Wrestling-Infos.de Hall of Fame 2019 – Die Ergebnisse – Ihr habt gewählt!

08.10.21, von Oliver "Randy van Daniels" Kmetec

Einführung

Wie schon bei der Abstimmung für die Hall of Fame von 2021 versprochen, werden noch die Ergebnisse der Jahrgänge 2019 und 2020 in der gewohnt ausführlichen Ausführung gepostet, um die Ehrung des jeweiligen Hall of Fame Jahrgangs nachzuholen. Beide Jahrgänge wurden auch aufgrund der Coronavirus-Pandemie nicht im gewohnten Maße gepostet. Der Jahrgang von 2020 folgt am 14. Oktober, während der aktuelle Jahrgang von 2021 am 21. Oktober veröffentlicht wird.

Ein herzliches Willkommen zum W-I Hall of Fame Jahrgang 2019. Wenn auch mit einiger Verspätung, soll auch der fünfte Jahrgang noch im gebührenden Rahmen geehrt werden.

An dieser Stelle wieder einmal vielen Dank an die zahlreichen Stimmen und das Feedback zu unserem Hall of Fame Feature. Wir hoffen, dass die W-I Hall of Fame in den kommenden Jahren weiterhin so gut angenommen wird.

Eure Meinungen und Kritik wurden selbstverständlich auch berücksichtigt. Grundsätzlich steht unser Konzept für die Hall of Fame, wir behalten uns aber auch vor, in den kommenden Jahren kleine Änderungen vorzunehmen, um dieses Feature noch weiter zu verbessern.

Damit steht nun aber der Verkündung der Ergebnisse nichts mehr im Weg. Die Ergebnisse und Hall of Famer aus den einzelnen Kategorien könnt ihr dem jeweiligen Tab entnehmen. Dabei lassen wir die Karriere der Sieger noch einmal in einer Zusammenfassung Revue passieren lassen.

In diesem Sinne viel Spaß mit den Ergebnissen und den Texten. Auf ein Neues im nächsten Jahr!

Mit freundlichen Grüßen
Randy van Daniels

Wrestler Neuzeit

Die Ergebnisse

The Rock – 38,71 %
Chris Jericho – 24,08 %
Edge – 16,76 %
John Cena – 10,67 %
Triple H – 9,75 %

Knapp 40 Prozent haben in dieser Kategorie für Dwayne „The Rock“ Johnson (26,41 % im Vorjahr) gestimmt. Damit wurde er nach langer Wartezeit in die W-I Hall of Fame gewählt. Bereits seit dem ersten Jahrgang 2015 gehört The Rock zur Kandidatenliste und konnte bei den bisherigen Abstimmungen den dritten, zweimal den vierten und im vergangenen Jahr den zweiten Platz belegen. Er folgt auf Steve Austin, The Undertaker, Shawn Michaels und Bret Hart, die bisher in dieser Kategorie eingeführt wurden.

Chris Jericho (21,90 %) erzielte mit dem zweiten Platz sein bisher bestes Ergebnis nach zwei dritten Plätzen in den beiden Vorjahren und verbesserte seinen Stimmenanteil leicht auf knapp ein Viertel aller Stimmen. Edge und John Cena erreichten als Neulinge jeweils eine zweistellige Prozentzahl. Triple H (8,80 %) hingegen landete trotz leichter Verbesserung auf dem letzten Rang und steht damit in der kommenden Abstimmung nicht mehr zur Wahl.

Der Sieger

Es gibt wohl keinen anderen Wrestler in der Geschichte des Sports, der solch einen Ruhm in der Gesellschaft erreichen konnte wie The Rock. Selbst einen Hulk Hogan steckt Rocky in dieser Hinsicht locker in die Tasche, nachdem er sich vom Wrestler zum bestbezahltesten Schauspieler Hollywoods entwickelte. Seine aktive Vollzeitkarriere im Wrestling war mit unter zehn Jahren vergleichsweise kurz, jedoch stieg The Rock in dieser Zeit neben Steve Austin zum größten Star der damaligen WWF und der Attitude Era auf. Von den Fans für sein unglaubliches Charisma geliebt, fand Rock in Austin den perfekten Erzfeind, mit dem er sich drei denkwürdige Matches auf der großen Bühne von WrestleMania lieferte.

Andere Interessen trotz Wrestling im Blut

Obwohl The Rock aus einer absoluten Wrestlingdynastie kommt, zeichnete sich eine Karriere im Business in seiner Jugend noch nicht wirklich ab. Der Sohn des in den 70er- und 80er-Jahren erfolgreichen Wrestlers Rocky Johnson wuchs in seiner Kindheit und Jugend an vielen Orten auf, unter anderem auch in Neuseeland und Hawaii. In Neuseeland entdeckte er mit dem Rugby erstmals einen Sport für sich. Und das, obwohl sein Großvater „High Chief“ Peter Maivia aufgrund einer Blutsbrüderschaft sogar zur legendären samoanischen Anoa’i Familie gehört.

Auf er High School gehörte er zwar auch dem Ringerteam an, das meiste Potential zeigte der junge Dwayne Johnson allerdings im American Football. So erhielt er viele Angebote für Sportstipendien von renommierten Universitäten und entschied sich schlussendlich für die University of Miami. Als Defensive Tackle war er zu Beginn ein wichtiger Spieler des Teams, das 1991 die nationale Meisterschaft im College Football feiern konnte. Nach einigen Verletzungen verlor er jedoch seinen Startplatz an den späteren Pro Football Hall of Famer Warren Sapp. Bis heute ist Johnson jedoch der Universität und der Stadt verbunden geblieben und besitzt ein Haus in einem Vorort der Metropole.

Nachdem er 1995 seinen Abschluss in Kriminologie und Physiologie erhielt, versuchte er es zuerst trotzdem weiter im Football und schloss sich den Calgary Stampeder aus der Canadian Football League an. Dort schaffte er es jedoch nicht in den festen Kader, sondern nur in die Practice Squad, eine Art Reserve, die zusammen mit dem eigentlichen Team trainiert. Nach lediglich zwei Monaten in der ersten Saison wurde Johnson jedoch auch aus der Practice Squad entlassen.

Der schnelle und doch schwierige Aufstieg im Wrestlingbusiness

Nachdem sich der Traum einer Footballkarriere zerschlagen hatte, entschied sich Johnson nun doch, in die großen Fußstapfen seiner Familie zu treten. Über den einflussreichen Pat Patterson – mit dem Johnsons Vater einige Jahre lang in der NWA zusammen im Ring stand – gelangte er zu mehreren Tryout Matches. Man entschied sich dafür, dass sich Johnson bei der United States Wrestling Association (USWA) von WWF Wrestler und Kommentator Jerry Lawler beweisen sollte. Dort stieg er unter dem Ringnamen Flex Kavana gemeinsam mit Bart Sawyer schnell zum Tag Team Champion auf und workte auch einige Matches gegen Lawler.

Nach einigen Lernmonaten und zusätzlichen Trainingseinheiten seitens der WWF unterschrieb Johnson schließlich einen Vertrag und debütierte unter dem Ringnamen Rocky Maivia. Wie der Name bereits verriet, wollte die WWF seinen familiären Hintergrund nutzen und ihn als ersten „Third Generation Superstar“ schnell in höhere Cardregionen booken. In seinem allerersten Match bei der Survivor Series 1996 war er sofort der einzige Überlebende seines Teams und durfte in Unterzahl die etablierten Wrestler Crush und Goldust eliminieren.

Nur wenige Monate später folgte im Februar 1997 der erste Titelgewinn, als er Triple H um die Intercontinental Championship besiegen konnte. Diese verteidigte er auch bei seinem ersten PPV Singles Match bei WrestleMania 13 gegen The Sultan, den späteren Rikishi. Den Fans missfiel allerdings der schnelle Aufstieg des Neulings und das fade Gimmick als lupenreines Babyface. Nach weiteren Titelmatches gegen Bret Hart (der hinter den Kulissen als sein Mentor agierte und sich weigerte, den Titel gegen ihn zu gewinnen) und Savio Vega war die Stimmung unter den Fans so angeheizt, dass es während seiner Matches häufig zu „Rocky sucks“ oder sogar „die, Rocky, die“ Chants kam.

Heelturn und Wechsel zur Nation of Domination

Die Verantwortlichen erkannten an, dass sie die Bremse ziehen mussten und ließen Owen Hart im April 1997 die Intercontinental Championship gewinnen. Während des Titelmatches verletzte sich Johnson jedoch am Knie und musste einer mehrmonatige Pause einlegen. Dies nutzte man Backstage, um ein neues Gimmick für ihn zu entwickeln, das er ab August 1997 verkörperte: The Rock.

Wütend über die schlechten Reaktionen der Fans legte er bei seinem Comeback den Ringnamen Rocky Maivia ab und begann damit, sich lediglich in der dritten Person als The Rock zu bezeichnen. Gleichzeitig trat er dem Heel Stable Nation of Domination bei, das eine militante Gruppierung aus schwarzen Wrestlern mit islamisch angehauchten Namen und Ringkleidung verkörperte.

Als Teil der Nation of Domination beleidigte The Rock regelmäßig die Fans und seine Gegner und entwickelte damit die ersten Grundzüge seines später sehr populären Gimmicks. Als Fußsoldat des Stables war er zuerst in die Fehde gegen das ehemalige Nation Mitglied Ahmed Johnson sowie Ken Shamrock und die Legion of Doom eingebunden.

Der erste großen Spot als Teil des Stables und gleichzeitig sein erster Berührungspunkt mit seinem späteren Dauerrivalen Steve Austin erfolgte beim In Your House 19 PPV im Dezember 1997, als er ein Titelmatch um die Intercontinental Championship gegen dem amtierenden Champion Austin verlor. Bei der darauffolgenden Ausgabe von Raw sollte es eigentlich zu einem Rematch kommen, da Austin mit einem Pickup zum Ring gekommen war und während des Matches einen Referee attackiert hatte. Austin gab den Titel stattdessen kampflos auf, verpasste The Rock einen Stunner und griff Vince McMahon an.

Aufstieg zum Anführer des Stables

Als nun amtierender Intercontinental Champion nahm The Rock umgehend eine größere Rolle innerhalb der Nation of Domination ein. Es folgten kurze Fehden gegen den Undertaker, Steve Austin und Ken Shamrock, bei denen er den Titel teilweise gerade so via No Contest oder DQ behalten konnte, so auch beim Royal Rumble 1998 gegen Shamrock. Später am Abend war The Rock auch noch Teil des Royal Rumble Matches, bei dem er zum Iron Man des Matches wurde und es unter die letzten zwei Wrestler schaffe – allerdings wurde er im direkten Aufeinandertreffen vom seinem Widersacher Austin eliminiert.

Es folgte eine weitere Titelverteidigung via DQ gegen Shamrock bei WrestleMania XIV, nach der sich die Nation of Domination von ihrem bisherigen Anführer Faarooq trennte und unter der Führung von The Rock ein neues Image bekam. In der Folge wurde das Stable nur noch Nation genannt und ließ den militanten Fokus fallen. Stattdessen präsentierte sich das Stable nun als „hip“, so erhielt beispielsweise der bisherige Kama Mustafa das Gimmick des Godfathers.

Neben den bisherigen Rivalen traf die Nation in den folgenden Monaten vor allem auf ihren ehemaligen Anführer Faarooq, Steve Blackman und Owen Hart. Oberstes Ziel war es dabei, mit allen Mitteln die Intercontinental Championship von The Rock zu verteidigen. Dies gelang zwar, jedoch musste die Nation viele Niederlagen in Tag Team Matches einstecken – bis Owen Hart in einem dieser Matches gegen seinen Partner Ken Shamrock turnte und sich der Nation anschloss.

Das Ende der Nation und die erste World Championship

Im Sommer 1998 folgte schließlich eine große Stablefehde gegen die D-Generation X unter der Leitung von Triple H, die einige erinnerungswürdige Segmente hervorbrachte, in der sich die beiden Stables gegenseitig parodierten und verspotteten. Diesen konnte The Rock unter anderem während des King of the Ring Turniers besiegen, bei dem er im Finale jedoch Ken Shamrock unterlag. Ein Two-out-of-Three Falls Match um die Intercontinental Championship gegen Triple H beim In Your House 23 PPV endete nach zahlreichen Eingriffen mit einem Time Limit Draw. Beim SummerSlam 1998 verlor er den Titel allerdings in einem Ladder Match an Triple H.

Nach dem Gimmickwechsel und mit der Fehde gegen die DX hatte The Rock jedoch mittlerweile die Gunst der Fans gewonnen – sehr zum Missfallen seiner bisherigen Stablemates. Deshalb kam es kurz nach seinem Titelverlust zu einer Attacke aus den eigenen Reihen, als D’Lo Brown und Mark Henry gegen ihren Anführer turnten. Beim In Your House 25 PPV verlor The Rock ein Singles Match gegen Henry nach einem Eingriff von Brown.

Schnell beendete man jedoch die Fehde zwischen den ehemaligen Nation Mitgliedern. Nachdem die Fehde zwischen The Rock und Ken Shamrock um Shamrocks Intercontinental Championship kurzzeitig neu entflammt war, wurde The Rock in das „Deadly Game“ Turnier um die vakante WWF Championship gesteckt, die Vince McMahon kurz zuvor Steve Austin aberkannt hatte. Das gesamte Turnier fand im Rahmen der Survivor Series 1998 statt und nach Siegen über den Big Boss Man, Dauerrivale Ken Shamrock und via DQ gegen den Undertaker, erreichte The Rock das Finale.

Im Finale des Turniers und damit dem Titelmatch um die WWF Championship traf The Rock auf Mankind, der bis zu diesem Zeitpunkt von Vince McMahon in dessen Kampf gegen Steve Austin ausgenutzt wurde. Als The Rock während des Matches einen Sharpshooter gegen Mankind angesetzt hatte, turnte McMahon jedoch gegen Mankind und ließ die Ringglocke läuten. Diese geplante Kopie des Montreal Screwjobs, der ein Jahr zuvor mit seinen realen Hintergründen Startschuss für das Mr. McMahon Gimmick war, sorgte für die Gründung des Corporation Stables, für dessen Starrolle Vince McMahon persönlich The Rock auserwählt hatte.

Kronjuwel der Corporation

Nachdem The Rock nun gemeinsame Sache mit der McMahon Familie machte und mit deren Hilfe die WWF Championship gewonnen hatte, sehnten sich der ehemalige Champion und Erzfeind der McMahons Steve Austin und der um den Titel betrogene Mankind nach Rache. Noch am Abend des Titelgewinns stürmte Austin den Ring und attackierte The Rock. Zuerst musste sich The Rock jedoch Mankind erwehren. In einem Rematch beim In Your House 26 PPV hatte Mankind das Match mit einer Mandible Claw eigentlich schon gewonnen. Da The Rock jedoch bewusstlos wurde und der Referee das Match zugunsten von Mankind abgebrochen hatte, ließ McMahon das Match annullieren, da The Rock nicht aufgegeben hatte.

In einem weiteren Rematch – und einem dem legendärsten Momente im Business – konnte Mankind den Titel bei der Raw Ausgabe vom 4. Januar 1999 schließlich doch gewinnen, nachdem Steve Austin die Corporation attackiert und einen weiteren Betrug verhindert hatte. Mit diesem Tag wendete sich schließlich auch für die WWF endgültig das Blatt in den Monday Night Wars und man sollte künftig im Ratingvergleich mit der WCW nie mehr das schlechtere Ergebnis einfahren.

Beim Royal Rumble 1999 folgte das vielleicht brutalste Match in der Karriere von The Rock. Das Rematch gegen Mankind fand unter der „I Quit“ Stipulation statt und The Rock verpasste dem abgehärteten Mick Foley ganze elf ungeschützte Stuhlschläge gegen den Kopf. Vor dem Match hatten beide ein brutales Match vereinbart, um The Rocks Charakter eine neue Dimension zu geben und ihn als würdigen Gegner von Steve Austin zu präsentieren. Die beiden hatten sich allerdings auf lediglich fünf Stuhlschläge geeinigt. Da sich Foley jedoch nach dem fünften Stuhlschlag noch immer am Ringrand befand und das Finish auf der Rampe über die Bühne gehen sollte, schlug The Rock ohne weitere Absprache mit Foley weiter zu – während dessen Familie im Publikum saß. Dies führte Backstage auch zu zwischenzeitlichen Spannungen zwischen den beiden Freunden. Das Match endete wie vereinbart in einem weiteren Screwjob, als ein aus einem Interview geschnittenes „I Quit“ für den bewusstlosen Foley über die Lautsprecheranlage der Halle eingespielt wurde.

Kurz darauf folgte ein weiteres Rematch, das als „Halftime Heat“ in einer Spezialausgabe der Sunday Night Heat Show während der Halbzeitpause des Super Bowls in einem Empty Arena Match stattfand. Nach einem 20-minütigen Brawl durch die gesamte Halle konnte Mankind den Titel schließlich zurückgewinnen, nachdem er The Rock mithilfe eines Gabelstaplers pinnen konnte. Nach dem erneuten Titelwechsel folgten noch zwei weitere Titelmatches. Beim In Your House 27 PPV verteidigte Mankind den Titel in einem Last Man Standing Match via Draw, ehe The Rock die WWF Championship im Februar zum dritten Mal gewinnen konnte, nachdem Big Show zu seinen Gunsten in ein Ladder Match eingegriffen hatte.

Der Felsen und die Socke

Damit war alles angerichtet für das große WrestleMania Main Event gegen Steve Austin, der in der Zwischenzeit gegen Vince McMahon gefehdet hatte. In einem chaotischen No DQ Match mit Mankind als Special Guest Referee verlor The Rock schließlich das große Aufeinandertreffen gegen Austin und damit auch erneut seinen Titel.

Da sich The Rock aufgrund seines Charismas immer noch einer großer Popularität erfreute, traf man die Entscheidung, ihn wieder zum Face zu turnen. Einen Monat nach WrestleMania kam es bei Backlash zum Rematch gegen Austin mit Shane McMahon als Special Guest Referee. Alles sah erneut nach einem abgekarteten Spiel aus, jedoch schlug Shane Rock versehentlich mit dem Titelgürtel nieder. Anschließend kam Vince McMahon – der von Shane aus der Corporation geworfen worden war – mit einem neutralen Referee heraus, der schließlich einen ordentlichen Pinfall für Austin zählte. Bei der nächsten Raw Ausgabe beleidigte The Rock Shane und machte die Corporation für seine Niederlage verantwortlich. Die Corporation warf ihn daraufhin hinaus, da er ohne Titel seine Rolle als Corporate Champion nicht mehr erfüllen konnte.

Daraufhin folgte eine lange Fehde mit der sich anschließend bildenden Corporate Ministry, dem Zusammenschluss zwischen der Corporation und der Ministry of Darkness des Undertakers. Bei over the Edge 1999 konnte The Rock zwar Triple H besiegen, musste sich aber beim King of the Ring 1999 dem WWF Champion Undertaker geschlagen geben. Es folgte ein Fehdenprogramm mit Billy Gunn, bei dem The Rock Gunns Push im Vorfeld des SummerSlams mit einer berüchtigten Promo eigenhändig beendete.

Kurz darauf ging The Rock im Kampf mit der Corporate Ministry eine Partnerschaft mit seinem früheren Erzfeind Mankind ein. Gemeinsam konnten sie die WWF Tag Team Championship gegen den Undertaker und Big Show gewinnen und firmierten unter dem Namen The Rock ’n‘ Sock Connection. Da sich die beiden auch hinter den Kulissen sehr gut verstanden, stellte sich vor den Kameras schnell eine gute Chemie ein. Das Resultat daraus waren einige Comedy Segmente, darunter das legendäre „This is your Life“ Segment, das eines der höchsten Viertelstundenratings in der Geschichte erreichte.

Nachdem sie die Titel kurzzeitig wieder an Big Show und Undertaker verloren und zurückgewonnen hatten, fehdeten The Rock und Mankind gegen die reformierte D-Generation X. Auch hier wechselte der Tag Team Titel zwischen der Rock ’n‘ Sock Connection und den New Age Outlaws jeweils einmal hin und wieder her, während The Rock in mehreren Matches erfolglos versuchte, die WWF Championship gegen Triple H zu gewinnen.

Anschließend verloren die beiden die Tag Team Titel an die Holly Cousins und der Erfolg des Tag Teams ging dem Ende entgegen. Bei Armageddon 1999 konnten sie den Titel gegen die neuen Champions New Age Outlaws nicht zurückgewinnen und auch im Singles Bereich gelang es The Rock nicht, den neuen WWF Champion Big Show zu entthronen.

Erfolge ohne Ende

Die Partnerschaft zwischen The Rock und Mankind endete mit einem Pink Slip Match im Dezember 1999, das Mankind verlor und die WWF verlassen musste. Dies nutzte Foley aus, um seinen Cactus Jack Charakter wiederzubeleben, mit dem er seine Fehde gegen Triple H fortsetzte. Für The Rock sollte dann der Royal Rumble 2000 zum Wendepunkt werden. Dort konnte er das Rumble Match gewinnen, indem er Big Show, der zwischenzeitlich den Titel an Triple H verloren hatte, als letzten Gegner eliminiert hatte.

Da Rocky Füße während des Finishs jedoch ebenfalls den Boden berührt hatten und das Matchergebnis im Royal Rumble Match damit nicht eindeutig war, setzte sich die Fehde gegen Big Show fort, während Triple H seinen Titel gegen Cactus Jack verteidigen konnte, woraufhin dieser eigentlich seine Karriere beenden musste. Durch Einmischung der McMahon Familie kam es jedoch bei WrestleMania zu einem Four Way Elimination Match zwischen Triple H, The Rock, Mick Foley und Big Show – mit jeweils einem McMahon in der Ecke jedes Wrestlers.

The Rock kämpfte sich bis zum Showdown gegen den amtierenden Champion Triple H durch, wurde dann aber von Vince McMahon betrogen, der eigentlich in seiner Ringecke stand, sich aber nun der McMahon-Helmsley Fraktion um Triple H und seiner Tochter Stephanie anschloss. The Rock erhielt jedoch ein Rematch bei Backlash, wo er durch einen Eingriff des aus einer Verletzungspause zurückkehrenden Steve Austin die WWF Championship zum vierten Mal gewinnen konnte. Nach dem Match feierten die früheren Rivalen gemeinsam den Sieg.

Nur einen weiteren Monat später verlor The Rock den Titel bei Judgement Day jedoch unter kontroversen Umständen in einem Iron Man Match an Triple H zurück. Ein Eingriff des Undertakers gegen Triple H hatte zu einer DQ gegen The Rock und den entscheidenden Fall für Triple H geführt. Wiederum einen Monat später holte sich Rocky den Titel aber beim King of the Ring PPV im Juni in einem speziellen 6-Man Tag Team gegen Triple H, Vince McMahon und Shane McMahon zurück, bei dem auch seine „Tag Team Partner“ Undertaker und Kane den Titel gegen jede Person des anderen Teams hätten gewinnen können.

Es sollte der mit Abstand längste Titelrun von The Rock folgen, bei dem er die WWF Championship in den Folgemonaten gegen Kurt Angle, Triple H, Chris Benoit, Kane und den Undertaker verteidigen sollte. Erst bei No Mercy im Oktober verlor The Rock den Titel an Angle. Es folgten eine kurze, aber erinnerungswürdige Fehde gegen Rikishi sowie ein Intermezzo als Tag Team Champion mit dem Undertaker, das allerdings nur eine Woche hielt.

Zwischen Wrestling und Hollywood

Zu Beginn des Jahres 2001 setzte The Rock seine Fehde gegen Kurt Angle fort und konnte die WWF Championship bei No Way Out zum sechsten Mal gewinnen – zum damaligen Zeitpunkt der Rekordwert. Under nahezu denselben Voraussetzungen wie zwei Jahre zuvor sollte es bei WrestleMania X-Seven nun in einem No DQ Match zu einem weiteren Aufeinandertreffen gegen den Royal Rumble Sieger Steve Austin kommen. Zum Entsetzen des Publikums verbrüderte sich Vince McMahon während des Matches jedoch mit seinem früheren Erzfeind Austin und reichte ihm einen Stuhl, mit dem Austin 16 Schläge an The Rock verteilte, ehe er den siegbringenden Pin ansetzte und nach dem Match Vince McMahon die Hand reichte.

Bereits einen Tag später sollte The Rock sein Rematch in einem Steel Cage Match erhalten. Jedoch griff Triple H in dieses Match ein, um sich ebenfalls an die Seite von Steve Austin zu stellen. Gemeinsam fertigten sie The Rock ab, der anschließend in eine Auszeit geschrieben wurde, um beim Film „The Scorpion King“ seine erste Hauptrolle in einem Hollywoodfilm zu spielen.

Knapp vier Monate später kehrte The Rock mitten während der Invasion Storyline zur WWF zurück und schloss sich seinem Arbeitgeber im Kampf gegen die Allianz von WCW und ECW an. Beim SummerSlam konnte The Rock zum ersten Mal die WCW World Heavyweight Championship gewinnen, um die er den Rest des Jahres mit Chris Jericho fehdete. Während die beiden Kontrahenten zwischenzeitlich sogar die WWF Tag Team Championship gewannen, wechselte die WCW World Heavyweight Championship einmal zu Jericho und wieder zu The Rock zurück.

Bei der Survivor Series kam es schließlich zum finalen Kampf zwischen dem Team WWF und dem Team Alliance. Am Ende des 5-on-5 Elimination Matches standen sich The Rock auf Seiten der WWF und Austin auf Seiten der Alliance gegenüber. Zuerst sah es so aus, als würde ein eifersüchtiger Jericho mit einer Attacke gegen seinen eigentlichen Teamkollegen The Rock der WWF das Match kosten, jedoch sorgte das Alliance Mitglied Kurt Angle schließlich mit einem weiteren Eingriff gegen sein eigentlichen Team für einen Sieg von The Rock und der WWF.

In der fortlaufenden Fehde gegen Jericho verlor The Rock bei Vengeance jedoch seinen Titel wieder, den Jericho noch am selben Abend in einem weiteren Titelmatch gegen den WWF Champion Steve Austin zur Undisputed WWF Championship zusammenführen konnte.

WrestleMania Momente für die Ewigkeit

Nach einem weiteren verlorenen Titelmatch gegen Jericho beim Royal Rumble 2002 entwickelte sich eine Fehde zwischen The Rock und dem beim No Way Out PPV debütierten nWo Trio Hulk Hogan, Kevin Nash und Scott Hall. Hierfür schloss sich The Rock sogar für ein Match mit Steve Austin zusammen, der ebenfalls Probleme mit den Neuankömmlingen hatte.

Bei WrestleMania X-8 sollte es dann zum großen Aufeinandertreffen gegen Hulk Hogan kommen. Eigentlich ging The Rock als Babyface und Hogan als Heel in das Match, doch das Publikum in Toronto war über das erste WWF PPV Singles Match von Hogan seit vielen Jahren so begeistert, dass der Hulkster wahre Jubelstürme erntete. Die beiden Wrestler entschieden sich daraufhin spontan die Rollen zu tauschen und den Matchverlauf entsprechend anzupassen. Trotzdem ging The Rock wie geplant als Sieger over und gewann damit sein erstes Match bei einer WrestleMania, seit er zum Topstar aufgestiegen war.

In den darauffolgenden Wochen schlossen sich The Rock und Hogan gegen Nash und Hall zusammen, denen der Faceturn ihres Kollegen überhaupt nicht zugesagt hatte. Nach einigen Siegen wurde The Rock in der ersten Draft Lottery für den Brand Split als erster Pick von Vince McMahon zu SmackDown geholt, legte kurz darauf aber eine Auszeit ein. Kurz nach seinem Comeback im Juli wurde er zum Number One Contender ernannt und gewann beim Vengeance PPV die Undisputed Championship in einem Triple Threat Match gegen den Titelverteidiger Undertaker sowie Kurt Angle.

Nur einen Monat später verlor er den Titel beim SummerSlam schon wieder gegen den aufstrebenden Brock Lesnar – der damit auch Rocky Rekord als jüngster World Champion in der WWE brach. Im Aufbau und besonders während des Matches kippte die Fanstimmung gegen The Rock, nachdem klar wurde, dass dieser mittlerweile seine Zukunft in Hollywood und nicht in der WWE sieht. So wurde er auch nach dem Match vom Publikum ausgebuht, während sich The Rock im Anschluss eine weitere Auszeit für Dreharbeiten nahm.

Erst im Januar 2003 kehrte The Rock in Antizipation auf die fortwährenden negativen Fanreaktionen als Heel zurück, um ein erneutes Programm gegen Hulk Hogan zu starten, den er bei No Way Out besiegen konnte. Es folgte ein Comedyprogramm gegen The Hurricane und mehrere Musikeinlagen unter dem „Rock Concerts“ Banner, während der er sich über die Fans und verschiedene Wrestler lustig machte.

Eine Rechnung hatte The Rock aber immer noch offen. Nach zwei Niederlagen gegen Steve Austin bei WrestleManias sollte es zu einem weiteren Rematch kommen. Austin, der schon seit langer Zeit im Clinch mit den Verantwortlichen lag und aufgrund von körperlichen Problemen seine Karriere beenden wollte, brachte dieses Mal The Rock over, der nach drei aufeinanderfolgenden Rock Bottoms den Schlusspunkt der Dauerrivalität Austin vs. Rock setzte.

Teilzeitwrestler The Rock

Nach seinem Sieg über Austin und angesichts des sich ebenfalls andeutenden Karriereendes von The Rock als Vollzeitwrestler startete er anschließend eine Fehde gegen den debütierenden Goldberg, der ihn bei Backlash besiegen konnte. Anschließend verließ The Rock die WWE erneut für Dreharbeiten und kehrte im Laufe des Jahres nur für sporadische Auftritte zurück, bei denen er allerdings keine Matches bestritt.

Sein letztes Match für lange Zeit bestritt The Rock bei WrestleMania XX, als er seinem ehemaligen Rock ’n‘ Sock Connection Partner Mick Foley in dessen Fehde gegen Evolution unterstütze, die beiden aber ein Handicap Match gegen Ric Flair, Randy Orton und Batista verloren. Dies sollte nicht nur für viele Jahre sein letztes Match, sondern auch sein letzter persönlicher Auftritt in einer TV-Show oder bei einem PPV bleiben.

Erst im Februar 2011, als The Rock als Gastgeber von WrestleMania XXVII angekündigt wurde, trat er nach sieben Jahren wieder persönlich in einen WWE Ring und startete mit einer Promo eine Fehde gegen John Cena. Bei der Raw Ausgabe vor WrestleMania nutzte Cena während einer Konfrontation das Auftauchen von The Miz und Alex Riley für eine Attacke gegen The Rock. Dieser revanchierte sich bei WrestleMania seinerseits mit einem Eingriff, der Cena sein Titelmatch gegen Miz kostete. Anschließend einigten sich auf ein einmaliges Match für die kommende WrestleMania.

Bereits im November 2011 kehrte The Rock kurzzeitig in die Shows zurück und verpasste seinem ehemaligen Tag Team Partner Mick Foley einen Rock Bottom, nachdem dieser genau wie zu Rock ’n‘ Sock Connection Zeiten ein „This is your Life“ Segment für John Cena abgehalten hatte. Bei der Survivor Series teamten Rock und Cena gemeinsam gegen The Miz und R-Truth und blieben siegreich – jedoch nicht ohne eine weitere Attacke von The Rock gegen Cena nach dem Match.

Ab März war The Rock dann wieder für den Aufbau des WrestleMania Matches in den Show und lieferte sich mehrere Verbalduelle mit Cena. Unter anderem kam es zur Wiederbelebung des „Rock Concert“ Konzepts. Bei WrestleMania XXVIII konnte The Rock schließlich John Cena in seinem ersten Singles Match seit neun Jahren besiegen. Anschließend versprach er, noch ein weiteres Mal die WWE Championship zu gewinnen.

Ein letzter Titelrun

Seinen nächsten Auftritt bestritt The Rock bei Raw 1000 im Juli, wo ihm für den kommenden Royal Rumble ein Titelmatch um die WWE Championship zugesprochen wurde. Im Rahmen der Show rettete The Rock seinen vorherigen Kontrahenten John Cena vor einer Attacke von Big Show, wurde aber anschließend selbst vom amtierenden WWE Champion CM Punk attackiert.

Tatsächlich war CM Punk auch zum Zeitpunkt des Royal Rumbles noch der WWE Champion. Im Vorfeld des Rumbles bestritt The Rock noch einige Auftritte in den TV Shows, wo er unter anderem Cody Rhodes und Damien Sandow abfertigte und selbst vom Shield um Roman Reigns, Seth Rollins und Dean Ambrose attackiert wurde, die im Auftrag von CM Punk handelten. Im Vorfeld des Matches wurde jedoch verfügt, dass bei einer DQ durch einen Eingriff des Shields der Titel ebenfalls wechseln würde.

Während des Matches deutete man ein solches Szenario an, indem die Lichter ausgingen und The Rock von unbekannten Personen attackiert wurde. Gerade als Vince McMahon das Match abbrechen und The Rock den Titel zusprechen wollte, bat dieser um einen Restart des Matches. Schlussendlich besiegte The Rock CM Punk clean, beendete dessen Rekordregentschaft und gewann selbst zum achten Mal die WWE Championship – eine Entscheidung, die unter den Fans umstritten war.

Dies führte entgegen der letztjährigen Ankündigung zu einem weiteren Match gegen John Cena, der als Royal Rumble Sieger ein Titelmatch bei WrestleMania erhielt. In diesem revanchierte sich Cena für die Niederlage aus dem letzten Jahr und besiegte The Rock um die WWE Championship. Ein Trilogiematch fand jedoch nicht mehr statt, da sich The Rock während des Matches verletzt hatte und sich einer Operation unterziehen musste. Aus diesem Grund sollte das Match auch bis heute das letzte richtige Wrestlingmatch von The Rock bleiben.

Sporadische Auftritte als Legende

Ein Jahr später kehrte The Rock im Rahmen von WrestleMania XXX zurück, um gemeinsam mit Hulk Hogan und Steve Austin das Eröffnungssegment der Show abzuhalten. Beim Royal Rumble 2015 beschützte er seinen Verwandten Roman Reigns vor einem Eingriff, woraufhin dieser das Royal Rumble Match gewann. Auch die Präsenz und Beliebtheit von The Rock konnte jedoch nicht die lautstarken Buhrufe für Reigns verhindern.

Bei WrestleMania 31 unterstützte er schließlich Ronda Rousey in einer Konfrontation mit Triple H und Stephanie McMahon, bei der beide ihren jeweiligen Gegenpart abfertigten. Wiederum ein Jahr später wurde The Rock bei WrestleMania 32 von der Wyatt Family unterbrochen und bedroht, was zu einem offiziellen Match gegen Erick Rowan führte. Nach einem schnellen Rock Bottom gewann The Rock das Match und stellte mit sechs Sekunden Matchzeit den Rekord für den schnellsten Sieg bei WrestleMania auf. Nach dem Match machte John Cena für The Rock den Save gegen den Rest der Wyatt Family.

Am 3. August 2019 verkündete The Rock schließlich offiziell sein Karriereende als Wrestler. Seinen bisher letzten Auftritt im Rahmen einer WWE Show feierte er beim 20-jährigen Jubiläum von SmackDown am 4. Oktober 2019. Dort brachte er Becky Lynch over und fertigte kurz darauf noch Baron Corbin ab.

Während seiner Karriere konnte The Rock insgesamt zehn World Championships sowie einmal den Royal Rumble gewinnen. Darüber hinaus war er der sechste Wrestler in der Geschichte der WWE, der die Triple Crown aus WWE Championship, Intercontinental Championship und World Tag Team Championship gewinnen konnte. In erster Linie wird The Rock aber bis heute für sein unglaubliches Charisma und sein Mic Work von den Fans geliebt, das während seiner Karriere zu mehreren legendären Segmenten und Catch Phrases führte. So gewann er bei den Wrestling Observer Newsletter Awards auch sechsmal die „Most Charismatic“ und zweimal die „Best on Interviews“ Kategorie sowie einmal die Auszeichnung „Best Gimmick“. Von der Pro Wrestling Illustrated erhielt er jeweils zweimal die Auszeichnung für das „Match of the Year“ sowie den „Most Popular Wrestler“ und wurde einmal zum „Wrestler of the Year“ bestimmt. Außerdem zählt The Rock zu den größten Draws in der Geschichte des Business und lieferte als Topstar der Attitude Era ein absolutes Rekordjahr ab. So stellte er im Jahr 2000 den Rekord für die meisten Main Event Segmente oder Matches bei Raw (38) und SmackDown (36) sowie Main Event Matches von PPVs (12) innerhalb eines Jahres auf. Darüber hinaus ist er Teil der Wrestling Observer Newsletter Hall of Fame.

Wrestler Old School

Die Ergebnisse

Dusty Rhodes – 31,64 %
André the Giant – 27,34 %
Bruno Sammartino – 17,05 %
Ricky Steamboat – 13,36 %
Terry Funk – 10,59 %

Knapp ein Drittel der Stimmen reichten Dusty Rhodes (25,91 % im Vorjahr) zum Sieg in dieser Kategorie. Nach zwei dritten Plätzen in den beiden Vorjahren schafft er es damit im dritten Anlauf in die W-I Hall of Fame und gesellt sich zu Ric Flair, Randy Savage, Roddy Piper und Hulk Hogan.

Für André the Giant (10,00 %) reichte es trotz deutlichem Stimmengewinn nicht, jedoch konnte er sich um zwei Plätze verbessern. Bruno Sammartino (30,00 %) hingegen büßte fast die Hälfte seines Stimmenanteils und eine Position im Ranking ein. Im Duell der beiden Neulinge setzte sich Ricky Steamboat gegen Terry Funk durch, der damit trotz über einem Zehntel der Stimmen in der kommenden Abstimmung nicht mehr zur Wahl steht.

Der Sieger

Vom „Common Man“ zum „American Dream“. Dusty Rhodes hat diese Traumvorstellung der amerikanischen Gesellschaft buchstäblich erfüllt. In einer Ära, in der vor allem der Körperbau eine wichtige Rolle gespielt hat, war der korpulente Wrestler der komplette Gegenentwurf des Idealbilds und schwang sich trotzdem zum Topstar seiner Ära auf. Auch ein auffallendes Lispeln in seiner Sprache wurde Rhodes nicht zum Verhängnis, stattdessen gilt er noch heute als einer der größten Redner in der Geschichte des Wrestlings und seine „Hard Times“ Promo als Vorbild für eine großartige Promo.

Aller Anfang ist schwer

Wie in vielen anderen Fällen war Wrestling nicht die erste Wahl von Dusty Rhodes. Bevor er überhaupt den heute allseits bekannten Wrestlingnamen Rhodes verwendete, versuchte sich der Mann, der mit bürgerlichem Namen eigentlich Virgil Riley Runnels Jr. hieß, auf dem College im Baseball und Football.

Nachdem er eine professionelle Footballkarriere allerdings nicht verwirklichen konnte, wurde Rhodes in einer Zeitungsannonce auf die Wrestlingpromotion Big Time Wrestling in Boston aufmerksam. Obwohl er keiner Erfahrung als Wrestler hatte, nutzte er seine tatsächlich bestehenden Freundschaften zu Wrestlern wie den Funk Brüdern (die dasselbe College wie er besucht hatten), um den Promoter Tony Santos von einem Engagement zu überzeugen.

Anfangs noch als Dusty Runnels bezeichnet, erreichte Rhodes bei der kleinen Promotion tatsächlich Erfolgserlebnisse und durfte in der Boston Arena um die World Heavyweight Championship der Promotion antreten. Geld verdiente Rhodes jedoch in dieser Zeit noch nicht viel und schlief deshalb beispielsweise in einem Auto.

Reise durch die Territorien

Seine nächste Chance erhielt Rhodes im Jahr 1968, als er zu World Class Championship Wrestling, das NWA Territorium in Texas, weiterzog, das damals unter dem Namen Big Time Wrestling firmierte. Schnell konnte er den damaligen Manager Gary Hart als Unterstützer gewinnen, der sich bei Promoter Fritz Von Erich für Rhodes einsetzte. Kurz darauf trat Rhodes als Heel mit Hart als Manager an seiner Seite auf.

Nur wenige Monate später zog es Rhodes jedoch zu Central States Wrestling, dem NWA Territorium in Kansas. Dort wurde er schnell in ein Team mit Dick Murdoch gesteckt, der ebenfalls aus Texas stammt und mit den Funk Brüdern aufgewachsen war. Als Texas Outlaws fanden die beiden schnell Erfolg und gewannen noch 1968 die NWA North American Tag Team Titel. Für Rhodes kam noch im selben Jahr mit der NWA Central States Heavyweight Championship der erste Singles Titel und gleichzeitig höchstrangige Titel des Territoriums hinzu.

In den darauffolgenden Jahren trat Rhodes weiterhin entweder gemeinsam mit Murdoch im Team als Texas Outlaws oder als Singles Wrestler in vielen unterschiedlichen Territorien der NWA an und durfte sogar bereits ein Titelmatch gegen den NWA World Heavyweight Champion Dory Funk Jr. Bestreiten. Neben den Territorien in Texas und Kansas stand Rhodes auch in Ohio, Michigan, Oklahoma und Florida, aber auch in Auslandsterritorien in Kanada und Australien im Ring.

Die Geburt des American Dream

Im Jahr 1972 wechselte Rhodes vorerst alleine zur American Wrestling Association (AWA), ehe Ende des Jahres sein Partner Murdoch ihm folgte. In dieser Zeit hatte Rhodes eine Vielzahl von Rivalen wie Don Muraco, Wahoo McDaniel, Billy Robinson oder Nick Bockwinkel, während er regelmäßig auch auf die Hilfe von Larry Hennig zählen konnte. Ein erstes Match um die AWA World Heavyweight Championship von Verne Gagne verlor Rhodes genauso, wie er stets in Titelmatches um die AWA World Tag Team Championship den Champions Nick Bockwinkel und Ray Stevens unterlag.

Darüber hinaus waren die Texas Outlaws im Jahr 1973 für einige Jahre bei International Wrestling Enterprise (IWE), dem japanischen Partner der AWA unterwegs. Anschließend trennte sich das Team jedoch und trat die kommenden Jahre nur noch sporadisch gemeinsam an. Rhodes verlegte seinen Mittelpunkt stattdessen nach Florida, wo er einige Jahre hauptsächlich für Championship Wrestling from Florida auftrat. Hier gelang ihm nach einem Faceturn der Durchbruch und er verkörperte fortan einen Charakter aus der Arbeiterklasse, der sich selbst als den American Dream bezeichnete.

Während seiner Zeit in Florida konnte Rhodes einige Titel sammeln, unter anderem war er stets im Titelgeschehen um die NWA Florida Southern Heavyweight Championship, die er insgesamt in seiner Karriere zehnmal gewinnen konnte. 1974 gewann er auch erstmals die NWA Florida Heavyweight und die NWA Florida Tag Team Championship, die jeweils der wichtigste Titel der Promotion im Singles und Tag Team Bereich waren. Bedingt durch diese Erfolge erhielt Rhodes auch mehrere Titelmatches gegen den damaligen NWA World Heavyweight Champion Jack Brisco, die er jedoch allesamt verlor.

Weitere Wanderjahre um die Welt

Im Jahr 1975 teilte sich Rhodes seine Zeit wieder zwischen Championship Wrestling from Florida und der AWA auf. Darüber hinaus bestritt er sein erstes Match für Mid-Atlantic Championship Wrestling, das bedeutendste Territorium der NWA. Dort bestritt er ein Match um den Television Title der Promotion gegen einen gewissen Ric Flair. Dies war das erste Aufeinandertreffen der späteren Rivalen. Gegen Ende des Jahres trat Rhodes vermehrt für die Promotion auf und war Teil des Titelgeschehens um die NWA United States Heavyweight Championship.

Außerdem kam es im November 1975 zu einer kurzzeitigen Wiederbelebung der Texas Outlaws, die gemeinsam als Tag Team eine Tour für All Japan Pro Wrestling bestritten. Zurück in den USA bestritt Rhodes ab Januar 1976 einige Titelmatches um die NWA World Heavyweight Championship von Terry Funk und gewann weitere Male die regionalen Titel der Promotion.

Ab 1977 war Rhodes auch vereinzelt für die damalige WWWF aktiv und bestritt einige Matches gegen den Champion „Superstar“ Billy Graham, den er schon aus seiner Zeit aus der AWA und aus Florida kannte. Zweimal bestritten die beiden auch den Main Event einer Show im Madison Square Garden. In diesem Zeitraum verließ Rhodes auch wieder öfters Florida, um in anderen Territorien Matches zu bestreiten.

Kurze Freude über die erste World Championship

Nachdem ihm 1978 und lange Zeit auch 1979 die NWA World Heavyweight Championship in vielen Matches gegen den damaligen Champion Harley Race verwehrt geblieben ist, konnte er August 1979 endlich seine erste World Championship gegen Race gewinnen – verlor den Titel aber nur fünf Tage später schon wieder an ihn zurück. Damit stellte er zum damaligen Zeitpunkt den Rekord für die kürzeste Regentschaft dieses prestigeträchtigen Titels auf.

Gegen Ende des Jahres folgte eine weitere Reise in den fernen Osten, dieses Mal zog es Rhodes für rund einen Monat zu New Japan Pro Wrestling. Zurück in Amerika setzte er seine Fehde gegen Race um die NWA World Heavyweight Championship fort. Im Jahr 1980 trat Dusty Rhodes bei New Japan in der MSG League, dem Vorläufer des heutigen G1 Climax, an und belegte nach Siegen über unter anderem Tatsumi Fujinami den vierten Platz der Zehnerliga.

Im August 1980 folgte ein weiteres Titelmatch gegen Harley Race unter einer 2-out-of-3 Falls Stipulation. Rhodes konnte zwar den ersten Fall gewinnen, aber innerhalb des 60-minütigen Zeitlimits konnte er keinen zweiten Fall für sich entscheiden, sodass Race trotz eines 0:1 seinen Titel verteidigen konnte.

Weitere Titelregentschaft und letzte Jahre in Florida

Erst im Juni 1981 sollte es Dusty Rhodes erneut gelingen, Harley zu entthronen und die NWA World Heavyweight Championship zu erringen. Wie es sich für den World Champion gehört, verteidigte Rhodes den Titel einige Monate lang in den verschiedenen Territorien, ehe er ihn im September in Kansas an Ric Flair verlor, der damit seinerseits zum ersten Mal den Titel gewinnen konnte.

In den kommenden zwei Jahren spulte Rhodes weiterhin das gewohnte Programm ab und fehdete mit Flair um den Titel, wenn dieser in Florida auftrat. Ansonsten legte Rhodes weitere Abstecher zu New Japan und den anderen NWA Territorien hin. Nachdem ihn Kevin Sullivan im Dezember 1982 in einem Loser Leaves Town Match besiegen konnte, trat Rhodes in Florida für einige Zeit als maskierter Midnight Rider auf. Als solcher konnte er tatsächlich Flair in einem Match bezwingen, jedoch wurde der Titelwechsel offiziell nicht anerkannt, da sich Rhodes weigerte, seine Identität preiszugeben und maskierte Titelträger zum damaligen Zeitpunkt nicht von der NWA akzeptiert wurden.

Nach diesen weiteren Jahren im gewohnten Rhythmus und in der gewohnten Umgebung verließ Rhodes schließlich Florida und schloss sich ab 1984 Mid-Atlantic Championship Wrestling als Wrestler und Booker an. Hier sollte schon bald der große Konkurrent für die WWF entstehen, die sich nach der ersten WrestleMania zum absoluten Marktführer aufschwang. Und hier sollte auch Dusty Rhodes die erfolgreichsten Jahre seiner Karriere verbringen.

Große Rivalen und große Promos

Die Erfolge stellten sich schnell ein. Im Oktober 1984 gewann Rhodes gemeinsam mit Manny Fernandez die NWA World Tag Team Championship, die sie bis zum März 1985 halten sollten. Bei der zweiten Ausgabe von Starrcade im November 1984 verlor Rhodes zwar im Main Event ein NWA World Heavyweight Championship Match gegen Ric Flair, gewann aber im März 1985 nach langer Fehde die NWA Television Championship von Tully Blanchard, die er einen Monat später wieder an seinen Widersacher verlor.

Nachdem seine Hauptrivalen Flair und Blanchard gemeinsam mit Arn Anderson und Ole Anderson zu den Four Horsemen zusammengeschlossen hatten, erhielt Rhodes Verstärkung von Magnum T.A., mit dem er zukünftig als America’s Team fungierte und auch gegen das Russian Team um Ivan und Nikita Koloff fehdete. Beim Great American Bash 1985 gewann Rhodes in einem Steel Cage Match erneut die Television Championship von Blanchard, während er in World Heavyweight Championship Matches gegen Flair vorerst erfolglos blieb. Auch im Team mit Magnum T.A. konnte er die National Tag Team Championship gegen die Minnesota Wrecking Crew von Arn und Ole Anderson nicht gewinnen.

Im Oktober 1985 gab er jedoch im Vorfeld von Starrcade während eines Interviews eine Promo ab, die in die Geschichte eingehen sollte. Das mehrfach während der Promo verwendete Schlagwort „Hard Times“ wurde zum Sinnbild für die Promo und seine Fehde gegen Ric Flair. Auf der einen Seite der erfolgreiche und extravagante Flair, der seinen Titel mithilfe der Horsemen und allen erdenklichen Mittel verteidigen will und damit den hart arbeitenden Underdog Rhodes auf der anderen Seite um seinen Lohn und in Nöte bringt. Rhodes traf damit genau den Nerv der Fanbase und stieg endgültig zum absoluten Publikumsliebling auf.

Bei Starrcade schien sich jedoch alles zum Guten zu wenden und Rhodes konnte Flair tatsächlich mit einem Inside Cradle pinnen und damit die NWA World Heavyweight Championship gewinnen, nachdem er einen Eingriff von Arn und Ole Anderson abgewehrt hatte. Bei der nächsten Show wurde der Titelwechsel jedoch annulliert und das Match wegen des Eingriffs offiziell als DQ Sieg für Rhodes gewertet – wodurch der Titel jedoch nicht gewechselt war. In seinen Jahren als Booker nutzte Rhodes solche Trickfinishes – bei denen ein Wrestler den Titel vermeintlich gewonnen hat, die Entscheidung aber später revidiert wird – so oft aus, dass sie als „Dusty Finish“ in das Wrestlingjargon eingingen.

Kurzer Triumph über den Erzrivalen

Der große Wurf war Rhodes also erneut nicht gelungen und das sollte auch die nächsten Monate so bleiben. Immerhin durfte er ab Dezember 1985 noch einige Monate die NWA National Heavyweight Championship halten, nachdem der vorherige Titelträger Buddy Landel aufgrund von Drogenproblemen entlassen wurde. Im März 1986 verlor er ihn wieder an Tully Blanchard.

Anschließend konzentrierte er sich gemeinsam mit Magnum T.A. wieder auf die NWA World Tag Team Championship, die vom Midnight Express gehalten wurde. Diesen Titel konnten sie zwar nicht gewinnen, dafür besiegte Rhodes gemeinsam mit den Road Warriors das Russian Team und gewann damit die NWA World Six Man Tag Team Championship.

Sein größter Sieg im Jahr 1986 erfolgte aber im Juli auf der Great American Bash Tour, als er in einem Steel Cage Match endlich die NWA World Heavyweight Championship gegen Ric Flair gewinnen konnte. Erneut war die Freude aber von kurzer Dauer, denn nur zwei Wochen später gewann Flair den Titel zurück.

Die Fehden gegen die Horsemen und den Midnight Express liefen trotzdem verbittert weiter. Im September gewann Rhodes erneut die Television Championship gegen Arn Anderson, verlor sie jedoch bei Starrcade wieder an Tully Blanchard. Im Zuge dessen entwickelte und erfand Rhodes als Booker auch verschiedene Gimmick Matches wie das I Quit oder das First Blood Match, welche die Intensität der Fehden weiter steigerten und neue Möglichkeiten des Storytellings eröffneten. Auch das später eingeführte WarGames Match war eine Erfindung von Rhodes, der zu den innovativsten und kreativsten Bookern aller Zeiten zählt.

Volle Titelsammlung der NWA

Nachdem sich sein bisheriger Tag Team Partner Magnum T.A. bei einem Autounfall im Oktober 1986 schwer verletzt hatte und seine Karriere beenden musste, bildete Rhodes nun im Kampf gegen die Horsemen überraschend mit ihrem langjährigen Rivalen Nikita Koloff das Team der Super Powers. Dies führte 1987 zu der Konstellation, dass Rhodes und Nikita Koloff gegen ihren jeweiligen ehemaligen Teamkollegen Dick Murdoch beziehungsweise Ivan Koloff fehdeten, da diese die NWA United States Tag Team Championship gewonnen hatten. Darüber hinaus trat Rhodes als amtierender Six Man Tag Team Champion an der Seite der Road Warriors gegen Big Bubba Rogers und den Midnight Express sowie verschiedene Konstellationen der Horsemen an.

Im April 1987 gewannen die Super Powers dann die zweite Auflage des Jim Crockett St. Memorial Cups, bei dem sie im Finale das Horsemen Team von Tully Blanchard und Lex Luger besiegen konnten. Im Singles Bereich versuchte Rhodes jedoch lange Zeit vergeblich noch einmal die World Heavyweight Championship von Flair, die United States Heavyweight Championship von Luger oder die Television Championship von Blanchard zu gewinnen. Mit letzterem lieferte er sich aber vor allem in diesem Jahr einige denkwürdige Schlachten, darunter mehrere Steel Cage und Barbed Wire Matches. Dafür gewann Rhodes mit seinen Teams die ersten WarGames Matches, die eigens für die Fehde gegen die Four Horsemen kreiert wurden und beim Great American Bash 1987 erstmals ausgetragen wurden.

Schließlich gelang es Rhodes bei Starrcade 1987 doch noch, Lex Luger um die NWA United States Heavyweight Championship zu besiegen, obwohl dessen Manager J.J. Dillon in das Match eingegriffen hatte. Damit gewann Rhodes auch den letzten großen Titel in der NWA und vervollständigte seine Titelsammlung.

Im Jahr 1988 verteidigte Rhodes lange Zeit den US Titel gegen Larry Zbyszko und Bobby Eaton, verlor aber mit den Road Warriors die Six Man Tag Team Championship gegen Ivan Koloff und die Powers of Pain. Im April verlor er auch die United States Heavyweight Championship aufgrund einer Suspendierung, die er sich für eine Attacke mit einem Baseballschläger gegen Jim Cornette eingefangen hatte. Für kurze Zeit ließ Rhodes deshalb sein maskiertes Alter Ego Midnight Rider wieder aufleben.

Auf zu neuen Ufern

Nachdem Rhodes wieder unter seinem Namen auftreten durfte, bildete er mit Nikita Koloff, Sting, den Road Warriors und dem mittlerweile aus den Horsemen verstoßenen Lex Luger einen neuen Block gegen die Gruppierung im Ric Flair. Ende des Jahres 1988 stieß sogar sein ehemaliger Texas Outlaws Partner Dick Murdoch für kurze Zeit hinzu, mit dem er in einem NWA World Tag Team Championship Titelmatch gegen die Champions vom Midnight Express einen 30-minütigen Time Limit Draw erreichte.

Gemeinsam mit den Road Warriors gewann er auch ein zweites Mal die Six Man Tag Team Championship, zerstritt sich jedoch bald darauf mit ihnen und verlor ein Match gegen Road Warrior Animal um die Titelrechte, wodurch die Road Warriors einen neuen Co-Champion bestimmen konnten. Dies führte zu einer Fehde zwischen Rhodes und Sting gegen die Road Warriors, die zu diesem Zeitpunkt auch amtierende NWA World Tag Team Champions waren.

Ende 1988 endete seine Karriere bei der NWA jedoch auf unrühmliche Art und Weise. Im Oktober hatte das Turner Broadcasting System das nahezu bankrotte NWA Territorium von Jim Crockett Jr. Aufgekauft und transformierte es langsam unter dem Namen World Championship Wrestling (WCW) zu einer nationalen Promotion. Nach einem Bladejob von Rhodes in der Fehde gegen die Road Warriors waren die neuen Besitzer alles andere als begeistert und erklärten Bladejobs zum Tabu. Rhodes war über die Einmischung so verärgert, dass er einen weiteren Angle bookte, bei dem ihm Road Warrior Animal mit einem Stachel seiner Ringkleidung ins Auge stach, was zu einer weiteren Blutung führte. Daraufhin wurde Rhodes von den neuen Besitzern entlassen.

Anfang des Jahres 1989 ging Rhodes für einige Monate zurück nach Florida und trat dort für die Professional Wrestling Federation (PWF) an, deren Titel er sogleich gewinnen konnte. Im Mai wechselte Rhodes schließlich zur WWF, dem bisherigen großen Konkurrenten. Dort erhielt er ein ähnliches Common Man Gimmick wie zu seinen Glanzzeiten in der NWA, musste jedoch eine gelb gepunktete Ringkleidung tragen. Viele führten dies darauf zurück, dass die WWF den ehemaligen großen Star der NWA und damit ihre Konkurrenz demütigen wollte. Rhodes akzeptierte jedoch seine Rolle und entwickelte sich auch bei der WWF zum Publikumsliebling, sodass auch die gelben Polka Dots zu einer Art Markenzeichen von Rhodes wurden.

Das Ende als Vollzeitwrestler und Rückkehr nach Hause

Nachdem Rhodes in seinem ersten Jahr bei der WWF vor allem gegen Ted DiBiase und den Big Boss Man angetreten war, entwickelte sich ab Januar 1990 eine Fehde zwischen Rhodes und Randy Savage. Hierfür wurde Rhodes mit Sapphire ein Valet zur Seite gestellt, die ein ähnliches Gimmick wie Rhodes verkörperte und zuvor bei der Survivor Series 1989 als platzierter Fan von Rhodes im Publikum aufgefallen war. Gemeinsam fehdeten sie gegen „Macho King“ Savage und dessen Begleitung „Queen“ Sherri.

Diese Fehde führte zum ersten Mixed Tag Team Match in der Geschichte der WWF bei WrestleMania VI, das Rhodes und Sapphire mithilfe von Savages ehemaligem Valet Miss Elizabeth gewinnen konnten. Die Fehde setzte sich noch einige Monate fort, bis Sapphire plötzlich Geld von einem unbekannten Gönner erhielt. Dieser entpuppte sich beim SummerSlam 1990 als Ted DiBiase und sorgte mit seinem überraschenden Auftritt dafür, dass Rhodes ein Singles Match gegen Savage innerhalb von wenigen Minuten verlor, da Sherri die Ablenkung von DiBiase für einen Eingriff ausnutze.

In der Folge fehdete Rhodes erneut gegen DiBiase und dessen Handlanger Virgil und legte in dieser Zeit auch seine gepunktete Ringkleidung ab, um einen ernsthafteren Charakter zu verkörpern. Bei der Survivor Series 1990 unterlag er mit seinem Team jedoch dem Million Dollar Team um DiBiase. Zum Höhepunkt der Fehde wurde der Royal Rumble 1991, bei dem er an der Seite seines Sohnes Dustin gegen DiBiase und Virgil antrat. Die Rhodes Familie verlor jedoch das Match und beide verließen kurz darauf die WWF.

Rhodes kehrte daraufhin zurück in seine Heimat, die sich unter dem Namen WCW jedoch in den letzten Jahren verändert hatte. Mit seinem Wechsel beendete er auch seine aktive Karriere als Vollzeitwrestler und konzentrierte sich fortan auf seine Rolle als Booker, die er bei WCW wieder annahm. Ein Streit mit Ric Flair über dessen Booking führte jedoch schnell zu einem Abgang des Topstars zur WWF.

Flair war bis zu diesem Zeitpunkt amtierender NWA World Heavyweight Champion sowie Titelträger der neu etablierten WCW World Heavyweight Championship, die beide durch den Big Gold Belt repräsentiert wurden. Nach seinem Abgang wurden ihm zwar beide Titel aberkannt, Flair war jedoch immer noch im Besitz des physischen Titelgürtels und verwendete diesen auch im Programm der WWF. Die WCW führte für ihren Titel einen neuen Gürtel ein, während die NWA World Heavyweight Championship erst rund ein Jahr später nach Beilegung des Streits wieder ausgefochten wurde.

Aufseiten der nWo

Vor den Kameras begann Rhodes bald darauf, als Manager von Ron Simmons aufzutreten. Darüber hinaus bestritt er bei der gemeinsam von New Japan und WCW veranstalteten Tokyo Dome Show am 4. Januar 1992 ein spezielles Tag Team Match an der Seite seines Sohnes Dustin, das sie gegen Masa Saito und Kim Duk gewannen.

Am 2. August 1992 wurde schließlich Geschichte geschrieben, als sich Ron Simmons mit Rhodes in seiner Ecke gegen Big Van Vader zum WCW World Heavyweight Champion krönte und damit zum ersten schwarzen World Champion in der Geschichte des Wrestlings. Als Booker hatte Rhodes auch hinter den Kulissen einen großen Anteil an diesem historischen Moment.

Nachdem er sich wieder für einige Jahre auf seine Rolle hinter den Kulissen beschränkt hatte, kehrte Rhodes an der Seite seines Sohnes Dustin im Herbst 1994 für eine Fehde gegen das Stud Stable zurück. Gemeinsam gewannen sie unter anderen ein WarGames Match bei Fall Brawl. Zudem fungierte Rhodes ab 1995 gemeinsam mit Tony Schiavone als Kommentator von WCW Saturday Night und war darüber hinaus auch mit Schiavone und Heenan bei den PPVs zu hören.

Nachdem die nWo Storyline angelaufen war, vertrat Rhodes lange Zeit die Farben von WCW, ehe er bei Souled Out 1998 die Seiten wechselte. Vor einem Matches zwischen Larry Zbyszko und Scott Hall verließ Rhodes einen Platz als Kommentator und begleitete Zbyszko zum Ring. Nachdem dieser von Louie Spicolli attackiert wurde, schien Rhodes zuerst den Save zu machen, turnte aber kurz darauf gegen Zbyszko und enthüllte ein nWo Shirt. Sein langjähriger Kommentatorpartner Tony Schiavone zeigte sich über diesen Verrat von Rhodes so geschockt, dass er für einige Zeit das Pult verließ, eher er für eine Tirade gegen Rhodes zurückkehrte.

Fortan war Rhodes vor allem als Manager von Kevin Nash und Scott Hall aktiv, die kurz darauf die WCW World Tag Team Championship gewannen. Als Ersatz für Hall verteidigte Rhodes gemeinsam mit Nash die Titel im Mai 1998 sogar einmal gegen Public Enemy. Die Partnerschaft mit der nWo endete jedoch im November 1998, nachdem Rhodes als Special Guest Referee das nWo Mitglied Barry Windham in einem Match gegen Dean Malenko disqualifiziert hatte und daraufhin von Eric Bischoff aus dem Stable geworfen und gefeuert wurde.

Abstecher zu verschiedenen Promotions

Einige Zeit später verließ Rhodes auch hinter den Kulissen WCW und schloss sich ECW an. Dort begann er auch wieder als Wrestler aufzutreten und startete eine denkwürdige Fehde gegen Steve Corino, die über mehrere Hardcore Matches ausgetragen wurde. Durch diese Fehde wurde Corino so sehr over gebracht, dass der King of Old School im weiteren Verlauf des Jahres zum ECW World Heavyweight Champion aufsteigen sollte.

Seine Zeit bei ECW war jedoch nicht von langer Dauer und Rhodes kehrte erneut zu WCW zurück, um in den letzten Zügen der Promotion seine Fehde gegen Ric Flair wiederzubeleben. Nach lediglich einem Tag Team Match an der Seite seines Sohnes Dustin gegen Flair und Jeff Jarrett wurde die Promotion jedoch vom Rivalen WWF aufgekauft.

Nachdem sowohl WCW als auch ECW von der Bildfläche verschwunden waren, trat Rhodes im Jahr 2001 für seine eigene Promotion Turnbuckle Championship Wrestling auf, die er im Vorjahr gegründet hatte und die nun zur neuen Heimat von einigen ehemaligen WCW und ECW Wrestlern wurde. Dies nutzte Rhodes aus, um seine Fehde gegen Steve Corino fortzuführen. Nach knapp drei Jahren und ausbleibendem Erfolg musste Rhodes die Promotion jedoch wieder schließen.

Währenddessen tauchte Rhodes bei TNA auf, wo er gegen das Sports Entertainment Xtreme Stable von Vince Russo fehdete. Im Zuge dieses Programms belebte Rhodes alte Partnerschaften und trat unter anderem gemeinsam mit den Road Warriors und Vader auf. Sein ehemaliger Super Powers Partner Nikita Koloff turnte jedoch gegen ihn.

Im weiteren Verlauf des Jahres fehdete Rhodes an der Seite von Jeff Jarrett gegen die Legendensöhne David Flair, Brian Lawler und Erik Watts. Sowohl gegen Flair in einem Bunkhouse Match als auch gegen Lawler in einem Ladder Match konnte Rhodes Siege verzeichnen. Nach einem kurzen Abstecher zu Ring of Honor bestritt Rhodes gegen Ende des Jahres bei TNA eine Fehde gegen den amtierenden NWA World Heavyweight Champion AJ Styles, dem er im Oktober in einem Titelmatch unterlag.

In den kommenden Monaten trat Rhodes weiterhin hauptsächlich für TNA, aber auch andere Promotions an. Unter anderem reiste er für einige Matches nach Japan, wo er seinem früheren Rivalen Steve Corino zur Seite stand. Im August 2004 versuchte Rhodes an der Seite von James Storm vergebens, die NWA World Tag Team Championship zu gewinnen.

Ab November 2004 trat Rhodes in den TNA Shows als Director of Authority auf. Tatsächlich war er auch hinter den Kulissen zum Head Booker aufgestiegen, nachdem Vince Russo TNA verlassen hatte. Diese Rolle füllte er bis Mai 2005 aus, ehe ihn TNA Präsidentin Dixie Carter um die Etablierung eines Creative Teams bat. Rhodes lehnte dies ab, legte seine Rolle als Head Booker nieder und ließ seinen Vertrag bei TNA auslaufen.

Rückkehr zur WWE und letzte Fehden

Während Rhodes in den Jahren 2005 und 2006 noch einige spezielle Matches mit und gegen ehemalige Weggefährten auf dem Independent Circuit bestritt, unterzeichnete er im September 2005 einen Legendenvertrag bei der WWE und wurde zum Berater des Creative Teams ernannt. In diesem Zeitraum trat Rhodes auch bei einigen Spezialausgaben von Raw vor der Kamera auf.

Im November 2006 stieg Rhodes im Rahmen einer Fehde von Legenden gegen die Spirit Squad tatsächlich auch bei WWE noch einmal in den Ring. Zuerst konnte er bei Raw ein Match gegen Nicky, den späteren Dolph Ziggler gewinnen, ehe die Legenden um Ric Flair, Ron Simmons, Sgt. Slaughter und eben Rhodes auch ein traditionelles Survivor Series Elimination Tag Team Match gegen die Spirit Squad gewannen.

Nachdem er im April 2007 in die WWE Hall of Fame ausgenommen wurde, bestritt Rhodes ein Fehdenprogramm gegen Randy Orton während dessen Legend Killer Gimmick. Orton besiegte Rhodes beim Great American Bash 2007 in einem Texas Bullrope Match, das Zeit seiner Karriere synonym für Dusty Rhodes stand. Dies sollte auch das letzte offizielle Match in seiner Karriere bleiben. Bei der Raw Ausgabe am darauffolgenden Tag gewann Orton ein Match gegen Dustys Sohn Cody, den er bereits in der Woche zuvor in Codys TV-Debüt besiegen konnte. Anschließend verpasste Orton dem besorgten Dusty Rhodes einen Punt Kick, womit dieser aus den Shows geschrieben wurde.

In den kommenden Jahren trat Rhodes erneut bei speziellen Anlässen auf und war beispielsweise beim World Tag Team Championship Titelgewinn seines Sohnes Cody oder der Hochzeit zwischen Goldust und Aksana anwesend. Am 31. August 2009 bookte er als Guest Host von Raw ein Titelmatch zwischen dem damaligen WWE Champion Randy Orton und seinem Sohn Cody, der gemeinsam mit Orton im Legacy Stable stand. Dies entpuppte sich typisch Dusty als Trick. Stattdessen nutzte die Legacy die Gelegenheit, um John Cena – der als Special Guest Referee des Matches fungierte – zu attackieren. Obwohl alles nach einer Partnerschaft aussah, verpasste Orton Dusty zum Entsetzen von Cody einen RKO, um die Loyalität seines Teamkollegen auf die Probe zu stellen.

Vermächtnis von Dusty bei NXT

Anschließend konzentrierte sich Dusty Rhodes vor allem auf die Förderung von jungen Wrestlern und war bei der Entwicklungsliga Florida Championship Wrestling in seiner alten Heimat aktiv. Dort kehrte er am 9. Juli 2010 bei einer Houseshow sogar noch einmal in einem inoffiziellen Match zurück und erfüllte sich damit den Wunsch, noch ein Match an der Seite seiner beiden Söhne zu bestreiten, die bis dahin ebenfalls noch nie zusammen geteamt hatten. Gemeinsam konnten Dusty, Cody und Goldust die Dudebusters um Curt Hawkins, Trent Baretta und Caylen Croft besiegen.

Ab Sommer 2012 wurde Florida Championship Wrestling zum NXT Brand, dem neuen Entwicklungssystem der WWE, umgebaut. Für dieses war Rhodes als Head Booker zuständig und trat auch vor dem Kameras als Commissioner auf. Dies wurde ausgenutzt, um ihn in eine Fehde zwischen der McMahon Familie und seinen beiden Söhnen einzubinden. Diese waren kurz zuvor laut Storyline entlassen worden und Dusty wurde gezwungen, sich zwischen einem der beiden zu entscheiden. Nachdem er der Aufforderung nicht Folge leistete, wurde er von Big Show ausgeknockt.

Gemeinsam mit seinen beiden Söhnen erwirkte er jedoch ein Match gegen den Shield bei Battleground 2013. Sollten die Rhodes Brüder gegen Roman Reigns und Seth Rollins gewinnen, würden sie ihre Jobs zurückgewinnen. Sollten sie jedoch verlieren, würde auch Dusty gefeuert werden und kein Mitglied der Rhodes Familie jemals mehr bei WWE auftreten dürfen. Während des Matches sorgte Dusty dafür, dass Dean Ambrose nicht in das Match eingreifen konnte, sodass am Ende tatsächlich ein emotionaler Sieg für die Rhodes Familie stand.

Bis zu seinem Tod am 11. Juni 2015 behielt Rhodes seinen Posten bei NXT. Beim darauffolgenden Money in the Bank PPV sowie bei der nächsten NXT Ausgabe wurde Rhodes jeweils mit einem Ten Bell Salute geehrt. Darüber hinaus wurde im August 2015 bei NXT das jährliche Dusty Rhodes Tag Team Classic Turnier zu seinen Ehren eingeführt.

Noch heute gilt sein Wert für die Anfangszeit von NXT, als nicht nur viele ehemalige Independent Stars, sondern vor allem auch unbekannte Talente im Entwicklungsbrand auftraten, als unermesslich. So war Rhodes vor allem als großer Förderer der Frauen bekannt, die ein Highlight von NXT waren und von denen Charlotte Flair, Becky Lynch, Sasha Banks und Bayley auch im Main Roster zu großen Stars aufstiegen und die Darstellung der Frauen bei WWE maßgeblich prägten und verbesserten. Auch viele andere Wrestler wie Scott Dawson und Dash Wilder von The Revival bezeichneten Rhodes später als großen Förderer ihrer Karriere. Selbst gestandene Independent Stars wie Kevin Owens berichteten, dass ihnen Rhodes in ihrer Zeit bei NXT und bei der Umstellung auf die Gepflogenheiten der WWE enorm geholfen und immer mit Rat und Tat zur Seite gestanden habe.

Bis heute gilt Dusty Rhodes neben Ric Flair und Harley Race als das Gesicht der NWA zu ihren Glanzzeiten. Dabei blieb er immer der absolute Publikumsliebling und ewige Underdog. Zwar konnte er sämtliche große Titel der NWA gewinnen, darunter auch dreimal die World Heavyweight Championship, jedoch waren ihm selten lange Titelregentschaften vergönnt. Seine langjährige und von Innovationen geprägte Arbeit als Booker sowie seine Zeit als Chef und Mentor bei NXT runden sein Vermächtnis ab. Vom Wrestling Observer Newsletter und der Pro Wrestling Illustrated mit zahlreichen Auszeichnungen bedacht – gegen Ende der 80er Jahre aber auch mit einigen negativen – wurde Rhodes auch in nahezu sämtliche Ruhmeshallen aufgenommen. So ist Rhodes Teil der WWE, WCW, NWA, Professional Wrestling, George Tragos/Lou Thesz Professional Wrestling und Wrestling Observer Newsletter Hall of Fame sowie im Greatest 18 Club von New Japan.

Wrestler International

Die Ergebnisse

Satoru Sayama – 36,95 %
Mitsuharu Misawa – 25,08 %
Mil Máscaras – 22,24 %
Billy Robinson – 10,20 %
Jumbo Tsuruta – 5,51 %

Mit einem starken Ergebnis von mehr als einem Drittel der Stimmen konnte sich Satoru Sayama (17,76 % im Vorjahr) den Sieg in dieser Kategorie sichern. Sein Ergebnis aus dem Vorjahr konnte er dabei mehr als verdoppeln und zieht damit im zweiten Jahr, in dem er zur Wahl steht, in die W-I Hall of Fame ein. Dort gesellt er sich zu Kenta Kobashi, Keiji Mutoh, Jushin Thunder Liger und Antonio Inoki.

Für Mitsuharu Misawa (27,01 %) reichte es damit genau wie im Vorjahr nur für den zweiten Platz. Mil Máscaras (16,79 %) konnte sich hingegen sowohl beim Stimmenanteil als auch bei der Platzierung verbessern, nachdem er zuletzt dreimal in Folge nur den vierten Rang belegte. Diesen erreichte Neuling Billy Robinson mit einem Zehntel der Stimmen, während Jumbo Tsuruta mit dem geringsten Stimmanteil für die kommende Abstimmung ausscheidet.

Der Sieger

Wenige Wrestler können ein so komplettes Gesamtpaket wie Satoru Sayama aufweisen. Nicht nur zählte er zu seiner Zeit zu den besten Technikern und High Flyern auf der Welt, sondern prägte mit dem originalen Tiger Mask Gimmick auch einen Charakter, der sich bis heute im Wrestling großer Beliebtheit erfreute und mit dem Crossover zwischen Anime und Pro Wrestling beispielsweise auch einen Jushin Thunder Liger inspirierte. Darüber hinaus machte er sich noch als Promoter verdient und gründete als gelernter Kampfsportler eine der ersten modernen MMA Promotions.

Training und Exkursion

Wie so viele andere Wrestler vor und nach ihm wurde Sayama im gefürchteten New Japan Dojo ausgebildet und dabei unter anderem von den in Japan fast gottgleichen Legenden Antonio Inoki und Karl Gotch trainiert. Sein Debüt bestritt er im Mai 1976 gegen den Jobber Shoji Kai, der im Nachhinein betrachtet für viele erfolgreiche Wrestler der erste Gegner war.

Aber nicht nur das harte Training, sondern auch die lange Niederlagenserie als Young Lion ist in Japan ein ungeschriebenes Gesetz. Nach zahlreichen Niederlagen konnte Sayama erst im Dezember 1976 seinen ersten Sieg gegen Masanobu Kurisu erringen. Im Februar 1977 erreichte er gegen Kuniaki Kobayashi seinen zweiten Sieg.

Die Matches in der Undercard zogen sich bis zum Mai 1978. Anschließend wurde Sayama auf die übliche Exkursion geschickt. Allerdings war auch schnell klar, dass es Sayama mit seiner schmächtigen Statur bei New Japan schwierig haben dürfte, schließlich gab es zum damaligen Zeitpunkt noch keine feste Junior Heavyweight Division.

Zuerst ging es für Sayama zur damaligen EMLL nach Mexiko, wo er sich dank der vielen verschiedenen Gewichtsklassen auch als leichterer Wrestler schnell etablieren konnte. Dort entwickelte er aber auch eine ausgeprägtere Physis und konnte rund ein Jahr nach seiner Ankunft mit der NWA World Middleweight Championship seinen ersten Titel im Business gewinnen. Diesen verteidigte er unter anderem im September 1979 bei der 46. Jubiläumsshow von EMLL gegen Ringo Mendoza, ehe er ihn im März 1980 an El Satanico verlor.

Kurz darauf folgten auch seine ersten Auftritte in England, wo er nicht unter seinem bürgerlichen Namen, sondern als Sammy Lee auftrat. Wie der Name schon verrät, war das Gimmick stark an Bruce Lee angelehnt und war an Sayama angepasst, der auch als Kampfsportler trainiert und 1977 einen professionellen Kickboxkampf absolviert hatte. Im Zuge seiner Auftritte wurden einige seiner Matches auch auf dem legendären World of Sport Wrestling Programm übertragen.

Rückkehr nach Japan und Geburt von Tiger Mask

Anfang des Jahres 1981 kehrte Sayama schließlich nach Japan zurück und das Timing hätte nicht besser sein können. Auf der Suche nach neuen Wegen, um junge Fans vom Wrestling zu begeistern, entdeckten die Offiziellen von New Japan den Tiger Mask Anime für sich. Der Plan lautete, einen an den Animecharakter angelehnten Wrestler debütieren zu lassen. Die Wahl für die Person unter des Maske des Charakters fiel schließlich auf Sayama, dessen Stil gut zum Charakter passen würde.

Das neue Gimmick debütierte am 23. April 1981 gegen Dynamite Kid. Viele traditionelle Wrestlingfans zeigten sich von der Entscheidung, einen Wrestler mit einem Animecharakter zu verknüpfen nicht gerade begeistert. Das änderte sich jedoch im Laufe des Matches – und vor allem mit dem überraschenden und für die Fans schockierenden Ergebnis. Tatsächlich konnte Tiger Mask bei seinem Debüt den respektierten und geradezu gefürchteten Briten schlagen, der sich in Japan bereits einen Namen gemacht hatte.

Umgehend wurde auch Tiger Mask als ernsthafter Wrestler anerkannt und stieg in der Gunst der Fans. Bis in den November 1981 hinein blieb Tiger Mask in Singles und Tag Team Matches ungeschlagen, bei denen er zumeist gegen mexikanische Wrestler vom Kooperationspartner EMLL antrat. So konnte er auch im Oktober 1981 ein Mask vs. Mask Match gegen den mexikanischen Wrestler Masked Hurricane gewinnen. Von den Mexikanern ließ sich Sayama auch für sein Moveset inspirieren. Er übernahm den Toque Tapatio Move des EMLL Wrestlers Alfonso Dantés und machte ihn unter dem Namen Tiger Suplex weltberühmt.

Seinen bis dato größten Erfolg feierte er aber am 1. Januar 1982 bei der Neujahrsshow von New Japan in der legendären Korakuen Hall. Die damalige WWF hatte als Kooperationspartner von New Japan ihren Heavyweight Champion Bob Backlund nach Japan entsendet. Darüber hinaus stand auch die WWF Junior Heavyweight Championship auf dem Spiel, die aber bereits seit geraumer Zeit von New Japan kontrolliert wurde und zu diesem Zeitpunkt vakant war. Der ehemalige Champion Tatsumi Fujinami hatte sich dazu entschieden, den Titel aufzugeben, um Backlund um die WWF Heavyweight Championship herauszufordern.

Bei der Show kam es dann zum großen Rematch zwischen Tiger Mask und Dynamite Kid um die vakante WWF Junior Heavyweight Championship. Erneut sollte Tiger Mask die Oberhand behalten und seinen ersten Titel unter dem New Japan Banner gewinnen. Gleichzeitig war dieser Sieg aber auch der Startpunkt für eine erbitterte Rivalität mit Dynamite Kid, die neue Standards für High Flyer und Junior Heavyweights setzen sollte.

Zwischen Erfolg und Frust

In den kommenden Monaten verteidigte Tiger Mask den Titel in hochklassigen Matches gegen Dynamite Kid, Bret Hart oder Steve Wright. Darüber hinaus musste er sich nun auch einem bösen Doppelgänger namens Black Tiger erwehren. New Japan hatte dieses Gimmick eigens als Dauerrivalen für den mittlerweile sehr populären Tiger Mask entwickelt und steckte den Briten Mark Rocco unter die Maske. Sayama war bereits in seiner Zeit in England auf Rocco getroffen, wodurch die Verantwortlichen von New Japan auf ihn aufmerksam wurden. In dieser Tradition, dass Japaner Tiger Mask und Ausländer Black Tiger verkörperten, ging es auch lange Zeit nach der ersten Generation weiter, auch wenn es mittlerweile einige Ausnahmen gab.

Letztendlich konnte Tiger Mask aber alle seine Herausforderer besiegen – fiel dann aber einer Knieverletzung zum Opfer, die er sich Ende April 1982 zugezogen hatte. Aufgrund der Verletzung musste er den Titel offiziell am 6. Mai aufgeben. Überraschenderweise kehrte Tiger Mask aber schon wenige Wochen später wieder zurück in den Ring und konnte sich am 25. Mai die NWA World Junior Heavyweight Championship von Les Thornton sichern. Am darauffolgenden Tag setzte Tiger Mask noch einen drauf und gewann gegen seinen Rivalen Black Tiger auch die WWF Junior Heavyweight Championship zurück. Als Doppelchampion war Sayama nun das Maß aller Dinge in der Junior Heavyweight Division.

Über das restliche Jahr verteilt verteidigte Tiger Mask seine Titel in mehreren Matches unter anderem gegen Bret Hart, Dynamite Kid, Black Tiger und Ultraman und reiste auch zweimal für mehrere Titelverteidigungen zur WWF in die USA, wo er im Madison Square Garden ein weiteres Mal auf Dynamite Kid und später auf Curt Hennig, Charlie Fulton und Bob Bradley traf.

Erst Anfang April 1983 endet die lange Doppelregentschaft von Tiger Mask, als er sich nach einer Attacke von Dynamite Kid verletzt und beide Titel abgeben muss. Diese Storyline führt zu einem Rubber Match zwischen den beiden erbitterten Rivalen am 21. April 1983 um die vakante WWF Junior Heavyweight Championship. Das Match endet nach einem mehrfachen Double Count Out, liefert aber solch ein großartiges Wrestling, dass es von Dave Meltzer die erste 5-Sterne Wertung der Geschichte erhält.

Nach einer mehrwöchigen Pause kehrte Tiger Mask in den Ring zurück und konnte umgehend erneut innerhalb von weniger Tage die NWA World Junior Heavyweight Championship gegen Kuniaki Kobayashi in Japan und die WWF Junior Heavyweight Championship gegen Fishman in Mexiko gewinnen. Beide Titelregentschaften sind jedoch nicht von langer Dauer. Obwohl Sayama herausragende Leistungen zeigte und von den Fans geliebt wird, war er angesichts der Backstage Politics müde vom Business. Entnervt entschied er sich am 12. August 1983 seine Karriere zu beenden und verließ New Japan.

Übergang vom Wrestling zum MMA

Nach dem überraschenden und für die Fans schockierenden Ende seiner Karriere widmete sich Sayama seiner zweiten großen Leidenschaft Kampfsport. Fortan bot er seine Dienste als Trainer an und gründete mit dem Tiger Gym sein eigenes Camp. Rund ein Jahr später kehrte er allerdings doch zurück und war nun für die Shoot-Style Promotion Universal Wrestling Federation (UWF) aktiv, die sich am realen Kampfsport orientierte.

Da New Japan die Rechte an dem Tiger Mask Gimmick nach dem Abgang von Sayama an All Japan verkauft hatte, musste sich Sayama einen neuen Namen ausdenken. Um weiterhin auf sein ehemaliges Gimmick anzuspielen, nannte er sich nun einfach The Tiger und trug die nahezu identische Ringkleidung. Später wechselte er jedoch die Ringkleidung und nannte sich in Super Tiger um.

Obwohl Sayama auch bei der UWF mit Matches gegen die anderen großen Namen Akira Maeda und Yoshiaki Fujiwara erfolgreich war, kam es Backstage schnell wieder zu Problemen. Die anderen Wrestler waren der Meinung, dass Sayama einen zu großen Einfluss auf das Produkt habe und eigensinnig agiere. Schließlich überwarf sich Sayama mit Maeda hinsichtlich der stilistischen Ausrichtung der Promotion und es kam während eines Matches zwischen den beiden am 2. September 1985 zu einem realen Shoot, bei dem Maeda Sayama mit harten Tritten attackierte. Maeda wurde zwar im Anschluss an das Match suspendiert und entlassen, aber ein verbitterter Sayama kehrte dem Wrestlingbusiness kurz darauf ein zweites Mal den Rücken zu.

Erneut wandte sich Sayama dem Kampfsport zu und gründete 1986 mit Shooto eine der ersten modernen MMA Promotions der Welt. Über die Jahre hinweg entwickelte sich Shooto von einer Promotion, die lediglich Amateurkämpfe ausrichtete zu einer professionellen Promotion und schließlich zu einem internationalen Verband. Darüber hinaus veranstaltete Sayama die ersten Vale Tudo Japan Events und verbreitete damit das Brazilian Jiu Jitsu in Japan.

Bereits 1994 kehrte Sayama unter seinem bürgerlichen Namen bei Wrestling Dontaku zu New Japan zurück, um in einem Exhibition Match auf Jushin Thunder Liger zu treffen, der ihn mittlerweile als legendärer maskierter Wrestler und Ace der Junior Heavyweight Division abgelöst hatte. Das Match endete nach zehn Minuten in einem Time Limit Draw.

Erneute Rückkehr zum Wrestling

Sayama schien nun aber Blut geleckt zu haben und nachdem er sich 1996 mit dem Board of Directors von Shooto überworfen und seine eigene Kreation verlassen hatte, kehrte er erneut zum Wrestling zurück. Da mittlerweile Yoshihiro Yamazaki – den Sayama selbst trainiert und für die Rolle als Tiger Mask empfohlen hatte – bei Michinoku Pro das Tiger Mask Gimmick in vierter Generation verkörperte, trat Sayama künftig unter den Ringnamen First/Original Tiger Mask auf.

Unter anderem trat Sayama für Michinoku Pro, Tokyo Pro, UWF International, Wrestle Assocation-R, und Battlarts an. Im April 1997 kehrte er für ein Match gegen seinen ehemaligen Mentor Antonio Inoki im Tokyo Dome zu New Japan zurück, wo er mit dem Ringnamen Tiger King eine neue Variation seines Gimmicks verkörperte.

Es folgten weitere Auftritte für New Japan und andere Promotions, ehe er im Jahr 1998 gemeinsam mit Inoki die Universal Fighting-Arts Organization (UFO) gründete, die er aber 1999 schon wieder verließ, um mit Seikendo eine weitere MMA Promotion zu gründen. Bis 2005 folgten nur noch sporadische Auftritte im Wrestling, wobei er auch bei großen Promotions wie All Japan oder CMLL auftauchte.

Im Jahr 2005 gründete Sayama schließlich mit Real Japan Pro Wrestling (RJPW) eine Promotion, die sowohl Wrestlingmatches als auch MMA Kämpfe abhält. Sayama selbst stieg für seine eigene Promotion auch wieder öfters in den Ring, unter anderem gegen aktuelle Stars wie Minoru Suzuki, Kota Ibushi, Toshiaki Kawada oder Naomichi Marufuji. Auch für Tatsumi Fujinamis Dradition Promotion und Antonio Inokis Inoki Genome Federation stieg Sayama in den kommenden Jahren noch regelmäßig in den Ring. Seine letzten Auftritt für seine Heimatpromotion New Japan bestritt er beim 20-jährigen Jubiläum von Red Shoes Unno im August 2008 und beim 25-jährigen Jubiläum von Masahiro Chono im Oktober 2009.

Nach einem Match gegen den ehemaligen Yokozuna und All Japan Wrestler Akebono im März 2015 litt Sayama unter Brustschmerzen. Diese führten nicht nur dazu, dass er sämtliche kommende Matches absagen, sondern sich sogar im Mai einer Notoperation am Herzen unterziehen musste. Im Juni 2015 hielt Sayama eine Pressekonferenz, bei der er verkündete, gar nicht an ein Karriereende zu denken. Seitdem bestritt Sayama jedoch nur noch ein Match im Juni 2016 gegen seinen Schützling Ikuhisa Minowa. Offiziell hat Sayama seine Karriere noch nicht beendet und kümmert sich als Promoter immer noch um die Belange von RJPW.

Bis heute gilt Satoru Sayam als der goldene Standard für Junior Heavyweights, der darüber hinaus mit seinem Tiger Mask Gimmick eine ganze Generation von neuen Wrestlern inspiriert hat. Seine legendäre Fehde gegen Dynamite Kid löste geradezu einen Boom für Junior Heavyweights aus und etablierte überhaupt erst eine feste Division. Nicht zuletzt erreichten die beiden von Dave Meltzer die erste Höchstwertung von 5 Sternen. Gleichermaßen für seine spektakulären Künste in der Luft sowie seine technische Raffinesse auf der Matte verehrt, erhielt Sayama jeweils zweimal die Auszeichnung als „Best Flying Wrestler“ und „Best Technical Wrestler“ vom Wrestling Observer Newsletter sowie jeweils eine Auszeichnung als „Most Impressive Wrestler“ und für das „Match of the Year“. Von Tokyo Sports wurde Sayama 1982 sogar mit dem MVP Award bedacht – eine Ehre die weder davor noch danach einem Junior Heavyweight zuteilwurde. Darüber hinaus ist er Mitglied der Wrestling Observer Newsletter Hall of Fame.

Tag Teams/Stables

Die Ergebnisse

The Dudley Boyz (Bubba Ray Dudley & D-Von Dudley) – 53,02 %
The Road Warriors (Road Warrior Animal & Road Warrior Hawk) (w/ Paul Ellering) – 33,17 %
The Von Erichs (Kevin, David, Kerry & Mike) – 7,28 %
The Fabulous Freebirds (Michael Hayes, Terry Gordy, Buddy Roberts & Jimmy Garvin) – 4,18 %
The Midnight Express (Dennis Condrey, Randy Rose, Bobby Eaton, & Stan Lane) (w/ Jim Cornette) – 2,32 %

Mit einem überwältigenden Stimmenanteil über der absoluten Mehrheitsgrenze und damit einer Verdopplung der Stimmen setzten sich die Dudley Boyz (25,06 %) in dieser Kategorie deutlich durch und folgen damit auf die DX, die nWo, die Four Horsemen sowie die Hart Foundation.

Die Road Warriors (21,22 %) konnten ihren Stimmenanteil ebenfalls erheblich anheben und erreichten im vierten Jahr auf der Kandidatenliste mit dem zweiten Platz ihr bisher bestes Resultat. Die Von Erichs erreichen unter diesen Umständen als Neulinge ein gutes Ergebnis, während die Fabulous Freebirds (4,51 %) das zweite Mal mit einer niedrigen einstelligen Prozentzahl ein Ausscheiden verhindern. Stattdessen muss sich der Midnight Express nach seinem ersten Jahr auf der Kandidatenliste wieder verabschieden.

Die Sieger

Zwei Dinge sind sicher im Leben, heißt es im Volksmund: der Tod und die Steuer. Übertragen auf die Karriere der Dudley Boyz müsste es heißen, dass Titel und Tische sicher sind. Wohl kein anderes Team wird jemals wieder so viele Titel in großen Promotions gewinnen oder so viele Gegenstände zerstören wie die Dudleys. Darüber hinaus waren sie eines der drei Teams, das um die Jahrtausendwende für eine Hochzeit des Tag Team Wrestlings stand und mit dem TLC Match eine neue Matchart aus der Taufe hob.

Die zwei ungleichen Brüder

Seinen Anfang nahm das Team der Dudley Boyz innerhalb des Stables der Dudley Brothers bei ECW. Laut Storyline hatte Familienpatriarch Big Daddy Dudley mehrere uneheliche Kinder gezeugt, die nun alle nach und nach bei ECW debütierten, wobei die Familie gemeinsam als Faces mit großen Comedyelementen agierten. Bubba Ray Dudley – beziehungsweise damals aufgrund seines Sprachfehlers noch Buh Buh Ray Dudley genannt – war ein stotternder und übergewichtiger Charakter mit Hornbrille, grellen Shirts und einer Latzhose, der gerne im Ring tanzte.

Während Bubba eines der ersten Mitglieder des Stables war, debütierte D-Von erst im April 1996. Gegenüber seinen Halbbrüdern wies er einige Unterschiede auf. Zum einen war er das einzige schwarze Familienmitglied, zum anderen verkörperte er einen ernsthafteren und bibelfesten Charakter, durch den sich auch die spätere Catchphrase „Oh my brother, testify“ entwickeln sollte.

Nach anfänglicher Zusammenarbeit gegen die Full Blooded Italians wandte sich D-Von schnell von der Familie ab, da Dudleys seiner Meinung nach nicht zur Bespaßung da sein sollten. So entwickelte sich im zweiten Halbjahr 1996 eine Fehde zwischen D-Von und Bubba, bei der ersterer ein Singles Match bei Ultimate Jeopardy und letzterer ein Match bei November to Remember gewinnen konnte.

Verkleinerung der Familie und erste Titelgewinne

Bei Crossing the Line Again im Februar 1997 rauften sich die beiden Brüder jedoch zusammen. Gemeinsam mit Big Dick Dudley und Sign Guy Dudley turnten sie Heel, warfen alle anderen Familienmitglieder aus dem Stable heraus und nannten sich fortan The Dudley Boyz. Komplettiert wurde die Konstellation von ihrem Manager und persönlichen Ringsprecher Joel Gertner, der teilweise auch als Studley Dudley firmierte.

Bereits einen Monat später stellte sich beim Hostile City Showdown der Erfolg ein: Bubba und D-Von gewannen einen Titelmatch um die ECW World Tag Team Championship gegen die bisherigen Champions The Eliminators. Dieses Match führte zu einer längeren Fehde beider Teams. Die Eliminators gewannen die Titel bei Barely Legal im April zurück, aber die Dudley gewannen die Titel ihrerseits erneut in einem Handicap Match gegen John Kronus im Juni, nachdem sich Perry Saturn verletzt hatte.

Schnell wurde mit den Gangstas New Jack und Mustafa Saed ein neuer Fehdengegner für die Dudleys auserwählt. Auch hier wechselte die ECW World Tag Team Championship einmal hin und wieder zurück. Die Gangstas gewannen den Titel bei Heatwave im Juli, während die Dudley ihre mittlerweile dritte Titelregentschaft bei Hardcore Heaven starteten. Der Titel war ihnen kampflos zugesprochen worden, da Saed die Promotion im Vorfeld des Events verlassen hatte und das geplante Match somit nicht stattfinden konnte.

Da auch Perry Saturn nach seiner Verletzung nicht mehr zurückkehrte und die Promotion verließ, schlossen sich mit New Jack und John Kronus jeweils eine Hälfte der beiden bisherigen Fehdengegner unter dem Namen Gangstanators zusammen. Tatsächlich konnten diese den Dudley Boyz auch bei As Good As It Gets im September wieder die Titel abnehmen.

Damit war das bisherige Muster durchbrochen und die Dudley Boyz gewannen die Titel gegen die kurz darauf als Champions folgenden Full Blooded Italians, die Gangstanators sowie die Hardcore Chair Swinging Freaks Balls Mahoney und Axl Rotten vorerst nicht zurück. Auch ein Titelmatch gegen die bis dahin zu den Champions gewordenen Lance Storm und Chris Candido im Januar 1998 ging verloren.

Auf dem Weg zum Rekord

In den kommenden Monaten verabschiedeten sich die Dudleys vorerst aus dem Titelgeschehen und fehdeten vorerst weiter gegen ihr ehemaliges Stablemate Spike Dudley und New Jack sowie The Sandman und Tommy Dreamer. Dies führte unter anderem zu einem Stairway to Hell Match bei A Matter of Respect im Mai, das die Dudley Boyz verloren, sowie einen Streetfight bei Heatwave im August, den die Dudley Boyz gewannen.

Anschließend griffen die Dudley Boyz wieder in das Titelgeschehen ein und starteten eine Fehde gegen die amtierenden Champions Rob van Dam und Sabu, die sie schließlich im Oktober um die Titel besiegen konnte. Damit stellten sie den bisherigen Rekord von Public Enemy mit vier Titelregentschaften ein. Nur eine Woche später folgte bei November to Remember jedoch schon wieder der Titelverlust an Balls Mahoney und Masato Tanaka.

Die Dudley Boyz wären aber nicht die Dudley Boyz, wenn sie keine Titel gewinnen würden. Im umgehenden Rematch in der darauffolgenden Woche gewannen die Dudleys die ECW World Tag Team Championship zum fünften Mal und stellten damit einen neuen Rekord auf.

Im Zuge einer Kooperation zwischen ECW und Frontier Martial-Arts Wrestling (FMW) absolvierten die Dudley Boyz im Dezember 1998 zwei Auftritte für die japanische Promotion. Dabei verloren sie die Titel an Rob van Dam und Sabu, was ihre Fehde wieder aufflammen ließ. Da Sabu zwischenzeitlich aus den Shows geschrieben wurde, beschränkte sich die Fehde für einige Wochen auf Singles Matches. Während Rob van Dam seine ECW World Television Championship gegen beide Dudley Boyz verteidigen konnte, gewann D-Von Dudley ein spezielles Singles Match gegen RVD um die Tag Team Titel, womit die Dudleys zu sechsfachen Champions aufstiegen.

Abschiedsgeschenke vor dem Wechsel

Beim kurz darauf stattfindenden Hardcore Heaven PPV im Mai verteidigten die Dudleys nicht nur ihre Titel gegen Balls Mahoney und Spike Dudley, sondern griffen auch den ECW World Heavyweight Champion Taz nach dessen Titelverteidigung gegen Chris Candido an. Dies führte noch am selben Abend zu einem Titelmatch zwischen Taz und Bubba Ray, welches der Champion allerdings gewinnen konnte.

In den darauffolgenden Wochen setzten die Dudley Boyz ihre Fehde gegen Balls Mahoney und Spike Dudley fort, die auch mit wechselnden Partnern versuchten, die Titel zu erringen. Zum Höhepunkt der Fehde wurde das Titelmatch beim Heatwave PPV im Juli 1999, vor dem die Dudley Boyz das anwesende Publikum so stark provozierten und beleidigten, dass fast ein Aufstand in der Halle entstand. Dies gehörte während ihrer ECW Zeit zu den Spezialitäten des Teams, was nicht selten auch zu Attacken von Fans führte. Im anschließenden Match verloren die Dudley Boyz die Titel an Balls Mahoney und Spike Dudley. Nach dem Match verpassten die Dudley Boyz Spike jedoch eine Powerbomb durch einen brennenden Tisch – damit wurde dieser später zum Markenzeichen der Dudleys werdende Spot zum ersten Mal eingesetzt.

Hinter den Kulissen hatten die Dudley Boyz zu diesem Zeitpunkt längst das Interesse der WWF auf sich gezogen. Da die WWF ein finanziell besseres Angebot abgab und ECW Besitzer Paul Heyman ohnehin eine heimliche Absprache mit der WWF besaß, um seine Wrestler gegen Geld zur WWF ziehen zu lassen, zeichnete sich ein Wechsel im August 1999 ab.

Als Abschiedsgeschenk durften die Dudley Boyz aber noch zwei weitere Male die Titel gewinnen. Zuerst gewannen sie die Titel von Balls Mahoney und Spike Dudley und verloren sie am Folgetag gleich zurück. Bei der zweiten Ausgabe der neuen TV-Show ECW on TNN sollten die Dudley Boyz schließlich ihren letzten Auftritt bei ECW bestreiten. Dort konnten sie erneut die Titel gegen Balls Mahoney und Spike Dudley gewinnen und damit ihre achte Titelregentschaft feiern. Während der Show drohten sie offen damit, mit den Titeln zur WWF zu wechseln, verloren aber noch am selben Abend ein weiteres Titelmatch gegen Tommy Dreamer und den überraschenden Rückkehrer Raven.

Die ersten Schritte bei der WWF

Nach dem Wechsel zur WWF wurden die Dudley Boyz vorerst in den zweitrangigen TV-Shows und bei Houseshows aufgebaut. Dort bestritten sie bereits einige Matches gegen Edge & Christian und die Hardy Boyz, mit denen sie sich im Laufe der Jahre einige legendäre Schlachten liefern sollten. Darüber hinaus wurden nach kurzer Zeit einige ihrer Gimmickzüge fallen gelassen. Bubba Ray verlor nach einigen Wochen sein Stottern und die bunten Outfits tauschten die Dudleys gegen Camouflage aus. Dafür entwickelte Bubba einen großen Drang danach, Frauen durch Tische zu befördern, was später unter anderem zu einem bekannten Spot gegen Mae Young führte.

Kurz nach ihren ersten Auftritten bei RAW und SmackDown bestritten sie bei der Survivor Series und Armageddon 1999 ihre ersten PPV Matches. Ein erstes großen Aufeinandertreffen gegen die Hardys in einem Tables Match beim Royal Rumble 2000 verloren die Dudley Boyz zwar, gewannen aber einen Monat später bei No Way Out gegen die New Age Outlaws ihr erstes Titelgold bei der WWF.

Dies war der Startschuss für die Dreierkonstellation der Dudley Boyz, Hardy Boyz sowie Edge und Christian. Bei WrestleMania 2000 kam es in einem Ladder Match – bei dem allerdings auch Tische eingesetzt wurden – zur ersten großen Kollision der drei Teams, bei dem sich Edge und Christian nach über 20 Minuten Spektakel durchsetzen konnten. Der Erfolg dieses Matches auf der großen Bühne führte schließlich zur Dauerfehde der drei Teams.

Tische, Leitern und Stühle

In den Folgemonaten kam es jedoch erst zu kleineren Fehden gegen Test & Albert sowie die D-Generation X. Letzte führte zu einem Tables Dumpster Match gegen den Road Dogg, X-Pac und Tori, während dem Bubba Tori mit einer Powerbomb durch einen Tisch beförderte. Trotz oder gerade wegen dieser brutalen Attacken wurden die Dudley Boyz von den Fans als Faces angenommen und gefeiert.

Anschließend richteten die Dudley Boyz ihren Fokus wieder auf die erneut amtieren Champions Edge und Christian. Beim SummerSlam 2000 sollte es zu einer neuen Matchkreation kommen: dem TLC Match. Jedes der drei Teams durfte seine bevorzugte Waffe einbringen. Die Hardys ihre Leitern, die Dudleys ihre Tische und Edge und Christian ihre Stühle. Das allererste TLC Match der Geschichte setzte auf das Ladder Match von WrestleMania noch einen drauf und erneut behielten Edge und Christian die Oberhand.

Das restliche Jahr über versuchten die Dudley Boyz sowohl gegen Edge und Christian und die Hardy Boyz als auch die späteren Champions Right to Censor vergeblich, die Titel zurückzugewinnen. Lediglich bei der Survivor Series gewannen sie gemeinsam mit den Hardys ein Elimination Tag Team Match gegen die beiden anderen Teams. Dafür feierten sie bei einem ECW Event im Dezember ein überraschendes One Night Only Comeback.

Erst im neuen Jahr ging es für die Dudley Boyz wieder aufwärts. Beim Royal Rumble 2001 konnten die Dudleys Edge und Christian besiegen und sich damit zum zweiten Mal die Titel sichern. Diese konnten sie unter anderem auch gegen den Undertaker und Kane verteidigen. Im Vorfeld von WrestleMania kam es dann zu einer Reihe von Titelwechseln. Erst verloren die Dudleys die Titel gegen die Hardys. In der darauffolgenden Woche sollte es zu einem Rematch kommen, aber Edge und Christian behaupteten, dass die Dudleys nicht in der Halle seien und gewannen ihrerseits die Titel gegen die Hardys. Anschließend kamen die Dudleys aber doch heraus und besiegten Edge und Christian für einen erneuten Titelwechsel.

Kurz vor WrestleMania debütierte auch Spike Dudley bei der WWF und schloss sich seinen Storyline-Brüdern an. Alles sah also danach aus, als könnten die Dudleys als amtierende Champions ihre Titel bei WrestleMania X-7 im zweiten TLC Match der Geschichte verteidigen – am Ende gewannen aber erneut Edge & Christian im wahrscheinlich spektakulärsten Aufeinandertreffen der beiden Teams, während dem unter anderem Jeff Hardy für einige Sekunden an den Titeln in der Luft hing, ehe er von Edge mit einem Spear nach unten befördert wurde.

Heelturn und Invasion Storyline

In den folgenden Monaten entwickelten sich die Dudley Boyz mehr und mehr zu Heels und schreckten auch nicht davor, ihren eigenen Bruder Spike zu attackieren, woraufhin dieser wenig später mit unterschiedlichen Partnern gegen sie fehdete. Nachdem sie im Juni die WWF World Tag Team Championship gegen Chris Jericho und Chris Benoit zum insgesamt vierten Mal gewinnen konnten, verloren sie die Titel einen Monat später an Bradshaw und Ron Simmons von der APA.

Anschließend schlossen sie sich Team ECW an, das sich im Juli in der laufenden Invasion Storyline bildete. Kurz darauf verschmelzten Team WCW und Team ECW zum Team Alliance, für das die Dudleys als eine Art Vollstecker agierten und in viele der Matches eingriffen. Darüber hinaus erhielten sie mit Stacy Keibler ein Valet, das unter dem Rufnamen Duchess of Dudleyville firmierte.

Im September konnten sie schließlich erneut die WWF World Tag Team Championship gegen den Undertaker und Kane gewinnen und diesen auch bei Unforgiven in einem Four Way Elimination Tag Team Match verteidigen. Es folgte eine kurze Fehde gegen WCW World Heavyweight Champion The Rock, in dem beide Seiten lange Zeit vergeblich versuchten, die Titel der anderen Partei zu gewinnen. Schließlich gewann The Rock an der Seite von Chris Jericho jedoch im Oktober bei Raw die Tag Team Titel der Dudley Boyz.

Bubba Ray und D-Von schlugen aber noch in derselben Woche bei SmackDown zurück und gewannen gegen die Hardy Boyz zum ersten Mal die WCW World Tag Team Championship. Damit waren die Dudley Boyz laut Storyline das erste Team, das sowohl die WWF, die WCW und die ECW World Tag Team Championship gewonnen hat.

Nach einigen Titelverteidigungen gegen die Brothers of Destruction, die APA sowie die Hardy Boyz kam es bei der Survivor Series 2001 zum großen Aufeinandertreffen zwischen dem Team WWF und dem Team Alliance. Bei dem PPV sollten unter anderem die WWF und die WCW Tag Team Titel sowie die WWF Intercontinental und die WCW United States Teil vereinigt werden. Als amtierende WCW World Tag Team Champions trafen die Dudley Boyz auf die Hardy Boyz, welche die WWF World Tag Team Championship hielten. Die Dudley Boyz behielten schließlich die Oberhand und vereinigten die beiden Tag Team Titel, womit sie als letzte WCW World Tag Team Champions in die Geschichtsbücher eingingen.

Wechselhafte Beziehungen und erneute Rekordhalter

Nach der Beendigung der Invasion Storyline bei der Survivor Series setzte sich die Fehde der Dudley Boyz gegen Spike Dudley fort. An der Seite des ehemaligen ECW Wrestlers Tazz konnte Spike schließlich im Januar 2002 die Tag Team Titel gegen seine Brüder gewinnen. Für kurze Zeit fehdeten die Dudley Boyz weiterhin gegen die beiden, Edge und seinen neuen Partner Rob van Dam, die Hardys Boyz sowie die späteren Champions Billy & Chuck.

Nachdem Stacy Keibler den Dudley Boyz bei WrestleMania X-8 gegen Billy & Chuck, die Hardy Boyz und die APA die Titel kostete, wurde sie als nächste Frau von Bubba Ray durch einen Tisch befördert und die gemeinsamen Wege trennten sich. Das galt kurz darauf auch für Bubba Ray und D-Von. Die WWE führte erstmals einen Brand Split zwischen Raw und SmackDown ein und bei der anschließenden Draft Lottery wurden die beiden getrennt.

Während der Trennung turnte Bubba Ray zum Face und ließ bei Raw mit Spike an seiner Seite eine neue Version der Dudley Boyz entstehen. D-Von hingegen nahm bei SmackDown das Gimmick eines bösen Predigers an und erklärte den debütierenden Deacon Batista zu seinem Schützling. Beim Judgement Day 2002 im Mai standen sich die beiden beim WWE Women’s Championship Match zwischen Trish Stratus und Stacy Keibler erstmals wieder gegenüber. Während Bubba Ray in der Ecke von Stratus stand, waren D-Von und Batista in der Ecke von Keibler anwesend. Nach dem Match sah es bei einem Handschlag zwischen den beiden Brüdern zuerst nach einer Wiedervereinigung aus, doch D-Von und Batista beförderten Bubba Ray anschließend durch einen Tisch.

Erst im November bei der Survivor Series kam es zu einer Wiedervereinigung von allen drei Brüdern, nachdem D-Von zugunsten von Bubba Ray und Spike in ein Match eingegriffen hatte und anschließend ebenfalls Teil des Raw Rosters wurde. Dort agierten sie auch zeitweise als Handlanger oder Widersacher von General Manager Eric Bischoff. Gemeinsam fehdeten sie gegen die Teams Chris Jericho und Christian sowie die Un-Americans Lance Storm und William Regal. Beim Royal Rumble 2003 konnten die Dudley Boyz letztere besiegen und zum siebten Mal die mittlerweile in WWE World Tag Team Championship umbenannten Titel gewinnen – gemeinsamer Rekord mit Edge und Christian.

Die Titel verloren die Dudley Boyz am Folgetag bei Raw zurück an Storm und Regal und konnten sie auch lange Zeit gegen die späteren Titelträger Rob van Dam und Kane sowie La Resistance nicht zurückgewinnen. Erst bei Unforgiven 2003 im September entthronten die Dudley Boyz Renee Dupree und Sylvain Grenier in einem Handicap Tables Elimination Match gegen die Champions und ihren Partner Rob Conway. Mit ihrer achten Titelregentschaft waren sie damit nun auch bei der WWE die alleinigen Rekordhalter.

Die letzten Jahre in der WWE

Nach ihrem Titelgewinn setzte sich ihre Fehde gegen Eric Bischoff sowie die von diesem protegierte Evolution um Triple H, Ric Flair, Randy Orton und Batista fort. Bei der Survivor Series teamten die Dudleys mit Shawn Michaels, Rob van Dam und Booker T als Team Austin, unterlagen aber dem Team Bischoff mit Randy Orton, Chris Jericho, Christian, Scott Steiner und Mark Henry.

Im Dezember verloren sie bei Armageddon darüber hinaus auch noch die Titel in einem Tag Team Turmoil Gauntlet Match, bei dem sie als letztes Team von den frischen Batista und Ric Flair besiegt wurden. Bei WrestleMania XX erhielten die Dudleys schließlich in einem Four Way Tag Team Match eine erneute Chance auf die Titel, konnten sie aber ebenso wie am darauffolgenden Tag bei Raw gegen die Champions Rob van Dam und Booker T nicht gewinnen.

Kurz darauf wurden Bubba Ray, D-Von und Spike im Zuge der WWE Draft Lottery alle drei zu SmackDown geschickt, wo sie sich mit General Manager und dem ehemaligen ECW Chef Paul Heyman gegen den Undertaker verbündeten. Darüber hinaus gewannen sie im Juni erstmals die neu eingeführte WWE Tag Team Championship und damit als erstes Team in der WWE beide Sets der Tag Team Titel. Nur einen Monat später verloren sie die Titel jedoch schon wieder an Paul London und Billy Kidman.

Die nächsten Monaten konzentrierten sich Bubba Ray und D-Von vor allem darauf, ihren Bruder Spike beim Gewinn der Cruiserweight Championship zu unterstützen. Dies gelang Spike Ende Juli auch und gemeinsam fehdeten die drei Dudley Brüder gegen den ehemaligen Cruiserweight Champion Rey Mysterio sowie London und Kidman. Ab November 2004 nahmen sich Bubba Ray und D-Von jedoch eine Auszeit und kehrten lediglich für den One Night Stand PPV im Juni 2005 noch einmal zurück.

Die Brüder auf neuen Wegen

Im Anschluss an den One Night Stand brachen die WWE und die Dudley Boyz die Vertragsgespräche ab und Bubba Ray und D-Von bestritten einige Independent Shows sowie zwei Touren für All Japan Pro Wrestling, in deren Rahmen sie die World’s Strongest Tag Determination League 2005 gewinnen konnten. Nach einem Rechtsstreit mit WWE um den Namen Dudley Boyz mussten sie jedoch zukünftig unter den Namen Brother Ray und Brother Devon sowie dem Teamnamen Team 3D auftreten.

Darüber hinaus unterzeichneten sie im September 2005 langfristige Verträge bei TNA. Die Promotion sollte in den kommenden Jahren die neue Heimat der beiden „Brüder“ werden. Schnell entstanden Fehden mit den etablierten Teams America’s Most Wanted um James Storm und Chris Harris sowie das Team Canada um Bobby Roode, Eric Young und Petey Williams. In ihrem ersten großen Match beim Turning Point 2005 PPV gewann Team 3D ein Tables Match gegen America’s Most Wanted, die jedoch beim darauffolgenden PPV Final Resolution 2006 ihre NWA World Tag Team Championship gegen Ray und Devon verteidigen konnte.

Kurze Zeit später debütierte auch der frühere Spike Dudley als Brother Runt und das Trio gewann bei Lockdown 2006 ein Steel Cage Match gegen Team Canada. Darauf folgte eine Fehde gegen die James Gang, die für Team 3D mit einem siegreichen Bingo Hall Brawl bei Slammiversary 2006 ihren Höhepunkt hatte. Bei Bound for Glory 2006 konnte sich Team 3D in einem Four Way Match erneut gegen die bisherigen Rivalen America’s Most Wanted, The James Gang sowie The Naturals durchsetzen.

Gegen Ende des Jahres folgte auch ein Abstecher nach Japan zu HUSTLE, wo Team 3D die HUSTLE Super Tag Team Championship gewinnen konnte. Zurück bei TNA folgte schnell eine Fehde gegen die neuen NWA World Tag Team Champions von der Latin American Exchance. Nach mehreren unglücklichen Niederlagen konnte Team 3D schließlich beim Lockdown PPV im April 2007 LAX besiegen und damit erstmals die NWA World Tag Team Championship gewinnen.

Nachdem TNA und die NWA im Mai 2007 ihre Partnerschaft auflösten, wurden Ray und Devon die Titel wieder entzogen. Da sie die Titel aber nie in einem Match verloren hatten, erkannte sie TNA als erste Titelträger der neu eingeführten TNA World Tag Team Championship an. Diese verteidigten die beiden gegen mehrere Teams bis Juli 2007 bei Victory Road. Dort verlor Team 3D die Tag Team Titel nach einem Eingriff der Steiner Brothers gegen den amtierenden World Heavyweight Champion Kurt Angle und den amtierenden X-Division Champion Samoa Joe in einem Match, bei dem alle drei Titel auf dem Spiel standen.

Titelgold in nah und fern

Die anschließende Fehde gegen die Steiner Brothers verlor Team 3D mit zwei PPV Niederlagen bei Hard Justice 2007 und Bound for Glory 2007 klar. Beim zweiten PPV griffen jedoch die Motor City Machine Guns in das 2-out-of-3 Falls Tables Match ein und kosteten Team 3D den Sieg. Dies führte nicht nur zu einer Fehde gegen Alex Shelley und Chris Sabin, sondern auch zu einem Heelturn und einem Rachefeldzug gegen die gesamte X-Division. Im Zuge dieser Fehde wurde unter anderem der Titelgürtel von X-Division Champion Jay Lethal gestohlen und Johnny Devine entführt, der in der Folge auf der Seite von Team 3D stand und als Brother Devine firmierte.

Die Fehde gegen die X-Division Wrestler war für Team 3D jedoch wenig erfolgreich und sie verloren die wichtigsten Aufeinandertreffen, weshalb sie einige Zeit lang an ein Gewichtslimit von 275 Pfund gebunden waren. Dadurch konnten sie mehrfach überhaupt keine Matches bestreiten oder mussten in Handicap Matches antreten, wenn einer der beiden Brüder über dem Limit lag. In diesem Zeitraum folgte auch ein weiterer Abstecher nach Japan, wo sie bei Wrestle Kingdom II im Tokyo Dome ein Hardcore Match gegen Togi Makabe und Toru Yano gewannen.

Den Rest des Jahres 2008 versuchte Team 3D erfolglos die TNA World Tag Team Championship gegen LAX und Beer Money Inc. zurückzugewinnen und fehdete stattdessen gegen einige Topstars aus dem Roster wie AJ Styles, Christian Cage, Rhino und Abyss, wobei Team 3D nahezu sämtliche wichtigen Matches verlor. Gegen Ende des Jahres turnten die beiden jedoch wieder zu Faces, als sie sich der Frontline im Kampf gegen die Main Event Mafia um Kurt Angle und Sting anschlossen.

Einen Erfolg feierten sie aber erst wieder im Januar 2009 – nämlich erneut bei Wrestle Kingdom im Tokyo Dome, als sie Makabe und Yano erneut in einem Hardcore Match besiegten und damit erstmals die IWGP Heavyweight Tag Team Championship gewannen. Die Titel verteidigten sie in einem weiteren Rematch im Februar in Japan und durch die Partnerschaft zwischen TNA und New Japan anschließend auch auf amerikanischen Boden.

Beim Lockdown 2009 PPV im April besiegten sie zudem endlich die TNA World Tag Team Champions Beer Money Inc. in einem Match, bei dem beide Titel auf dem Spiel standen. Einer weiteren Titelverteidigung der IWGP Heavyweight Tag Team Championship gegen Karl Anderson und Giant Bernard bei Dominion in Japan folgte nur einen Tag später bei Slammiversary 2009 der Verlust der TNA World Tag Team Championship in einem Rematch gegen Robert Roode und James Storm, nachdem die British Invasion um Doug Williams, Brutus Magnus und Rob Terry in das Match eingegriffen hatte.

Daraus entwickelte sich eine Fehde gegen eben jene British Invasion. Nachdem Team 3D die IWGP Heavyweight Tag Team Championship noch bei Victory Road 2009 gegen Doug Williams und Brutus Magnus verteidigten konnte, verloren sie in der Folgewoche in einem Tables Match die Titel doch noch an die beiden Briten. Ein Titelmatch um die TNA World Tag Team Championship gegen Booker T und Scott Steiner bei Hard Justice 2009 brachte ebenfalls keinen Erfolg.

Letzte Jahre als Team und der Split

Erst beim No Surrender 2009 PPV kehrte der Erfolg zurück und Team 3D gewann als gemeinsames Team mit Beer Money ein Lethal Lockdown Match gegen die British Invasion sowie Booker T und Scott Steiner. Damit hatten sich sowohl Team 3D als auch Beer Money ein Titelmatch gegen die TNA World Tag Team Champions Booker T und Scott Steiner sowie die IGWP Heavyweight Tag Team Champions Doug Williams und Brutus Magnus verdient.

Dazu kam es beim Bound for Glory PPV im Oktober 2009, als in einem Four Way Tag Team Full Metal Mayhem Ladder Match beide Titel auf dem Spiel standen. Team 3D gelang es, während des Matches die IWGP Heavyweight Tag Team Championship abzuhängen und damit zu gewinnen. Anschließend kehrten sie bei NJPW Destruction 2009 ein weiteres Mal nach Japan zurück und verteidigten die IWGP Heavyweight Tag Team Championship durch einen Double Countout gegen Karl Anderson und Giant Bernard.

Daraufhin ging es für Team 3D bei Wrestle Kingdom IV das dritte Jahr in Folge in den Tokyo Dome, wo sie die IWGP Heavyweight Tag Team Championship in einem Three Way Match – bei dem erneut auch Anderson und Bernard beteiligt waren – an Tetsuya Naito und Yujiro Takahashi von NO LIMIT verloren. Zurück in den USA fehdeten Ray und Devon währenddessen erfolglos mit den TNA World Tag Team Champions Matt Morgan und Hernandez, die Motor City Machine Guns sowie die neu verpflichteten Nasty Boys.

Darüber hinaus lag der Fokus in dieser Zeit auch auf ihrem Schützling Jesse Neal, der bald darauf mit dem Segen seiner Mentoren gemeinsam mit Shannon Moore das Team Ink Inc. bildete. Kurze Zeit später kostete Ray dem neuen Team jedoch eine Titelchance, was zu einer kurzen Singles Fehde zwischen Neal und Ray sowie Unstimmigkeiten zwischen Ray und Devon führte.

Kurze Zeit später waren die Spannungen überwunden und der Hardcore Justice PPV im August 2010 stand an, der eine Art Tribut an ECW war. Bei dem PPV besiegte Team 3D die Paarung von Balls Mahones (der unter dem Namen Kahoneys auftrat) und Axl Rotten. Nach dem Match kamen als Reminiszenz an die ECW Tage die Gangstas New Jack und Mustafa Saed heraus und lieferten sich einen wilden Brawl mit den anderen Teams.

Anschließend endeten die TNA Verträge und Ray und Devon vorerst und die beiden kehrten erst bei Bound for Glory im Oktober wieder zurück. Dort verkündeten sie ihr Karriereende als Tag Team, forderten im selben Atemzug aber ein letztes Titelmatch. Dieses fand Turning Point 2010 gegen die TNA World Tag Team Champions Alex Shelley und Chris Sabin statt. Die Motor City Machine Guns verteidigten ihren Titel und bei der Abschiedszeremonie von Team 3D in der darauffolgenden Impact Ausgabe attackierte Ray seinen langjährigen Partner Devon und läutete damit eine Fehde ein.

Erbitterte Gegner in zweifacher Ausführung

Ray begründete den Turn gegen seinen Bruder Devon damit, dass dieser zu schwach geworden und der Marty Jannetty des Teams gewesen sei. Ansonsten hätten sie das Match gegen die Motor City Machine Guns gewonnen, schließlich gelang es Chris Sabin sogar aus einem 3D auszukicken. Die beiden bestritten jeweils ein Match bei Genesis und Against All Odds gegeneinander, die beide Ray für sich entscheiden konnte.

Anschließend ginge beide Männer getrennte Wege und entwickelten neue Charaktere. Ray trat fortan unter dem Namen Bully Ray an und stieg als Teil der Immortal Gruppierung um Hulk Hogan und Eric Bischoff zu einem der Topheels der Promotion auf. Devon hingegen wurde als liebevoller Familienvater dargestellt und gewann zwischenzeitlich die TNA Television Championship.

Im Sommer 2012 liefen erneut die Verträge der beiden aus und während Ray seinen Vertrag langfristig verlängerte, verließ Devon die Promotion. Ray entwickelte sich anschließend zu einem Face, der sich mit dem restlichen Locker Room gegen die neue Gruppierung der maskierten Aces & Eights stellte und damit das Vertrauen von Sting gewann. Durch einen Sieg zweier Aces & Eights Mitglieder über Bully Ray und Sting bei Bound for Glory 2012 erreichte die Gruppierung jedoch volles Zutrittsrecht zur Impact Zone. Nach dem Match wurde das erste Mitglied der Aces & Eights von General Manager Hulk Hogan demaskiert und entpuppte sich als Devon.

Kurz darauf gewann Devon ein zweites Mal die TNA Television Championship gegen Samoa Joe und agierte zu diesem Zeitpunkt de facto als Anführer der noch immer größtenteils maskierten Aces & Eights. Er deutete aber gleichzeitig darauf hin, dass ein noch unbekannter Präsident hinter ihrer Gruppierung stecke.

Ray hatte in der Zwischenzeit eine zuerst geheim gehaltene Beziehung mit Hulk Hogans Tochter Brooke begonnen und nachdem er sie vor einer Attacke der Aces & Eights gerettet hatte, sollte es im Januar 2013 zu einer Hochzeitszeremonie kommen. Diese wurde von den Aces & Eights gecrasht, nachdem sich Rays Trauzeuge Taz ebenfalls als Mitglied der Gruppierung zu erkennen gegeben hatte. Die Mitglieder konzentrierten ihre Attacke vor allem auf Ray und machten sich währenddessen über Brooke lustig und zwangen sie dazu, die Attacke mitzuverfolgen.

Dies führte erneut zu einer Fehde zwischen Ray und Devon, dieses Mal mit vertauschten Rollen. An der Seite von Sting gewann Ray im Februar bei Impact ein Tables Match gegen Devon und D.O.C. (Doc Gallows). In der Folgewoche unterbanden die Aces & Eights, dass in einem Number One Contender Match zwischen Kurt Angle und Samoa ein Herausforderer auf die TNA World Heavyweight Championship bestimmt werden konnte. Kurz darauf umzingelten sie Hulk Hogan, bis Bully Ray und Sting den Save machten.

Wiedervereinung des Teams unter dem Aces & Eights Banner

Nachdem sich Bully Ray als Contender für die TNA World Heavyweight Championship angeboten hatte, bestimmte ihn Hogan als Verdienst für seinen Einsatz gegen die Aces & Eights als Herausforderer des Champions Jeff Hardy beim Lockdown PPV. Während die Aces & Eights mit Devon als Anführer ein Lethal Lockdown Match gegen ein Team von Sting verloren, sicherte sich Bully Ray im Main Event die TNA World Heavyweight Championship gegen Hardy – nach einem Eingriff der Aces & Eights, die damit Ray als Präsidenten des Stables outeten. Dieser hatte Hulk und Brooke Hogan lediglich ausgenutzt, um sich ihr Vertrauen zu erschleichen und in ein Titelmatch gebookt zu werden.

Nachdem Team 3D nun unter dem Aces & Eights Banner wiedervereinigt war, hielt Devon seinem Bruder Ray den Rücken frei. Da beide jedoch weiterhin einen Singles Titel hielten, lag der Fokus nicht auf Tag Team Matches. Die beiden bestritten jedoch in der Woche nach Lockdown einige der sogenannten One Night Only PPVs, bei sie ein Tag Team Turnier nach Siegen über Generation Me, Chavo Guerrero und Hernandez sowie Bobby Roode und Austin Aries gewinnen konnten.

Nach einer dominanten Phasen, in der Ray seinen Titel unter anderem in einem Full Metal Mayhem Match gegen Jeff Hardy sowie in einem No Holds Barred Match gegen Sting verteidigen konnte, verloren schließlich beide ihre Titel. Devon unterlag bei Slammiversary XI im Juni Abyss, während Ray beim Destination X Special im Juli gegen Chris Sabin verlor.

Ray gewann die TNA World Heavyweight Championship zwar im Folgemonat in einem Steel Cage Match gegen Sabin zurück, jedoch verließ Devon eine Woche später stipulationsbedingt TNA, nachdem er in einem 5-on-5 Match zwischen den Aces & Eights und der reformierten Main Event Mafia von AJ Styles gepinnt worden war.

Damit war das Team wieder aufgelöst. Nach Beendigung der Aces & Eights Storyline kehrte Devon bei Slammiversary XII im Juni 2014 zurück und gemeinsam kämpfte Team 3D gegen die Gruppierung um Dixie Carter. Darüber hinaus kam es zu zwei Three Way Ladder beziehungsweise Full Metal Mayhem Matches um die TNA World Tag Team Championship gegen die Wolves Davey Richards und Eddie Edwards sowie die Hardy Boyz, in denen die Dudleys jedoch kein weiteres Titelgold gewinnen konnte. Im Oktober desselben Jahres wurde Team 3D schließlich in die TNA Hall of Fame aufgenommen. Am darauffolgenden Tag bei Bound for Glory besiegten sie Tommy Dreamer und Abyss und verließen anschließend beide TNA.

Letzter Run bei WWE und Karriereende

In den Monaten nach ihrem Abgang bei TNA bestritten die beiden einige Matches bei Independent Shows, unter anderem bei der House of Hardcore Promotion ihres Freundes Tommy Dreamer. Nachdem Bubba Ray beim Royal Rumble 2015 einer der Überraschungsteilnehmer im Royal Rumble Match war, kehrten die Dudley Boyz schließlich im August 2015 zur WWE zurück. Dort startete sie umgehend eine Fehde gegen die WWE Tag Team Champions The New Day.

Nachdem der New Day die Titel in den ersten beiden Aufeinandertreffen durch eine Disqualifizierung verteidigt hatte, gewannen Big E und Kofi Kingston bei Hell in a Cell im Oktober gegen die Dudley Boyz und konnten die Fehde damit für sich entscheiden. Es folgte eine kurze Fehde gegen die Wyatt Family, während der die Dudley Boyz von Tommy Dreamer und Rhyno unterstützt wurden. Sowohl beim TLC PPV in einem Tables Elimination Match als auch bei der darauffolgenden Raw Ausgabe in einem Extreme Rules Match mussten sich die ehemaligen ECW Wrestler jedoch geschlagen geben.

An ihrem Status änderte sich erst etwas, nachdem sie im Februar 2016 gegen die Usos zu Heels turnten und fortan als Teil ihres Gimmicks erstmals ohne Tische agierten. Nach einer Niederlage gegen die Usos bei WrestleMania 32 brachen sie dieses Versprechen bei der nächsttägigen Raw Ausgabe und bezwangen die Usos in einem Tables Match. Nach dem Match wurden sie von den im Main Roster debütierenden Enzo Amore und Colin Cassidy provoziert und herausgefordert. Diese Fehde war Teil eines Turnieres um neue Herausforderer für die Tag Team Titel zu bestimmen, jedoch unterlagen die Dudley Boyz Enzo und Cass im Halbfinale dieses Turniers.

Anschließend waren die Dudley Boyz eine ganze Weile nur in den B-Shows Superstars und Main Event zu sehen, ehe sie beim SummerSlam 2016 ihr letztes PPV Match erhielten. Auch dieses verloren sie jedoch gegen Sami Zayn und Neville. Bei der Raw Ausgabe am Tag darauf wurden die beiden nach einer Attacke von Karl Anderson und Luke Gallows aus den Shows geschrieben und verließen die WWE wieder.

Das restliche Jahr über bestritten die beiden noch drei Auftritte bei Independent Shows. Ihr letztes Match als Team – und das allerletzte Match von Devon, der danach seine Karriere beendete – erfolgte bei einem Event der House of Glory Promotion im Dezember 2016, als die Dudley Boyz Teil eines Four Way Matches um die Titel waren, bei dem unter anderem auch ihre langjährigen Rivalen die Hardy Boyz im Ring standen. Einen letzten gemeinsamen Auftritt feierten sie beim 25-jährigen Jubiläum von Raw im Januar 2018, bei dem sie Heath Slater einen 3D durch einen Tisch verpassten. Im April desselben Jahres wurden sie schließlich von ihren langjährigen Rivalen Edge und Christian in die WWE Hall of Fame eingeführt.

Mit insgesamt 23 Tag Team Titeln bei den nationalen Promotions WWE, ECW, TNA und New Japan sind die Dudley Boyz das nominell erfolgreichste Tag Team in der Geschichte des Wrestlings. Dazu gesellt sich noch ein prominenter Turniersieg mit der World’s Strongest Tag Determination League von All Japan. Die Dudley Boyz sind das einzige Team, das die WWE World Tag Team Championship, WWE Tag Team Championship, WCW World Tag Team Championship, ECW World Tag Team Championship, TNA World Tag Team Championship und NWA World Tag Team Championship halten konnte. Ihre jeweils acht Regentschaften der WWE World Tag Team und ECW World Tag Team Championship sind darüber hinaus ebenfalls ein Rekord. Jeweils zweimal wurde das Team von der Pro Wrestling Illustrated als „Tag Team of the Year“ und für das „Match of the Year“ ausgezeichnet, darüber hinaus gewann es den „Tag Team of the Decade“ Award für den Zeitraum von 2000 bis 2009. Außerdem sind sie sowohl Teil der WWE als auch der TNA Hall of Fame.

Non-Wrestler

Die Ergebnisse

Vince McMahon – 42,18 %
Eric Bischoff – 23,43 %
Jesse Ventura – 13,75 %
Sherri Martel – 11,40 %
Joey Styles – 9,21 %

Nach vier Jahren Wartezeit, in denen er jeweils Zweiter der Abstimmung geworden ist, zieht Vince McMahon (33,18 % im Vorjahr) nun endlich auch in die W-I Hall of Fame ein. In seiner Kategorie gesellt er sich damit zu Paul Heyman, Jim Ross, Bobby Heenan und Paul Bearer.

Für Eric Bischoff (22,27 %) bedeuten der diesjährigen Stimmenanteil und der zweite Platz im Ranking jeweils einen neuen Bestwert. Jesse Ventura (4,09 %) konnte sich nach zwei vierten Plätzen mit einstelligen Prozentzahlen sogar erheblich steigern. Im Duell der beiden Neulinge setzte sich Sherri Martel knapp durch, sodass Joey Styles als Letzter für die nächste Abstimmung ausscheidet.

Der Sieger

Für viele Fans steht der Name Vince McMahon heute synonym mit Wrestling – auch wenn er sein eigenes Produkt als Sports Entertainment vermarktet. Unter ihm stieg die WWE von einem regionalen Territorium zum weltweiten Marktführer im Business auf, entdeckte das PPV Geschäft für sich und erreichte Rekordwerte im TV. Mit der Rock ’n‘ Wrestling Connection in den 80ern sowie der Attitude Era in den 90ern sorgte Vince McMahon für zwei der größten Boomperioden in der Geschichte des Sports. Darüber hinaus schuf er mit der Kunstfigur des hassenswerten Bosses Mr. McMahon den perfekten Gegenspieler für seine Topstars.

Die ersten Schritte im Business

Manchmal sorgt das Schicksal dafür, dass ein Weg vorgezeichnet wird. Auch im Fall von Vince McMahon scheint dies zuzutreffen. Wäre sein Großvater Jess McMahon nicht jahrelanger Matchmaker im legendären Madison Square Garden gewesen, hätte es eine WWE womöglich nie gegeben. So wuchs aber auch sein Vater Vince McMahon Sr. quasi im Garden auf. Aufgrund des Potentials, das er im Wrestling sah, und den guten Verbindungen zum Garden wurde also 1953 die Capitol Wrestling Corporation gegründet, die schnell mit dem bekannten New Yorker Promoter Toots Mondt zusammenarbeitete und als Territorium für den Nordosten der NWA beitrat. Im Jahr 1963 folgte schließlich der Austritt aus der NWA und die Gründung einer eigenen Promotion mit der damaligen WWWF, für welche die Capitol Wrestling Corporation als Dachgesellschaft fungierte.

Zu diesem Zeitpunkt war Vince McMahon Jr. erst acht Jahre alt. Da sein Vater die Familie kurz nach seiner Geburt verlassen hatte, wuchs Vince mit mehreren Stiefvätern auf, mit denen er teilweise negative Erfahrungen machte. Erst im Alter von zwölf Jahren lernte Vince seinen leiblichen Vater kennen – und wie bereits sein Vater vor ihm entwickelte Vince eine Leidenschaft für das Wrestlingbusiness und begleitete seinen Vater fortan zu den Shows im Madison Square Garden.

Ursprünglich hatte Vince McMahon das Ziel selbst Wrestler zu werden, was ihm sein Vater aber ausredete. Dieser war der Meinung, dass Promoter nicht selbst bei den Shows auftreten und sich von den Wrestlern fern halten sollten. Nach seinem Abschluss am College konnte es Vince jedoch kaum erwarten, eine Rolle in der Promotion seines Vaters zu spielen. Mit der zweiten Wunschrolle als Manager wurde es zwar auch nichts, tatsächlich agierte Vince jedoch ab 1969 als Ringsprecher des All-Star Wrestling Programms.

Gründung des eigenen Unternehmens und Machtübernahme der WWF

Ab 1971 nahm Vince McMahon dann eine prominentere Rolle in der Promotion seines Vaters ein. Nachdem der bisherige Play-by-Play Kommentator Ray Morgan vor einem TV-Taping eine bessere Bezahlung forderte und Vince McMahon Sr. nicht auf die Forderungen einging und seinen Kommentator stattdessen ziehen ließ, wurde ein kurzfristiger Ersatz benötigt. Die Wahl fiel schließlich auf seinen Sohn, der sich von der Aussicht, regelmäßig im TV zu erscheinen, begeistert zeigte. Diese Rolle sollte er neben einigen Auftritten als Host von anderen WWF Programmen bis 1997 innehaben. Als Face und vermeintliche Stimme der Fans agierte er dabei neben einem Color Commentator, der üblicherweise die Rolle des Heels spielte, wie Jesse Ventura, Bobby Heenan oder Jerry Lawler.

Auch hinter den Kulissen gewann Vince McMahon in den 70er Jahren an Einfluss. So fädelte er unter anderem die Übertragung des Kampfes in Japan stattfindenden Kampfes zwischen Muhammad Ali und Antonio Inoki in den USA ein, der als Main Event des Showdown at Shea 1976 Events präsentiert wurde. Gleichzeitig gründete er gemeinsam mit seiner Frau Linda im Jahr 1979 mit Titan Sports sein eigenes Unternehmen, das im Folgejahr an die Dachgesellschaft der damaligen WWF angeschlossen wurde. Noch heute trägt das Hauptquartier der WWE in Stamford, Connecticut deshalb den Namen Titan Towers.

Nachdem sich bei seinem Vater aufgrund von Bauchspeicheldrüsenkrebs gesundheitliche Probleme abzeichneten, übernahm Vince McMahon im Jahr 1982 die Promotion und übertrug das operative Geschäft von der Capitol Wrestling Corporation, der bisherigen Dachgesellschaft seines Vaters, auf sein eigenes Unternehmen Titan Sports. Daraufhin begann McMahon seine eigene Vision des Wrestling durchzusetzen, die wenig mit der bisherigen Gliederung in regionale Territorien zu tun hatte. Später bekannte Vince McMahon, dass ihm sein Vater wohl nie die Rechte an der Promotion übertragen hätte, wenn er von seinen Plänen gewusst hätte. Vince McMahon Sr. starb schließlich im Jahr 1984 an den Folgen seiner Krebserkrankung.

Expansion um jeden Preis

Der erste Schritt im Plan des jungen McMahon war der erneute Austritt aus der NWA im Jahr 1983. Vince McMahon Sr. war aus dieser ursprünglich bereits 1963 ausgetreten, kehrte jedoch 1971 in den Verbund zurück, da er ein Verfechter der regionalen Territorien war. Sein Sohn hingegen begann nun eine offensive Expansion, an dessen Ende die Entwicklung zum internationalen Marktführer des Wrestlingbusiness stand.

Als künftigen Topstar für diese Entwicklung hatte sich Vince McMahon den Blondschopf Hulk Hogan ausgeschaut. Dieser hatte bereits von 1979 bis 1981 für die WWF gearbeitet, sie aber nach einem Streit mit Vince McMahon Sr. in Richtung der AWA verlassen. Dieser war der Auffassung gewesen, dass sich Wrestler auf ihren Sport beschränken sollten und deshalb alles andere als erfreut über die Rolle von Hogan im Film Rocky III. Vince McMahon konnte jedoch seinen zukünftigen Topstar durch mehrere Freiheiten von einer Rückkehr überzeugen, sodass Hogan ab Dezember 1983 wieder für die WWF antrat.

Hogan blieb jedoch nicht die einzige Neuverpflichtung. Auch weitere Topstars der AWA wie Jesse Ventura, Ken Patera, Jim Brunzell, Manager Bobby Heenan und Ringsprecher Gene Okerlund wechselten zur WWF. Die Abwerbetaktiken von McMahon gingen sogar so weit, dass er den Neuzugängen mehr Geld versprochen haben soll, falls sie die AWA umgehend verlassen. In den Verträgen der AWA war eigentlich vorgesehen, dass Wrestler ihren Abgang sechs Wochen im Voraus mitteilen müssen. Vince McMahon bestritt dies zwar im Nachhinein, jedoch war Bobby Heenan – der mit der Besitzerfamilie der Gagnes eng verbunden war – der einzige Worker, der die sechswöchige Frist auch einhielt und seine restlichen Auftritte bei der AWA absolvierte.

Aber nicht nur die AWA als bis neben der WWF größten Promotion in den USA fiel dem Expansionsdrang des Mitbewerbers zum Opfer. Auch die großen NWA-Territorien in Mid-Atlantic Championship Wrestling, Georgia Championship Wrestling und Championship Wrestling from Glorida verloren einige ihrer größten Namen wie Roddy Piper, Greg Valentine, Bob Orton, Ricky Steamboat, Barry Windham oder Mike Rotunda.

Schon bald darauf begann McMahon auch in Regionen Shows zu veranstalten und Programme zu übertragen, die in der ehemaligen Grenzziehung klar zum Gebiet von anderen Territorien gehörten. Unter anderem kaufte er 1984 den TV-Spot von Southwest Championship Wrestling am Sonntagmorgen auf dem USA Network, indem er dem TV-Sender eine höhere Summe bot und besetzte den Platz mit einer nationalen Übertragung von WWF All American Wrestling. Ab dem Jahr 1984 gesellte sich ebenfalls auf dem USA Network mit Tuesday Night Titans ein zweites nationales TV-Programm dazu.

Der schwarze Samstag und der Beginn einer langen Rivalität

Höhepunkt dieser Entwicklung war jedoch der sogenannte „Black Saturday“. Nachdem man Southwest Championship Wrestling die Übertragung im nationalen TV abgekauft hatte, besaß lediglich Georgia Championship Wrestling als einzige andere Promotion mit dem Programm World Championship Wrestling noch eine Übertragung ihrer Shows im nationalen TV. Nachdem Vince McMahon dieses Mal mit dem Plan, die Übertragungsrechte am Samstagabend mit einem direkten Angebot an den Sender scheiterte, entwickelte er eine andere Strategie. Vince McMahon kaufte mit Georgia Championship Wrestling die gesamte Promotion auf und damit auch die Übertragungsrechte auf dem Sender Superstation WTBS, nachdem er die Besitzanteile von Jim Barnett, Jack Brisco und Jerry Brisco, drei der vier Besitzer der Promotion, erworben hatte.

Am Samstag, 14. Juli 1984, wurde der Verkauf bei der Eröffnung des Programms durch einen Auftritt von Vince McMahon öffentlich gemacht. Dieser versprach den Fans des ehemaligen Programms, dass sie sein Produkt genauso sehr genießen würden. Die Realität sah jedoch komplett anders aus. Während die WWF auf einen bunten Mix aus Charakteren und ein Programm, das zuweilen an Cartoons erinnerte, setzte, hatte Georgia Championship Wrestling Wert eine traditionellere Ausführung des Wrestling gesetzt, die insbesondere in den Südstaaten Anklang fand. Erschwerend hinzu kam, dass die WWF fortan nur noch Wiederholungen von früheren Übertragungen oder Aufzeichnungen von Houseshows ausstrahlte, statt wie beim vorherigen Programm World Championship Wrestling eigens für die TV-Show im Studio produzierte Matches zu zeigen. Darüber hinaus zeigten sich viele Zuschauer verärgert, dass der bisherige Moderator Gordon Solie abgesetzt wurde und beschwerten sich mit tausenden Briefen und Anrufen beim TV-Sender.

Da die Ratings des neuen TV-Programms der WWF von Anfang an eine Katastrophe waren und weit hinter den Zahlen von Georgia Championship Wrestling lagen, war der Ärger bei Networkbesitzer Ted Turner riesig. Dieser verhandelte daraufhin mit Bill Watts von Mid South Wrestling aus Oklahoma und bot ihm einen Sendeplatz am Sonntagnachmittag an. Nachdem Ole Anderson mit Championship Wrestling from Georgia eine Nachfolgepromotion des ehemaligen Georgia Championship Wrestling gebildet hatte, bot Turner auch dieser Promotion einen Sendeplatz am Samstagmorgen plus die Rückkehr von Gordon Solie an. Beide Shows erzielten in der Folge deutlich höhere Ratings als das Programm der WWF.

Nun war wiederum Vince McMahon verärgert, dessen Plan, die einzige Wrestlingpromotion mit Übertragungen im nationalen TV zu sein, gescheitert waren. Außerdem war das Vertrauensverhältnis mit Ted Turner komplett zerstört, da dieser gleich zwei Konkurrenten auf derselben TV-Station platziert hatte. Da er darüber hinaus durch den massiven Ratingeinbruch einen schlechten Deal gemacht hatte und Geld verlor, sah sich McMahon bald nach einem neuen Käufer für den TV-Spot um.

Auf Anraten des ehemaligen Georgia Championship Wrestling Besitzers Jim Barnett wurde McMahon bei NWA Präsident Jim Crockett Jr. vorstellig. Dieser wollte die Expansion der WWF kontern und mit seiner Promotion Mid-Atlantic Championship Wrestling an der Spitze die NWA-Territorien vereinen. Obwohl McMahon damit einen Konkurrenten stärken würde, sah er sich dazu gezwungen, den TV-Slot für eine Million Dollar an Crockett zu verkaufen. Zu diesem Zeitpunkt konnte er jedoch noch nicht ahnen, welche Auswirkungen dieser schwarze Samstag rückblickend haben sollte. Denn schlussendlich konnte Crockett seine eigenen Expansionspläne finanziell nicht stemmen und musste die Promotion 1988 verkaufen – an einen gewissen Käufer namens Ted Turner. Dieser wollte damit nicht nur das erfolgreiche Wrestlingprogramm auf seinen TV-Sendern retten, sondern auch Vince McMahon Konkurrenz machen, der ihn einige Jahre zuvor so verärgert hatte. Aus der aufgekauften Promotion formte Turner schließlich mit World Championship Wrestling den langjährigen Hauptkonkurrenten der WWF und benannte die Promotion nicht zufällig nach dem alten TV-Programm von Georgia Championship Wrestling, das Vince McMahon an jenem schwarzen Samstag abgesetzt hatte.

Die Rock ’n‘ Wrestling Connection

Ein weiterer Teil des Expansionsprozesses war die Vermarktung des eigenen Produkts. Während Vince McMahons Vater eine strikte Trennung zwischen dem Wrestling Business und anderen Bereichen vorgesehen und sich deshalb auch mit Hulk Hogan wegen dessen Filmrolle in Rocky III überworfen hatte, wurden nun die Bande zu anderen Bereichen gefördert, damit die Wrestler nationale Bekanntheit erlangten.

Ermöglicht wurde dies durch die Freundschaft zwischen Wrestling Manager Captain Lou Albano und Musikstar Cindy Lauper. Beide hatten sich während einer Reise nach Puerto Rico kennen gelernt und Albano spielte anschließend im Musikvideo der Hitsingle „Girls Just Wanna Have Fun“ den Vater von Lauper. Nicht nur die Single, sondern auch das Debütalbum wurde zu einem großen Erfolg für Lauper. Daraufhin vermittelte Albano den Kontakt zwischen Vince McMahon und Lauper und schlug vor, die frisch gebackene Musikikone in eine Wrestlingstoryline einzubinden.

Dies wurde mit einem Segment von Piper’s Pit umgesetzt, während dem eine Fehde zwischen Albano und Lauper begann, die damit auch die sogenannte Rock ’n‘ Wrestling Connection einleitete. Sowohl Albano als auch Lauper schickten eine Vertreterin ihrer Wahl für ein Match beim The Brawl to End It All Event in den Ring. Mit dem Musiksender MTV war schnell ein Partner für die Übertragung gefunden, womit zum ersten Mal ein Wrestlingmatch zwischen Frauen live im nationalen TV übertragen wurden. Bei dem Match konnte sich Laupers Vertreterin Wendi Richter gegen Albanos Vertreterin Fabulous Moolah durchsetzen und damit die von der WWF knapp 28 Jahre als Titelträgerin anerkannte Moolah um die WWF Women’s Championship besiegen.

Dies führte daraufhin zu einer Fehde zwischen Richter und Moolahs Protégé Leilani Kai. Darüber hinaus zeigte sich auch Roddy Piper als Heel in den Storylines über die Cross-Promotion zwischen der WWF und MTV verärgert und attackierte Albano und Lauper, für die sich anschließend Hulk Hogan einsetzte. Dies führte zu einem weiteren von MTV übertragenen Event namens The War to Settle the Score, bei dem sich Kai den Titel von Richter sichern konnte und Hogan die WWF World Heavyweight Championship via DQ gegen Piper verteidigte, nachdem Paul Orndorff und Bob Orton für den Herausforderer eingegriffen hatten. Daraufhin stürmte auch Hogans Freund und früherer Filmpartner Mr. T in den Ring, um den Champion zu unterstützen.

WrestleMania und die PPV-Ära

All dies führte schließlich zur ersten WrestleMania. Dort sollte sich Vince McMahons Vision von einem alljährlichen Wrestlingevent mit jeder Menge Promis im Programm erfüllen. Gleichzeitig wollte er damit auch die Supercards der Konkurrenz kontern, welche die NWA mit Starrcade, die AWA mit Super Sunday und WCCW mit Star Wars in den letzten Jahren auf die Beine gestellt hatten. Allerdings stellte die erste WrestleMania auch ein großes Risiko da. Überhaupt war sie nur durch die eine Million Dollar finanzierbar, die Vince McMahon durch den Verkauf des WTBS TV-Slots an Jim Crockett Jr. erhalten hatte. Bei einem Misserfolg wäre nicht nur die nationale Expansionsstrategie von McMahon zusammengebrochen, sondern möglicherweise das komplette Wrestlingbusiness, da auch abseits der WWF sich immer mehr Promotion von der ehemaligen Struktur der regionalen Territorien trennten.

Stattdessen wurde die erste WrestleMania gerade dank der Unterstützung von Prominenten wie Cindy Lauper und Mr. T nicht nur zum vollen Erfolg, sondern erreichte auch erhebliche Aufmerksamkeit in den Mainstreammedien. Damit wurde sie zum Katalysator des weiteren Erfolgs der WWF, die anschließend selbst das Wrestling in den Mainstream bringen konnte. Kurz darauf startete mit Hulk Hogan’s Rock ’n‘ Wrestling eine animierte TV-Serie um Hogan auf dem CBS Network, die den Starstatus des WWF World Heavyweight Champions zementierte und diesem besonders bei den Kindern zu weiterer Popularität verhalf. Dies eröffnete der WWF auch eine weitere Einnahmequelle, da nun auch Familien zur Zielgruppe des Wrestlings gehörten. Auch NBC begann nach diesem Erfolg nun mit Wrestlingübertragungen und startete mit Saturday Night’s Main Event eine sehr erfolgreiche Show, die noch bis heute den Ratingrekord für diesen Timeslot besitzt.

Ein erfreulicher Nebeneffekt von WrestleMania war, dass Vince McMahon durch das Event das Konzept des Pay-Per-Views für sich entdeckt hatte und wenige Monate später mit The Wrestling Classic eine weitere erfolgreiche Supershow auf die Beine stellte, bei der es zu einem One-Night Tournament kam. Dieses Konzept wurde Jahre später bei den King of the Ring PPVs wiederbelebt und um die Jahrtausendwende auch von MMA Promotions wie der UFC und PRIDE FC übernommen.

Nach dem Durchbruch der WWF in den Mainstream war die Promotion quasi der Inbegriff des Wrestlings und Vince McMahon wollte sicherstellen, dass dies auch so bleibt. Sein Hauptrivale Jim Crockett Jr. hatte ebenfalls eigene Expansionspläne vorangetrieben und durch den Aufkauf mehrerer NWA Promotions und seine Präsidentschaft bei der NWA mittlerweile mehr oder weniger die Alleinherrschaft über den Verbund übernommen. Dabei hatte er sich jedoch finanziell übernommen, sodass er im November 1987 die Supercard Starrcade ebenfalls erstmals als PPV übertragen wollte. Vince McMahon wollte dies jedoch nicht zulassen und setzte mit der ersten Survivor Series für denselben Tag ein eigenes PPV Event an. Darüber hinaus drohte er damit den PPV-Anbietern die Verträge zu kündigen – womit diese auch die Übertragungsrechte an der lukrativen WrestleMania verloren hätten – falls sie den Starrcade PPV ebenfalls übertragen würden. Dies führte dazu, dass lediglich fünf Anbieter loyal gegenüber Crockett blieben und der Starrcade PPV trotz großer Promotion lediglich Nettoeinnahmen in Höhe von 80.000 Dollar einbrachte.

Die gleiche Situation ergab sich im Januar 1988 als Crockett das Finale der Bunkhouse Stampede Eventserie als PPV übertragen wollte. Erneut setzte McMahon mit dem ersten Royal Rumble Event ein Gegenprogramm auf denselben Tag an. Nicht nur umfasste der Royal Rumble mit einer Battle Royal im Main Event ein ähnliches Konzept wie Bunkhouse Stampede, sondern Vince McMahon ließ es sogar auf dem USA Network übertragen, um möglichst viele Wrestlingfans mit der kostenlosen Übertragung auf seine Seite zu ziehen. Erneut verhinderte er damit einen größeren Erfolg der Konkurrenz, sodass Jim Crockett Jr. seine Promotion schließlich Ende 1988 an Ted Turner verkaufe, um einem finanziellen Kollaps zu entgehen. Mit den ersten Ausgaben der Survivor Series und des Royal Rumbles war zudem der Grundstein für das Konzept von mehreren Supercards pro Jahr gelegt, die via PPV übertragen wurden. Ebenfalls 1988 folgte noch der SummerSlam, sodass Vince McMahon mit WrestleMania im Frühjahr, dem SummerSlam im Sommer, der Survivor Series im Herbst und dem Royal Rumble im Winter zu jeder Jahreszeit eine PPV-Übertragung anbot. Bis heute gelten diese vier Events deshalb als Big 4 PPVs der WWE.

Neues Produkt in der Attitude Era

Für die WWF zeigte sich der Verkauf von Jim Crockett Jr. an Ted Turner rückwirkend jedoch als fatale Entwicklung. Mit der Finanzkraft von Turner wuchs die in WCW umbenannte Promotion in den Folgejahren zu einem großen Konkurrenten heran. Spätestens mit dem Wechsel von Hulk Hogan zu WCW im Sommer 1994 und dem späteren Heelturn sowie der Gründung der nWo zwei Jahre später gewann die WCW im Duell der beiden Promotions die Oberhand. Für Vince McMahon wurde dies auch deshalb zum Problem, weil beide Promotions mit RAW beziehungsweise Nitro ihre Flaggschiffshow im TV im selben Timeslot am Montagabend übertrugen. Nach dem Debüt der nWo sollte WCW fast zwei Jahre lang nicht mehr das Ratingduell in den sogenannten Monday Night Wars verlieren.

Vince McMahon schwebte zeit seines Lebens immer ein an Cartoons angelehntes Programm für seine Wrestlingpromotion vor, das vor allem Familien und Kinder begeistern sollte. Nun war er jedoch zu einer Änderung gezwungen, die er gemeinsam mit Vince Russo nach und nach umsetzte. Russo war zuvor Schreiber für das WWF Magazin gewesen, wurde aber von McMahon in das Creative Team für die TV-Shows und später zum Head Writer befördert. Das Programm der WWF war fortan von kurzen Matches mit Eingriffen, vielen chaotischen Backstage Segmenten, kontroversen Angles, Sex Appeal, Fäkalsprache sowie unerwarteten und nicht immer logischen Wendungen geprägt. Auch die Charaktere der Wrestler wurden in ihren Grundzügen bis auf wenige Ausnahmen erwachsener und realistischer dargestellt.

Für die meisten Außenstehenden war es ein offenes Geheimnis, dass der in den Shows immer noch als Kommentator auftretende Vince McMahon der eigentliche Besitzer der Promotion ist. Spätestens nach dem Gerichtsprozess rund um den Steroidskandal in den frühen 90er-Jahren, während dem Vince die Kontrolle der Promotion zwischenzeitlich an seine Frau Linda übertrug, war es auch den meisten Fans bekannt. Bis auf einige Anspielungen in den Shows trat Vince McMahon jedoch nie in dieser Rolle auf.

Dies änderte sich in den Jahren 1996 und 1997 durch mehrere Vorfälle. Nach dem Abgang von Kevin Nash und Scott Hall zu WCW debütierte die WWF im September 1996 jeweils neue Diesel und Razor Ramon Charaktere, die von Jim Ross betreut wurden. Im Zuge dieser Storyline outete Ross auch erstmals in den Shows Vince McMahon als Besitzer der Promotion. Im Oktober 1996 bezeichnete auch Steve Austin den damals in den Shows als WWF Präsident agierenden Gorilla Monsoon nur als Marionette von McMahon. Im März 1997 folgte ein weiterer Angle, bei dem Bret Hart nach einer Niederlage in einem WWF Championship Titelmatch gegen Sid Vicious zu einer Tirade gegen das Management und McMahon persönlich ansetzte. Trotzdem agierte McMahon zu diesem Zeitpunkt weiterhin noch als Kommentator.

Im September 1997 kam es schließlich zu einem der bedeutendsten Momente für die spätere Entwicklung der WWF und Vince McMahons. Im Laufe des Jahres hatte Steve Austin gegen die Hart Family gefehdet und sich nach einem gebotchten Piledriver von Owen Hart beim SummerSlam schwer verletzt. Während einer Promo von Owen kehrte Austin erstmals seit seiner Verletzung zurück und ging auf seinen Rivalen los. Einige Polizisten konnten den Brawl jedoch unterbrechen. Anschließend kam Vince McMahon heraus, um Austin daran zu erinnern, dass dieser noch keine Ringfreigabe besitze. Daraufhin verpasste Austin erstmals einem McMahon einen Stunner und wurde vor den Augen des geschockten Vince von der Polizei verhaftet und abgeführt. Dies sollte der Startpunkt der langjährigen McMahon vs. Austin Fehde werden.

Montreal Screwjob und die Geburt von Mr. McMahon

Im Herbst 1997 befand sich Vince McMahon jedoch noch in einer großen Zwickmühle. Eigentlich besaß er mit Bret Hart und Shawn Michaels zwei absolute Stars an der Spitze. Die beiden konnten sich allerdings nicht ausstehen und das Verhältnis verschlechterte sich durch verschiedene Zwischenfälle immer weiter. Gleichzeitig befand sich die WWF durch die Konkurrenz der WCW in finanziellen Schwierigkeiten. Deshalb überzeugte McMahon den mittlerweile wieder amtierenden Champion Hart davon, einen Wechsel zu WCW anzustreben. Noch ein Jahr zuvor hatte McMahon ein Vertragsangebot von WCW für Hart mit einem eigenen Vertrag über 20 Jahre gekontert. Eigentlich wollte der loyale Kanadier auch gar nicht die Promotion verlassen und war sogar bereit, in Nachverhandlungen für seinen Vertrag bei der WWF zu treten, jedoch sah McMahon einen Wechsel als einzigen Ausweg, um seinerseits das Gehalt des Topverdieners Harts einzusparen. Hart ließ sich schließlich überreden und nahm ein erneutes Angebot von WCW an.

Nachdem einige Jahre zuvor jedoch schon die Wrestlerin Alundra Blayze als amtierende WWF Titelträgerin zur WCW gewechselt war und dort den Titelgürtel in eine Mülltonne geworfen hatte, wollte Vince McMahon dieses Risiko kein zweites Mal eingehen. Hart weigerte sich jedoch, den Titel bei der Survivor Series in seiner Heimat Kanada ausgerechnet an Michaels zu verlieren. Daraufhin einigte man sich, dass Hart den Titel bei der Series via DQ verteidigen, jedoch bei einer der kommenden Raw Ausgabe in einem Rematch abgeben würde. Dazu wollte es McMahon aber gar nicht kommen lassen und wies Referee Earl Hebner an, das Match während eines geplanten Sharpshooter Reversal Spots zugunsten von Michaels zu beenden.

So kam es dann letztendlich auch und das Match wurde während dieses Spots zugunsten von Michaels beendet, obwohl Hart sichtlich nicht aufgegeben hatte. Der zuvor bereits eingeweihte Michaels verließ umgehend die Halle, während ein anfangs verwirrter und enttäuschter, später wütender Hart im Ring zurück blieb. Nachdem er Vince McMahon – der den Timekeeper angewiesen hatte, nach dem Zeichen von Hebner sofort die Ringglocke zu läuten – am Ringrand entdeckt hatte, spuckte Hart diesen an, demolierte die Monitore auf dem Kommentatorenpult und machte mit Handgesten seinen bevorstehenden Wechsel zu WCW endgültig publik. Während einer Konfrontation im Backstage Bereich ließ sich Hart sogar zu einem Faustschlag gegen McMahon hinreißen. Die Geschehnisse gingen schließlich als Montreal Screwjob in die Geschichte ein.

Dieses öffentliche Outing durch Hart und die Umstände des Montreal Screwjobs führte dazu, dass McMahon von den Fans fortan verachtet und gehasst wurde. Dies nutzte McMahon aus, um mit dem Mr. McMahon Charakter das Gimmick des bösen Chefs in den Shows zu verkörpern und legte bei der Raw Ausgabe nach der Survivor Series mit dem legendären Satz „Bret screwed Bret“ den Grundstein für den Erfolg seines On-Air Charakters. Darüber hinaus war angesichts des bevorstehenden Wechsels von Hart bereits der Aufstieg von Steve Austin zum Topstar der Promotion eingeleitet worden. Dieser sollte in den kommenden Jahren als autoritätsverachtender Rebell zum perfekten Gegenspieler des Mr. McMahon Charakters werden.

Neue Eskalationsstufe zwischen McMahon und Austin

Nach dem In Your House 19 im Dezember 1997 zündete die nächste Eskalationsstufe zwischen McMahon und Austin. McMahon wollte Austin zur Rede stellen, nachdem dieser in den vergangenen Wochen und Monaten vermehrt Offizielle attackiert hatte – unter anderem den Referee während seines Intercontinental Championship Titelmatches gegen The Rock bei besagtem Event. Deshalb verdonnerte McMahon Austin darüber hinaus zu einem Rematch. Dieser gab seinen Titel jedoch freiwillig auf, verpasste The Rock einen Stunner und attackierte McMahon.

Nachdem Austin im darauffolgenden Monat den Royal Rumble gewonnen und sich damit ein Titelmatch gegen Shawn Michaels bei WrestleMania gesichert hatte, erschien McMahon bei der darauffolgenden Raw Ausgabe mit dem ehemaligen Boxweltmeister Mike Tyson im Ring. Just in dem Moment, in dem er Tyson als Special Guest Referee für das WrestleMania Match zwischen Michaels und Austin verkünden wollte, kam Austin zum Ring und zeigte Tyson den Mittelfinger, woraufhin ein riesiger Brawl zwischen den beiden Männern, Tysons Entourage und der WWF Security ausbrach. Selbst Vince McMahon musste zurückgehalten werden, um nicht auf Austin loszugehen. Daraufhin änderte McMahon Tysons Rolle zu der des Special Enforcers ab, wodurch Tyson befugt war, auch physisch in das Match einzugreifen.

Kurz darauf präsentierte die D-Generation X um Shawn Michaels ausgerechnet Mike Tyson als offizielles neues Mitglied. Austin ging daher von einem abgekarteten Spiel aus und versuchte, Vince McMahon zu einer Attacke gegen ihn zu provozieren. Dieser ließ sich jedoch nicht darauf ein, um sein WrestleMania Main Event nicht zu gefährden. Während des Matches kam es tatsächlich zu keinen Eingriffen. Tyson spielte aber eine entscheidende Rolle, nachdem Referee Mike Chioda während des Matches ausgeknockt wurde. Nach einem Stunner von Austin gegen Michaels kam Tyson in den Ring und zählte mit einem Quick Count Austin zu dessen erster WWF Championship. Anschließend feierten Austin und Tyson gemeinsam ihre List. Nachdem sich Michaels erholt und Tyson wegen dessen Verrat mehrmals beleidigt hatte, verpasste der Boxer ihm noch einen Faustschlag.

Bei der darauffolgenden Raw Ausgabe präsentierte Vince McMahon einen neuen Titelgürtel und überreichte diesen an Austin. Im gleichen Atemzug warnte er diesen jedoch und kritisierte seine rebellische Art. Dies führte dazu, dass McMahon zum zweiten Mal mit einem Stunner von Austin attackiert wurde. Deshalb kam es im April 1998 zu einem Titelmatch zwischen Austin und McMahon bei RAW – dem ersten offiziellen Wrestlingmatch des Bosses. Dieses endete jedoch in einem No Contest, nachdem Austins ehemaliger Partner Dude Love in das Match eingegriffen hatte. Trotzdem wurde diese Ausgabe zur ersten seit knapp zwei Jahren, in der RAW im Zuge der Monday Night Wars das bessere Rating im Vergleich zu Nitro einfuhr.

Bei Unforgiven 1998 kam es schließlich zu einem Titelmatch zwischen Austin und Love, bei welchem McMahon am Ringrand saß, um Austin den Titel zu kosten. Dieser verpasste McMahon jedoch einen Stuhlschlag und konnte damit via DQ die WWF Championship verteidigen. Für ein weiteres Rematch unter Falls Count Anywhere Regeln bei Over the Edge 1998 ernannte sich McMahon daraufhin zum Referee und seine beiden Stooges Pat Patterson und Gerald Brisco zum Ringsprecher und Zeitnehmer. McMahon wurde jedoch im Laufe des Matches unabsichtlich von Dude Love mit einem Stuhl ausgeknockt. Austin nutzte dies aus und verpasste Love einen Stunner und zählte anschließend mit der Hand des bewusstlosen McMahons selbst den Pin.

Die ewige Fehde setzt sich fort

Frustriert darüber, dass Austin weiterhin den Titel hielt, engagierte McMahon nun auch die zerstrittenen Brüder Undertaker und Kane. Kane gelang es beim King of the Ring 1998 PPV tatsächlich, Austin in einem chaotischen First Blood Match den Titel abzunehmen, nachdem Mankind und der Undertaker in das Match eingegriffen hatten und der Taker versehentlich mit einem Stuhl Austin blutig geschlagen hatte. Austin gewann den Titel jedoch am folgenden Tag bei RAW wieder zurück.

Für In Your House 24 setzte McMahon schließlich ein Triple Threat Match zwischen Austin, Taker und Kane an, bei dem die beiden Herausforderer nur durch einen Pin gegen den Champion den Titel gewinnen konnten. Austin verlor den Titel tatsächlich, da er aber gleichzeitig vom Undertaker und Kane gepinnt wurde, stand der neue Champion nicht fest. Bei der darauffolgenden RAW Ausgabe wollte McMahon einen der beiden als neuen Champion benennen, wurde jedoch von Austin attackiert. Da weder der Taker noch Kane ihren Boss gegen Austin verteidigt hatten, wurde vorerst keiner der beiden zum neuen Champion bestimmt.

Daraufhin setzte McMahon für Judgement Day 1998 ein Titelmatch zwischen dem Undertaker und Kane mit Austin als Special Guest Referee an. Diese Entscheidung missfiel jedoch dem Taker und Kane, die nun ihrerseits McMahon attackierten und ihn mit einer Köchelverletzung ins Krankenhaus verfrachteten. Dort erhielt McMahon in einem legendären Segment zu allem Überfluss auch noch einen Besuch des als Doktor verkleideten Austins, der auf einen im Krankenbett liegenden McMahon einschlug. Schlussendlich brachte auch der Judgement Day keine Entscheidung, da während des Matches mit Mithilfe von Austin sowohl der Taker als auch Kane KO gingen und Austin einfach einen Double Pinfall zählte. Dies führte dazu, dass Vince McMahon seinen Erzfeind Austin am Ende der Übertragung feuerte und dabei erstmals seine spätere Catchphrase „You’re Fired“ verwendete.

Austin erschien jedoch trotzdem bei der darauffolgenden RAW Ausgabe und fuhr einen im Rollstuhl sitzenden Vince McMahon in die Halle. In einem weiteren legendären Segment ihrer Fehde bedrohte Austin schließlich McMahon mit einer Pistole. Diese entpuppte sich jedoch als Spielzugwaffe, führte jedoch dazu, dass sich Vince eingenässt hatte. Darüber hinaus reichte Austin ein Stück Papier an Vince weiter, das sich später als Fünfjahresvertrag mit einem garantierten Titelmatch herausstellte. Vinces Sohn Shane hatte Austin einen Vertrag aus Rache an seinem Vater gegeben, nachdem dieser ihn zu einem Referee herabgestuft hatte.

Entstehung der Corporation

Durch den Ausgang des Matches beim Judgement Day blieb der Titel jedoch weiterhin ohne Champion. Daraufhin ordnete Vince McMahon ein 14 Mann starkes Turnier für die Survivor Series an, in welchem auch Austin, Kane und der Undertaker vertreten waren. Lange Zeit sah es so aus, als würde Vince McMahon Mankind unterstützen, der ihn während seines Krankenhausaufenthaltes besucht hatte und mit der neu eingeführten Sockenpuppe „Mr. Socko“ aufmuntern wollte.

Nachdem Vince McMahon im Halbfinale einen Sieg Mankinds über Austin sichergestellt hatte, kam es im Finale zum Aufeinandertreffen mit The Rock. Während des Matches turnte McMahon jedoch gegen Mankind und ordnete ein Jahr nach dem Montreal Screwjob beim selben PPV erneut an, dass der Ringrichter die Ringglocke läuten sollte. Obwohl es sich dieses Mal nur um einen Worked Shoot handelte, sorgte McMahon dafür, dass er selbst weiterhin bei den Fans verhasst wurde und verschaffte damit The Rock den Aufstieg zum Superstar als Heel.

Fortan wurde The Rock als von Vince McMahon handerlesener „Corporate Champion“ bezeichnet, sodass Vince gemeinsam mit The Rock, seinem Sohn Shane und einigen Handlangern die Corporation gründete, um den Status Quo mit The Rock als Champion zu erhalten. Beim darauffolgenden In Your House 26 PPV kam es zum Rematch zwischen The Rock und Mankind. Nachdem The Rock in der Mandible Claw das Bewusstsein verloren hatte, wollte der Referee Mankind zum neuen WWF Champion erklären, wurde jedoch von Vince McMahon unterbrochen. Vince ordnete an, dass The Rock den Titel behalten werde, da er während der Submission nicht offiziell aufgegeben habe.

Während sich die Fehde zwischen The Rock und Mankind in den kommenden Monaten noch verschärfen sollte, widmete sich Vince McMahon wieder seinem alten Rivalen Steve Austin. Diesem wollte er nun die Teilnahme Royal Rumble Match verwehren, um seinen Corporate Champion Rock zu schützen. Ein Austin auferlegtes Buried Alive Match gegen den Undertaker um die Royal Rumble Qualifikation konnte dieser jedoch für sich entscheiden, nachdem Kane den Undertaker während des Matches attackiert hatte.

Daraufhin setzte Vince im Vorfeld des Royal Rumbles einen sogenannten Corporate Royal Rumble an, bei dem nur Mitglieder und Verbündete der Corporation teilnehmen durften. Der Sieger des Corporate Rumbles sollte beim richtigen Royal Rumble das Privileg der 30. Startnummer erhalten. Nachdem Vince McMahon selbst unangekündigt am Corporate Rumble teilnahm und seine Untergebenen ihn in einem Showmatch zum Sieg hieven wollten, wurde er jedoch überraschend von Chyna eliminiert, die den Rumble damit letztendlich gewann.

Alte Fehden und neue Allianzen

Damit war klar, dass Vince McMahon ein Teil des Royal Rumble Matches sein würde – jedoch nicht wie gewünscht auf der relativen sicheren Position 30. Tatsächlich kam es so wie es kommen musste: Austin und McMahon trafen als Nummer 1 und Nummer 2 des Rumbles gleich zu Beginn aufeinander. Im Zuge eines wilden Brawls prügelten sich die beiden ohne vorherige Eliminierung durch die Halle, ehe Austin von den restlichen Mitgliedern der Corporation in der Umkleide der Frauen attackiert wurde. Zurück im Ring konnte sich McMahon tatsächlich zum Royal Rumble Sieger krönen, nachdem The Rock zum Abschluss Austin entscheidend ablenken konnte und Vince somit zur Eliminierung von Austin verhalf.

Da Vince McMahon verständlicherweise nicht im Main Event von WrestleMania gegen seinen eigenen Star The Rock im Titelmatch antreten wollte, lehnte Vince nach dem Rumble den Spot ab. Der amtierende Commissioner Shawn Michaels entschied daraufhin jedoch, dass Steve Austin das Titelmatch erhalten werde, da er als letzter Wrestler eliminiert wurde. Austin entschied sich daraufhin, seinen Titelkampf beim In Your House 27 PPV in einem Steel Cage Match gegen Vince McMahon aufs Spiel zu setzen, damit er die Gelegenheit bekommt, sich persönlich an Vince zu rächen. Vince stimmte den Match zu und ließ sich im Match vom debütierenden Big Show helfen. Dieser schleuderte Austin jedoch durch die Käfigwand, wodurch Austin das Match gewinnen und seinen Titelkampf gegen The Rock behalten konnte. Im Vorfeld des Titelkampfes bei WrestleMania kam es noch zu einem weiteren legendären Segment, in dem Austin mit einer Biertruck zum Ring fuhr und The Rock sowie die versammelte Corporation in einem schier unendlichen Bierstrahl aus einem Schlauch nahezu ertränkte.

Bei Wrestlemania XV kam es dann schließlich zu einem ungewohnten Bild, nachdem die Corporation sämtliche Trümpfe verloren hatte. Mankind konnte sich in einem Match um die Rolle als Special guest Referee für den Main Event gegen den brutalen Big Show via DQ durchsetzen und ordnete einen Ringbann für die Mitglieder der Corporation an. Ohne entscheidenden Eingriff von außerhalb konnte Austin somit The Rock bezwingen und sich endlich wieder zum WWF Champion krönen. Kurze Zeit später sorgten Unstimmigkeiten zwischen The Rock und Shane McMahon für einen Ausschluss Rockys aus der Corporation.

Stattdessen sah sich die Corporation nun der Gefahr der Ministry of Darkness um den Undertaker ausgesetzt, der Vinces Tochter Stephanie als neues Ziel der Ministry auserkoren hatte und sie in den kommenden Wochen zweimal entführen ließ. Während der zweiten Entführung wurde Stephanie an einem Kruzifix befestigt und der Undertaker versuchte sie in einem Ritual zu heiraten. Ausgerechnet McMahons langjähriger Rivale Austin befreite jedoch Stephanie, da er sich gerade in einer Fehde mit dem Taker befand.

Dies sorgte für eine kurzzeitige Allianz zwischen McMahon und Austin. Währenddessen wurde Vince jedoch gemeinsam mit weiteren Mitgliedern von seinem Sohn Shane aus der Corporation geworfen. Dieser war der Ansicht, dass sich Vince nur noch um Stephanie, jedoch nicht mehr um die Corporation und die Promotion kümmern würde. Um an der Macht zu bleiben und mit gemeinsamen Gegnern vor Augen führte Shane die Corporation kurz darauf sogar zu einem Zusammenschluss mit der Ministry of Darkness zur sogenannten Corporate Ministry.

Gemeinsam mit einigen ehemaligen Corporation Mitgliedern und weiteren Unterstützern – darunter auch Austin – führte Vince daraufhin das neue Stable The Union in den Kampf gegen die Corporation. Beim Over the Edge 1999 PPV kam es zu einem Titelmatch zwischen dem Undertaker und Austin um die WWF Championshipn, bei dem sowohl Vince als auch Shane McMahon als Special Guest Referee für ihren jeweiligen Wrestler agierten. Während des Matches gelang es Shane nach einer Auseinandersetzung mit Vince einen Fast Count zugunsten des Takers zu zählen, der somit den Titel gewinne konnte.

Der Besitzer als Höhere Macht und Champion

Während seiner gesamten Zeit bei der Ministry of Darkness hatte der Undertaker behauptet, dass er einer „höheren Macht“ diene. Um seinen Titelgewinn gebührend zu feiern, wollte er nun Austin der höheren Macht opfern. Kurze Zeit darauf wurde die höhere Macht als Person in den Shows eingeführt, die in einer schwarzen Robe mit Kapuze gekleidet war, um ihre Identität zu verdecken.

Es dauerte jedoch nicht lange, bis sich die höhere Macht zu erkennen gab: Es handelte sich um Vince McMahon, der mit diesem elaborierten Plan lediglich Austin zuerst in Sicherheit wiegen und anschließend erneut als Champion stürzen wollte. Linda und besonders die dafür ausgenutzte Stephanie McMahon zeigten sich von diesem Vorgehen jedoch so sehr angewidert, dass sie ihre Anteile an der WWF an Austin abgaben und ihn zum CEO der Promotion erklärten.

Gemeinsam konnten Vince und Shane beim King of the Ring 1999 PPV jedoch ein Handicap Ladder Match gegen Austin gewinnen und damit die Anteile wieder in die Hand der McMahon Familie bringen. Da es in dem Match jedoch nicht um den CEO Titel von Austin gegangen war, bookte der sich bei der darauffolgenden Ausgabe von Raw in ein Titelmatch mit dem Undertaker und konnte erneut die WWF Championship gewinnen.

Die Corporate Ministry setzte daraufhin alles auf eine Karte und beim Fully Loaded 1999 PPV kam es zu einem weiteren Titelmatch zwischen Austin und dem Taker mit einer First Blood Stipulation und zwei weiteren Bedingungen. Sollte der Taker den Titel gewinnen, könne Austin nie wieder um den Titel antreten. Sollte jedoch Austin den Titel verteidigen, dürfe Vince nicht mehr in den Shows auftreten. Durch einen Eingriff von X-Pac und mithilfe einer Fernsehkamera konnte sich Austin schließlich den Sieg sichern und Vince McMahon verschwand für einige Monate aus den Shows.

Persönliche Probleme zwischen Triple H und der McMahon Familie sorgten wenige Monate später jedoch für eine Rückkehr von Vince McMahon in die Shows. So kam es bei der SmackDown Ausgabe vom 16. September 1999 zu einem spontanen Match zwischen Vince und dem damaligen WWF Champion Triple H mit Shane McMahon als Special Guest Referee. Da sich Triple H darüber hinaus in einer Fehde mit Austin befand, kam ausgerechnet Austin den McMahons zur Hilfe und sorgte mit einem Stunner gegen Triple H für den Sieg und Titelgewinn von Vince.

Da Vince sich jedoch an die vertragliche Vereinbarung halten wollte, legte er den Titel nur wenige Tage später nieder und wollte sich wieder aus den Shows zurückziehen. Austin klärte Vince jedoch über einen Paragraph im Kleingedruckten des Vertrages auf: Sollte Vince McMahon Austin einen Titelkampf zusprechen, könne Austin ihn wieder als vollkommen handlungsfähigen Besitzer der Promotion einsetzen. Dies führte zu einem Deal zwischen den immer noch widerstrebenden Parteien und der Rückkehr von Vince McMahon in die Shows.

Fehde gegen den Schwiegersohn und die McMahon-Helmsley Era

Vince McMahon setzte daraufhin die Fehde gegen Triple H fort, der sich beim Unforgiven 1999 PPV ein weiteres Mal die WWF Championship sichern konnte. Während Stephanie McMahon in den Shows eine Beziehung mit Test führte und diesen im September 1999 heiraten sollte, tauchte jedoch Triple H auf und unterbrach die Eheschließung. Er enthüllte in einem Video, dass er als Rache gegen die McMahons Stephanie unter Drogen gesetzt und bereits selbst in Las Vegas in einer Drive-Trough Hochzeit geehelicht hatte.

Schockiert von dieser Nachricht wollte Vince McMahon die vermeintlich angewiderte Tochter vor ihrem unfreiwilligen Ehemann beschützen und bookte sich in ein No Holds Barred Match gegen Triple H beim Armageddon 1999 PPV. Sollte Vince das Match gewinnen, würde die Hochzeit annulliert werden. Sollte Triple H das Match gewinnen, würde er ein weiteres Titelmatch erhalten, nachdem er den Titel zuvor an The Big Show verloren hatte.

Tatsächlich konnte sich Vince im Match in eine vorteilhafte Lage bringen und wollte gerade Triple H mit dessen Vorschlaghammer attackieren, ehe Stephanie den Ring betrat. Sie deutete eine eigene Attacke gegen Triple H an, zögerte dann jedoch, was Triple H einem eigenen Angriff mit der Waffe gegen Vince und dem anschließenden Pin ausnutzen konnte. Nach dem Match zeigte sich, dass Triple H und Stephanie McMahon tatsächlich unter einer Decke steckten und eine Machtübernahme geplant hatten. Desillusioniert von den Handlungen Stephanies verließen sowohl Vince als auch Shane die Shows und überließen die Kontrolle der neu geschaffenen McMahon-Helmsley Faction.

Erst Anfang des kommenden Jahres kehrten Vince und Shane in die Shows zurück. Mit Triple H an der Seite von Stephanie suchten sich beide einen eigenen Wrestler, mit dem sie ihre Machtansprüche durchdrücken konnten. Während Vince The Rock unterstützte, half Shane The Big Show. Dies rief auch Linda McMahon auf den Plan, die Mick Foley zu einem Comeback verhalf, der zuvor von Triple H in den Ruhestand geschickt worden war. Dies führte zu einem Four Way Titelmatch zwischen Triple H, The Rock, The Big Show und Mick Foley bei WrestleMania 2000, bei der jeder der vier McMahons in der Ecke des jeweiligen Wrestlers stand.

Erneut stellten sich die McMahons aber als langfristige Pläneschmieder heraus und Vince turnte während dem Match gegen seinen eigenen Mann The Rock und verhalf somit Triple H zum Sieg. Gemeinsam mit Shane schlossen sie sich Stephanie und Triple H an und fehdeten gegen deren Rivalen The Rock, Undertaker und Kane. Dies führte zu einem Six-Man Tag Team Match zwischen Vince, Shane und Triple H gegen Rock, Taker und Kane beim King of the Ring 2000 PPV, bei dem der Pinfall über den neuen WWF Champion entscheiden würde. Nachdem Vince von The Rock gepinnt wurde und damit den Titel von Triple H quasi verloren hatte, nahm sich Vince für einige Monate eine Auszeit.

Während dieser Zeit implodierte die McMahon-Helmsley Faction zusehends, besonders die Beziehung zwischen Triple H und Stephanie. Zu allem Überfluss kehrte Vince McMahon anschließend in die Shows zurück und wollte sich von seiner Frau Linda scheiden lassen, was zu einem Nervenzusammenbruch Lindas führte, die fortan in einem komatösen Zustand an einen Rollstuhl gebunden war. Vince nutzte dies für eine öffentliche außereheliche Affäre mit Trish Stratus aus, während der er jedoch immer mehr sadistische Anzeichen zeigte.

Der Deal mit dem Teufel und der Power Trip

Obwohl sich Stephanie zuerst von der Beziehung zwischen Trish und ihrem Vater angewidert zeigte, unterstützte sie diesen anschließend in den Demütigungen gegenüber Stratus. Dies rief wiederum Shane McMahon auf den Plan, der ebenfalls aus einer Auszeit zurückkam, um den Taten von Vince und Stephanie ein Ende zu setzen. Dies führte zu einem Match zwischen Vince und Shane bei WrestleMania X-Seven, welches Shane für sich entscheiden konnte, nachdem Linda aus ihrem Zustand erwacht und ihrem Mann einen Tiefschlag verpasst hatte.

Ebenfalls bei WrestleMania kam es währenddessen zum zweiten Mania Match zwischen Steve Austin und The Rock, das kurz vor Beginn noch eine überraschende No DQ Stipulation erhielt. Während des Matches kam Vince McMahon ebenso überraschend zum Ring und begann zugunsten von Austin einzugreifen. Das Match endete, indem Vince seinem früheren Todfeind einen Stuhl überreichte, mit dem dieser ganze 16 Mal auf The Rock einschlug und sich anschließend zum neuen WWF Champion krönte. Anschließend besiegelten Vince und Austin ihre neue Allianz mit einem Handschlag, den Jim Ross als „Handschlag mit Satan höchstpersönlich“ kommentierte.

Direkt im Anschluss an WrestleMania folgte ein Rematch zwischen Austin und The Rock bei Raw. Während dem Match kam Triple H mit seinem Vorschlaghammer heraus. Da dieser erst kürzlich gegen Austin – laut eigener Aussage auf Anweisung von Vince – gefehdet hatte, sah alles nach einer Verbündung mit The Rock aus. Jedoch griff auf Triple H den nun ehemaligen Champion an und verhalf Austin zu einem weiteren Sieg. Noch in derselben Woche sicherte sich auch Triple H mit der Intercontinental Championship einen Singles Titel.

Durch ihre Dominanz und Brutalität sowie ihre Unterstützung von Vince McMahon wurden Austin und Triple H schnell als der Two Man Power Trip bekannt. Auch auf Anweisung von Vince attackierten sie in den folgenden Wochen vermehrt andere Mitglieder aus dem Roster, darunter auch den Kommentator und Austins langjährigen Freund Jim Ross, der die Allianz zwischen Vince und Austin aufgrund deren Vorgeschichte scharf kritisiert hatte.

Aufgrund der noch laufenden Storyline mit Linda unterstützte Vinces Frau nun die Gegner des Power Trips und damit an erste Stelle die Brothers of Destruction um Undertaker und Kane. Nachdem diese im April 2001 die Tag Team Titel gewonnen hatte, kam es zu einem Winner Takes All Match, bei dem sich Austin und Triple H auch die Tag Team und damit alle wichtigen Titel der Promotion sichern konnten. Dies führte zu einer brutalen Fehde zwischen beiden Teams, während der auch Vince vom Taker attackiert wurde.

Das Team war jedoch nur relativ kurzlebig. Bereits beim Judgement Day 2001 im Mai verlor Triple H den IC Titel gegen Kane, nachdem Austin ihn im Zuge eines Eingriffs mit einem Stuhl versehentlich getroffen hatte. Triple H hingegen konnte Austin mit einem Eingriff im Main Event gegen den Taker vor einem Titelverlust bewahren. Nur einen Tag später verloren die beiden bei Raw jedoch die Tag Team Titel an Chris Jericho und Chris Benoit, nachdem dieses Mal ein Eingriff von Triple H missglückt war und er Austin mit seinem Vorschlaghammer traf. Während dieses Matches zog sich Triple H auch eine schwere Verletzung zu und musste eine Auszeit einlegen, weshalb die Storyline fallen gelassen wurde.

Aufkauf von WCW und die Invasion

Viel entscheidender zu dieser Zeit war aber eine Entwicklung, die sich in den Tagen vor WrestleMania zugetragen hatte. Im März 2001 kaufte Vince McMahon den schwächelnden Rivalen WCW auf, nachdem deren neue Besitzer den Geldhahn zugedreht und einen Verkauf angestrebt hatten. Dies wurde auch innerhalb der Storylines aufgegriffen, indem sich Vince bei der letzten Ausgabe von WCW Monday Nitro von Raw aus zuschalten ließ und den Aufkauf öffentlich verkündete. Diesen wollte er laut Storyline bei WrestleMania mit der Vertragsunterzeichnung noch finalisieren. Daraufhin tauchte jedoch Shane bei Nitro auf und gab bekannt, dass er bereits seinen Namen unter den Vertrag gesetzt hat und damit der neue Besitzer von WCW sei.

Während die WCW durch den realen Aufkauf als Promotion verschwand, nutzte die WWF nun die Namensrechte und übernommenen Verträge der Wrestler für einen Invasionsangle mit Shane McMahon an der Spitze von WCW und Vince McMahon an der Spitze von WWF. Nachdem bereits vereinzelte Wrestler von WCW debütiert waren und in Matches eingegriffen hatten, begann der Invasionangle offiziell am 25. Juni 2001 mit einer Konfrontation zwischen Vince und Shane, bei der Booker T zur Hilfe eilte und Vince einen Scissor Kick verpasste.

Bereits am 9. Juli verschoben sich die Kräfteverhältnisse jedoch massiv, als Mike Awesome und Lance Storm auf WCW Seite und Chris Jericho und Kane auf WWF Seite aufeinandertrafen, ehe Rob van Dam und Tommy Dreamer – ihres Zeichens ehemals von ECW – plötzlich den Ring stürmten und Jericho und Kane attackierten. Mehrere WWF Wrestler kamen nun ebenfalls zum Ring und schienen den Save zu machen. Sie alle waren jedoch ebenfalls ehemalige ECW Wrestler und verbrüderten sich mit RVD und Dreamer. Angeleitet vom ehemaligen ECW Besitzer Paul Heyman starteten sie nun ebenfalls eine Attacke auf Jericho und Kane.

Tatsächlich war ECW nur wenige Tage nach WCW ebenfalls von der WWF aufgekauft wurden und wurde nun ebenfalls in die Invasion Storyline eingebunden. Noch am selben Abend schienen Vince und Shane einen Waffenstillstand zu schließen, um gemeinsam gegen die ECW Wrestler vorzugehen. Tatsächlich schlossen sich jedoch die Wrestler von WCW und ECW zusammen und Shane enthüllte, dass ECW seinerseits rechtlich von seiner Schwester Stephanie aufgekauft wurde, die sich mit Shane und Heyman zur Invasion zusammengeschlossen hatte.

Ein sichtlich gestresster Vince wendete sich nun an Steve Austin, mit dem er sich bei WrestleMania verbündet hatte. Dieser zeigte sich nach dem Ende seiner Partnerschaft mit Triple H jedoch von seiner weichen Seite und fand nun einen Gefallen daran, Vince McMahon als Freund zu betrachten. Vince versuchte daraufhin, Austin an seine alten Stärken zu erinnern, damit er sich der Alliance entgegenstellen kann. Austin ließ Vince jedoch stehen und überließ die WWF Seite kurzzeitig für sich, ehe er doch mit seiner alten Persönlichkeit zurückkehrte und die Chancen der WWF im Vorfeld des InVasion PPVs sichtlich verbesserte.

Bei dem PPV turnte Austin jedoch überraschend gegen das Team WWF und sorgte für den Sieg der Alliance, bei der er sich mehr wertgeschätzt fühlte, da Vince seiner Meinung nach lieber Kurt Angle als zukünftigen WWF Champion sehe. Kurz darauf kehrte auch The Rock nach monatelanger Absenz zurück und entschied sich trotz seiner Differenzen mit Vince – dem er für dessen Eingriff zugunsten Austins bei WrestleMania trotzdem noch einen Rock Bottom verpasste – für die WWF.

Nach vielen Wendungen – inklusive eines Turns von Kurt Angles auf die Seite der Alliance – sollte es bei der Survivor Series 2001 schließlich zum finalen Match zwischen dem Team WWF und dem Team Alliance um die zukünftige Kontrolle kommen. Doch auch Vince McMahon hatte ein Ass im Ärmel und deutete auf einen Verräter aufseiten der Alliance hin, hinter dem alle Steve Austin vermuteten. Tatsächlich hinterging jedoch Kurt Angle während des Matches sein neues Team Alliance und bewies damit seine tatsächliche Treue gegenüber Vince McMahon und der WWF.

Kämpfe gegen Flair und Hogan

Nach dem Ende der Invasion besaß Vince McMahon wieder die vollständige Kontrolle über die WWF und bestrafte nun die meisten Verräter und Alliance Mitglieder mit drastischen Mitteln. Darunter befand sich unter anderem der berüchtigte „Kiss My Ass Club“, dem sich unter anderem der Alliance Commissioner William Regal anschließen musste, um seinen Job zu behalten.

Zugleich beglich er auch noch seine Rechnung mit Steve Austin, dem er die WWF Championship aberkannte und sie stattdessen dem treuen Kurt Angle vergeben wollte. Bevor er jedoch die entscheidenden Worte aussprechen konnte, kehrte plötzlich die WCW Legende Ric Flair erstmals seit knapp zehn Jahren zur WWF zurück. Flair enthüllte, dass Shane und Stephanie ihre WWF Anteile vor dem jeweiligen Kauf von WCW und ECW an ein Konsortium verkauft hatten – ein Konsortium dem Ric Flair vorsteht, was ihn damit nach dem Sieg gegen die Alliance zum Mitbesitzer der WWF macht. Als erste Amtshandlung legte Flair sein Veto gegen die Entscheidung von McMahon ein und gab die WWF Championship an Austin zurück.

Daraufhin begann eine Fehde mit Flair um die Macht innerhalb der WWF, die zu einem Street Fight beim Royal Rumble 2002 führte, den Flair für sich entscheiden konnte. Kurz darauf wurde ein harter Brand Split inklusive Draft zwischen Raw und SmackDown eingeführt, bei dem Flair die Kontrolle über Raw und McMahon die Kontrolle über SmackDown erhielt. McMahon bezeichnete die Führungsposition von Flair als „Krebsgeschwür“ für die WWF und heuerte sogar das originale nWo Trio und die ehemaligen WCW Rivalen von Flair um Hulk Hogan, Scott Hall und Kevin Nash an, um seine „eigene Kreation mit dem Gift“ der nWo zu töten, statt lieber weiterhin die Macht mit Flair zu teilen, was seiner Meinung nach ohnehin den Tod der WWF bedeutet hätte.

Nachdem Steve Austin jedoch die WWF im Juni 2002 plötzlich aufgrund von realen Differenzen verließ, wurde die Storyline um Vince McMahon und Ric Flair fallen gelassen und die Rivalität endete mit einem spontanen weiteren Match am 10. Juni 2002 bei Raw, in dem sich Vince nach einem Eingriff von Brock Lesnar wieder die komplette Kontrolle über die Promotion sichern konnte. Anschließend holte Vince McMahon überraschend den früheren WCW Präsidenten Eric Bischoff als General Manager von Raw zur WWF und setzte seine Tochter Stephanie als General Managerin von SmackDown ein.

Nachdem er sich längere Zeit im Hintergrund gehalten hatte, startete McMahon Anfang 2003 eine Fehde gegen Hulk Hogan, der im vergangenen Jahr zum Face geturnt und gerade aus einer Verletzungspause zurückgekehrt war. Unter anderem griff Vince in ein Rematch zwischen Hogan und The Rock beim No Way Out PPV ein, dass Rocky dank des Eingriffs gewinnen konnte. Dies führte zu einem blutigen Street Fight bei WrestleMania XIX zwischen Hogan und McMahon, den Hogan schließlich für sich entscheiden konnte.

Daraufhin verbannte McMahon Hogan aus der WWE, sodass Hogan anschließend als maskierter „Mr. America“ auftrat. Über Wochen versuchte McMahon vergeblich Hogan als Mr. America zu enttarnen, obwohl für jeden offensichtlich war, dass sich Hogan unter der Maske befand. Der Angle wurde schlussendlich aber fallen gelassen, nachdem Hogan aufgrund von Unzufriedenheit mit dem Creative Team seine Kündigung eingereicht hatte. Stattdessen feuerte McMahon Hogan in den Shows, nachdem man Aufzeichnungen aus einem Dark Segment eingespielt hatte, in dem sich Hogan vor den Fans demaskiert hat.

Fehden mit den General Managern und der DX

Daraufhin startete Vince eine Fehde mit seiner Tochter Stephanie. Nachdem diese sich geweigert hatte, ihren Posten als General Manager von SmackDown aufzugeben, setzte Vince ein I Quit Match beim No Mercy 2003 PPV an. In einem fragwürdigen Match gewann Vince, nachdem Linda für ihre Tochter das Handtuch geworfen hatte. Anschließend wurde Paul Heyman zum neuen GM SmackDowns bestimmt. Beim selben Event verhalf McMahon zudem Brock Lesnar zu einer Titelverteidigung der WWE Championship gegen den Undertaker. Dies führte zu einem Buried Alive Match zwischen Vince und dem Taker bei der Survivor Series 2003, das Vince dank eines Eingriffs des zurückkehrenden Kanes gewinnen konnte.

Im Jahr 2005 knüpfte sich Vince dann Eric Bischoff als General Manager von Raw vor und machte mit ihm in einer Rolle als Richter kurzen Prozess und ließ ihn zur Strafe in einen Müllwagen werfen. Bei Raw folgte nun Jonathan Coachman zuerst als Executive Assistant von Vince und später als vollwertiger GM in Abwesenheit von Vince. Diesen Angle nutzte man ein weiteres Jahr später mit einem Gastauftritt Bischoffs zur Bewerbung seines Buches „Controversy Creates Cash“.

Gegen Ende des Jahres 2005 bewarb die WWE eine neue DVD über die Karriere von Bret Hart, was Erinnerungen an den Montreal Screwjob weckte. Dies führte zu Spannungen zwischen Vince McMahon und Shawn Michaels. So sorgte Vince beim Royal Rumble Match 2006 für eine Ablenkung, sodass sein Sohn Shane Michaels eliminieren konnte. Es folgten weitere Attacken gegen Michaels, dessen ehemaliger Rockers Partner Marty Jannetty sogar dem „Kiss My Ass Club“ beitreten musste. In einem Match zwischen Michaels und Shane bei Saturday Night’s Main Event ordnete Vince eine weitere Kopie des Montreal Screwjobs an, um Shane den Sieg zu ermöglichen.

All dies führte zu einem No Holds Barred Match zwischen Vince McMahon und Shawn Michaels bei WrestleMania 22, das Michaels trotz Eingriffen von Shane und der in der Fehde involvierten Spirit Squad gewinnen konnte. Daraufhin folgte ein Tag Team No Holds Barred Rematch bei Backlash 2006 zwischen Vince und Shane sowie Michaels und „Gott“, der durch einen Lichtstrahl eines Scheinwerfers dargestellt wurde, um Michaels‘ Glauben zu verspotten. Das tatsächliche Handicap Match konnten die McMahons für sich entscheiden.

Anschließend widmete sich McMahon Triple H, den er zum neuesten Mitglied des „Kiss My Ass Clubs“ machen wollte, dafür jedoch einen Pedigree kassierte. Nachdem er Triple H in ein Handicap Match gegen alle fünf Mitglieder der Spirit Squad gesteckt hatte, kam Shawn Michaels heraus und half seinem früheren Partner gegen den gemeinsamen Feind. Kurze Zeit später erfolgte die offizielle Reunion der D-Generation X, mit der die McMahon Familie mit der Unterstützung von Umaga und weiteren Handlangern das restliche Jahr über fehdete. Die DX blieb jedoch sowohl bei einem Tag Team Match beim SummerSlam 2006 als auch in einem 2 vs. 3 Hell in a Cell Handicap Match gegen Vince, Shane und Big Show bei Unforgiven 2006 erfolgreich.

Battle of the Billionaires und ECW Championship

In einem Angle, der für medienweites Aufsehen sorgte, startete Vince McMahon Anfang des Jahres 2007 eine Fehde gegen seinen persönlichen Freund Donald Trump. Nachdem zuerst ein Match der beiden bei WrestleMania 23 geplant war, wurde letzten Endes ein Match zweier Repräsentanten mit einer Hair vs. Hair Stipulation für McMahon und Trump gebookt. Während dem Vertragsunterzeichnungssegment bei Raw und Pressekonferenzen für das sogenannte „Battle of the Billionaires“ kam es jedoch wiederholt zu Handgreiflichkeiten zwischen McMahon und Trump.

Das Match gewann letztlich Trumps Repräsentant Bobby Lashley gegen McMahons Repräsentant Umaga, sodass McMahon noch im Ring von Trump, Lashley und dem Special Guest Referee Steve Austin kahlgeschoren wurde. Vince setzte anschließend die Fehde gegen Trumps Repräsentant Bobby Lashley fort und bookte sich für Backlash 2007 in ein Match gegen den ECW Champion.

In einem 3 vs. 1 Handicap Match konnte Vince mit der Hilfe von Shane und Umaga tatsächlich die ECW Championship gewinnen und verteidigte sie in derselben Konstellation beim Judgement Day 2007, da Lashley lediglich Shane McMahon gepinnt hatte. Die Fehde endete mit einer Niederlage von Vince in einem Street Fight beim One Night Stand 2007, wo sich Lashley trotz zahlreicher Eingriffe von Shane und Umaga den Titel zurückerobern konnte.

Von Todesangle und verlorenen Söhnen

Am 11. Juni 2007 ließ Vince McMahon seinen On-Air Charakter schließlich in einem denkwürdigen Segment aus den Shows schreiben, indem er scheinbar in die Luft gesprengt wurde, während er in seiner Limousine saß. WWE ließ den Angle in der Storyline wie den tatsächlichen Tod von Vince McMahon erscheinen, der vor den Kameras kürzer treten wollte. Dies führte sogar dazu, dass sich Trump vom Hauptquartier der WWE bestätigen lassen musste, dass sein Freund nicht gestorben ist.

Zwei Wochen darauf sollte eigentlich eine Tribute Show für Vince McMahon bei Raw abgehalten werden. Der Angle wurde jedoch gestoppt, nachdem in den Tagen zuvor Chris Benoit seine Frau Nancy und seinen Sohn Daniel und anschließend sich selbst getötet hatte. Der Charakter von Mr. McMahon kehrte daraufhin zwangsläufig in die Shows zurück, da Vince McMahon die Geschehnisse zu Beginn der folgenden Ausgaben von Raw und ECW kommentierte und nach der anfänglichen Fehleinschätzung über den Fall der Benoit Familie neu einordnete und ankündigte, dass der Name Chris Benoit nie wieder bei WWE erwähnt werden würde.

Als richtiger Charakter kehrte Vince McMahon im August 2007 in die Shows zurück und erklärte, dass er mit seinem inszenierten Tod überprüfen wollte, wer tatsächlich um ihn trauen würde. Nachdem im Zuge einer Battle Royal William Regal als neuer GM von Raw bestimmt wurde, erhielt Vince eine Mitteilung von Jonathan Coachman, dass gegen ihn eine Vaterschaftsklage von einem außerehelichen verlorenen Sohn vorliegt.

In den kommenden Wochen erfuhren McMahon und Coachman immer weitere Details und fanden schließlich heraus, dass der verlorene Sohn ein Mitglied des aktuellen WWE Rosters ist. Nachdem sich Mr. Kennedy als möglicher Kandidat ins Spiel gebracht hat, wurde tatsächlich Hornswoggle als McMahons verlorener Sohn enthüllt. Ein peinlich berührter Vince versuchte anschließend mit der Hilfe von JBL monatelang durch „harte Liebe“ einen „echten Mann“ aus Hornswoggle zu machen, der jedoch von seinem Adoptivvater Finlay geschützt wurde. Im Februar 2008 enthüllte JBL, dass Hornswoggle auch der echte Sohn Finlays sei und die ganze Geschichte um das außereheliche Kind nur ein böser Scherz von Finlay und den anderen McMahons gewesen sei, um Vince für dessen vergangene Täuschungen eins auszuwischen.

Im Sommer 2008 startete Vince McMahon die Million Dollar Mania, bei der er während dem Verlauf jeder Raw Ausgabe in ungelenken Segmenten TV-Zuschauern insgesamt eine Million Dollar pro Show auszahlen würde. Dieser Angle wurde jedoch nur für drei Wochen aufrecht gehalten, ehe Vince erneut mit einem vermeintlich tödlichen Unfall aus den Shows geschrieben wurde, indem das Set der Million Dollar Mania über ihm zusammengebrochen war. Die restlichen Familienmitglieder baten in den Shows darum, den Zustand von Vince privat zu halten.

Rückkehr und Abrechnung alter Fehden

Im Januar 2009 kehrte Vince McMahon in die Shows zurück und wurde direkt in eine Fehde mit Randy Orton involviert, der zuerst Stephanie belästigte und anschließend Vince attackierte. Dies führte zu einer zweimonatigen Auszeit, ehe Vince an der Seite von Shane und Triple H – der sich in einer Titelfehde mit Orton befand – zurückkehrte. Bei WrestleMania 25 konnte Triple H die WWE Championship erfolgreich gegen Orton verteidigen.

Daraufhin wurde für Backlash 2009 ein Six Man Tag Team Match zwischen Vince, Shane und Triple H sowie Randy Orton und seinen Legacy Stablemates Cody Rhodes und Ted DiBiase Jr. angesetzt, in dem auch die WWE Championship von Triple H auf dem Spiel stand. Orton bestritt zuvor noch ein Singles Match gegen Vince, während dem er von der Legacy attackiert und ausgeschaltet wurde. Ein zurückkehrender Batista machte den Save und nahm Vinces Platz in dem Match bei Backlash ein.

Im Juni 2009 folgte ein Angle, in dem Vince McMahon Raw an seinen Freund Donald Trump verkaufte, jedoch eine Woche später wieder zurückerwarb. Dies war der Starschuss für die Periode der Celebrity Guest Hosts, die jeweils eine Woche lang laut Storyline die Kontrolle über Raw bekommen würden. Stattdessen trat Vince nun vermehrt bei SmackDown auf, wo er Teddy Long über die Schulter schaute und dessen Status als GM auf Bewährung aussetzte. Zu seiner Geburtstagsfeier bei Raw am 24. August 2009 kam es zu einem erneuten Aufeinandertreffen mit der Legacy, die Vince an der Seite seiner ehemaligen Rivalen Triple H und Shawn Michaels und mit der Hilfe eines Eingriffs von John Cena besiegen konnte. Im November 2009 lehnte Vince McMahon in einem Auftritt die Aufforderung zu einem Match mit Raw Guest Host Roddy Piper ab und bezeichnete sich als im Ruhestand.

Dies sollte sich jedoch im folgenden Jahr ändern, nachdem Bret Hart am 4. Januar 2010 nach über zehn Jahren sein offizielles Comeback bei der WWE feierte. Nachdem sich die beiden in der Show über den Montreal Screwjob auszusöhnen schienen, verpasste McMahon Hart zum Abschluss der Show einen Tiefschlag, was zu einem Aufflammen der alten Fehde führte. In den kommenden Wochen kam es vermehrt zu Szenen, welche die tatsächlichen Ereignisse des Montreal Screwjobs reproduzierten. Nachdem Hart im Februar anschließend seinen endgültigen Abschied von der WWE verkündete, wurde er auf dem Parkplatz von einem anderen Auto angefahren und trat fortan mit einem Gips um sein linkes Bein auf.

Angesichts dieser Verletzung siegesgewiss, bot Vince McMahon Bret Hart ein Match bei WrestleMania 26 an, um endgültig alle Rechnungen zu begleichen. Später wurde das Match als No Holds Barre Match mit Steve Austin als Special Guest Referee bestätigt. Hart nahm das Angebot an und enthüllte kurz vor dem Event, dass seine Verletzung nur gespielt gewesen ist, um Vince in die Falle zu locken. Gemeinsam mit weiteren Mitgliedern seiner Familie – die McMahon zu bestechen versucht hatte – fertigte Bret bei WrestleMania anschließend Vince ab.

Kurze Zeit später wurde Bret Hart von Vince McMahon als neuer General Manager von Raw eingesetzt, nach einigen Wochen aber wieder gefeuert, da er das neue Stable Nexus nicht in den Griff bekommen hatte. Daraufhin wurde ein anonymer General Manager eingesetzt, der künftig via E-Mails mit Michael Cole als Sprachrohr kommunizieren sollte. Noch am selben Abend wurde Vince McMahon Opfer einer Attacke des Nexus und damit wieder aus den Shows geschrieben.

The Authority und sporadische Auftritte

Erst im Sommer 2011 kehrte Vince McMahon im Zuge der Storyline zwischen CM Punk und John Cena nach Punks sogenannter „Pipe Bomb“ Promo zurück. Gemeinsam mit John Laurinaitis versuchte McMahon einen Titelgewinn Punks zu verhindern, der jedoch bei Money in the Bank 2011 in einem denkwürdigen Match den Titel gewann und mit dem Titelgürtel durch die Zuschauerränge aus der Halle flüchtete.

Daraufhin wurde Vince McMahon in der Storyline von seinen Posten als aktive Führungsfigur enthoben und Triple H als neue Führungsfigur eingesetzt. Nach wenigen Monaten drehte sich jedoch der Spieß um und Vince entließ wiederum Triple H, nachdem sich die Angestellten aufgrund von „unsicheren Arbeitsplatzbedingungen“ gegen ihn ausgesprochen hatten. Stattdessen wurde nun John Laurinaitis als neuer General Manager eingesetzt.

Im Sommer 2012 kehrte McMahon in die Shows zurück, um die GM Posten bei Raw und SmackDown neu zu besetzen. Bei Raw wurde Laurinaitis nach einem Konflikt zwischen John Cena und Big Show durch AJ Lee ersetzt, während Booker T zum neuen GM von SmackDown ernannt wurde. In den darauffolgenden Monaten folgten noch einige Segmente und Auseinandersetzungen mit CM Punk im Zuge von dessen Fehden gegen Ryback und The Rock.

Nachdem Vince im Januar 2013 von Brock Lesnar attackiert worden war, folgte eine kurze Fehde mit Lesnar und Heyman. So kam es am 25. Februar 2013 bei Raw zu einem Street Fight zwischen Vince McMahon und Paul Heyman, in den sowohl Triple H als auch Brock Lesnar eingriffen. Dies wiederum führte zu einem Match zwischen Lesnar und Triple H bei WrestleMania 29.

In den folgenden Monaten gewannen Stephanie McMahon und Triple H auch in den Shows wieder mehr Einfluss als Authority Figures und setzten Brad Maddox und Vickie Guerrero als General Manager von Raw und SmackDown ab. Im Zuge ihrer Fehde mit Daniel Bryan kreierten sie in der Folge The Authority, sodass die komplette Kontrolle bei den korrupten McMahons lag. Vince wurde in dieser Zeit wieder aus den Shows geschrieben und trat nur noch sporadisch auf. So löste er im November 2014 die Authority nach einem Survivor Series Match zwischen Team Cena und Team Authority kurzzeitig auf, ehe er sich im Dezember 2015 auf die Seite der Authority im Zuge deren Fehde gegen Roman Reigns schlug.

Im Zuge der Fehde gegen Reigns wurde Vince mehrfach von diesem attackiert, nachdem er Reigns in schlechte Positionen gebracht hatte. Dies führte unter anderem zum Segment mit dem legendären Ausspruch „my neck“. Die Fehde endete schließlich damit, dass Reigns seine WWE Championship im Royal Rumble 2016 verteidigen musste, die Triple H als letzter Teilnehmer des Rumble Matches gewinnen konnte.

Familienfehden und letzte Auftritte

Am 22. Februar 2016 änderten sich die Machtverhältnisse in der McMahon Familie wieder, nachdem Shane McMahon erstmals seit sechs Jahren zur WWE zurückgekehrt war und die Kontrolle über Raw forderte. In einer intensiven Vater-Sohn-Fehde setzte Vince für Shane schließlich ein Hell in a Cell Match bei WrestleMania 32 gegen den Undertaker an. Obwohl Shane das Match verlor, gewährte Vince seinem Sohn bei der darauffolgenden Raw Ausgabe für einen Abend die Kontrolle über die Show. Dies wurde schließlich verlängert, ehe bei Payback 2016 Shane und Stephanie McMahon offiziell als Commissioner von SmackDown respektive Raw verkündet wurden.

Dies führte erneut zu einer langen Absenz von Vince McMahon, der lediglich im April 2017 in den Shows auftrat, um Kurt Angle als neuen General Manager von Raw sowie den anstehenden Superstar Shakeup anzukündigen. Im September 2017 wurde Vince in die Fehde zwischen seinem Sohn Shane und Kevin Owens involviert. Nachdem Vince ein Hell in a Cell Match zwischen Shane und Owens angesetzt hatte, wurde Vince von Owens mit einer Kopfnuss und einem Frog Splash abgefertigt, womit Vince erneut aus den Shows geschrieben wurde.

Seit diesen letzten Fehden folgten lediglich weitere sporadische Auftritte zu besonderen Ereignissen wie beispielsweise dem 25-jährigen Jubiläum von Raw im Januar 2018, der 1.000 Ausgabe von SmackDown im Oktober 2018, dem 25-jährigen Ringjubiläum von Triple H im April 2020, der Abschiedszeremonie des Undertakers bei der Survivor Series 2020 sowie bei den ersten Shows mit Zuschauern seit der Coronapandemie.

Als Promoter kann Vince McMahon auf die mit Abstand erfolgreichste und größte Promotion in der Geschichte des Wrestlings zurückblicken, die Rekorde um Rekorde in nahezu sämtlichen Kategorien eingefahren hat. Während seiner Karriere bookte sich Vince McMahon darüber hinaus zu jeweils einer WWE und ECW Championship sowie einem Sieg im Royal Rumble. Hochangesehen wird er von den Fans jedoch für den verhassten Heel Charakter „Mr. McMahon“, den Vince McMahon nach der Kritik über den Montreal Screwjob vor den Kameras einführte und mit dem er gerade als Gegenspieler von Steve Austin in der Attitude Era massiven Erfolg hatte. So erhielt er gleich dreimal von der Pro Wrestling Illustrated die Auszeichnung für die „Feud of the Year“ sowie einmal die Auszeichnung für das „Match of the Year“. Vom Wrestling Observer wurde McMahon ebenfalls dreimal als bester Booker, viermal als bester Promoter sowie jeweils zweimal als bester Non-Wrestler respektive für die Fehde des Jahres ausgezeichnet. Darüber hinaus ist er Mitglied der Wrestling Observer Newsletter Hall of Fame sowie des Professional Wrestling Hall of Fame and Museums.




4 Antworten auf „Wrestling-Infos.de Hall of Fame 2019 – Die Ergebnisse – Ihr habt gewählt!“

Timo sagt:

Hinweis an die Redaktion: Ihr habt versehentlich 2019 statt 2021 geschrieben. Ansonsten vielen Dank für die Mühen die ihr euch jeden Tag macht um uns mit den neuesten Nachrichten/Ergebnisse etc zu beglücken. Ihr macht nen super Job!!!

Suzuki sagt:

Wow, das sind mal ausführliche Wrestling Biographien von den Gewinnern. Da wurde keine Regentschaft und kein Turn ausgelassen😄. Danke für die Mühen und wenn das alles selbst verfasst wurde ziehe ich mein imaginieren Hut vor „Randy van Daniels“

Suzuki sagt:

@Timo
Du hast wohl die Einführung nicht gelesen

Timo sagt:

@Suzuki
Hoppala zu voreilig gepostet..da stand ich wohl auf dem Schlauch. Ein fettes sry von meiner Seite.. un danke, dass du mich darauf hingewiesen hast, ohne irgendwelche dummen Bemerkungen wie sie des öfteren von manchen Leuten zu lesen sind 😋

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