CAGEFIGHTER: Worlds Collide – Filmkritik

19.01.21, von Marko "Killcobain" Welzenbach

Das Sportdrama „CAGEFIGHTER: Worlds Collide“ erzählt die Geschichte des Martial Arts Kämpfers Reiss Gibbons (gespielt von Alex Montagnani), dessen Welt nach einem Kampf gegen den Professional Wrestler Randy Stone (gespielt von AEW Star Jon Moxley, aka Jonathan Good) nicht mehr dieselbe zu sein scheint. Im Nachfolgenden Artikel erzählen Euch David „VidDaP“ Parke und Marko „Killcobain“ Welzenbach, wie sie den Film wahrgenommen haben.

Reiss Gibbons ist einer der renommiertesten MMA-Champions von „LEGENDS“ und der aktuell fünffache Light Heavyweight Champion der Promotion. Um den Fans ein nie dagewesenes Spektakel zu bieten und die Kassen gehörig klingeln zu lassen, stellt Promoterin Max Black (gespielt von Gina Gershon) einen kontroversen Cross-Promotion Kampf zwischen LEGENDS Champion Gibbons und World Wrestling Champion Stone um Gibbons Weltmeisterschafts-Gürtel auf die Beine. Doch nicht nur der Kampf selbst, allem voran wird auch Randy Stone, aufgrund seines Showkampf-Backgrounds, belächelt. Auch sein Gegner und LEGENDS-Champion Reiss Gibbons scheint den knallharten Randy Stone zu unterschätzen, der alles darauf anlegt, seine Kritiker verstummen zu lassen. Im Laufe des Film merkt der ungeschlagene Gibbons aber schnell, dass Stone vielleicht doch nicht der zu unterschätzende Showkämpfer ist, als den ihn jeder betrachtet. Die Stärken des Films liegen hier sicher im Ring. Der Kampf, der nach einem Drittel des Films schon startet, lässt Fans des Kampfsports voll auf ihre Kosten kommen.

Hier seht ihr den Trailer der deutschen Fassung:

Neben Jon Moxley sind weitere den Wrestlingfans bekannte Gesichter im Film vertreten. Neben ex-WWE World Heavyweight Champion Jay „Christian“ Reso, der einen Radiomoderator spielt, sind unter anderem auch Tommy Dreamer, Matt Hardy, Bully Ray als sie selbst und UFC-Legende Chuck Liddell als Gibbons Trainer Marcus im Cast des Films vertreten. Eifrigen WWE-Schauern sollte auch der LEGENDS-Titelgürtel bekannt vorkommen, so diente hier der WWE Undisputed Championship-Gürtel als Vorlage.

„CAGEFIGHTER: Worlds Collide“ reiht sich in die Geschichte einiger Sportverfilmungen ein und setzt auf das bewährte Underdog-Prinzip, inklusive Rocky-Flashbacks. Gerade als bekennender Wrestlingfan scheint die Ausgangslage zum Start des Filmes durchaus interessant, doch mit der Zeit wirken die Geschehnisse bekannt und die Story ist schnell durchschaubar. Natürlich ließ es sich nicht vermeiden, dass ich (dank der Affinität zum Pro-Wrestling) nicht ganz unvoreingenommen an den Film herangegangen bin. Während ich mir eine leicht aufgefrischte Version der Geschichte gut in einem neuen „Creed“-Teil mit Michael B. Jordan vorstellen könnte, denke ich, dass man den Hauptfokus falsch gesetzt und es verfehlt hat, den wahren Star des Films zu beleuchten: Jon Moxley. Zudem die Figur des Reiss Gibbons über den Film gesehen relativ blass bleibt.

Mit Alex Montagnanis Charakter Gibbons als Hauptfigur wurde ich nie richtig warm, für den „Dominator der Liga“, den er verkörpern sollte, wirkte er mir teils zu fragil und einschichtig, weshalb ich ihm den Charakter nie ganz abzukaufen vermag. Die schauspielerischen Leistungen von Jonathan Good (alias Jon Moxley) als auch Jay Reso (alias Christian) haben mich durchaus beeindruckt und explizit Moxley trug den Film meines Erachtens nach zu großen Teilen mit seiner stiffen und authentischen Art, auch wenn in der deutschen Sprachausgabe viele Promos, Interviews etc. bei weitem nicht so gut wirken wie in der Originalversion, gerade bei den beiden Hauptdarstellern.

Nichtsdestotrotz ist „CAGEFIGHTER: Worlds Collide“ eine gute Portion „leichte Kost“ wie man so schön sagt und für einen Filmabend, gerade in Pandemiezeiten, kein schlechter Pick. Die Idee des Films ist erfrischend und explizit für Wrestlingfans eine interessante Geschichte, wenn dem Film mit der Zeit auch bei der Umsetzung die Puste ausging und auf altbekannte Muster des Filmgenres zurückgegriffen wurde. Auch Gina Gershon zeigt bei ihrer Darbietung der gewitzten, scharfzüngigen Promoterin eine tolle Leistung, während Chuck Liddell teils ein wenig deplatziert wirkt.

Fazit: Die Neuerfindung des Rads wird zwar angedeutet, doch vollendet wird sie nicht, dennoch ist „CAGEFIGHTER: Worlds Collide“ ein netter und grundsolider Film, mit enormem Potential. Speziell Leute, die ihren Spaß am Kampfsport haben, erhalten einen Film mit (vielleicht zu) vielen Wendepunkten, der durchaus zu unterhalten vermag. Großes Lob gibt es vor allem für die beeindruckende Action im Ring.

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