Hulk Hogan und seine Exfrau sind bei AEW unerwünscht – Orange Cassidy erweist sich als Zuschauermagnet – Vorschau auf „AEW Dynamite #35“: Fünf Matches angekündigt

03.06.20, von Jens "JME" Meyer

– Die aktuellen Demonstrationen und Unruhen in den USA gehen auch am Wrestlingbusiness nicht spurlos vorbei und daraus folgende Diskussionen führten nun auch dazu, dass die Öffentlichkeit davon erfuhr, dass Hulk Hogan bei AEW offenbar eine unerwünschte Person ist. Auf einen umstrittenen Tweet von Hogans Ex-Frau Linda Hogan antwortete AEW President Tony Khan, dass die 60-jährige fortan bei AEW-Shows ebenso unerwünscht ist, wie ihr (Ex-)Mann. Die Hintergründe sind nicht klar, man nimmt aber an, dass der Hulkster aufgrund seiner rassistischen Kommentare aus der Vergangenheit bei AEW auf der schwarzen Liste steht.

– Nachdem AEW im vergangenen Jahr die Verpflichtung von Orange Cassidy bekannt gegeben hatte, wurde viel darüber diskutiert, ob ein solcher Comedy-Charakter wirklich für die große Bühne geeignet ist und nicht vielmehr viele potentielle Fans abschrecken könnte. In den letzten Wochen zeichnete sich anhand der Viertelstunden-Ratings von „AEW Dynamite“ bereits ab, dass dies so ganz und gar nicht der Fall zu sein scheint, in der letzten Woche wurde dies sogar ganz besonders deutlich. In Sachen Zuschauerzahl war die Viertelstunde mit der #1 Contender Battle Royal der Höhepunkt der Show. Durchschnittlich 869.000 Zuschauer sahen die Viertelstunde, in welcher der Großteil des knapp 12-minütigen Matches stattfand. Wenn ihr euch nun fragt, was dies mit Orange Cassidy zu tun hat: In dem Moment, als der 35-jährige dem Match wirklich beitrat, stieg die Zuschauerzahl auf über 1 Millionen an und sie blieb bis zum Finish des Matches – zwischen Orange Cassidy und Jungle Boy – auch über dieser Marke. In der wichtigen Hauptzielgruppe (P18-49) verfolgten über 500.000 Zuschauer diese Minuten. Cassidy war bei seinem Entrance von Santana & Ortiz attackiert worden und trat deshalb dem eigentlichen Match erst später bei, sodass man hier durchaus einen Zusammenhang herstellen kann.

– Die Battle Royal wurde im Detail übrigens von Cody und Tony Khan gebookt, als Producer arbeiteten Christopher Daniels, Colt Cabana und Billy Gunn an diesem Match.

– Für die heutige Ausgabe von „AEW Dynamite“ wurden bisher fünf Matches angekündigt. So wird Cody seine AEW TNT Championship gegen Jungle Boy aufs Spiel setzen, während Kip Sabian & Jimmy Havoc eine Chance auf die AEW World Tag Team Championship von Kenny Omega & „Hangman“ Adam Page bekommen erhalten werden. Außerdem dürfen wir uns auf die Paarungen Chris Jericho vs. Colt Cabana sowie Nyla Rose vs. Big Swole freien und Brian Cage werden wir erneut in Aktion erleben. Darüber hinaus wird Tony Schiavone ein Sitdown-Interview mit FTR (Dax Harwood & Cash Wheeler) führen. Nachfolgend das aktuelle Line-up:

All Elite Wrestling Dynamite #35
Ort: Daily’s Place in Jacksonville, Florida, USA
Datum: 03. Juni 2020

AEW World Tag Team Championship
Tag Team Match
Kenny Omega & „Hangman“ Adam Page (c) vs. Kip Sabian (w/ Penelope Ford) & Jimmy Havoc

AEW TNT Championship
Singles Match
Cody Rhodes (c) vs. Jungle Boy

Singles Match
Chris Jericho vs. Colt Cabana

Singles Match
Nyla Rose vs. Big Swole

Singles Match
Brian Cage (w/ Taz) vs. TBA

Ebenfalls angekündigt:
* Tony Schiavone begrüßt FTR (Dax Harwood & Cash Wheeler) zu einem Sitdown-Interview.

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9 Antworten auf „Hulk Hogan und seine Exfrau sind bei AEW unerwünscht – Orange Cassidy erweist sich als Zuschauermagnet – Vorschau auf „AEW Dynamite #35“: Fünf Matches angekündigt“

Daniel Liu sagt:

Wow, geile Vorgehensweise! Kein Hulk Hogan, die Zukunft von AEW ist sicher! 🙂

TheShowOff sagt:

Was mich eher stört, ist das Jericho Kritik einstecken muss, weil er den Hashtag #AllLivesMatters vertritt.

Ok, verstehe das die Schwarze Gemeinde gerade etwas empfindlich ist, weil sie in den letzten Jahren immer wieder rassistischer Gewalttaten zum Opfer gefallen sind.

Aber das man als Rassist gilt, wenn man der Meinung ist, das alle Leben gleich sind, ist einfach beschissener Schwachsinn.

Nur weil sie gerade mediale Aufmerksamkeit bekommen, heißt das nicht das eine Rasse deswegen weniger Wert ist als die andere.

Überall sterben Leute verschiedener Rassen und Angehörigkeiten.

Manchmal mehr, manchmal weniger.

Beides ist gleich tragisch, egal welche Hautfarbe.

Nur weil sie nicht im medialen Fokus stehen, macht sie nicht weniger wertvoll.

Kvlt sagt:

Tja, die Welt ist extrem sensibel geworde. Wenn ich mir überlege was man sich noch in den 80ern und 90ern so alles erlauben durfte und dies (fast) immer als Scherz aufgefasst wurde bzw kaum jemand provoziert gefühlt hat.
So richtig los gings dann ja mit den „Negerküssen“. Kann mich noch gut daran erinnern, wie ich damals zum Fasching eine Packung mit in Schule nahm und man die wegwarf, weil die nun verboten wären…so raus das Verhalten, vor allem Kindern gegenüber.

Naja, bald dürfen wir nur noch mit Lauten statt Wörtern kommunizieren oder müssen die Sprachen neu erfinden, weil das halbe Vokabular verboten sein wird. 🙂

Omega61 sagt:

@TheShowOff

Leider hast du die Problematik überhaupt nicht verstanden. Natürlich sind alle leben gleich viel Wert jedoch geht es hier um viel mehr. Unsere farbigen Mitmenschen müssen sich seit den letzten hundert Jahren mit systematischen Rassismus auseinandersetzen, völlig egal wo auf dieser Welt. Das ist nicht, wie du behauptest, erst seit den letzten Jahren so. Und in meinen Augen sind sie auch absolut nicht empfindlich sondern haben viel zu lange viel zu viel eingesteckt und ertragen. Die gefährlichste Form von Rassismus ist nicht wenn jemand einen wegen seiner Nationalität beleidigt sondern wenn deine komplette Rasse systematisch von einer Infrastruktur benachteiligt wird. Sei es bei der Suche nach Arbeit, in der Uni oder in der Geschäftswelt. Wie kann man überhaupt in so einer Situation mit alllifesmatters ankommen? Ich bezweifle sehr stark, dass Jericho (der in meinen Augen ebenfalls eine der größten Legenden ist) sich je mit Rassismus in irgendeiner Form auseinander setzen musste. Viel mehr geht es momentan darum der Welt deutlich zu machen, dass es diese Art von Rassismus nicht erst seit gestern gibt und das man jetzt (obwohl es länger zu spät ist) etwas tun muss, damit sich etwas ändert. Ich verstehe persönlich nicht wie Jericho das nicht versteht oder verstehen will. Na gut, Vlt liegt das auch an seiner Connection zu Donald Trump jr.

Ich finde das Tony mit AEW momentan überragende Arbeit leistet und auch konsequent und bestimmt Stellung bezieht. Ebenso bin ich mir sicher, dass es mit Jericho ein Gespräch gab aber ob daraus ein positives Ergebnis kommt bezweifle ich. Finde es überaus schade, dass Jericho die Promotion (welche er mehr als mit aufgebaut hat) und Tony Khan, den ich für einen sehr sympathischen Menschen halte, in eine so unangenehme Situation bringt.

Hoffen wir einfach das 2020 sich bessert!

Bra- & Panties-Fan sagt:

@ Kvlt

Da sagst du was. Musst mal meine Schwester erleben wenn ich ein Zigeunerschnitzel bestelle. Da unterstellt sie mir auch Rassismus etc. Man kann es auch heutzutage übertreiben. Ich esse das schon seit den späten 80ern und habe nie an irgendwelche „Randgruppen“ gedacht.
Was da in den USA passierte ist schrecklich gerade wenn man bedenkt das Polizisten und Ordnungshüter eine gewisse Vorbildfunktion haben. Wobei ich sagen muss, dass in den USA jeder Trottel & Mongo Polizist werden kann. Man muss nur eine Vorliebe für Gewalt und Waffen haben wie es scheint und den „richtigen Mann“ ins Weiße Haus gewählt haben.
Man sollte aber bitte nicht jeden weißen Ordnungshüter über einen Kamm scheren und jeden Dunkelhäutigen nun als Rassismusopfer sehen. Ich war selber auch schon in den Staaten. Glaub mir die Leute da egal ob hell- oder dunkelhäutig verstehen sich größtenteils untereinander.
Wichtig ist, dass die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden.

Ein Gutes hat die Sache ja, vielleicht wachen die Amis auf und wählen diesmal jemand anderen.

Ordi sagt:

@TheShowOff Ja, was im Moment so abgeht, wirkt leider nur noch hysterisch, boshaft und hasserfüllt und hat auch nicht mehr viel mit einer ernsthaften Auseinandersetzung mit Rassismus zu tun.

Dass Jericho dafür kritisiert wird, dass er in einem Tweet zum Ende von Gewalt aufruft (,,Stop rioting… #PeaceAndLove“), ist schon verblüffend.

Und auch Bubba Ray hat heute schon die Wut des Twitter-Mobs zu spüren bekommen. Anscheinend ist Bubba ein Rassist, weil er D-Von als Bruder bezeichnet und dazu aufruft, Menschen nach ihrem Charakter und nicht nach ihrer Hautfarbe zu beurteilen. https://twitter.com/bullyray5150/status/1268003227167084544

Nach heutigen Maßstäben würde wohl selbst Martin Luther King als Rassist gelten, weil er sich nicht für Hass, sondern für Gerechtigkeit und Gleichbehandlung aller Menschen einsetzte. :/

Kvlt sagt:

@Bra- & Panties-Fan. Selbst die zigeuner haben sich doch Jahrzehnte lang über Zigeunersauce / -soße oder Zigeunerschnitzel aufgeregt. Da frag ich mich was da der Auslöser gewesen seinmag.

Und ja, wenn Trump noch mal 4 Jahre dran hängt, vor allem bei dem was er momentan mit den Demonstranten usw abzieht, dann muss man sich wirklich fragen ob die Menschheit noch zu retten ist. 🙂

Kvlt sagt:

Herrje, wieder fehlen Worte. „…sich nicht über…“

Morrison sagt:

Naja, wenn Jerichos Spruch nicht gut ankommt, kommt mir wieder dieses beleidigte „Nur weil ich schwarz bin“ in den Sinn. Am besten enthält man sich einfach und sagt nichts, wenn man es niemandem recht machen kann. Aber dann kommt so jemand wie Lewis Hamilton und heult genau deswegen rum.

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