Material für mehrere Monate im Kasten: AEW geht auf unbestimmte Zeit in Pause – Notizen zu den Tapings und den getroffenen Maßnahmen aufgrund des Coronavirus – Aktuelle Schätzungen zur Buyrate des „AEW Revolution“-PPVs – AEW vs. NXT: Vergleich der DVR Zuschauerzahlen im Jahr 2020

05.04.20, von Jens "JME" Meyer

– Nach den Tapings in dieser Woche in der Nightmare Factory in Norcross, Georgia hat All Elite Wrestling nun genug Material im Kasten, um mindestens bis zum „AEW Double or Nothing II“-PPV am 23. Mai alle „AEW Dynamite“-Ausgaben zu füllen. Je nachdem wie man die aufgezeichneten Matches verwendet, könnte man mit dem vorhandenen Material aber sogar einige Monate überbrücken. Einige der für „AEW Dynamite“ aufgenommenen Matches könnten letztlich bei „AEW DARK“ landen, wenn sich die Bestimmungen in den nächsten Wochen wider Erwarten lockern sollten. Neben den aufgezeichneten Matches möchte man die Shows mit Interviews und Videos auffüllen, die bei den Talenten zuhause aufgezeichnet wurden, so wie wir es bei der aktuellen Ausgabe bereits bei den Segmenten mit Chris Jericho und den Young Bucks gesehen haben.

Die Tapings wurden in der Nacht von Donnerstag auf Freitag gerade rechtzeitig vor der in Georgia in Kraft tretenden „Stay-at-Home“-Verordnung beendet. Ein Offizieller des Bundesstaates Georgia war bei den Tapings vor Ort, um sich davon zu überzeugen, dass die Company alle Regelungen, wie z.B. eine Maximalanzahl von Personen in einem Raum, auch wirklich befolgt. Alle nötigen Papiere lagen vor und die Behörden wurden auch rechtzeitig informiert. Bei AEW achtete man bereits seit Wochen darauf, die Talente und die Mitarbeiter, welche die Shows vor und nach den Tapings produzieren, voneinander zu trennen. Darüber hinaus waren bei den Tapings in Jacksonville in der Vorwoche auch andere Wrestler*innen anwesend, als in dieser Woche in Georgia. Man konnte also Matches mit viel mehr Talenten aufzeichnen, ohne dass zu viele Personen bei einer Aufzeichnung anwesend waren. So wird es auch möglich sein, das aufgezeichnete Material so zu mischen, dass bei den Shows der nächsten Wochen nicht nur eine kleine Anzahl von Wrestler*innen immer wieder zu sehen ist. Für die Tapings in Georgia wurde lediglich Chris Jericho eingeflogen, die anderen eingesetzten Talente wohnen alle im Südosten der USA und fuhren selbst mit dem Wagen nach Norcross, Georgia. So vermied man unnötigen Kontakt auf Flügen. Alle diejenigen, die nicht im Südosten der USA oder zumindest zumutbarer Fahrentfernung leben, wurden vorsätzlich nicht zu den Shows eingeladen. Das gesamte Roster war also seit mehreren Wochen nicht mehr zusammen an einem Ort anwesend. Alle bei den jüngsten Tapings anwesenden Personen wurden nun dazu aufgefordert, sich für zwei Wochen in Isolation zu begeben. Aktuell hofft man, dass „AEW Double or Nothing II“ am 23. Mai die nächste Show sein wird, aber selbst dies steht im Moment noch in den Sternen. Zwar gibt es Überlegungen, den PPV ebenfalls als Empty-Arena-Show über die Bühne zu bringen, ob dies möglich sein wird, weiß im Moment aber niemand.

– Mittlerweile sind auch erste Informationen zur Buyrate des „AEW Revolution“-PPVs durchgesickert. Aktuelle Schätzungen gehen von 100.000 bis 105.000 Buys aus, was in etwa der Größenordnung der letzten Pay-per-views entspricht. Vermutlich wird „AEW Revolution“ letztlich als zweiterfolgreichster PPV hinter „Double Or Nothing“ (113.000 PPV-Buys) einreihen. „Full Gear“ im November 2019 hatte ca. 100.000 Buys erzielt, den „All Out“-PPV im August orderten ca. 101.000 Käufer. Die iPPV-Verkäufe in den USA über B/R Live stiegen im Vergleich zu „Full Gear“ um 10% und befanden sich mit 37.000 Buys auf einem Level mit „Double Or Nothing“. Die Verkäufe über FITE TV knackten mit mehr als 20.000 Buys sogar den AEW-Rekord auf dieser Plattform und gehörten zu den höchsten, die FITE TV jemals erzielen konnte. Dies war nicht zuletzt dem Umstand geschuldet, dass der PPV-Anbieter ITV Box Office im Vereinigten Königreich seine Dienste eingestellt hat und die Show im UK damit nur noch als iPPV über FITE TV erhältlich war. Über ITV Box Office wären wohl ca. 15.000 Buys hinzugekommen, der Anstieg auf FITE TV glich diesen Wegfall also nicht aus. Insgesamt fielen also über 57.000 Buys auf die Sparte Internet Pay-per-view, was eine erstaunlich hohe Zahl ist.

– Auch zu den DVR-Zuschauerzahlen von „AEW Dynamite“ und „NXT“ haben wir ein Update. Im Vergleich der Monate Januar, Februar und März zeigt sich, dass die Zuschauerzahlen an und für sich recht konstant sind. Bei den Gesamtzuschauerzahlen verlor NXT (-10%) prozentual etwas mehr Zuschauer als AEW (-7%).

Januar 2020LiveLive+DVR nach 3 TagenLive+DVR nach 7 Tagen
AEW Dynamite910.600 Zuschauer1.130.000 Zuschauer1.170.000 Zuschauer
WWE NXT690.000 Zuschauer857.000 Zuschauer877.000 Zuschauer
Februar 2020LiveLive+DVR nach 3 TagenLive+DVR nach 7 Tagen
AEW Dynamite875.750 Zuschauer1.080.000 Zuschauer1.160.000 Zuschauer
WWE NXT759.500 Zuschauer883.000 Zuschauer927.000 Zuschauer
März 2020LiveLive+DVR nach 3 TagenLive+DVR nach 7 Tagen
AEW Dynamite855.750 Zuschauer1.060.000 Zuschauer1.090.000 Zuschauer
WWE NXT656.500 Zuschauer782.000 Zuschauer789.000 Zuschauer

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1 Anwort auf „Material für mehrere Monate im Kasten: AEW geht auf unbestimmte Zeit in Pause – Notizen zu den Tapings und den getroffenen Maßnahmen aufgrund des Coronavirus – Aktuelle Schätzungen zur Buyrate des „AEW Revolution“-PPVs – AEW vs. NXT: Vergleich der DVR Zuschauerzahlen im Jahr 2020“

Bra- & Panties-Fan sagt:

Alles Gute und passt auf Euch auf werte AEW-Mitarbeiter. Bleibt gesund!

Wir brauchen Euch für die nächsten Monate und Jahre. Ihr seid aktuell der einzige Lichtblick am Main Stream-Wrestlinghimmel.

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