unter Vertrag wäre. Wie gesagt, ich kann mich überall sehen und bin der Meinung ich bin dazu in der Lage, mich überall wieder rein zu fighten und ein gesunder Asset zu jeder Liga zu sein und ja, gucken wie es läuft. Erstmal als Projekt ist England, dann auf jeden Fall Amerika und falls dazwischen sowas wie Japan entsteht? Let´s fucking Go!

Marko „Killcobain“ Welzenbach (Wrestling-Infos.de): Das würde ich mir auf jeden Fall angucken, wo ich jetzt so in die in die Richtung spitzel, wäre zum Beispiel GCW, was ja, um eines unserer Teammitglieder zu zitieren, aktuell der heißeste Scheiss im Indie Markt ist in den USA.

„Axeman“ Axel Tischer (wXw): Ja, ist nicht so meins, also würde ich auf jeden Fall auch gerne auftreten, aber das war halt so ne Sache, wo ich halt weiß das sind definitiv sehr viele interessante Aspekte mit dabei, aber es ist halt nicht so mein Wrestling Stil. Ich hätte da eher so Bock, weil ich Japan angesprochen hab, wenn man sich die verschiedenen japanischen Promotions anschaut, das ist mehr diese Gangart, die ich gerne gehe, mehr dieses Pure-Wrestling, Ringen, Strong Style etc. GCW ist momentan so eine New School ECW Geschichte, was alles so ein bisschen Rogue ist alles ein bisschen rebellisch, aber wo man Sachen sieht, die man nirgendwo anders gesehen hat. Aber wenn man sich ein vollständiges Match von denen anschaut denkt man sich naja, coole Spots, aber bei anderen Sachen fehlt es echt, aber das ist das schöne Wrestling. Wrestling, basiert auf Meinungen und das ist meine Meinung und alle, die mich jetzt dafür grillen wollen, macht das, weil eure Meinung ist es halt nicht, aber jeder sollte eine Meinung haben und Wrestling ist auch viel Kunst. Es ist egal, ob man nur halt van Gogh oder halt Leonardo da Vinci oder Rembrandt mag. Für jeden ist da was da, für jeden ist ein Bild da und wenn dir das eine Bild gefällt, ja, dann häng das in deine Wohnung, aber wenn das andere Bild dir nicht gefällt, dann häng das nicht in die Wohnung oder kauf es nicht oder male es nicht, je nachdem. Wrestling ist so vielseitig und hat so viele Sparten für jedermann und im Endeffekt trifft man sich bei einer Show und für jeden ist mindestens ein Match mit dabei, oder mindestens einen mit dabei, der irgendwie einen Wrestling-Stil arbeitet, den man mag. Von mir selber als Wrestler betrachtet, gibt es halt viel bessere Produkte als GCW. Nur, dass die momentan wirklich Alarm machen. Die zeigen sich, die bespielen richtig große Hallen waren jetzt im….

Marko „Killcobain“ Welzenbach (Wrestling-Infos.de): Hammerstein Ball Room!

„Axeman“ Axel Tischer (wXw): Hammerstein ja genau, ich wollte gerade Electric Ballroom sagen, aber das war Progress. Der Hammerstein Ballroom und die alten ECW Links, das ist der Grund und jeder, der gebucht ist, da gibt es die besten, der liefert ab.

Marko „Killcobain“ Welzenbach (Wrestling-Infos.de): Ich finde es wirklich toll, was da aktuell los ist und wie gesagt, ich hätte das wirklich spannend gefunden, wie du diesen Stil für dich interpretierst mit dem klassischen Catchen.

„Axeman“ Axel Tischer (wXw): Ja ich denk sowas ist dann wiederum cool, wenn man da einer von wenigen ist, ist halt immer besser, als wenn man einer von der Mehrheit ist. Guck dir zum Beispiel Matt Cardona an. Der Typ, der ist Money, das ist ein richtiger Superstar, der weiß wie er hustlet, der weiß, wie er sich präsentiert. Er ist immer fit, wie er sagt, Always Ready und der Typ ist echt ein geiler Kontrast zu dem ganzen anderen Wrestling Format, was man halt so bei GCW sieht. Ist doch ganz schön Zungenbrecher! Das passt halt da rein, das ist halt einer, der sticht dadurch raus, weil er aussieht wie ein Wrestler und einige von denen nicht. Aber das ist halt auch wieder so ein Ding, man muss ja nicht unbedingt groß, 150 Kilo pure Muskelmasse sein, sondern man kann auch anders aussehen, aber trotzdem gutes Wrestling darstellen. Beziehungsweise eine Art Wrestling darstellen, die auch ankommt bei anderen, die nicht diese großen zwei Meter Muskelmänner mögen.

Marko „Killcobain“ Welzenbach (Wrestling-Infos.de):Das Schöne ist, er hat da ja wirklich damit gespielt, als er den GCW World Titel gewonnen hat und wie die Becher und alles Mögliche geschmissen wurden, großartig!

„Axeman“ Axel Tischer (wXw): Das sind Emotionen, das sind echte Emotionen von Leuten, die A. Bock drauf haben, oder B. weil die wirklich hustlen, aber darum geht es halt. Wir Wrestler, wir wollen Reaktion durch Emotion verursachen oder das mit Wrestling Fans wirklich abgeräumt werden und nichts ist geiler, als wenn du sowas erreichst und die Leute gehen in dieser Stimmung nach Hause, wie ‚das war geil, das hat Spaß gemacht‘, oder ‚ich will wissen, wie das weitergeht und hoffentlich bekommt der auf die Fresse‘ und das sind diese Feel Good Moments, darum geht es halt.

Marko „Killcobain“ Welzenbach (Wrestling-Infos.de): Feel Good Moments wirst du wahrscheinlich auch bei wXw 16 Carat Gold viele haben, da gehe ich mal davon aus, dass du nicht mit Bechern geschmissen wirst. Wie war das denn für dich zur wXw zurückzukommen? Du hattest ja auch während deines WWE Vertrags durch die Partnerschaft Auftritte und warst ja auch davor da. Wenn man das in drei Kategorien oder drei Runs einteilt, hat sich das für dich komplett anders angefühlt?

„Axeman“ Axel Tischer (wXw): Wenn ich an den ersten Run denke vor WWE, war das für mich so mein Nonplusultra. Da war ich halt wirklich drin. Ich kann mich daran erinnern, Teil von einem Roster gewesen zu sein, wo auch Leute wie WALTER und Marcel mit drin waren. Mac und Tommy und all die anderen. Bones, die da wirklich, sag ich mal, so wirklich, die Spitze des europäischen Wrestling waren. Wie alle wirklich zum Teil halt mindestens einmal am Wochenende vor vielleicht 200 -, 300 Fans oder manchmal weniger angetreten sind, um dann irgendwann mit wXw auf Tour zu gehen. Wir alle haben an einem größeren Ziel gearbeitet, um diese Liga wXw wirklich zum Monopol von Deutschland zu machen. Klar gibt es auch andere liegen, aber wXw ist die einzige Wrestling-Firma, die wirklich nur dafür da ist und dafür arbeitet, wo Leute auch ein Festeinkommen haben. Das ist eine gute Erinnerung, dass wir damals wirklich alle an einem Strang gezogen haben, so gut wie es geht und es wirklich möglich gemacht haben, das eine Wrestling Liga in Deutschland touren kann und mehrere Shows im Monat irgendwo erfolgreich veranstalten kann. Dann während WWE war für mich halt was Besonderes. Gerade der Auftritt, wo ich im Smackdown Kader war, war wie gesagt gefrustet, da die Einsätze sehr limitiert waren. Für mich war es da gut, frischen Wind zu schnappen und dann auch Motivation in Form von ‚Hey, bin ich noch in der Lage Matches zu machen, oder bin ich auch in der Lage da was abzuräumen? Wie reagieren die Leute auf mich? Der zweite Auftritt unter WWE-Vertrag als Imperium Alexander Wolf bei Carat mit dem Triple Threat, wo eigentlich geplant war, vor Corona, vor Pandemie ,vor Lockdown, dass ich da wieder auf Tour mit wXw gehe und den Shotgun Titel so lange wie möglich verteidige. Den musste ich dann vakatieren und das ging halt nicht und ich musste dann schnell wieder zurück in die USA bevor die Grenzen dichtgemacht wurden. Das war schon was Cooles. Nach WWE zurückzukommen, war für mich jetzt nicht großartig Nervenkitzel, weil ich mir meiner Sache recht sicher bin, dass ich jetzt in der Lage bin, auf einem anderen Level zu performen, bedingt der 6 Jahre Erfahrung und dass ich mich aber trotzdem weiter beweisen muss und trotzdem wieder ankommen muss. Ich kann mich nicht einfach hinstellen und sagen, ‚Hey, ich war bei WWE und bin jetzt wieder da‘. Ich werde trotzdem Leistung bringen, ich bin ja trotzdem ein Sportler und ich werde trotzdem zeigen, dass halt A 6 Jahre WWE mich stärker und besser gemacht haben und nicht schwächer und fauler gemacht haben. Klar, mein Wrestling Stil hat sich verändert. Meine Person hat sich verändert. Ich bin älter geworden, ich bin erwachsener, ich bin weißer geworden und ich hab auch viel dazu gelernt, wie ich die Leute vielleicht anders bespaßen kann, oder entertainen kann mit meiner Wrestlingkunst, als vorher. Das Aussehendes anders, das Wrestling-Gear im Prinzip identisch mit dem, was ich als Imperium Alexander Wolf getragen hab, aber es ist auch wieder eine neue Facette für mich, weil ich jetzt mehr von dem früheren Axeman vor WWE mit Kick Pads und langen Baggy Hosen und Singlets jetzt zu dem Boots & Trunks Axeman gegangen bin. Besonders war auf jeden Fall wiederzukommen und dann dementsprechend auch den Support der Leute wieder zu haben, die sich auf mich gefreut haben, die auch super positiv mir gegenüber aufgetreten sind und mir Zuspruch gegeben haben, wofür ich sehr, sehr dankbar bin, was megamäßig cool war. Ich hab es nicht wirklich gebraucht, aber es ist sehr, sehr hilfreich, wenn man merkt, die Leute sind halt immer noch da. Sowieso die Fanbase von wXw gerade in Oberhausen ist klasse. Deutschlandweit an sich sind Wrestling Fans auch sehr unterstützend und die Unterstützung zu bekommen, hat mir auch definitiv sehr geholfen, um meine Karriere weiterzuführen im Independent Bereich und dann wieder durchzustarten. Zur richtigen Zeit der richtigen Ort. Ich bin im Juni 2021 zurück und habe erst gedacht, dass mein ein erster Auftritt im September 21 wird und dann kam die Situation, dass wXw im Kongresszentrum veranstalten konnte vor mindestens 800 Leuten und das war der perfekte Start für mich. August war super, vom Anfang bis zum Ende des Jahres hatte ich mehr Gelegenheit zu arbeiten. Auch in zwei neuen Ländern mein Debüt zu feiern,. In Ungarn und in Polen, was ich in der Pandemie nie zu träumen gehofft hätte. Das war definitiv eine coole Sache und ich freue mich riesig auf Carat! Ich freue mich riesig, da den Titel würdig zu repräsentieren, als Champions und Carat, dieses Four Way, auch als Sieger zu verlassen.

Marko „Killcobain“ Welzenbach (Wrestling-Infos.de): Du hast es ja gerade angesprochen, was bedeutet das 16 Carat für dich, insgesamt an diesem Wochenende im Ring zu stehen und ein Teil davon zu sein? Ich meine, das ist ja was wahnsinniges, das größte Wrestling Festival in Deutschland.

„Axeman“ Axel Tischer (wXw): Definitiv! Für mich persönlich bedeutet es auf jeden Fall Prestige, Tradition. Gut, dieses Jahr eher weniger, aber Tradition auf jeden Fall und einfach drei bis vier Tage wirklich in der Wrestling Bubble sein. Staff, Fans! Ganz, ganz viele Fans, die in den Tagen halt wirklich mal den öden Alltag vergessen können, die alle da sind wegen einer Sache und das ist, weil wir alle Wrestling lieben. Und dann im Main Event zu stehen am zweiten Tag. Das größte Match wahrscheinlich in ganz Wrestling Deutschland im Jahr 2022. Da als Champions rein zu gehen, das ist definitiv eine große Sache.

Marko „Killcobain“ Welzenbach (Wrestling-Infos.de): Abgesehen von deinem Match, auf wen oder auf was freust du dich denn am meisten an diesem Wochenende?

„Axeman“ Axel Tischer (wXw): Ich freu mich auf jeden Fall auf das ganze Turnier, weil man hat sehr, sehr viele interessante Teilnehmer, neue Teilnehmer, alte Teilnehmer, ehemalige Champions, absolute Beginner, die vielleicht noch nie die Gelegenheit hatten, sich bei Carat zu präsentieren. Ich schau mal bei dir im Hintergrund und sehe zum Beispiel Bobby ehemaliger Unified World Champion. Ich sehe Dreissker, der jetzt Coach Dreissker ist, der immer erfolgreich war, aber noch nie im Carat erfolgreich und noch nie das Carat gewonnen hat Er hatte noch nie die Gelegenheit gehabt, großen Titel zu halten. Ich sehe Gresham, der sich über die Jahre so dermaßen entwickelt hat und jetzt ROH auf seinen Schultern getragen hat, oder immer noch trägt, er als amtierender Champion. Ganz, ganz cool! Ich sehe Biff Busick einer, mit dem ich damals schon immer, beziehungsweise einmal richtig gefetzt habe . Ein richtig cooler Typ und da wir zusammen auch bei NXT gewrestlet und getourt haben, mag ich den Menschen voll, der ist halt richtig korrekt! Ich sehe oben Michael Knight, einer der jahrelang im deutschen Wrestling eher im Norden geblieben ist aus eigenen Entscheidungen, aber jetzt endlich den Weg nach Oberhausen zu wXw gefunden hat und das ist wirklich einer, der jahrelange Erfahrung hat und ich will nicht sagen, er ist underated, weil ich denke mal viele schätzen ihn mittlerweile, und seine Skills, aber der selbst im etwas höherem Alter noch eine riesengroße Zukunft hat. Leute wie Maggot, die vorher erfolgreich waren im Team Kampf und jetzt die Gelegenheit haben, im Carat mit anzutreten. Man hat so viele Kandidaten und man hat wieder ein paar Leute, die international reisen und mit dran teilnehmen. Man hat LuFisto als allererste weibliche Teilnehmerin im Carat mit dabei. Vielseitigkeit ist, ich sag mal der Begriff der definitiv auf dieses Turnier dieses Jahr zutrifft. Ich denke, viele Leute freuen sich riesig drauf. Ich freu mich riesig drauf, auch wenn ich nur Samstag und Sonntag mit dabei bin. Ich werde da Freitag auch schon da sein und dann diese Show genießen. Ich freu mich an sich auf Wrestling, weil wir alle lieben Wrestling und ich denke, drei bis vier Tage Wrestling, was gibt es schöneres? Vielleicht fünf Tage Wrestling?

Marko „Killcobain“ Welzenbach (Wrestling-Infos.de): Ja oder ne ganze Woche! Sehr geil, man merkt bei dir auch wirklich den Fan rauskommen und dass du da Bock drauf hast und uns geht es da natürlich genauso. Ich würde sagen, das ist auf jeden Fall auch ein sehr guter Punkt und das Interview zum Abschluss zu bringen mit dieser geballten positiven Energie! Hast du noch irgendwas zu den Fans da draußen sagen möchtest? Vielleicht auch mit Blick auf das Karat worauf sollte man sein Augenmerk legen?

„Axeman“ Axel Tischer (wXw): Also mit Blick aufs Carat, das Augenmerk auf jeden Fall auf die In-Ring, Action! Ich weiß, alle haben Bock, die dahin kommen, die bezahlen gutes Geld um da Wrestling zu sehen, was seinesgleichen sucht. Wir, also wir in Form von wXw, haben auch Rahmenprogramm da, dann kommt noch, ich glaube, ich botche das jetzt, aber seit wXw & Friends diese Kommunen Shows, wo auch Bodyslam mit dabei ist, auch Wrestling Carneval mit dabei ist. Man hat ringsherum noch, Wrestling Kult hat noch eine Nachbar- oder Mittags-Show. Man hat noch tapings, je nachdem. Man hat diverse andere Programme, also kommt überall vorbei! Wie gesagt der Support ist riesig von den Leuten, die sich Eintrittskarten kaufen, supportet alles. Supportet die Westler, die auch jetzt das allererste Mal wieder eine Gelegenheit haben, wirklich aus dieser Pandemie wieder rauszukommen und endlich wieder, hoffentlich, hoffentlich, monatlich, wenn nicht sogar wöchentlich wieder bei Wrestling Shows auftreten können, das Wrestling Shows stattfinden. Dass wir nicht irgendwelche Regeln, jetzt hört mein Sprachzentrum auf zu arbeiten, das uns keine Barrieren in den Weg gestellt werden durch irgendwelche Sachen und obs ein, zwei, drei, vier, fünf, 6G mit Test ist, dass wir endlich wieder in der Lage sind, öfters zu veranstalten und es ist schön, dass Karate stattfinden kann und da sind viele Leute, die wirklich drunter gelitten haben, dass es keine Shows gab, beziehungsweise Shows gab ohne die Zuschauer, dass wir endlich Gelegenheit haben regelmäßig vor Zuschauern zu spielen, um die Energie, die Atmosphäre von den Leuten halt mitzubekommen, dass bekommen: was kommt an, was kommt nicht an. Supportet auf jeden Fall das Europäische, das Deutsche, das Independent Wrestling ,so gut wie es geht und kommt zum Merchandise Stand für ein Foto, für ein Autogramm. Euch gefällt ein T-Shirt, euch gefällt irgendwas anderes. Haut rein, gönnt euch auf jeden Fall und wenn ihr Spaß dran habt, dann kommt wieder! Unterstützt das, wie gesagt, Ihr seid Wrestling Fans und ich spreche garantiert zu vielen, die halt immer wieder da sind. Dankeschön, dass ihr da seid, Dankeschön, dass ihr zum Carat kommt, weil ohne euch ist Wrestling sinnlos. Ja, die Fans müssen da sein, ohne Fans ist das alles ein bisschen weniger geil. Ich würde sagen in diesem Sinne, ich würde gerne im eigenen Interesse noch sagen, ich habe so ein paar Sachen momentan. Zum Beispiel auch einen eigenem Podcast, der heißt “Here we go”. Zusammen mit einem guten Freund Dave Grunewald könnt ihr auf Spotify anhören, könnt ihr auf Youtube anschauen, auf Apple Podcast, je nachdem. Einfach eingeben “Here we go”. Den Kartell Shop hab ich, https://axeman.bigcartel.com/ da gibt es unter anderem auch ein Shirt zu dem Podcast und dann gibt es auch noch andere Artikel, der sollte noch ein bisschen aufgestockt werden. SL Wrestling hat eine ganze Bandbreite an Merchandise, unter anderem auch mein Shop mit drinnen unter Axel Tischer. Ihr findet auch alles Mögliche an anderen Talenten von der deutschen Wrestling Szene oder von der europäischen Wrestling Szene, wo ihr Sachen bestellen könnt. Und ja, Social Media, Instagram Axeman3016wolf, oder Twitter @axeman3016. Folgt mir, folgt wXw, folgt den Wrestlern, folgt Wrestling-infos.de, lasst uns connecten! Social Media ist nicht nur da, um andere Leute runterzumachen, sondern Social Media ist dafür da, um sich zu supporten, um sich positive Energie zuzusenden, auch wenn es nur in Schriftform ist und im Endeffekt: We love Wrestling.

Marko „Killcobain“ Welzenbach (Wrestling-Infos.de): Richtig, wir lieben Wrestling und, um jetzt mal deine wirklich sehr schönen Worte irgendwo zu kanalisieren: Wrestling Deutschland, wir sind eine große Familie und unterstützt die Leute, wie es der Axel gesagt hat! Alle Links und nötigen Informationen, werdet ihr natürlich unten in der Beschreibung finden. Da bleibt mir nicht viel übrig, außer zu sagen. Vielen Dank, es war mir ein Fest mit dir zu schnacken und ich wünsche dir natürlich ein hervorragendes Wochenende und wir sehen uns beim 16 Carat.

„Axeman“ Axel Tischer (wXw): Alles klar bis, dahin. Danke dir, ciao.

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Audio- & Video-Interview

Das vollständige Interview von Marko mit Axel Tischer ist ab sofort ebenfalls in unseren Podcast-Feeds, als MP3-Datei zum Download und auf YouTube sogar exklusiv als Video verfügbar. Klickt dafür einfach auf den jeweiligen Button weiter unten.

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6 Antworten auf „*wXw „16 Carat Gold“ Special*-„Axeman“ Axel Tischer (fka Alexander Wolfe) im großen Wrestling-Infos.de Exklusivinterview! – „Ohne euch wäre Wrestling sinnlos!“ (inklusive Audio & Video!)“

Michhier sagt:

Sehr angenehmes Interview, interessant wie ruhig und gelassen Tischer wirkt, auch im Bezug auf WWE.

HunterJR sagt:

Ich habe Axel mal in Dresden kennengelernt. Noch bevor er bei WWE war. Ich glaube das war 2013. Er sagte mir damals, dass er niemals mit einem Anruf von WWE rechnen wird da es viel zu unrealistisch ist dort überhaupt zu landen, es aber ein großer Traum von Ihm wäre.
Ich glaube er ist daher einfach nur dankbar über die Chance die er dort erhalten hat – ein kleiner Dresdner Junge hat es mal zur WWE geschafft auch wenn es kein Durchbruch war aber überhaupt die Chance zu bekommen hinterlässt bei Ihm Demut. Den Mehrwert von Paul und Shawn zu lernen ist ja auch schon riesig.

GoldbergArmy sagt:

Sehr schönes Interview, danke dafür. Allerdings wäre eine Kontrolle des Textes an vielen Stellen sinnvoll gewesen, manchmal fehlen Wörter ( die man sich denken kann), manchmal wiederholen sich Wortgruppen etc.

Chrayzer sagt:

Habe mich voll auf das Interview gefreut und dann ist es so grausam zu lesen. Also wenn das Interview genauso abgetippt wurde wie es gesprochen wurde dann gute Nacht.
Dann haben beide wohl Probleme mit der deutsche Sprache!

Michhier sagt:

@Chrayzer
Ein freies Interview, ohne angesprochende Fragen und Antworten… Dafür hörte es sich sehr gut an und war sehr informativ, evtl zwischendurch ein technisches Rauschen, ansonsten einfach Mal dankbar sein.

Cowboyshit sagt:

Ich hab Karten für Frankfurt im April bestellt und meine Frau kommt sogar mit! Krass! Freu mich sehr auf den Abend und bin gespannt was die WXW da so bieten wird. Sitzen sogar direkt am Ring. 2 Reihe… Macht weiter so mit wrestling-infos!

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